Beiträge von ChristianS

    Nach der ersten Test-Nacht, kann ich sagen spartanisch, aber möglich! :)

    Super, gleich in der Praxis getestet!? Klar ist das Grundkonzept spartanisch, es ist ja der Ansatz für ein Minimal-Shelter mit minimalen Materialeinsatz. Insbesondere mit dem integrierten Insektenschutz bei meiner Variante ergibt sich für mich aber ein runder Kompromiss aus Gewicht, Abmessungen, Schutz, Materialeinsatz,etc., der für viele Frühling/Sommer/Herbst-Langstreckenwanderungen taugt.

    Selbst umziehen und anziehen der Hose ist im Liegen möglich.

    Klar, kannst du das sonst in anderen Zelten im Stehen? ;)

    Es ist halt ein sehr reduziertes hit-and-run-shelter.

    Genau! :)

    Das ist jetzt der finale Schnitt, den ich aus DCF bauen werde.

    Ich bin auf das Ergebnis gespannt! Wieviel lfm DCF brauchst du im Vergleich für ein Trapezo-Mid?

    Der Frage Hüftgurt oder nicht wollte ich mich dieses Jahr intensiver stellen und hatte mir dafür im letzten Winter einen Rucksack mit kurzem Rücken und Trailrunningvest-Schultergurten genäht.

    Nun nach der Nutzung auf drei Mehrtagestouren bin ich von dem Konzept begeistert. Das andere Schultergurtsystem verteilt das Gewicht perfekt auf den ganzen Brustkorb und meine Schultern verspannten sich erst gegen Nachmittag mal, wenn überhaupt. Und das mit etwa 3,8kg Baseweight, Essen für vier Tage und drei Liter Wasser. Von dem Wasser ist jedoch 1 Liter vorne in den Schultergurten verstaut. Die Hüfte bleibt frei beweglich und der Rucksack wird mehr ein Teil des Körpers. Ein Nachteil ist jedoch, dass man relativ stark am Rücken schwitzt...

    Ich werde auf jeden Fall weiter in der Richtung ausprobieren !

    Liebe Leute!

    Was in anderen Foren passiert sollte bitte hier nicht auch noch breit getreten werden, das kann jeder dort selbst sehen, der sich dafür interessiert.

    Dieser Thread ist nicht dafür da seinem Ärger Luft zu machen (auch wenn ich das verstehen kann), sondern hier könnten sachlich Vor- und Nachteile diskutiert werden. Bitte mäßigt euch etwas und postet nicht die Inhalte von anderen Foren, sonst müssen wir hier auch noch mit dem Ausblenden beginnen.

    Dankeschön!

    Tag 3

    Der DCF-Boden hat dicht gehalten, alles trocken. Nach einem Schluck Wasser wird gepackt und los geht! Übrigens habe ich keinen Wasserfilter eingepackt, laut Reiseführer und Berichten im Netz soll das Wasser meistens trinkbar sein. Meistens. In der Region um den Tärnesjön gab es aber wohl bei einigen Wanderern gesundheitliche Probleme nach dem Trinken dieses Wassers. So habe ich noch die "Duo"-2-Komponenten-Tropfen dabei und nutze sie auch gewissenhaft.

    Auf den kommenden Abschnitt habe ich mich schon sehr gefreut, da es jetzt über viele Brücken geht. Das Wetter ist bislang auch wieder sehr nice. Leider habe ich heute kaum Fotos gemacht und meist nur gefilmt.

    Die großen Brücken sind echt beeindruckend. An einer Stelle wird gerade noch an einer Brücke gebaut, die vom Kungsleden ab geht. Dort liegt ein riesiger Träger aus Holz, auf dem ich erstmal Platz nehme und mir mein Frühstücksmüsli zubereite. Dann geht es weiter Richtung Tärnasjö-Hütte.

    Kurz vor der Hütte zieht sich der Himmel zu und es beginnt zu regnen. Als ich an der Hütte ankomme, ist diese leider geschlossen, daher mache ich mir es auf einer Holzbank unter einem kleinen Dachüberstand bequem. Keine Minute zu früh, jetzt gesellt sich noch ein Gewitter mit einem sehr kräftigen Regen dazu. Nach und nach treffen weitere schutzsuchende Wanderer ein, es wird kuschelig auf der Bank.

    Bald ist das Gewitter vorüber, die Sonne kommt raus und es wird schwül-warm. Passend zum nun anstehenden Aufstieg ins Fjäll Richtung Serve-Hütte. Im Aufstieg werde ich von Schwärmen dieser eckligen Stechfliegen angefallen und fluche vor mich hin. Zum Glück funktioniert meine lange Kleidung aus Nobite-Shirt und Hose.

    Über der Baumgrenze ist die Landschaft wieder grandios, aber der Blick muss auf den Weg geheftet bleiben, um kein Stolpern oder Umknicken zu provozieren. Irgendwann am späten Nachmittag gucke ich über die Schulter und bemerke ein weiteres Gewitter im Anmarsch. Ich gebe etwas mehr Gas, da der Weg weg aus der Richtung des Gewitters führt. Bald verlassen mich die Kräfte und ich laufe nur noch bis zu einem Flüsschen, in dessen Nähe ein paar gute Campspots sind.

    Also erstmal das Zeltaufbauen, die Klamotten rein und Wasser für das Tütenessen heiß machen. Bis das Wasser heiß wird setze ich mich auf ein Stück Bohle, das wohl vom Bau der nahen Brücke über geblieben ist. Auf einmal bin ich von einem Schwarm winziger Fliegen oder Mücken umhüllt, so dass ich auch noch Handschuhe und Kopfnetz anziehen muss. Auf Anti-Mücken-Sprays habe ich für diese Tour verzichtet, da man sich nur relativ selten waschen kann und dann das DEET & co nicht in die Gewässer gelangen sollen. Aber kurz nachdem das Wasser heiß ist fängt es sowieso zu regnen an und ich verkrümele mich mit meinem Essen ins Zelt und gehe nach dem Essen dann auch bald schlafen.

    Lasst doch die Unterhose einfach weg. Spart Gewicht und ist einfach angenehmer. So mache ich es zumindest schon lange und bin sehr glücklich mit der Entscheidung. Allerdings muss ich dazu sagen, dass die kurze Hose vom Decathlon ein ganz feines Netz eingebaut hat, das alles in der richtigen Position hält...

    Bei mir geht es nicht um die richtige Position, sondern darum, dass sich die Innenseiten meiner oberen Oberschenkel berühren und sich mit der Zeit wund reiben. Das verhindert die Unterhose.

    Alles in allem bin ich mit den T8 also relativ zufrieden, finde die starke Transparenz aber nicht so pralle.

    Ich hatte die Saison 2024 auch zum ersten mal die T8 in Benutzung. Bisher nur gute Erfahrung. Sitzen gut, kein Wolf. Nur die Optik ist wirklich nicht schwimmbadgeeignet, dennoch habe ich sie auch mangels Alternativen z.B. in einem Campingplatz-Pool getragen ^^. Immerhin ist niemand geflüchtet und vorne ist das Teil wie gesagt ja auch blickdicht.

    Tag 2

    Gut ausgeruht und gestärkt auf in den neuen Tag!

    Dann will ich mir jetzt also diesen Kungsleden mal richtig angucken, der ja im Internet z.T. schon als überlaufende Wanderautobahn verschrien ist. Das Wetter ist ähnlich wie gestern fantastisch sonnig und warm, blauer Himmel mit ein paar Wölkchen.

    Es geht rein in ein wunderschönes Tal Richtung Viterskalet-Hütte. Tatsächlich begegnen einem auch ein paar andere Wanderer, aber für mich selten genug, in dieser weiten Landschaft ist man schnell wieder für sich.

    In den höheren Lagen liegt noch Schnee, der langsam abschmilzt und in vielen kleinen Bächen in die Täler strömt. Mir dämmert so langsam, dass ich mit meinen 2 Litern Wasserkapazität vielleicht etwas übertrieben haben könnte. Aber ich konnte noch nicht einschätzen, ob die vielen Bäche die Ausnahme oder die Regel sein würden und so schleppte ich erstmal weiter meine 2 Liter Wasser ;)

    Puh, ist das warm... genau so ein Wetter hatte ich mir für die Tour gewünscht, aber ich werde so langsam gegrillt. Kein Schatten weit und breit. Und die Kilometer fließen auch nicht so dahin, der Weg ist gar nicht so einfach zu laufen und es kostet so seine Zeit. Irgendwann kommt aber doch die nächste Hütte in Sicht.

    Im Anflug auf die Syter-Hütte, dort möchte ich für heute Schluss machen. Die Landschaft ist echt fast berauschend schön.

    Bei der Hütte angekommen stellt sich aber heraus, dass ich dort keinen Zeltplatz mit Schatten bekommen kann. Ich merke schon den Anflug eines leichten Sonnenstiches trotz Basecap, langer Kleidung und viel trinken und so ziehe ich dann doch weiter in der Hoffnung auf einen schattigen Zeltplatz.

    Hinter der Syter-Hütte kommt langsam das Seen-Gebiet vom Tärnasjön in Sicht.

    Hier finde ich an einem Seeufer eine ebene und schattige Fläche zum Zelten. Der Boden ist aber sehr nass, zum Glück hat mein Innenzelt einen DCF-Boden. Ich werfe erstmal eine Ibu gegen die Kopfschmerzen ein, die mir die Dauer-Sonne beschert hat. Nach etwas Erholung mache ich mir noch eine Tüte RealTurmat heiß und genieße den Blick auf den See, bevor ich erschöpft auf die Isomatte falle und die Mücken aussperre.

    Hi zusammen,

    hier darf gerne über Vor- und Nachteile der beiden Foren diskutiert werden. Aber bitte tut dies respektvoll, auf Augenhöhe, ohne persönliche Angriffe und ohne Namensnennungen. Bitte verallgemeinert nicht und macht eure persönliche Meinung als solche deutlich ersichtlich .

    Dankeschön!

    Ein Hinweis, was die Materialwahl betrifft: Da das Netz ja vermutlich elastisch nach oben abgespannt werden soll, bietet es sich dafür an, ein Moskitonetz zu verarbeiten, das sowohl quer- als auch längselastisch ist. Das 25g/m2-Netz von Extex ist nur querelastisch, das leichte 17g/m2-Netz von Ripstop ist zwar teurer, aber in beide Richtungen elastisch.

    Ein sehr wichtiger Hinweis! Als ich mein Moskitonetz drangebastelt habe, habe ich nicht auf die Richtung der Elastizität geachtet (ich habe das 25er von ExTex verwendet) und entsprechend blöd hängt es einem manchmal im Gesicht rum... :rolleyes:

    Ergänzung der Hängematte mit ein paar Modifikationen:

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    Innen habe ich ein Matteneinschubfach aus 10den Nylon ergänzt. Nun bleibt die Isomatte viel besser in Position. Dazu kommt das Mückennetz, dessen Schnitt mir nicht so super gelungen ist. Aber es funktioniert wie es soll.

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    Der Reisser verläuft entsprechend der roten Linie in der Skizze. Dies ermöglicht sowohl im Hängemattenmodus als auch im Bodenaufbau den einfachen Zutritt ;-)

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    Hier im geöffneten Zustand. Am Kopfteil sind links und rechts noch zwei Netztaschen für Kleinkram eingenäht.

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    Die Metallringe habe ich durch eine "Universal Loop" ersetzt und den Schnüren habe ich "Vertüdel-Verhüterli" aus Netzstoff verpasst.

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    Hier noch ein Bild vom Bodenaufbau mit Tarp. Die Hängematte fungiert dann bei Bedarf als Bugbivy.

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    Durch die gewählte Positionierung des Reissverschlusses kann man auch prima von Vorne einsteigen.

    Mit den gezeigten Modifikationen wiegt die Hängematte nun 310 Gramm.

    Mögliche Befestigung, wenn man Dyneema/UHMWPE-Gurtbänder für die Aufhängung benutzt:

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    Hat man den Prusik-Loop an der gewünschten Stelle positioniert, sichert man ihn direkt daneben mit einem halben Schlag. Funktioniert jedenfalls mit Dyneema Gurtband, Dyneema-Schnüre sind zu rutschig.

    Aktuell mache ich es aber noch einfacher:

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    Ich nehme eine "universal loop" und befestige am langen Loop direkt die Ridgeline und Hängemattenfäden. Spart den Metallring. Dann ziehe ich den Baumgurt direkt unter dem dicken Knoten durch und sichere die gewünschte Position mit einem halben Schlag. Nach Belastung lässt sich der Knoten leicht wieder aufziehen, wenn man am kleinen Loop und dem freien Ende zieht. So spart man sich komplett irgendwelche Hardware wie Karabiner, Knebel, etc.