Beiträge von caficon

    Plastiktüte?

    Punkt! Allerdings leichter gesagt, als vorhanden :D

    Stimmt leider inzwischen.
    Große stabile durchsichtige Plastiktüten als Liner (33 bzw.42g) habe ich uns tatsächlich bei Tidygear mitbestellt - innerhalb 5 Wochen plus 14 Tagen ein Stückchen Tape zum Flicken gebraucht.

    Dann braucht man darinnen nicht mehr so auf Wasserfestigkeit zu achten und kann zum Sortieren einfach nehmen, was halt da ist oder unterwegs so über den Weg läuft - z.B. längst undicht gewordene STS-ultrasil-Beutel, dünnwandige Gemüse-Plastiktütchen, Säckchen aus Stoffresteverwertung...)

    Und mal wieder ein Update aus meinem Mailpostfach, ich zitiere, weil auf der Website steht noch nix davon:

    Wie auch immer ich persönlich zu Rekord / Fame / FKT / stehe - ich sehe es hier jetzt erst einmal als ein "es geht voran" und "schön, dass es voran geht".

    War dieses Jahr jemand mit der App unterwegs und kann berichten, wie die Kommentarfunktionen nun tatsächlich funktioniert haben? Kinderkrankheiten? Support bei Problemen?

    Danke, Wanderfalter , für das gebührende Festhalten dieser Wegmarke -Meilenstein passt hier wohl nicht so richtig.

    Zu deiner Frage: Am 23.9.24 durften sich zur Beta-1- Phase ausgewählte Tester anmelden, und die offene Beta-2-Phase startete 3 Tage später, am 26.9.24 um ziemlich genau 19 Uhr.

    Zur Feier des 500sten Mitgliedes - mit dem interessanten Namen Stuhlmussmit - habe ich mir einen Prosecco eingeschenkt - und nein, nicht den, aus dessen Behältnis man diese schicken Dosenkocher basteln kann,
    edit: sondern einer von TEAMWERK - ist Zufall, ein Mitbringsel, aber es passt scho schö, oder?

    Stuhlmussmit hat sich am 18.9.25 angemeldet, somit - wenn ChatGPT recht hat, 1 Jahr, 1 Monat und 23 Tage nach der Öffnung für alle zur Beta-2-Phase. Macht 418, oder 419 Tage, je nachdem, wie man es rechnet.

    Und nun:

    4. Abschnitt: Collegiate West bis Highway 50 / Salida

    8.8.25 Collegiate West Segment 1 und ein bisschen mehr

    1869 unternahm eine Gruppe der Harvard University eine Expedition unter der Leitung von Josiah D. Whitney (nach ihm ist übrigens der Mount Whitney benannt worden) auf einen ganz hohen Berg. Sie nannten ihn – nach ihrer Forschungsstätte – Mount Harvard, einen daneben liegenden, etwas niedrigeren Mount Yale – nach dem College, an dem Whitney studiert hatte. Später wurden weiter 14000er in der Nähe nach Colleges benannt - Mount Princeton, Oxford, weswegen die ganze Range jetzt die Collegiates heißt. Nicht, dass die Berge dort nicht schon längst andere Namen gehabt hätten, aber das ist eine andere Geschichte.
    Über diesen Gebirgszug führt die Collegiates-West-Route auf dem Weg des CDT.

    Jetzt ein Hinweis, der mir gefehlt hat: um alle Services von FarOut hier nutzen zu können, muss man die Karte „Loop“ runterladen. Der Weg wird zwar auch so angezeigt und man kann sich auch selber verfolgen, aber Meilenangaben, Höhen u.ä. funktionieren nur teilweise. Dies habe ich erst herausgefunden, als es zu spät war.

    Nach einem wunderbar reichhaltigen und kaffeereichen Frühstück nehmen wir nicht den weiten Weg östlich um den See herum, sondern westlich. Zunächst ein Roadwalk für 2-3 Meilen, die wir durch Daumen raushalten sehr abkürzen können. Am Wills Gulch Trailhead steigen wir aus, überqueren eine Brücke und steigen ziemlich steil den Wills Gulch Trail hoch, der nach einiger Zeit auf die Collegiate West trifft. Ob das Wills Hütte war?

    „Chef“ kommt vorbei, wir unterhalten uns – jawohl, bergauf, und ich kann tatsächlich ohne stark zu japsen mitreden, und sie muss meinetwegen kaum langsamer gehen… glaube ich… ich merke, dass ich doch auch schon stärker werde.

    Auf dem Hope Pass, ca.12550 ft/3825m hoch, gibt es Fudge aus dem Spezialitäten-Laden, Blicke zurück auf Turquoise Lake und Ten-Mile-Range, und voraus auf einige der Collegiate Peaks.



    Anschließend abwärts zum Clear Creek, dessen Tal wir folgen. Rechts von uns erahnen wir bighorn sheep, links von uns Mount Huron (Chef, die jeden sich bietenden 14000er mitnimmt, ist bestimmt längst dorthin abgebogen.)

    Nach etwa 14 Meilen und 4000ft bauen wir unsere Zelte auf etwa 10600ft/ 3230m auf und genießen die Abendstimmung im Tal. Ich bin mit mir höchstzufrieden, aber die dünne Luft schlaucht doch noch ganz gut…


    9.8.25 Wir machen halblang – tatsächlich ein „Unterwegs-Nero“ im CW Segment 2

    Die Morgensonne auf den Bergriesen ist wunderschön. Jeder Tag jetzt bringt einen neuen Höhenrekord: wir steigen auf, am wunderschönen Lake Ann vorbei zum Lake Ann Pass (12588ft/3837m). Die Regenerationszeit über Nacht hat für mich offensichtlich nicht ausgereicht.




    Im Abstieg erreichen wir einen nagelneuen Weg, der bestimmt sehr schön verläuft; wir entscheiden uns trotzdem – absichtlich – dem eindeutig falschen Hinweis auf FarOut zu folgen („turn right“), um am alten Weg an einem wunderschönen Plätzchen am Illinois Creek ein recht frühes, sehr schönes Zeltplätzchen zu bewohnen. So gerne ich auch allein wandere - manchmal ist es wunderbar, mit jemandem unterwegs zu sein, der gerade dann so schöne Alternativen charmant aus dem Ärmel (aka all seinen anderen Kartenoptionen) zaubert, wenn ich sie dringend benötige.



    10.8.25 Auf zum Cottonwood Pass

    Wunderbar erholt stehe ich im halb sechs auf - nach knapp 10 Stunden Schlaf, die nur einmal dadurch unterbrochen worden sind, dass mein Zelt fürchterlich gewackelt hat. Da muss wohl ein Tier glatt meine Zeltleinen übersehen haben! Hat aber keinen Adrenalinschub gegeben – umdrehen und weiterschlafen.
    Heute führt der Weg zum Prospector Gulch (wieder ein Hinweis auf die gute alte Goldgräberzeit), wo wir wieder auf die aktuelle Wegführung treffen, quert ein Flüsschen (steinehüpfen, komplett überflüssig abrutschen, nassfußgehen) und dann, an einem ziemlich vielendigen Hirsch vorbei, wieder über die Baumgrenze und schließlich (kein Höhenrekord! 12180ft/3712m) von oben zum Cottonwood Pass hinunter.


    Wir kreuzen den Highway. Hier halten viele Autos, deren Insassen sich mit dem Continantal Divide-Schild fotografieren. So können wir unser neuestes Mini-Mülltütchen wieder jemandem mitgeben.


    Das Wetter ist sonnig, aber mit einem heftig böigen Wind, und so sind wir froh, dass an dem kleinen See hinter dem Pass doch ein paar kleine Bäumchen als Windschutz für unsere Zeltchen stehen.


    Nach Westen gibt es einen weiten Blick und einen unglaublich schicken roten Sonnenuntergang – wegen eines Waldbrandes. Fotosession.


    Schnell wird es empfindlich kalt, und die Schuhe sind noch ziemlich feucht, da freue ich mich auf meinen warmen Quilt.
    12 Meilen; Höhenmeter: einiges, auch einiges an klein-klein. Vielleicht so 800-1000? Unser Übernachtungsplatz liegt jedenfalls auf 3700m, unser bisher höchster - und kältester.


    11.8.25 Wandern auf der Hauptwasserscheide – Segment CW3

    Wir sind nun mitten auf den Teil der CW, auf dem es echt unangenehm werden kann, wenn es diese Mittags-Monsoon-Gewitter gibt: Hier sind die Abstiegs-Möglichkeiten in geschütztere Gefilde ziemlich begrenzt, und wenn man gerade östlich des Kamms läuft, kann man auch nicht sehen, ob sich gerade etwas aufbaut. In der App sind ein paar (relative) Rückzugs-Möglichkeiten aufgezeigt, die aber gut 2 Stunden auseinanderliegen können. Wir aber haben das große Glück, dass das Wetter noch für ein paar Tage stabil schön bleiben soll (starkes Indiz: Heute haben wir Ostwind) – und der Weg ist einfach atemberaubend schön!
    Wir brechen bei Sonnenaufgang auf; es ist unsere erste Nacht mit Minusgraden gewesen, der Reif liegt noch auf dem Gras, und ich feiere meine Handschuhe.

    Wir legen einen Fotostop nach dem anderen ein. Allmählich wird es wärmer, die Fernsicht ist wunderschön, wir haben Aussicht auf mehrere sehr hohe Berge, laufen am Kreutzer Peak vorbei (gibt gleich wieder einen Ohrwurm, obwohl anders geschrieben) und am Mount Emma Burr. Wer wohl diese einzige Frau war, nach der hier mal was benannt ist? Keine Ahnung, und inzwischen weiß ich: der Berg heißt wegen einer Mine so.
    Im Lauf des Tages wechseln wir mehrfach auf ziemlich hohen Pässen (3800m, knapp 3900m, 3930m, sagen Lutz‘ metrische Apps) von der pazifischen zur atlantischen Seite und zurück.



    Nun sehen wir auch mal Colorados state flower: Columbine, eine zweifarbige Akelei. Tiefer ist sie längst verblüht.


    Am Abend, nach ca. 16 Meilen und kumuliert 3500ft hoch und über 4500ft (zum Schluss schier endlos) abwärts durch viel ziemlich toten Nadelwald, suchen wir in der Dämmerung am Tincup Road Trailhead den Zeltplatz mit den am wenigsten wackelig aussehenden toten Bäumen um uns herum.

    (Bild vom Morgen)

    Von hier aus könnte man der Schotterstraße ein paar Meilen folgen bis nach St Elmo, einer ziemlich schön zurechtgemachten Geisterstadt, aber die habe ich mir bereits vor sechs Jahren angeguckt. Zweite Nacht mit Minusgraden.


    12.8.25 Der höchste Eisenbahntunnel und das Butterfly Hostel – Segment 4


    Am Morgen wärmt der Kaffee die Hände nur kurzzeitig, dann queren wir mit ziemlich lebensmittelgeleerten Rucksäcken das Tal und steigen auf zum Tunnel Lake und dem (zugemauerten und eingefallenen) höchstgelegenen Eisenbahntunnel seiner Zeit. Ein geradezu irrwitzig anmutender Aufwand ist zu dessen Bau betrieben worden, und dann hat sich die gefährliche Strecke nicht wirklich bewährt. Hier ist auch dieser Schneepflugzug eingesetzt worden, den ich in Breckenridge gesehen habe.


    Ein kleiner Umweg wird belohnt durch den Blick auf die alte Trasse auf der Pazifik-Seite,

    dann Abstieg zur Atlantik-Seite; wir haben wieder einmal die Continental divide gequert)



    und ab dem Osteingang dürfen wir ein, zwei Meilen auf der alten Trasse spazieren gehen. (Atlantik-Seite;


    Wir geben der Verlockung nach, diese bequeme Strecke weiterzulaufen, als der Trail steil nach oben abbiegt: Ein Stück weiter können wir doch die Straße nehmen anstatt dieser unnötigen Höhenmeter! Und, ja: es gibt diese „Straße“: steil, steinig, geröllig, vorbei an den Überresten einer alten kleinen Mine; das einzige Auto, das sich hier entlang traut: Ein Jeep aus den frühen Fünfzigern mit einem nur um weniges jüngeren Piloten.


    Am Hancock Lake treffen wir wieder auf den Trail.

    Der Wind hat gedreht, es zieht sich zu und vor uns liegt noch ein baumloser Pass. Da fällt die Mittagspause am schönen See mit der kleinen cafi eher ungemütlich kurz aus – natürlich gibt es kein Gewitter, weder auf dem Pass noch später beim Abstieg. Wir kommen an eine dirt road, an der das letzte CW-Segment beginnt, das uns zum Monarch Pass / Highway 50 führen würde. Ich kenne es schon, teilweise schön, auch eine Sehenswürdigkeit gibt es (alter Jagdwall), teilweise Skigebiet im Sommer.

    Diese 10 Meilen schwänzen wir und nehmen die Piste: nur noch drei Meilen bis zum „Butterfly Hostel“ in Garfield, ebenfalls am Highway. Das Butterfly ist eine Art gechilltes Hostel auf „Spendenbasis“. In der Hauptsaison geht es wohl ziemlich quirlig zu; wir ergattern jetzt aber ein Minihüttchen für uns allein für zwei Nächte und fahren mit dem „Spendenbasis“-Shuttle am nächsten Tag in Salida einkaufen für die nächsten 104 Meilen. In Salida gibt es auch einen schönen Ausrüster, bei dem ich nicht nur Gas, sondern auch gemütliche Apex-Schlafbooties bekomme.

    in den Webshops ohne Steuern

    die US Steuern kommen dann noch drauf, wenn du das Produkt in den USA vor Ort kaufst bzw. dir innerhalb der Staaten an ein Postamt oder iene Adresse liefern lassen möchtest. Wenn nach Deutschland, dann kommen die ganzen hiesigen Gebühren drauf.

    Deswegen kann man in US-Supermärkten auch nie das Geld bereits abgezählt bereithalten, wenn man bar zahlen möchte