Moin!
Der Gedanke an einen funktionalen Falteingang für ein Zelt / Tarp treibt mich schon seit Jahren um. Etliche Modelle, Versuche und Prototypen später musste ich mir eingestehen, dass ein praktikables Design ohne Reißverschluss ist nicht mal eben so zu entwerfen ist.
In den letzten zwei Jahren ist das Design dennoch langsam gewachsen und nun sieht es recht erfolgversprechend aus. Den letzten Impuls gaben mir einige Tarp-Entwürfe aus X-Foil.
Der aktuelle Prototyp ist ein polygonales Tarp mit ca. 7,3 qm Fläche. Das Design funktioniert sowohl in Baumwolle als auch in DCF.
Man kann das Tarp komplett schließen, ein großzügiges Überdach aufspannen oder es halboffen lassen, um immer wieder raus- und reinzugehen. Selbst wenn nur ein Tür-Paneel aufgespannt wird, ist der Eingang komplett regensicher.
Im Baumwoll-Tarp kann ich bei Regen sogar einen Hobo darunter befeuern.

(Simulation mit unserem Rasensprenger) 

Ein Problem war der Übergang vom Eingang auf die Spitze. Alle bisherigen Möglichkeiten einen Falteingang regendicht zu bauen waren mir zu kompliziert oder von den Zugkräften nicht optimal gelöst.
Hier habe ich, wie bei meinem beaks, das Tarp einfach über die Spitze gezogen, sodass eine kleine Dreiecks-Falte entsteht. Dies gibt den Tür-Paneelen das notwendige Spiel für eine großzügige Überlappung und schießt den oberen Bereich regensicher ab.

Die Türen können über Leinenspanner, von innen als auch von außen stramm geschlossen werden. Möchte man das Vordach regendicht aufspannen, werden diese beiden Schnüre zum zusätzlichen Abspannen des Daches genutzt.
Die Maße vom Grundriss sind 3 × 1,4 m bei 1,30 Aufbauhöhe. Spannt man das Vordach ab, bekommt man gut 4 qm überdachte Fläche. Das ist für ein Solo-Shelter schon sehr luxuriös.
Standardmäßig passen die Lanshan-1 inner in mesh oder solid ins shelter und könnten zusammen mit dem Tarp in einem Zug aufgebaut werden.
DCF Poly-Morph Tarp, ca. 350 g (Das exakte Gewicht kommt noch, da die Anzahl der Schnüre noch nicht feststeht)
Ein zusätzliches 3F- inner würde 350 g wiegen.
Es gibt sicher leichtere Tarps, aber für ein Schlechtwetter-shelter wahrscheinlich nur wenige mit einem derart großzügigen Raumangebot.
Leider braucht der Schnitt entweder eine XL-Stoffbreite oder man muss zusätzliche Meter einplanen, was den Materialaufwand in die Höhe treibt. Wenn ich zwei Tarps produziere, wären das knappe 6 Meter DCF, ansonsten ungünstigerweise schon 7 Meter.
VG. -wilbo-