Beiträge von caficon

    Ich hatte in den letzten 10 Jahren dreimal was.
    Einmal irgendwas im Fußgelenk. Ich konnte nicht mehr auftreten, eine Überlastung mit Erguss, denke ich im Nachhinein, kurz vor Burney, Kalifornien, PCT. Da ich so etwas nicht kannte, ging ich zum Doc. Doc bewegt den Fuß hin und her: "does this hurt? And this? And this? - Maybe take a break - some days - and some Ibuprofin - how much do you need? Oh, I'll give you hundred. Three a day. Oh, and a refill". Zweihundert 600er! - Die Pausentage waren dann ein bisschen work-for-stay auf der Burney Mountain Ranch (gibt es nicht mehr) mit immer wieder Fuß cold soaken im Pool, mit den Ibus bin ich weniger vorsichtig umgegangen als sonst, aber die meisten habe ich trotzdem anderen Interessenten weitergegeben.
    Das zweite und das dritte Mal war vergangenes Jahr auf dem Colorado Trail. Dicke Erkältung zu Anfang - ich schiebe es auf die Mitflieger. Etappen gekürzt, mehr Ruhe (Neros und Zeros) gegönnt (und genossen). Und verdrehter Fuß: zwei wirklich verkürzte Tage, ein Pausentag mehr, bandagiert und voltarenisiert. Hier beschrieben, muss ich endlich beenden.

    Einige Sachen sind ja schon genannt worden. Das was ich jetzt schreibe, ist ein bisschen Sammelsurium aus eigenen Erfahrungen und dem, was ich auch bei anderen sehe. Wobei das Rausgehen mir eigentlich nicht in die Wiege gelegt war, sondern sich irgendwann dann angefangen hat zu entwickeln.

    1. Wenn Nachwuchs: Kind / Kinder früh bekommen - dann bleibt "hinten dran" i.d.R. noch recht viel Zeit übrig
    2. wenn Kind / Kinder noch im Betreuungsalter: nicht auf übliche Kleinfamilie setzen, sondern sich anderweitig zusammentun und
    3. sich mit dem anderen Elternteil weiterhin gut verstehen (und Glück bei der Wahl gehabt zu haben)
    4. einen Partner mit ähnlich gelagerten Interessen zu haben, der aber tolerant genug (und beschäftigt genug) ist für Solo-Unternehmungen
    5. so gut zu sein im Beruf, dass der Arbeitgeber einen lieber für längere Zeit zwischendurch mal gehen lässt als einen endgültig ziehen zu lassen, oder ein Beruf, der - in meinem Fall - mit Schulferien einhergeht und/oder mit Sabbat-Regelungen
    6. Teilzeit, damit man die Korrekturen in der Schulzeit schafft (und nicht die Ferien dafür braucht)
    7. kein Auto zu brauchen, weil man sich sein Leben darauf einrichten konnte und/oder es einen nicht interessiert und/oder ....
    8. keine neue Küche zu brauchen
    9. das Wandern selbst kostet nicht so viel - da bleibt sogar noch was für Kultur übrig

    Vorsicht mit generellen Temperaturangaben für den PCT. Von wegen "it never rains in southern California". Dem habe ich zu lange geglaubt.

    2019, ein La-Niña-year, regnete (nicht nur schauerte) es u.a., als ich gerade das Aqueduct lief; vor Tehatchapi gab es Mitte Mai einen Schnee"sturm" von Abend bis Mitternacht. In Tehatchapi warteten danach viele Hiker mehrere Tage in den Hotels darauf, dass der Sturm und der ständige Regen nachlassen und die Temperaturen wieder zweistellig (Celsius) werden. Ich auch für 3 Nächte. Dick´s Sporting Goods hatte keine Regenhosen mehr, deswegen habe ich dann mein Groundsheet als Regenrock über der Windhose getragen. Und selbst am 26. Mai, noch vor Walker Pass, gab es eine Nacht ganz gut Neuschnee. Der taute aber im Laufe des Tages weg.

    Das erste Foto ist an einer Stelle, an der "üblicherweise" ein roter Trailangel-Sonnenschirm aufgespannt ist und oft ein Wassercache zu finden ist - oder andere Köstlichkeiten - nach der heißen Aquaeduct-Wanderung. Etwa Meile 550. Das zweite ungefähr Meile 630 oder so.

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    Den üblichen Euroschirm hatte ich auch dabei. Er ist toll. Nicht Doppel-, sondern Tripel-use.
    In der südkalifornischen Wüste habe ich ihn vor allem als Regenschirm verwendet, an sonnigen Tagen aber auch mal gegen die Sonne. Weniger gegen die Hitze, es war in dem Jahr dort nicht heiß, aber ich bin ein Bleichgesicht.
    In Nordkalifornien und in Oregon (da bin ich hingeflipt) war er besonders in abgebrannten Gebieten ein guter Hitze- und Sonnenschutz. In der Sierra danach (dorthin geflopt) hätte ich ihn nicht gebraucht - aber da ich Autogramme auf dem Schirm gesammelt hatte, mochte ich ihn dann nicht einer Hikerbox stiften.
    Wat wiecht dit Teil? 200? Büschen schwer für'n Autogramm-Zettel...:/

    Jetzt musst du uns aber noch verraten, welche Matte du benutzt. Ich finde die Selbstaufblasenden auch bequemer, aber seitdem es die Exped SIM lite UL 2.5 nicht mehr gibt, finde ich keine Alternative mehr unter 500g.

    wahlweise je nach Saison: 90cm TaR Prolite, 200gr, gibt es nicht mehr, z.B. letztes Jahr auf dem Colorado Trail. 120cm TaR Prolite (plus?), so 360 gr, zB auf dem Arizona Trail im Herbst 22, der High Sierra auf dem PCT Herbst 19. 6 Elemente TaR Faltmatte in der Wüste PCT im Frühjahr 19. Saar-Hunsrück-Steig letzte Osterferien mit einem Stück XFoil, der dickeren. Das war temperaturmäßig ab und zu etwas grenzwertig, wenn es auch tagsüber nicht über 6 Grad war.

    Bei Wintertreffen gerne auch mal die pinkfarbene 1,65 lange Damen-Prolite, Gewicht muss ich nachschauen, bei wirklicher Kälte mit (geplant) einer EVA drunter oder (ungeplant, aber dankbarst angenommen) Noodles Wolldecke aus dem Kofferraum.

    Ich mag Wanderführer. Die schlepp ich aber normalerwiese nicht mehr mit. Als eBook, oder auch PDFiziert, wenn es jemand anderes macht. Ich mag es, wenn ich unterwegs was über die Umgebung lernen kann, und zur Vorfreude, gelegentlich auch zum Nacharbeiten zuhause. Tier-und Pflanzenwelt, geschichtliche Abrisse, Literatur- (und andere Kultur)hinweise, Abstecher zu alten Bergwerken/Minen, usw.

    Öffnungszeiten, Fahrpläne ändern sich zu oft, aber generelle Hinweise, Links und Telefonnummern sind hilfreich (und wo Internet verfügbar ist, sodass man das Boot bestellen kann).

    Kartenskizzen können - notfalls rausgerissen oder in Kopie - auch ein Backup sein.

    Ich bin aber auch noch Generation Papier.

    nachhaltig ist das alles nicht so wirklich...

    Kann man so eigentlich nicht für jeden Fall sagen, meine Neoair war 11 oder 12 Jahre alt (Nächte keine Ahnung, ein paar hundert) und hat prinzipiell sogar noch funktioniert, ich hab alte Evazotes oder ZLites, die auch nicht mehr unbedingt das blühende Leben sind. Wenn man was für 20 Jahre haben will, geht wohl nur Schaummatte oder was selbstaufblasendes wie die Trailscout.

    nichts für ungut, alle wie se wolln, sind ja auch wirklich leicht und klein verpackbar - und mir war nicht klar, dass es die schon so lange gibt. Ich verfolge die Luftmatterei als noch immer bekennende Dünn Niedrigmattenschläferin nur im Vorbeigehen von außen und kann die Modelle ebensowenig auseinanderhalten wir moderne Autos. Ich wundere mich halt immer wieder über die vielen Leute, die schon die dritte, vierte... Luft-Matte reklamiert und getauscht bekommen haben. Dabei sind diese Leute ansonsten oft so viel härter drauf als ich. Und halb so alt.

    Aber ich wollte hier gar nicht so eine Diskussion anfangen, konnte nur einfach nicht mehr widerstehen und schalte mich wieder raus...

    sei einfach froh, dass es dich nicht betrifft!

    Es gab mal von Pigor und Eichhorn ein Lied, „Nieder mit IT“ mit der Zeile „Wer nicht ausdruckt, guckt in die Röhre“. Heute: Verlass dich nicht nur auf eine Speicherart, einen Speicherort.

    Azes Ich möchte mich nicht generell gegen Westen aussprechen. Ich finde Westen eigentlich klasse und verwende sie im Zweitleben häufig - in Woll- und Kunstfaserqualitäten. Sie halten wunderbar warm als Zusatzschicht und engen nicht so ein wie eine zweite, dritte, vierte Jacke übereinander.
    Einzig die Daune sehe ich für mein Draußenleben als nicht so sinnvoll an.

    Weder Daunenjacke noch -weste für mich. Ich habe darin noch nie einen Sinn gesehen für mich. Im Großen und Ganzen bin ich 3-Jahreszeiten-Typ und habe als Zwiebelschichten dabei:
    1 Merino- oder 1 Kunstfaser- T-Shirt
    1 Langarm-Bluse (entweder eine mit Sonnenschutz oder eine, die schon ein bisschen warm hält)
    1 Alpha oder dünnen Fleece
    1 Patagonia Micropuff

    Upgrade-Möglichkeiten:
    - die Regenklamotten (auch eigentlich immer dabei)
    - zeitweilig Alpha plus dünnen Fleece
    - gefütterter Überrock
    - im Camp: Dauenquilt

    Es gibt einfach keine Schicht, die ich durch die Dauenenweste / Jacke ersetzen könnte - sie wäre immer zusätzliches Camp-Teil, wenn auch ein federleichtes.