Es is mit Sicherheit nich das beeindruckendste Foto, was ich bisher so gemacht habe... aber dieses Foto erinnert mich an einen der schönsten Abschnitte auf meiner 4-wöchigen Tour durch Norwegen (von Tromsø über Trondheim und Bergen bis nach Oslo).
Wer Bock hat, kleine Story zu dem Bild, gibts unten drunter. ![]()
Story zum Foto:
Auf dem Weg zum Fuße des "Snøhetta" (Berg im Dovrefjell-Sundalsfjell Nasjonalpark) lief ich ca. 6 h durch die Dunkelheit eine zugeschneite Straße entlang, Taschenlampe brauchte ich jedoch nich, da der Mond so hell schien, dass ich auch so alles sehen konnte.
Nachdem Ich schon ca. 2 Wochen durchs Land gereist war und sogar in der Polarlichterstadt Tromsø erfolglos war, hatte ich die Hoffnung auf Polarlichter irgendwie schon verloren, aber an diesem Abend wurde ich belohnt... da war es ... nach ca. 5 h auf einmal das grüne Flimmern am Horizont... erst dachte ich, ich hätte mich verguckt, aber nein... da waren sie ... die ersehnten Nordlichter... lange stehen bleiben konnte ich jedoch nich, da der Wind so eisig war, dass sogar mein Bart eingefroren war.
Mein Ziel war die DNT Hütte "Snøheim", dort wollte ich die nächsten Tage bleiben. An der Hütte angekommen, musste ich jedoch feststellen, dass die Hütte komplett dicht gemacht hatte über den Winter, also beschloss ich, vor der Hütte mein Lager aufzuschlagen, da es mittlerweile gegen 23:00 Uhr war.
Unweit von meinem Übernachtungsplatz fand ich dann am nächsten Tag einen zugefrorenen See, in den ich mir aber ein Loch machen konnte, für frisches Wasser... Die nächsten Tage stromerte ich dort immer wieder umher und erkundete die Gegend. Schnee, Nebel und weißer/grauer Himmel (Whiteout) sind ne sehr spannende Kombination. Man verliert jegliche Orientierung, wenn man keinerlei Anhaltspunkte hat. Das war sehr abendteuerlich und beeindruckend ...
Nach 3 Nächten setze ich meine Tour fort und machte mich auf den Rückweg in die Zivilisation. Dabei sah ich dann noch wildlebende Moschusochsen. Erst beobachteten sie mich, beschlossen dann aber offensichtlich, dass ich uninteressant zu sein scheine, da sie sich entweder wegdrehten, oder sogar einfach hinlegten. Die waren so entspannt, dass ich mich bis auf ca. 10-15 Meter annähern konnte, um ein paar Fotos zu schießen. Das war richtig cool.
Ich denke sehr oft an die Zeit dort, es war so schön ruhig und friedlich. Hier in Deutschland beginnt so langsam aber sicher der Sommer, aber ich sehne mich nach zelten in Schnee und Eis... und ja, ich weiß, dass es am 24.04.2026, also vor ein paar Tagen, nochmal einen Wintereinbruch in Tromsø gab und ja, ich wäre am liebsten direkt dirt hin geflogen ... 🏔️ ❄️