Wandern in Deutschland nervt, Alternativen?

  • Ich lebe im Südwesten, wandere ständig hier und finde nicht, dass hier in anbetracht der Bevölkerungsdichte viel Müll in der Natur liegt. Generell ist die Bevölkerungsdichte mein Argument gegen solches Geheule. Es ist doch logisch, dass es mit zunehmender Bevölkerungsdichte, zunehmende Regeln und Beschränkungen geben muss. Es ist so einfach zu sagen "im Land XY funktioniert es besser". Ja, wenn dieses Land 15 Millionen Einwohner auf ne größere Fläche hat, ist das doch logisch.

    Außerdem wollen die vielen achso schlimmen Menschen auch nur die Natur genießen, sowie du.

  • Hi Zip,

    diesen "nervigen Problemen" kannst du auch im Ausland nicht entgehen - viele Menschen, viele Probleme...

    Wenn man schon genannte Strategien anwendet, bin ich immer wieder erstaunt, wie ungestört man durch die wunderschöne, deutsche Landschaft wandern kann!

    Probier doch mal den HW 1 schwäbische Alb Nordrand oder Südrand oder Rheinburgenweg oder Sagenweg Pfälzerwald und und und. Ich habe schon hunderte Nächte alleine in Hütten oder Zeltstellen verbracht, fast schon zu einsam so manche Gegend...

  • Als Pessimist versuche ich ja mittlerweile vielem etwas Gutes abzugewinnen. So nervig und eklig der Müll auch ist, so hilft er mir auch. Wenn eine Hütte voller Unrat ist weiss ich, dass vermutlich viel los ist und ich lieber woanders schlafe. Da in Deutschland die meisten Wege sehr zivilisationsnah und an gute Infrastruktur angebunden sind, nehme ich auch gerne etwas von dem Abfall mit und entsorge es bei der nächsten Gelegenheit.
    Es kommt halt immer darauf an was man selber daraus macht.

  • Ich schmeiße mal meine Ideen in den Raum:

    Manchmal, so denke ich, nervt "Deutschland" einfach schon deswegen, weil man hier (als hier Lebender) oft nicht mehrere Wochen locker-flockig-erholt unterwegs ist wie in den Pyrenäen oder so, sondern eher so ein paar Dazwischen-Schnaufer-Tage oder ein Wochenende hie und eines da. Da bin ich einfach selber noch nicht so entspannt, also eher genervt von Kleinigkeiten.

    5-10% Idioten gibt es überall - entsprechend absolut mehr dort, wo es dicht besiedelt ist. Dafür gibt es dort eigentlich auch mehr nette Menschen (fragt sich nur, ob ich nun eigentlich gewillt oder / und entspannt genug für die anderen 90% bin, oder ob ich gerade überhaupt niemanden sehen möchte - oder andere Wandernde mich).

    Überall gibt es Ecken, in denen es auch fürchterlich nervige Menschen gibt: Im Ordesa-Nationalpark arme genervte Teenager, die von ihren ebenso genervten Eltern zu dem berühmten Wasserfall mitgeschleppt werden. Sich laut und ausdauernd unterhaltende Spanierinnen, wenn man sich im Boi-Tal die Weltkulturerbe-Romanischen-Kirchen anguckt. Die sich produzierende Jungmännergruppe auf dem Zeltplatz im Dartmoor. Trail-Families auf dem PCT, die jemand Schnelles voraus schicken, der alle vorhandenen Zeltmöglichkeiten für seine Tramily besetzt. Leute, die meinen, ihre Sardinenbüchsen würden im Lagerfeuer verbrennen.

    Und zum Müll: Was ich mir angewöhnt habe, ist, immer zwei Stück Müll mehr aus der Natur wieder rauszutragen als ich mit hineingenommen habe.

    Die ganze Welt zu verbessern überfordert mich. Zwei Stück Müll tun das nicht. Nie. Naja, ok - kommt auf die Größe an.

    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

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