Beiträge von questor | hangloose

    ob man ihn zur Hälfte vergraben könnte?

    Das auf jeden Fall. In Bosnien auf der Via Dinarica gab es an vielen Hütten z.T. eingegrabene IBC-Tanks als Regenwassersammeltonnen für *meh - Trinkwasser in der Not.
    Dann müsste man sich allerdings ggf. Gedanken machen, wie man ihn mal wieder leer bekommt (pumpen) - und wie es mit zufrieren aussieht.
    In Bosnien hatten die oft noch eine isolierte Holzumfassung bekommen.

    Alle Eltern wissen wahrscheinlich auch, wie haltbar so Namensaufkleber für Kinderklamotten sind. Selbst etliche Wäschen sind kein Problem.
    Sowas als Logo - und dann noch auf eine sichtbare, aber nicht beanspruchte Stelle des Ruckis geklebt, ist das vielleicht am ehesten die Quadratur des Kreises.
    Günstig, jeder kann sich einen Stoß auf Halde legen, einfach anzubringen, bei Bedarf entfernbar - und Multiuse als Sticker für alle anderen Klebeoberflächen im erwachsenen Umgang damit.

    Als ich wieder einmal im weißesten weiß tappte, hörte ich Schafsglocken, auf die ich zuwanderte.
    Mit dem Herdeschutzhund von gestern im Hinterkopf, ziemlich beunruhigend, blind auf eine Herde und deren Hune zuzulaufen.

    Wie ich dann auf vielleicht drei Meter Sicht merkte, waren es Esel im Windschatten einer kaputten Schutzhütte an denen ich vorbeilief - als es aufklarte vom gegenüberliegenden Anstieg aus auch eine ganz nett anzusehende Hochebene.


    Hund gab es dennoch, allerdings anders, als erwartet.


    Singletrails ganz nach meinem Geschmack


    Es zog wieder mehr und mehr zu - und obwohl ich einen Zahn zulegte, gelang es mir nicht, noch vor dem nächsten Regen, der alsbald zu Eisregen wurde - WTF? - das Etappenziel, die Hütte am Fuße des höchsten Gipfels zu erreichen. Im Gegenteil - Der Regen und ich kamen gemeinsam an - und ersterer hörte in dem Moment auf, in dem ich die Hütte betrat.

    In der kleinen Hütte hatte sich schon eine Gruppe Tschechen breit gemacht - und so erkundete ich zunächst die Umgebung, die, aufgeklart, abermals in der Sonne eine gute Figur machte.


    Allerdings gab es kaum Zeltstellen an diesem Abschnitt, die nach dem Regen dann auch noch abgesoffen waren - und so entschied ich mich in der Hütte zu bleiben - und beim Wasser holen noch den Sonnenuntergang zu genießen.



    Die Hütte verfügte über eine Solaranlage mit Licht und Lademöglichkeiten über USB - ein deutsches Projekt, wie man mir erklärte.
    Wir bekamen dann noch absolut full house in der kleinen Unterkunft. Zunächst noch ein paar Moldoveanu-Rückkehrer - und zu später Stunde noch ein paar frisch aufgestiegene aus dem nahegelegenen Tal. Es herrschte ein ganz schöner Tumult auf kleinstem Raum mit all dem Gepäck - zumal die Neuankömmlinge nicht im Entferntesten auf die Idee kamen, vielleicht einen Gang zurück zu schalten, als alle anderen bereits in der horizontalen lagen. Und das Schnarchkonzert war auch nicht von schlechten Eltern.


    Die Tagesbilanz rekonstruiert

    Der nächste Morgen war ziemlich diesig. Eigentlich hatte ich mich gefreut, auf einem Kamm zu zelten, der nicht freien Blick auf den gestrigen Sonnenuntergang, sondern auch den Sonnenaufgang ermöglichte, aber ich befand mich eher in einer weißen, zugigen Nebelwolke.

    Nach dem Frühstück klarte es etwas auf - allerdings sah es nach Regen aus. Der Wetterumschwung schien wie vom Wetterbericht bestellt auch geliefert zu werden. Es gelang mir noch, trocken zu packen, kurz darauf folgte allerdings der erste äußerst ordentliche Guss und ich ergab mich in mein Schicksal, dass das nun also wohl den Rest der Woche so werden würde und patschte in den nach kürzester Zeit durchnässten Altras von Pfütze zu Pfütze. Der erstmals eingepackte Regen(und sonnen)hut machte eine wirklich gute Figur - hatte ich nicht erwartet, was es mental für einen Unterschied macht, wenn es einem nicht so in's Gesicht kübelt wie unter einer Kapuze.

    Nach einer guten Stunde kam jedoch wieder die Sonne durch und der Nebel saß nur noch in den Tälern.



    Alsbald erreichte ich so wieder mit dem Wetter versöhnt den Fagaras Hauptrücken, wo ich auf die eigentliche Traverse von Osten traf. Dort hatte ein Rumäne in einer wohl ziemlich undichten - und auch sonst nicht allzu einladenden Geodät-Biwakkapsel übernachtet - und fand es so toll, dass er dort auch noch den Tag verbringen wollte. Na denn - you do you - ich zog weiter.


    Die Landschaft auf dem Hauptrücken wurde sogleich immer monumentaler.


    ...Zumindest, bis es dann bald doch wieder zuzog - und ich ehrlich gesagt keinen Schimmer mehr hatte, wie monumental oder banal es um mich herum eigentlich gerade aussieht.


    Es fing auch wieder an zu gießen - und so kam mir die nächste Hütte für einen Snack und etwas Abwettern ganz gelegen.

    Als es bald wieder aufklarte, belohnte die Landschaft aber abermals - und die Hütte rückte schnell in weite Ferne.


    Habe ich schon erwähnt, wie sehr ich Gratwege liebe?


    Die Weg ging nun dazu über, vermehrt schmalere Täler zu kreuzen - was die nächsten Tage ähnlich bleiben sollte. Hübsch anzusehen, aber immer etwas repetitiv und nicht unbedingt motivierend, jedes Mal mit dem Wissen ein Stück weit in's Tal abzusteigen, dass man auf der gegenüberliegenden Seite ja direkt wieder hoch muss.

    Nebel und Aufklaren gaben sich in schneller Folge die Klinge in die Hand - und so musste man schnell sein, um das hübsche Tal auch tatsächlich noch abgelichtet zu bekommen. Wenn ich die Bilder so sehe, sieht es nach eitel Sonnenschein aus, tatsächlich allerdings meist nur für kurze Momente. So ging es weiter von Tal zu Tal zu...








    In Campulung dann noch Frühstück und Einkauf - in Rumänien sind sämtliche deutschen Supermärkte vertreten und so kauft es sich fast so routiniert ein, wie zu Hause. Das Taxi nach Cabana Vuina lohnt sich, die kurvenreiche, eher öde Asphaltstraße hätte sonst bald einen Tag gekostet. Zumal bei der Preisfindung mit verschiedenen Taxifahrern kein einziger Ausreißer dabei war, der den Touri mal so richtig ausnehmen wollte.

    Wie es so ist mit so zerstückelten Starttagen - es zeiht sich. Die ersten Schtritte auf dem Trail machte ich erst um 11 Uhr.
    Von Cabana Vuina ging es zunächst in den Wald - und rasch an den Aufstieg. Es war noch relativ warm - und so lief es alsbald aus allen Poren. Die doch auffällige Vermüllung am noch einfach erreichbaren Einzugsgebiet der Camper lies zum Glück auch alsbald nach - wenngleich ich die gesamte Tour über doch feststellen musste, dass ich noch in keiner anderen Gegend derart viel achtlos zurückgelassenen Müll gefunden habe, auch in den deutlich weniger frequentierten Abschnitten.

    Auf etwa 1600m deutete sich langsam die Baumgrenze an und die ersten Ausblicke belohnten den Aufstieg.


    Die erste Hütte war sodann von einem der riesigen Herdeschutzhunde bewacht, der sich einen Dreck um meinen Osteuropa Hundeschreck-Hack von ich heb mal einen Stein auf - und werfe ihn ggf. auch in Deine Richtung scherte. Ja verdammt - krasses Vieh. Von diesen Biestern gelesen hatte ich - sie live zu erleben war dann doch noch mal etwas anderes...Na gut, ich bin ja eh nicht so der Pausentyp und hatte sowieso Lust auf Laufen, dann halt weiter in den nächsten Anstieg.




    Einer ersten, dunklen Wolke konnte ich davonlaufen, die Spätnachmittagssonne sorgte für grandiose Lichtstimmung und so hatte ich noch mal guten Schub bis zum frühen Abend, als ich wieder langsam in Gefilde kam, an denen sich ein Zelt stellen lies (und wo ich mit etwas Suchen wohl auch noch was zum Hängen gefunden hätte, was mich abermals zweifeln ließ, ob ich die Hängematte nicht übereilt zu Hause gelassen hatte - aber die nächsten Tage brachten dahingehend Beruhigung - Baumquote tatsächlich 0,0).

    Ein Fall für das Kuriositätenkabinett auf Tour? Auf jeden Fall mein Respekt, extra Dosen hier hoch zu schleppen! Und dazu, dass man ihn sucht führt es (zumindest bei mir) auch, allerdings vergeblich.



    Ich muss zugeben, das hatte auch mal wieder was, in so einem Tanzpalast von Schutzbunker zu liegen, den definitiv schlechteren Schlaf einmal ausgeblendet.


    Und noch die (halb)tagesbilanz, allerdings nicht getracked sondern nur am Abend kurz anhand des Routenabschnitts rekonstruiert.

    Ehe ich meinem Ruf als ewiger Reiseberichtunvollender wieder gerecht werde, fange ich mal ganz schnell mit der letzten Tour an, ehe die Erinnerung bröckelt und die kleinen Herausforderungen des Alltags dazu führen, dass ein Bericht unterbleibt.

    Prolog: 
    Ich mache gerne mindestens eine längere Tour im Jahr - zuletzt oft im Sommer, wo sich schlicht das passend große Zeitfenster fand, so theoretisch auch dieses Jahr.
    Nur irgendwie konnte ich mich erst nicht so recht zur Planung aufraffen, dann kam doch noch Arbeit dazwischen und stutzte das Zentfenster zurecht - und dann trat ich mir auch noch im Urlaub zuvor einen Seeigel ein, der lange dafür sorgte, dass ich nicht sicher war, ob ich überhaupt noch großartig los ziehen würde.
    So zog sich der zähe Kaugummi der Entscheidungsschwäche, Planungsträgheit und Ungewissheit bis wenige Tage vor dem noch immer offen stehenden Zeitfenster von immerhin einer Woche.
    Reisepreise in der letzten Ferienwoche machten so manche Trail-Bucketlist Idee zunichte - und so blieb ich bei Rumänien, womit ich von Anfang an etwas geliebäugelt hatte, da noch immer ein weißer Fleck auf meiner ansonsten so langsam ganz gut bewanderten Landkarte in Osteuropa und Balkan. Aber es fiel nicht einfach, so einen längeren Trail auf der Bucketlist, den ich gerne komplett laufen würde, einfach so um einen einzelnen, kürzeren Abschnitt zu berauben und diesen schon einmal zu gehen.

    Aber ehe ich gar nichts mehr zu Stande bringe - Mittwoch gebucht, Sonntag sollte es los gehen, dazwischen noch ein Berg an Arbeit, und ich war mir weder schlüssig, welche Strecke, noch sonst irgendwas. Minutiöse Vorbereitung vor einer Tour gehört ohnehin nicht unbedingt zu meinen Qualitäten, aber derart schlecht vorbereitet war ich selten.

    Ursprünglich hatte ich mir mit den Empfehlungen eines Locals eine Strecke um und bei 400km zusammengestückelt.
    Wer Interesse hat, hier entlang:

    Traversare Crai - Fagaras
    Traversare Crai - Fagaras Hiking trail in Zărnești, Braşov (România). Download its GPS track and follow the itinerary on a map. 31.07 - Crai: Gara Zarnesti -…
    www.wikiloc.com
    Traversare Mtii Capatanii - Mtii Parang
    Traversare Mtii Capatanii - Mtii Parang Hiking trail in Valea lui Stan, Vâlcea (România). Download its GPS track and follow the itinerary on a map. 07.08 -…
    www.wikiloc.com
    Traversare Retezat
    Traversare Retezat Hiking trail in Ohaba de Sub Piatră, Județul Hunedoara (România). Download its GPS track and follow the itinerary on a map. 11.08 - Ohaba de…
    www.wikiloc.com
    Traversare Godeanu - Cernei
    Traversare Godeanu - Cernei Hiking trail in Râuşor, Județul Hunedoara (România). Download its GPS track and follow the itinerary on a map. 16.08 - Saua Paltina…
    www.wikiloc.com


    in der Mischung aus Zeit, Wetterbericht und grob überschlagener Anreise-Erreichbarkeit entschied ich mich für die gut 115km Fagaras-Traverse - natürlich auch, weil einfach DER Gebirgszug Rumäniens inkl. höchstem Gipfel (Moldoveanu, 2544m). https://www.wikiloc.com/hiking-trails/…agaras-14444333

    Speaking of Wetter - es war absolutes Sauwetter prognostiziert. Regenmengen um 30mm - und verdammt niedrig einstellig ;( Wandern und Regen ist ja motivational überhaupt nicht meins, aber ich nahm das mal als Schicksalswink, um mich da vielleicht ein- für alle Mal von zu befreien. Ändern lies sich eh nichts mehr, in Anbetracht der erwarteten Schlammschlacht oberhalb der Baumgrenze bekam allerdings die Packliste nach einigem Anwägen noch einen echten Schlag - ein Z-E-L-T-!. Hängematte macht schlicht keinen Sinn, die Halbpyramide aus dem Hängemattentarp am Boden ließ die eh schon gedämpfte Freude auf das miese Wetter nicht besser werden - und andere brauchbare Bodenbehausungen habe ich schlicht keine mehr. Also wanderten 1300g weight penalty für späte Planung in Form des Tensegrity 2P in den Rucksack, das Shelter für stationäres Camping mit der Family - und katapultierten die Packliste auf 4,5kg plus =O

    https://lighterpack.com/r/e2m4bp


    Der Cicerone Guide, den ich noch überhastet digital gekauft hatte, entpuppte sich (wieder einmal) als Murks.
    Auf der Übersichtskarte sah es so aus, als würde er genau die relevanten Gebirgszüge abdecken. Tat er auch, allerdings mit irgendwelchen mikrigen Tages- und Overnighter Runden in den Gegenden. Völlig unbrauchbar für die jeweiligen dortigen Langstrecken.

    Aber immerhin für den Tipp zum Einstieg zum Fagaras Hauptrücken war ich dankbar. Von Campulung per Taxi zur Cabana Voina (https://en.mapy.cz/s/gemedahabe) und von dort dann gen Norden zur Curmatura Bratilei. Sehr einsamer und schöner Aufstieg. Der Einstiegsteil ganz im Osten des Fagaras von Zarnesti aus soll ziemlich überfüllt sein, weil einfach erreichbar und sogar vor Taschendieben an den dortigen Lagerplätzen wird gewarnt.

    Die Anreise erfolgte mit Flugscham nach Bukarest - bei noch drückender Hitze am Abend und nach einer Nacht und etwas spazieren in der mir noch unbekannten Altstadt dann am nächsten morgen kurzfristig auf der Anreise organisiertem blablacar weiter nach Campulung. Überraschend war die breite Nutzung von Kreditkarten im ÖPNV, die man einfach anstelle eines Tickets am Drehkreuz und selbst im Bus an den entsprechenden NFC Sensor hält.

    Was noch so in der TULT Gruppe herumschwirrte:

    Gamaschen und Kleinkram aus der Community: https://www.tidygear.at

    Laufsandalen aus Spanien: https://enixsandals.com

    Kleiner aber feiner Shop, dessen Besitzer wohl auch Rucksäcke macht: https://www.chrispacks.com


    Edit: http://lightheartgear.com/ hatte ich ja gerade selbst erst in einem anderen Thread hier erwähnt. Besonders die langen Behausungen in unkonventionellen Farben finde ich erwähnenswert Simplymad

    Noch mal zur Aufhängung: Nach anfänglicher Faszination für den ganzen Titan 'Bling', den man an seine Aufhängung tüddeln kann, bin ich wie viele andere schon länger metallfrei, was die Aufhängung angeht. Komplexitätsreduktion ist neben Gewichtsreduktion ein UL Vorteil, der mir erst deutlich nachgelagert bewusst geworden ist.

    Der sog. Beckett Hitch ist dabei so simpel, dass selbst ich als Knotenlegastheniker ihn noch nicht vergessen habe :thumbup:

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    Ein wenig kurioses aus dem Fagaras: Ein Gipfelkreuz als gigantischer Karabiner - und ein Schild darauf, auf das sonst ubiquitäre Stickern zu verzichten - und bisher funktioniert es sogar.


    Und dann noch eine mir bisher unbekannte Spezies - die ZVGZLZF-Trekking Fraktion: zu schwer zum Genießen, zu leicht zum Fluchen. Aber vielleicht sind das ja auch knallharte skinout weight Evangelisten 🤓

    Neben Merch für uns selbst find ich irgendeine Art Merch als Werbung auch cool.

    Das ebenso relativ neue Bromptonauten Forum hat Visitenkarten, die man unterwegs an der Ampel noch nicht im Forum vertretenen Brompton Fahrern zustecken oder an einem geparkten Rad hinterlassen kann.

    Entspricht natürlich nicht so dem UL Gedanken - und auf Tour hat man ja ggf. auch etwas mehr Zeit als an der Ampel.

    Sticker finde ich einerseits cool, andererseits ärgert es mich manchmal etwas, wenn Hütten und Gipfelkreuze im Ego-Geltungswahn über und über zugestickert werden, am besten noch mit diversen Instagram Adressen - all for the clicks 😒

    Jetzt im Fagaras hab ich zum ersten Mal Schilder an neuen Gipfelkreuzen gesehen, die darauf hinweisen (mussten), auf das Stickern zu verzichten.


    Vielleicht fällt uns ja noch günstiger - und trotzdem sinnvoller Merch ein, wie zu Löffeln faltbare Visitenkarten oder so. Tim Shaw, der deutsche Guide im Piemont hinterlässt Streichholzschachteln seines 1-Mann Unternehmens Piemont Trekking auf den Hütten mit Ofen :thumbup:

    Ich bin auf der letzten Tour genau die andere Richtung gegangen - anstelle Klamotten ein 100g silk liner - dürfte gerne etwas geräumiger sein, aber ansonsten fand ich das vom Hautgefühl unübertroffen - und noch leichter.

    Ansonsten ist mein minimales Setup wenn es weniger um Wärme geht:

    • Damenstrumpfhose oder Leggins und nylon Socken - mal leichter, mal blickdichter, je nach Tour und Begleitung:D Alles im sehr niedrigen, zweistelligen Grammbereich
      • Oder myog windhose aus Shoeller Ecorepel, sehr angenehmes Hautgefühl, 39g
    • Decathlon Langarmshirt, kipsta Keepfresh 900, 92g in Gr. L - gibt bestimmt irgendeinen Nachfolger unter verändertem Namen *nerv - wer's mit der Waage findet, gerne melden, meines hat langsam nach Jahren ein paar Löcher.

    Super Teil - wie immer Hut ab vom Nählegastheniker vor Deiner Konstruktions- und Fertigungskunst!
    Wäre ich dazu nur annähernd im Stande, dürfte es sogar noch ein ganzes Stück länger werden, ähnlich der Mäntel, die LaBu edit: HUCKEPACKS 8)mal für die eigene Nutzung irgendwo vorgestellt hatte oder in Richtung des Yamatochi Mantels https://www.yamatomichi.com/products/ul-all-weather-coat

    Kaufbare - und damit eben kompromissbehaftete Alternative ist derzeit bei mir Raidlight Hyperlight MP+ Mantel - gibt's aber eh auch nicht mehr.
    Allerdings als sehr fragiles Membran. Aber in XX(X?)L passt der Rucksack gerade so drunter - Gewicht knapp unter 200g.
    Hat sich im Fagaras diesen August bei überraschend üblem Wetter gut geschlagen, auch, was Starkwind angeht im Vergleich zum Poncho.

    Hat 2-Wege Zip für Belüftung und Schrittweite bei Bedarf, seitlich wären Schritt-Zipper je nach Wetter auch praktisch.

    Capa Raidlight Hyperlight MP+ review: Capa de agua revolucionaria, con membrana 20k/25k e hiperligera (170gr)
    .  Nuestra sección MATERIAL TRAIL celebra hoy la CAPA RAIDLIGHT HYPERLIGHT MP+. Una capa de agua revolucionaria, por su membrana tope de gama 20k/25k y su…
    carrerasdemontana-com.translate.goog

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    Der Nachfolger ist mit 340g deutlich schwerer, hat aber extra ein Zipper Feature, mit dem sich anscheinend auch größere Rücksäcke unterbringen ließen.
    Mir würde einfach etwas mehr Material am Rücken reichen...

    RAIN CAPE MP+ 10k/10k
    A rain cape that combines comfort and practicality Designed for trail running, the cape is both functional and comfortable. Its adjustable hood allows you to…
    raidlight.com


    Vielleicht muss ich mir an eine existierende Jacke einfach mal was anstückeln, das entspricht eher meiner Fähigkeitsklasse ^^:/

    Butter bei die Fische:

    Was wiegt so ein 3JZ UL Hängematten Setup im Durchschnitt für Standartgroße und - schwere Menschen?

    Ich bräuchte da mal ne Hausnummer, damit ich mir das vorstellen kann.

    Es ist wie immer - it depends - aber in meinem Fall wie schon im Packlisten Thread geschrieben (Querlieger):

    questor | hangloose
    29. September 2024 um 23:23
    Zitat

    Hängematte mit integriertem Netz ab ~200-250g, Tarp je nach Größe und Material ab <200g.

    Das Tarp braucht idr. nur vier Heringe.

    Dazu dann noch die Isomatte und Quilt.

    Standard ist eine rechteckige Luftmatte in large, um die Hängematte maximal aussteifen zu können. Mir genügt auch eine Large in Munienform. Eine regular tut's auch, wenn man an den Schultern noch mit etwas EVA, z.b. Sitzkissen stückelt.

    Und was für mich und Schwarzwaldine funktioniert, für viele andere aber nicht, ist eine Faltschaummatte - auch die in meinem Fall gerne etwas breiter. Die Hängematte ist dann allerdings nicht ausgesteift. Zieht man die Beine an, kommt die Matte wie eine Ziehharmonika mit. Muss Mensch probieren, ob das einen juckt.

    Für mich passt das - und ich kann mir schönrechnen, dass das Mehrgewicht der Hängematte, die am Boden ja auch als bug bivvy funktioniert durch eine leichtere Isomatte kompensiert wird, die dauerhaft auf dem Boden keine Option wäre. ^^:saint:

    ChristianS hat sein Setup ja hier gerade vorgestellt.

    ChristianS
    30. September 2024 um 09:01

    Ich habe mein tarp auch nach seinem genialen Entwurf genäht :love: - und damit z.B. den hrp auch ohne Hängematte bestritten. (Und mich geärgert, weil man mit geschultem Auge eben doch immer wieder Hängeplätze findet). Meine Hängematte ist eine inzwischen nicht mehr erhältliche Hammocktent 2.0, vom Gewicht ähnlich der besonders leichten Crosshammocks:thumbup:


    TLDR:

    Ein minimalst mögliches Bodensetup aus Tarp(-chen) und Isomatte aus der Briefmarkensammlung ist immer leichter. Aber genau das hat mich ja in die Hängematte gebracht - insbesondere auf der Isomatte kann ich einfach nicht schlafen - und selbst auf einer Luftmatte am Boden nur leidlich.

    Und sobald dann mehr dazu kommt, e.g. groundsheet, aufblasbare Isomatte, Innenzelt, geschlossenes shelter, mehr Heringe, Kopfkissen etc.etc. ist ein mit Blick auf Gewicht zusammengestelltes (Querlieger) HM Setup - je nach persönlichen Komfortgrenzen und Vorlieben auch da - leichter bis nicht oder nicht nennenswert schwerer.

    Und was Campspots auf der Langstrecke angeht dank Boden- UND Hängeoption sogar deutlich überlegen, da man sich easy in die Steigung oder über miese Bodenbedingungen wie Baumstämme oder Felsen hängen kann.:thumbup:


    Sorry für den sich manchmal Bahn brechenden Missionierungseifer, aber welcher ULer kennt das nicht, wenn etwas, was man sich selbst zuerst nicht vorstellen konnte (Tarp statt Zelt, non-cook etc.) nach dem praktischen Ausprobieren so viel Sinn ergibt und man sich andersrum ein zurück dahinter gar nicht mehr vorstellen kann. Und hier sitzt ja zumindest die richtige Audience mit dem 'hinterfrage alles' Mindset :S :thumbup:
    Ich gelobe hoch und heilig, nicht unter jedem Thread zu Isomatten und Tarps eine Hängematte zu empfehlen Wanderfalter ;):whistling::saint:

    Das meiste ist eigentlich unbegründet.

    Aufbau mit Hängematte, Ridgeline, Tarp, Underquilt usw. viel fummeliger und langatmiger

    Bei einer 90° entfällt ja der Quilt. Und eine tarp ridgeline braucht man auch nicht extra. Dazu i.d.R gerade mal vier Heringe fürs Tarp - das geht fix. Und Überraschungen danach, dass die Stelle doch uneben oder abschüssig ist, gibt's auch nicht.

    darf nicht schaukeln

    Das gibt sich nach dem Einsteigen sehr schnell, wenn's nach mir ginge, dürfte es ruhig länger sein :love:

    Windschutz ist ebenfalls ein Thema

    Wird weitestgehend durch das tarp realisiert, aber ist idr. etwas luftiger, dafür ist Kondens meist ein Fremdwort.

    Plus Mückenschutz und großem Tarp ist es ziemlich sicher schwerer.

    Hängematte mit integriertem Netz ab ~200-250g, tarp je nach Größe und Material ab <200g.

    Der Rucksack kommt wo hin?

    Bei mir entweder unter die Hängematte - oder an die Hängematten ridgeline gehangen. Schwarzwaldine nutzt auch in der 90° eine Gear hammock darunter.

    wo lager ich die Sachen griffbereit

    Also Kleinkram, Mütze, Socken, buff und so was hab ich in den Seitentaschen der Hängematte innen. Mein Kissen ist ein Wäschenetz, gefüllt mit Restklamotten, so vorhanden, von denen sich noch was anziehen ließe. In die vielen, dünnen Schnüre der 90° kann man auch diverse Klamotten hängen, aber dann muss man sich zumindest aufsetzen und durch den Netz-Zipper greifen.

    Ne puffy oder so kann man aber auch einfach mit in die Hängematte legen, durch das Moskitonetz fällt da nichts raus.

    ... Du übrigens auch nicht, versprochen :) :thumbup: