Beiträge von caficon

    Ob 51er, 56er oder breiter, ist, denke ich, für Seitenschläfer auch nicht nur von der tatsächlichen Körpergröße abhängig. Dazu kommt an persönlicher Disposition

    - Rumpf- vs. Beinlänge (was ragt eher über: Podex oder Knie)
    - tatsächliche Schlafposition auf der Seite - lang oder eingerollt
    - Zappel- oder Ruhigschläfer

    Dazu der Mattentyp (disclaimer: ich habe seit vielen Jahren nicht mehr auf einer echten Luma gelegen) je dicker die Matte, desto mehr spielt es eine Rolle, dass die Mattenaußenkante schon nach unten abfällt. Die äußersten Zentimeter sind nur eingeschränkt nutzbar, manchmal kann an den lamienierten Stellen Luft einströmen von außen, und der Unterschied zwischen "Auf der Matte" und "neben der Matte" ist größer.

    Ich, Seiten-und-Ruhigschläferin, 1,63 mit langem Rücken, Quilt, bin mit Prolite, Falt- oder Rollmatte unterwegs, wobei die Länge (und Dicke) der Matte je nach Tour und Jahreszeit variiert. Mir macht es - außer im Winter - überhaupt nichts, wenn irgend etwas über die Matte hinausragt, dann sind halt Knie oder Podex irgendwann außerhalb der Matte. Wenn es tagsüber warm ist, bleibt es der Boden ja prinzipiell, auch wenn die Luft sich Nachts sehr abkühlt. Mit Prolite plus Faltmatte habe ich (im Sturmbunkerzelt) aber auch schon auf Schnee sehr gut geschlafen.

    Naja, mal sehen, was ich nach dem Wintertreffen dazu sage, da will ich mich ja ins Tarp coachen lassen:love:... je nach Temperatur mit Quilt(s), Prolite UND Faltmatte8), je gut 50cm breit. noodles : hast du wieder deine Kofferraum-Wolldecke dabei?

    Uhh, Dir ist schon klar, das Paradise Valley Cafe der letzte Stop vor Apache Peak ist (wenn man on-trail bleibt)? 2022 war der PCT Mitte März dort noch ziemlich vereist und ohne Spikes hat der PCT dort ja schon Leben gefordert.

    Eben deswegen zum Paradise Valley Cafe. Als ich da war (April 2019) hatte es so ein/zwei Wochen vorher Unfälle gegeben mit Rettungseinsätzen - als ich dann dort war, fand ich es letztendlich erheblich weniger problematisch als vorher gedacht - was aber auch einfach an den 1-2 Wochen Unterschied gelegen haben könnte.

    Man muss nicht aus dem Flugzeugfenster schauen, es gibt ja den San Jacinto Trail Report (auch auf Youtube).

    natürlich, und auch postholer natürlich, aber so richtig eingesunken war es bei mir wirklich erst beim Blick aus dem Flugzeugfenster. Vorher hatte ich halt immer nur von all den Leuten gelesen aus den Vorjahren mit "it never rains in southern california" - was ja auch oft stimmt.

    Thema früher Start: Ich bin ja auch ein älteres Semester. Ich hatte mir 2019 absichtlich einen Ende-März-Termin gewählt. Wegen langsam anfangen für Sehnen, Muskeln, Füße und Laune (hat geklappt, null Blasen), hoffentlich mehr Wasser in der Wüste (hat auch geklappt, allerdings auch von oben), kühlere Temperaturen (ja, auch das - aber Mount Jacinto und Baden Powell waren noch ziemlich im Schnee, war froh über meine Micro Spikes; andere haben es auch ohne gemacht).

    Wenn man nach San Diego oder nach LA fliegt und aus dem Flugzeugfenster guckend sehen sollte, dass da in diesen südlichen Bergen, Jacinto und so, ziemlich viel weiß ist, dann könnte es sich möglicherweise lohnen, Micro Spikes schon dafür zu kaufen und z.B. zum Paradise Cafe zu schicken. Und dann kann man auch noch ein paar Lebensmittel mit in das Päckchen packen. Das Päckchen wird dadurch nicht teurer, das ist der gleiche Preis.

    Beim Telefon habe ich auf Simly gesetzt. Kostet vielleicht etwas mehr als wenn man sich genau informiert und dort etwas sucht. Mir wäre das zu viel Gehampel für eine Einsparung unterhalb der Kosten für eine Hotelübernachtung. Zwei Biere im Restaurant weniger pro Monat, dann hat man das wieder drin.

    Was ich im vergangenen Jahr auf dem CT mitbekommen habe: Diese Gasumfüll-Koppler haben inzwischen einige Hiker dabei, und manchmal gab es sie auch an so Gemeinde-Hiker-Zentren. Wir hatten so ein Koppeldingens dabei (und mein Partner hatte seine kleine Federwaage mitgenommen, was hier wahrscheinlich niemand machen würde, aber ganz praktisch war).

    Ansonsten wie mars_hikes sagt, die meisten hier stopfen ihren Schlafsack unten in den Liner, so wird er bei vollem Rucksack ordentlich komprimiert, aber bei leerem Rucksack bekommt die Daune ein wenig Luft für kreative Entfaltung.

    Also ich habe meistens den dünnen Kompressionssack dabei, der zu einem EE Quilt gehört. Tagsüber kommt der Quilt rein, abends verwandelt er sich, auf Links gedreht, in einen Teddybär-Ersatz mit der Tagüber-Kleidung. Kommt unter den (Seitenschläferin auf dünner Matte) oberen Arm, das entlastet die untere Schulter und gibt so was wie ein Schnuffeltuch-Gefühl. Und wenn ich unterwegs eine Waschmaschine mache, bekommen empfindliche Sachen - Seiden-Inlet, Merinozeugs - einen Waschbeutel.

    Und zur Länge des Schlafsackes, derRadler: Ich bin auch 1,63 groß und besaß einmal einen WM Apache in 165er-Länge. Für mich, als Seitenschläferin, war das vollkommen ok, ich hatte genügend Platz, auch für Powerbank und Wasserfilter. Als Bauchschläfer, oder um Schuhe mit hineinzunehmen (um sie vor dem Tieffrieren zu bewahren) könnte es knapp werden bei der Länge.

    Ich sitze gerne tief, auch einfach auf dem Boden. Wenn ich unterwegs bin, habe ich normalerweise nur so ein Schaum-Faltkissen dabei, als Hosenboden-Nässe-, Kälte- und Harzschutz sowie zur Verlängerung meiner Kurz-Prolite. Auf Treffen nehme ich mir mittlerweile ganz gern meinen "Festival Chair", ich glaube auch von Helinox, mit. Er ist sehr niedrig, somit ist es auch recht schwierig, sich daraus einigermaßen elegant zu erheben. Aber man kann wunderbar kippeln damit.

    Mia im Zelt könnte dir auch weiterhelfen. Sie ist glaube ich den ganzen SI gelaufen und hat hier im Forum davon berichtet:

    Mia im Zelt
    17. Oktober 2024 um 17:29

    In ihrem Blog Weitwanderfrau ebenfalls.

    Gerade gibt es den Apache MF bei Globetrotter um 20% reduziert - je nach Länge 530/544/560. Damit ist er (überschlagen) um einiges billliger als auf der WM Homepage. Immer noch ein stolzer Preis, aber...

    Globetrotter

    Kann jemand erklären, was es damit auf sich hat? (bisschen Runterscrollen, in den technischen Details "Verantwortlich in der EU: Sack & Pack Reiseausrüstungen....")

    Mal so ne theoretische Überlegung:

    Die xmat ist ja dünn, weich, flexibel, feuchtigkeitsunempfindlich ... wäre es nicht möglich daraus eine Kälteschutzweste für den Winter zu basteln? Hätte den Vorteil das durch die geschlossene Zellstruktur die Wärmekonvektion sehr stark verringert wird ohne ein loftiges Material verwenden zu müssen das stark aufträgt. Wäre natürlich nicht "atmungsaktiv" aber als Weste bei richtig Kälte vielleicht machbar? Als Jacke wohl eher nicht, würde die Bewegungsfreiheit der Arme zu sehr einschränken?

    cosplay:D

    Erinnerung: Es gibt einen Faden rund um die Heringe:

    TaCha
    4. Mai 2025 um 01:59

    Ich hatte in den letzten 10 Jahren dreimal was.
    Einmal irgendwas im Fußgelenk. Ich konnte nicht mehr auftreten, eine Überlastung mit Erguss, denke ich im Nachhinein, kurz vor Burney, Kalifornien, PCT. Da ich so etwas nicht kannte, ging ich zum Doc. Doc bewegt den Fuß hin und her: "does this hurt? And this? And this? - Maybe take a break - some days - and some Ibuprofin - how much do you need? Oh, I'll give you hundred. Three a day. Oh, and a refill". Zweihundert 600er! - Die Pausentage waren dann ein bisschen work-for-stay auf der Burney Mountain Ranch (gibt es nicht mehr) mit immer wieder Fuß cold soaken im Pool, mit den Ibus bin ich weniger vorsichtig umgegangen als sonst, aber die meisten habe ich trotzdem anderen Interessenten weitergegeben.
    Das zweite und das dritte Mal war vergangenes Jahr auf dem Colorado Trail. Dicke Erkältung zu Anfang - ich schiebe es auf die Mitflieger. Etappen gekürzt, mehr Ruhe (Neros und Zeros) gegönnt (und genossen). Und verdrehter Fuß: zwei wirklich verkürzte Tage, ein Pausentag mehr, bandagiert und voltarenisiert. Hier beschrieben, muss ich endlich beenden.

    Einige Sachen sind ja schon genannt worden. Das was ich jetzt schreibe, ist ein bisschen Sammelsurium aus eigenen Erfahrungen und dem, was ich auch bei anderen sehe. Wobei das Rausgehen mir eigentlich nicht in die Wiege gelegt war, sondern sich irgendwann dann angefangen hat zu entwickeln.

    1. Wenn Nachwuchs: Kind / Kinder früh bekommen - dann bleibt "hinten dran" i.d.R. noch recht viel Zeit übrig
    2. wenn Kind / Kinder noch im Betreuungsalter: nicht auf übliche Kleinfamilie setzen, sondern sich anderweitig zusammentun und
    3. sich mit dem anderen Elternteil weiterhin gut verstehen (und Glück bei der Wahl gehabt zu haben)
    4. einen Partner mit ähnlich gelagerten Interessen zu haben, der aber tolerant genug (und beschäftigt genug) ist für Solo-Unternehmungen
    5. so gut zu sein im Beruf, dass der Arbeitgeber einen lieber für längere Zeit zwischendurch mal gehen lässt als einen endgültig ziehen zu lassen, oder ein Beruf, der - in meinem Fall - mit Schulferien einhergeht und/oder mit Sabbat-Regelungen
    6. Teilzeit, damit man die Korrekturen in der Schulzeit schafft (und nicht die Ferien dafür braucht)
    7. kein Auto zu brauchen, weil man sich sein Leben darauf einrichten konnte und/oder es einen nicht interessiert und/oder ....
    8. keine neue Küche zu brauchen
    9. das Wandern selbst kostet nicht so viel - da bleibt sogar noch was für Kultur übrig

    Vorsicht mit generellen Temperaturangaben für den PCT. Von wegen "it never rains in southern California". Dem habe ich zu lange geglaubt.

    2019, ein La-Niña-year, regnete (nicht nur schauerte) es u.a., als ich gerade das Aqueduct lief; vor Tehatchapi gab es Mitte Mai einen Schnee"sturm" von Abend bis Mitternacht. In Tehatchapi warteten danach viele Hiker mehrere Tage in den Hotels darauf, dass der Sturm und der ständige Regen nachlassen und die Temperaturen wieder zweistellig (Celsius) werden. Ich auch für 3 Nächte. Dick´s Sporting Goods hatte keine Regenhosen mehr, deswegen habe ich dann mein Groundsheet als Regenrock über der Windhose getragen. Und selbst am 26. Mai, noch vor Walker Pass, gab es eine Nacht ganz gut Neuschnee. Der taute aber im Laufe des Tages weg.

    Das erste Foto ist an einer Stelle, an der "üblicherweise" ein roter Trailangel-Sonnenschirm aufgespannt ist und oft ein Wassercache zu finden ist - oder andere Köstlichkeiten - nach der heißen Aquaeduct-Wanderung. Etwa Meile 550. Das zweite ungefähr Meile 630 oder so.

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    Den üblichen Euroschirm hatte ich auch dabei. Er ist toll. Nicht Doppel-, sondern Tripel-use.
    In der südkalifornischen Wüste habe ich ihn vor allem als Regenschirm verwendet, an sonnigen Tagen aber auch mal gegen die Sonne. Weniger gegen die Hitze, es war in dem Jahr dort nicht heiß, aber ich bin ein Bleichgesicht.
    In Nordkalifornien und in Oregon (da bin ich hingeflipt) war er besonders in abgebrannten Gebieten ein guter Hitze- und Sonnenschutz. In der Sierra danach (dorthin geflopt) hätte ich ihn nicht gebraucht - aber da ich Autogramme auf dem Schirm gesammelt hatte, mochte ich ihn dann nicht einer Hikerbox stiften.
    Wat wiecht dit Teil? 200? Büschen schwer für'n Autogramm-Zettel...:/