Beiträge von ChristianS

    deine Jacke sieht doch gut aus!

    Danke!

    Als Schnittmuster für Windjacken habe ich immer das Vuokatti von Shelby genommen.

    Danke für den Tipp, muss ich mir mal anschauen.

    Zwischenzeitlich habe ich mir noch eine schwarze Windjacke genäht, mit 3C Spiral-Reisser und 63g Gewicht, davon habe ich aber keine Fotos gemacht.

    Wenn ich Zeit finde, kann ich auch mal meine Windjacke(n) vorstell

    Super , immer her damit ;)

    Hi UL-Folks,

    hier habe ich mich an der Erstellung meiner ersten Windjacke versucht, da ich kein überzeugendes käufliches Produkt gefunden habe. Entweder die Jacken waren zu hässlich, zu teuer, zu schwer, in meiner Größe nicht mehr erhältlich oder hatten keine Kapuze. Also habe ich das alte Jacken-Schnittmuster ausgegraben, die gewünschten Änderungen (Fullzip, keine Taschen) geplant und eine entsprechende Bestellung bei ExTex angeschoben.

    Tja, zwei Tage später war das Päckchen dann da und die Arbeit konnte beginnen. Was ich mir so einfach vorgestellt hatte, war in der Praxis doch recht kniffelig und zeitintensiv. Der dünne 10DEN Stoff fusselt schnell aus und wurde dann nur noch heiß geschnitten. Das Schnittmuster passte auch irgendwie nicht so recht und irgendwann fehlten mir 3cm auf der Brust... ;-) Und die Übersicht zu behalten, welches Teil wann auf welcher Seite auf links oder rechts an welches Teil in welchem Bogen genäht werden muss, ist doch deutlich herausfordernder als Tarptents und Rucksäcke zu nähen. Die Beschreibung beim Schnittmuster ist dabei leider keine große Hilfe. Am Ende konnte ich meine Patzer dann doch ganz gut ausbügeln und es ist eine tragbare Jacke herausgekommen. Aber den Gedanken mir noch eine Apex-Jacke mit Taschen zu nähen, verwerfe ich mal lieber... 8-)

    Hier also das Ergebnis:

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    Jackenabschluss, Ärmelbündchen und Kapuze sind mit elastischem Einfassband versehen.

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    Kleiner Kinnschutz am Ende des 3er Profilzippers.

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    Hinterlegter Reissverschluss und schön zu sehen: Die geflickten fehlenden 3cm.

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    Um zum Schluss noch das Gewicht: 70g, wenn man das Gummi rausrechnet ;) Die Größe entspricht irgendwas zwischen L und XL, damit noch ein dicker Pulli drunter passt.

    Ich hoffe euch gefällts! Über Fragen und Tips für gute Jackenschnittmuster freue ich mich.

    Leichte Grüße von Christian

    Im Juli 2023 war es endlich so weit - mein erster "langer" UL-Trip abseits von Mitteleuropa! Quasi fast echte Wildnis ;)

    Vier Wochen Urlaub am Stück hatte ich mir nehmen können, um auch genügend Zeit für An- und Abreise sowie Unplanbarkeiten auf dem Trail zu haben. Lange vorher studierte ich intensiv den Wanderführer von Michael Hennemann, schaute Youtube-Videos, suchte digitales Kartenmaterial und Tracks zusammen und feilte an meiner Packliste auf Lighterpack.

    Die Planung der Anreise gestaltete sich unerwartet schwierig. Eigentlich wollte ich aus ökologischen Gründen mit der Bahn anreisen, aber ich fand partout keine zumutbare Verbindung. Entweder alles schon ausgebucht oder noch nicht zu buchen. Am Ende stand ich kurz vor einem Nervenzusammenbruch und habe dann eine Flugreise ab Berlin über Stockholm nach Hemavan gebucht, was völlig problemlos geklappt hat...?(

    Die Rückreise wollte ich dann spontan vor Ort per Smartphone buchen, wenn klar wurde, wann und ab wo ich dann zurück möchte.

    Hier gibt es übrigens auch meinen Versuch den ganzen Trip filmisch festzuhalten:

    Kungsleden Solo Thruhike 2023 - Hemavan bis Abisko Teil 1
    Reupload mit verbesserter Bildqualität.Trekking auf dem Kungsleden in Schwedisch Lappland von Hemavan bis Abisko im Juli 2023, ca. 410km. Link zu meiner Ausr...
    www.youtube.com

    Schließlich war es dann so weit, alles war gepackt und organisiert und es ging los!

    Tag 1

    Der grobe Plan für den Tag der Anreise sollte sein, dass ich nachmittags nach der Landung in Hemavan noch Einkaufen und die ersten ca. 12km auf dem Kungleden zum ersten Campspot laufen wollte. Allerdings überraschte mich nicht nur der BER mit sehr langen Laufwegen, sondern das wurde noch getoppt von Stockholm-Arlanda, der gefühlt eine einzige Baustelle war und ich dort ungelogen auch einige Kilometer Fußweg hatte. Entsprechend kam ich gar nicht so ausgeruht in Hemavan an, wie ich mir das so vorgestellt hatte... ||

    Der Flughafen Hemavan ist echt niedlich! Quasi nur ein Schwedenhäuschen mit einer breiten Teerstraße :) Das Gepäck wurde auf einem Anhänger an einem Quad zu uns vor die Flughafen-Hütte gezogen. Zum Glück war mein Gepäck vollständig und unbeschädigt, so dass ich zum Supermarkt starten konnte.

    Ich wollte eigentlich nur etwas Wasser und was zum Abendessen kaufen, aber es gab alles nur in recht großen Verpackungen. Etwas unzufrieden mit meiner Essenauswahl stellte ich außerdem fest, dass es dort keine Gaskartuschen gibt. Also auf zur letzten Chance auf Gas im Ort, der Fjällstation. Dort wurde ich zum Glück fündig, allerdings gab es nur noch eine 200g Gaskartusche und mehrere 450er. Schnell die 200er gesichert und auf ins Fjäll!

    Nach dem anstrengenden Reisetag war der nun folgende Anstieg viel anstrengender und langwieriger, als ich mir das im Sessel am PC so vorgestellt hatte :P. Schließlich kam ich dann doch irgendwann am geplanten Übernachtungsplatz an, stellte mein Zeltchen auf, aß noch etwas und viel dann erschöpft auf die Xlite.

    to be continued...

    Nachdem das Teil nach einem ersten erfolgreichen Einsatz in Schweden durch die DCF-Nachfolgeprojekte in Vergessenheit geriet, erfreut es sich seit letztem Jahr bei meiner Frau großer Beliebtheit als kompaktes Immer-dabei-Shelter für ihre Pilgertouren :saint:

    Hallo Forum,

    ich möchte hier auch eines meiner früheren Shelter vorstellen.

    Das Konzept fand ich wegen des einfachen Schnitts sehr bestechend, außerdem hat man Rundum-Wetter- und Mückenschutz. Zusätzlich wollte ich einen Lüfter und einen Zipper-Verschluss haben. Damit das Ganze nicht zu schwer wird, habe ich den feinen 10DEN Silnylonstoff von Ali verwendet. Am unteren Saum ist umlaufend ein 30cm breiter Streifen 25g Moskitonetz angenäht. Als Boden wollte ich ursprünglich ein richtiges Bathtub einnähen, aber das hätte das Gewicht stark nach oben getrieben. So habe ich nur Befestigungsmöglichkeiten für einen Polycryo-Boden vorgesehen. Folgendes Ergebnis kam dabei raus:

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    Eine Seite geöffnet.

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    Beide Seiten geöffnet. Um die Größe besser einschätzen zu können, habe ich eine Neoair Trekker in Large (ca. 193x60cm) reingelegt.

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    Damit der Stoff auch bei Nässe immer gespannt wird, sind die Schlaufen aus 2mm Elastikkordel.

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    Befestigungspunkt "Türmitte". Die Schlaufen können nach Bedarf ein- oder ausgehängt werden.

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    Der Lüfter von Außen.

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    Der Lüfter von Innen.

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    Befestigung der Polycryo-Folie und der Insektenschutzstreifen.

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    Reichlich Platz vorhanden.

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    Auch wenn die Matte aufgepustet ist, hat man genügend Kopf- und Fußfreiheit.

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    Wenn man den Stock schräg stellt, könnten zur Not auch zwei Personen Platz finden. Dann sollte es aber keinen Kondenz geben ;-)

    Das Wichtigste zum Schluss: Das Gewicht.
    Das Tarp pur ohne Schnüre und ohne das Moskitonetz wiegt 236g, zusätzlich mit den Schnüren 268g, zusätzlich mit dem Netz 338g und mit dem Boden dann genau 400g.

    400g für einen kompletten Shelter finde ich ok. 8-) Fehlen nur noch die Heringe in der Gewichtsbetrachtung. Damit bin ich wohl die nächste Zeit erstmal zufrieden.


    Und für alle Nachbau-Interessierten gibt es hier noch die Bemaßungen aus dem CAD:


    CAD_view.png

    Sandale V2.0:

    Aktuell bastele ich am Nachfolger, der eine festere Sohle bekommen soll. Ich möchte ohne Schmerzen auch mal auf einen Schotterstein treten können. Als Sohlenmaterial kommt diesmal das steifere Vibram Claw zum Einsatz. Da dieses nur 4,5mm dick ist (incl. Profil), habe ich noch zusätzlich eine zweite 1,8mm Sohlenplatte ohne Profil aufgeklebt (mit KÖVULFIX):

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    Die raue Oberfläche der 1,8mm Sohlenplatte zeigt nach oben, für guten Grip des Fußes auf der Sohle. Dann habe ich wieder mit meinen Flipflops die Umrisse aufgezeichnet:

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    Und dann mit einem scharfen Cuttermesser ausgeschnitten:

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    Dann wurden die Durchbrüche für die Riemen angezeichnet, jeweils Anfang und Ende des Durchbruchs ein Loch gebohrt und dann mit dem Cutter ausgeschnitten:

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    Schließlich habe ich noch die Profilnoppen neben den Durchbrüchen weggeschnitten, um das Gurtband später möglichst gut im Profil "einzubetten" und vor Abrieb zu schützen.

    Die Waage offenbarte dann aber den großen Nachteil meiner Materialwahl: Eine Sohle wiegt etwa 150g bei Größe 42, gut doppelt so viel wie bei der Supernewflex-Sohle. Ich bin gespannt, ob die zusätzliche Robustheit das Gewicht für mich wieder aufwiegt. Immerhin werden die Sandalen dann immernoch nur die Hälfte meiner Trailrunner wiegen...

    Auf der Suche nach geeignetem Gurtband, das robust ist und keine Nässedehnung aufweist, wurde mir das 10mm Rollladenband aus Dyneema und Kevlar empfohlen. Dieses habe ich mir dann auch bestellt und nun eingefädelt:

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    Beim Polyamidband konnte ich mit Hilfe eines Feuerzeuges eine Art Pilzkopf anschmelzen, der das Durchrutschen verhindert. Dies geht nun nicht mehr, insbesondere die Kevlar-Faser schmilzt überhaupt nicht, sondern verkohlt nur. Hier musste ich mir also etwas anderes einfallen lassen. Schließlich habe ich mir aus Krampen einen kleinen offenen O-Ring gebogen und geschnitten, den ich dann wie eine Crimpung um das Gurtband gequetscht habe. Ich hoffe, das hält...:?

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    Das überstehende Band habe ich dann etwa 2mm über dem Quetschring abgeschnitten und die Dyneemafasern angeschmolzen und an den Ring festgedrückt.

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    Fertig sind die neuen Latschen! 155g pro Stück sind es geworden.

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    Erster Praxistest:

    Heute bin ich dann mal ein paar Stunden mit den Sandalen rumgelaufen, u.a. auch ein paar Kilometer Schotterwege.

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    Die gute Nachricht zuerst: Durch die festere Sohle werden einzelne Schottersteine, Kiesel o.ä. entschärft. Trotzdem merkt man die Untergrundbeschaffenheit noch ziemlich deutlich. Der Grip scheint auch top zu sein. Das Band fühlt sich angenehm glatt und geschmeidig an.

    Nun die Kehrseite der Medallie: Es läuft sich recht hart und ungedämpft, mehr wie mit Brettern unter den Füßen. Die Sohle schmiegt sich nicht so schön an den Fuß an, so dass man mehr "Schlappt" und mehr auf der Sohle rumrutscht. Das könnte langfristig Blasen provozieren.

    Unter dem Strich überwiegen für mich die Nachteile. Die etwas bessere Abdämpfung unangenehmer Untergründe ist mir der Verlust an Geschmeidigkeit und Dämpfung und insbesondere auch das deutlich höhere Gewicht nicht wert. Meine Wunschvorstellung wäre also eine 6mm Supernewflex-Sohle mit grobem Profil, in das die Gurte besser eingebettet werden können. *träum*

    Verehrtes Kollegium,

    diesen wunderbaren Abend möchte ich nutzen, um einmal über meine Erfahrungen mit dem Nachbau der Exodus sandals zu berichten. Inspiriert durch Diskussionen im Netz stieß ich vor einiger Zeit auf die Exodus sandals und fand das Konzept überzeugend und einfach genug, um einen Nachbau zu wagen. So habe ich mir bei Extremtextil ein paar 12mm Leiterschnallen, 10mm Polyamidgurtband und Vibram Supernewflex 6mm Sohlenplatte bestellt. Als Formschablone haben dann ein Paar Flipflops hergehalten, die Sohlendurchbrüche für das Gurtband habe ich mittels Bohrmaschine und Cuttermesser hergestellt. Das richtige Einfädeln vom Gurtband in Leiterschnallen und Sohle war dann etwas tricky und hat ein paar Versuche gedauert ;-)

    Doch dann waren sie schon fertig, Gewicht 62g pro Schlappe in Größe 42:

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    Seit der Fertigstellung habe ich sie viele Wochen im Alltag getragen, zuletzt auch auf der Urlaubs-Schwedentour.

    Die Dämpfung der 6mm-Sohle ist angenehm. Das Sohlenmaterial ist sehr weich und flexibel, so dass sich ein tolles Barfuß-Gefühl einstellt. Ich war überrascht, wie angenehm ich das finde. Inzwischen mag ich kaum noch andere Schuhe tragen. Nur bei grobem Schotter, bzw. einzelnen Kieselsteinen, kleinen Tannenzapfen o.ä. drückt es sich schmerzhaft durch. Offroad habe ich daher nun mehr den Blick auf den Boden gerichtet als vorher. Der Grip der Supernewflex-Sohle ist top. In Schweden konnte ich prima über feuchte Wurzeln und bemooste Steine klettern, da saßen meine Frau mit Meindl und mein Sohn mit Keen schon auf dem Hintern. Die Schnürung hält den Fuß auch gut auf der Sohle. Nur matschige Stellen konnte ich noch nicht testen. Auf Schotterwegen u.ä. sammelt man gelegentlich kleine Steinchen auf, die dann störend drücken. Da die Sandale aber kein klassisches Fußbett hat, fallen die kleinen Steinchen auch recht leicht wieder raus, so dass ich nur recht selten mit der Hand nachhelfen musste.

    In nasser Umgebung, z.B. bei Regen oder nach einer Furt, zeigen sich ein paar Nachteile. Zum einen nimmt die Haftreibung zwischen Fuß und Sohle ab, so dass man mehr "in der Schnürung hängt". Zum anderen dehnt sich das Polyamidband deutlich, so dass die Sandalen zu locker sitzen.

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    Wenn die Umgebung wieder trocken ist, sind die Füße auch extrem schnell wieder trocken (auch mit Socken). Viel schneller als in Trailrunnern.

    Aktuell baue ich an einem Nachfolge-Modell mit etwas steiferer Sohle und Dyneema/Kevlar-Gurtband, um die aufgeführten Schwachstellen noch auszumerzen.

    Kennt jemand eine gute Vorlage/Schnittmuster für ein minimalistisches, aber alltagstaugliches Portemonnaie?

    Ich wollte mir schon oft eines aus Resten basteln, habe noch Ultra100 rumliegen, war dann aber zu faul mir was zu konstruieren... ;)

    Auch hier wäre ich an Langzeittests interessiert, explizit zum Tape. Ich habe schlechte Erfahrungen gemacht auf allem was nicht Cuben ist. Alle möglichen PU-beschichteten Stoffe haben das Tape nicht lang drauf behalten 🙁

    Diese Jacke hat inzwischen meine Frau beschlagnahmt, weil ihr das Konzept so gefällt und auch gut passt. Und einige Nutzungstage sind inzwischen auch dazu gekommen, so dass ich demnächst mal einen genaueren Blick auf die Tapes werfen und hier berichten kann!

    Hallo an alle Interessierten des Selbermachens!

    Es gibt ja immer wieder Diskussionen zum Thema Regenjacke (Vor- und Nachteile Membran). Dies hat mich über den Jahreswechsel motiviert, mal meine Vorstellungen in die Tat umzusetzen. Dabei habe ich mich für ein membranfreies Konzept entschieden. Membran-Stoffe sind meist nicht nur unter Umweltgesichstpunkten problematisch, sondern auch funktionell bei warmen Temperaturen oder im Regen. Die Werbeversprechen zur tollen Atmungsaktivität treffen höchstens im Neuzustand zu. Ich wollte es dagegen ähnlich wie bei der Lightheartgear-Jacke probieren und einen nicht dampfdurchlässigen Stoff mit langen Unterarm-Zippern für eine möglichst gute Belüftung kombinieren. Als Stoff habe ich einen 20DEN Polyester Stoff gewählt, der außen mit Silikon, innen mit PU beschichtet ist. Polyester nimmt deutlich weniger Wasser auf als Polyamid, an der Silikonschicht perlt der Regen zuverlässig ab und an der PU Schicht haftet das Tape zum nahtabdichten gut.

    Als Schnitt kam mal wieder ein modifizierter Funfabric "Jack mit Zipper" zum Einsatz. Diesmal bis oberhalb der Knie verlängert, also fast schon ein Mantel. In den meisten Anwendungsfällen spart mir das die Regenhose.

    Und das kam dabei raus:

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    Die Unterarm-Zipper sind so lang, dass man dort hindurch in die Taschen der darunterliegenden Isojacke greifen kann.

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    Kapuze mit Schirm

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    Die Nähte habe ich von innen mit Transferklebeband und DCF Resten abgetaped. Wie lange das hält wird sich zeigen, lässt sich aber auf Tour gut flicken. Mit den aufbügelbaren Tapes habe ich schlechte Erfahrungen bzgl. Haltbarkeit gemacht.

    Das Gewicht zum Schluss: 192g in Größe L/XL.

    Jetzt kann der Regen kommen, ab in den Praxistest!

    Update:

    Nach den ersten wirklichen Einsätzen auf Tour in Schweden kann ich berichten, dass das Konzept für mich voll aufgegangen ist.

    Ob ich durchgeschwitzt oder leicht nass geregnet war - abends zum Camp Aufbau und Kochen einfach die Jacke übergezogen und ich blieb angenehm warm. Gleichzeitig trocknete die Kleidung durch die Körperwärme und den dampfdiffusionsoffenen Aufbau der Jacke bestens, ohne dass dann die Jacke merklich nass wurde. Als Activelayer habe ich sie aber noch nicht ausprobiert.

    Hallo zusammen,

    nach ein paar Berichten im Netz und von Capere habe ich meine Ideen zu einer leichten Iso-Jacke in die Tat umgesetzt.

    Folgende Prämissen waren für mich die Ausgangsbasis:

    • Die Jacke soll im 3-Jahreszeiten-Einsatz als Zusatz-Iso zu einem dünnen Fleece dienen (wenn z.B. Kaltwetterphasen, große Höhen, o.ä. erwartet werden)
    • Max. Dampfdurchlässigkeit als aktiver Layer - Winddichtigkeit wird bei Bedarf mit einer zusätzlichen Windjacke (die eh dabei ist) erreicht
    • Kunstfaser-Iso, weil auch für Einsatz im Feuchten, z.B. bei kaltem Regen unter der Regenjacke
    • natürlich möglichst leicht
    • knöpfbar und ohne Kapuze, damit man die Jacke genau wie das Original auch mal fix verkehrt rum anziehen kann, ohne den Rucksack abzunehmen (keine Ahnung, ob das praxisrelevant ist ;))

    Da ich in Bewegung in den Isojacken immer zuerst im Bereich der Unterarme/Handgelenke stark schwitze, habe ich mich kurzer Hand für kurze Ärmel entschieden. Spart auch ein paar Gramm. Als Außenstoff kommt auch bei mir das 34g Monofil zum Einsatz, das ist recht robust und luftdurchlässig. Zum Schutz der 40g Freudenberg Isolation habe ich als Innenstoff das 25g Moskitonetz verwendet. Dann noch Kamsnaps und leichtes elastisches Einfassband - fertig war die Jacke:

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    Gut, modisch jetzt nicht so der Hingucker! :rolleyes: Dafür aber in Größe L bis XL nur 150g leicht!
    Als Schnittmuster kam der "Jack mit Zipper" in modifizierter Form zum Einsatz. Der Schnitt fällt sehr weit aus, bietet also genug Platz für Baselayer, meine Wampe und weitere Luftpolster.

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    Komprimiert erhält man etwa ein Knäul in Größer einer Grapefruit.

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    Jetzt muss noch die Praxis zeigen, ob die theoretischen Überlegungen berechtigt waren. Auf den ersten morgentlichen kalten Jogging-Runden war die Jacke bei leichtem Wind aber schonmal super.

    Die Wartezeit habe ich mir dann mit der Erstellung von 1:1 Schnittmustern aus dünner Pappe verkürzt. Eine Arbeit die sich im Nachhinein echt gelohnt hat, damit ging dann die eigentliche Arbeit ruck zuck. Dabei habe ich einen kleinen Catcut eingebaut, ca. 1,5 cm pro Meter. Vom ganzen Zuschnitts- und Nähprozess habe ich keine Bilder gemacht, aber vom fertigen Ergebnis:

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    Die einzelnen Dreiecke sind mittels Doppelkappnaht verbunden. Da an dieser Stelle nicht überall der Faserverlauf längs zur Kraftrichtung liegt, sind die Nähte zusätzlich von Innen mit einem DCF-Streifen getaped. Und es dichtet natürlich noch ab.

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    Steht trotz Knitter-DCF ganz gut ;)

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    Der Verschlußhaken ist mit einem verstellbaren Lineloc, einer gebogenen und gekürzten Fahrradspeiche sowie einem Kabelbinder improvisiert.

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    Einseitig geöffnet

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    Magnetverschluss

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    Ganz offen

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    Hi MYOG-Interessierte,

    ich möchte hier dann mal mein jüngstes Corona-Frühlingsprojekt vorstellen. Nix groß Neues oder Innovatives, aber für mich das Richtige :)

    Nach dem Bau eines leichten Innen-Zeltes für einen Halbpyramiden-Aufbau, hat es mich in den Fingern gejuckt, doch noch ein für die Bodennutzung optimiertes Tarp-Zelt darüber zu schneidern. Das bisher verwendete DCF-Hängemattentarp ist zwar auch für die Bodennutzung sehr fein, aber in dem hellen DCF recht auffällig und nicht rundum verschließbar. Für künftig geplante Wunsch-Touren z.B. wie dem Kungsleden kommt mangels ausreichender Bäume eh kein Hängemattensetup in Frage und ein voll verschließbarer Shelter ist wegen potentiell rauerem Wetter wünschenswert. Zudem bin ich auch ein Freund von "optischem LNT" und möchte das Landschaftsbild nicht unnötig mit dem Shelter verschandeln ;).

    Da es natürlich wieder möglichst leicht, aber halbwegs robust werden sollte, habe ich mich für Camo-DCF entschieden. Alle anderen sehr leichten Materialien wie ein 10DEN Silnylon hatte ich nicht in Tarnfarben wie Dunkeloliv o.ä. gefunden.

    Als nächstes ging es ans Schnittmuster, mittels Sketchup habe ich die Konstruktion um das Innenzelt geplant. Nach einigen Versuchen und Optimierungen hinsichtlich DCF-Breite kam dann folgender Schnitt raus:

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    Die Maße habe ich dann dort abgenommen und auf Papier übertragen, um die möglichst optimale Anordnung auf der DCF-Bahn für minimalen Stoffverbrauch ermitteln zu können:

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    Dabei sind dann 5,6m Stoffbedarf (plus ein wenig Reserve für DCF-Klebestreifen) rausgekommen.

    Mit diesen Daten konnte nun die Bestellung raus und es hieß warten...