Beiträge von caficon

    hach, noch ein magisches Dreieck oder Viereck! Ein wundervoller Faden um Dilemmata zu diskutieren!

    Wie wäre es mit dieser (leider nicht immer gelebten) Lösung:
    Weil ich nicht "alle drei Sachen auf einmal" haben kann (wie in der alten Ü-Ei-Werbung), kauf ich mir nichts Neues, bis das Alte kaputtgespielt ist und spare so viel Geld. Und wenn es dann endlich so weit ist, ist alles inzwischen so viel besser (leichter, haltbarer) geworden, dass der höhere Preis mit der Inflation in den letzten 10 Jahren begründet / entschuldigt werden kann. Und weil die Sachen so richtig zuendegenutzt worden sind, waren sie auch einigermaßen nachhaltig durch den langen Gebrauch.

    Alle Körperausscheidungen sind für gewöhnlich Wasserlöslich.

    Das mag sein, und auch passen für Menschen, die irgendwo alleine unterwegs sind. Hände zumindest nach dem Stuhlgang, dem intensiven Naseputzen, dem In-die Hand-Husten und vor dem Essen richtig mit etwas zu waschen, was Noroviren, Rhinoviren, etc. von den Händen entfernt ist aus Sicht der Grundschullehrerin durchaus empfehlenswert, um in einer Schulklasse entsprechende Epidemien zu verhindern. Oder wenigstens das Anstecken besagter Grundschullehrerin mit dem Norovirus.

    Ansonsten: ja, wenn man durch eine etwas unangenehm riechende Phase durch ist, für die Einsamkeit sinnvoll sein kann, kann die Besiedelung sich so zusammensetzen , dass man unter den Armen auch ohne Chemie, Zitronensaft etc nicht so stinkt. Ich schaff das bestenfalls im Urlaub.

    Vorgepackt hinstellen tu ich mir den Rucksack schon deswegen nicht, weil Prolite und Quilt locker gelagert werden.

    Bei mir liegt alles mehr (oder weniger) ordentlich im Regal, und im Vorratsschrank gibt es eine Ecke für Trailnahrung - irgendwas ist da immer drin. Packen geht ziemlich fix, meistens vergess ich irgendwas, aber solang das nicht der Quilt ist, sondern nur Heringe oder Teebeutel, geht das ja.

    Lange Planung fürs Wochenend-Tourchen spare ich mir nach Möglichkeit auch. Sich so eine Liste mit schnell umsetzbaren Overnightern oder Dreitagestouren zurechtzulegen finde ich hilfreich, mache das aber nicht systematisch. Wäre natürlich praktisch, aber so bin ich nicht.

    Öffis haben inzwischen meist ganz gute Apps, und dann entscheidet es sich möglicherweise noch recht kurz vor der Abfahrt, je nachdem, wo gerade Schienenersatzverkehr ist, ob ich hierhin oder dorthin fahre.

    Diese äußerst knappen Vorbereitungen führen dann aber auch manchmal dazu, dass ich an einem Highlight um paarhundert Meter vorbeilaufe und das erst hinterher merke. - Macht nix, kann man ja nochmal laufen.

    Gerade ist mir die neue DAV Panorama ins Haus geflattert. Darin passend zum Winteranfang ein Artikel zur Sicherheit auf Wintertouren / Lawinen. Enthalten ist eine ganz hübsche Grafik zu den verschiedenen Lawinentypen - für diejenigen, die sich auskennen, bieten sie möglicherweise nicht viel Neues, aber für diejenigen, die sich nicht so auskennen UND hier mitlesen, weil sie etwas lernen wollen (falls es so jemanden gibt...)

    Hier ist der Artikel online zu finden.

    Und wenn ich schon dabei bin:

    An dieser Stelle findet sich ein Artikel von Ende 2022, wie man Lawinenberichte richtig liest.

    Wie steht ihr zu selbstausbeuterischen Verhalten von Cottages , um bei Produktionsbedingungen zu bleiben?


    Ich denke mal, beim Thema "Selbstausbeutung in Cottages" ist es ähnlich wie in vielen anderen Bereichen, wo Menschen ihr Hobby zum Beruf machen, sei es als Pferdewirtin mit eigenem Stall oder im künstlerischen Bereich (gibt bestimmt auch weitere Bereiche): Man ist auf lange Zeit - nicht nur in der Startphase - bereit, auf äußerst prekärem finanziellem Niveau zu leben. Weil, es macht ja Spaß, es ist das Hobby, man lebt seine Überzeugungen. Und je länger man das tut, desto länger hält man dabei dann auch aus, denn man hat ja schon so viel Mühe und Zeit investiert und weiß, dass man gut ist und tröstet sich damit, dass man wenigstens etwas tut, was einem Spaß macht - selbst wenn man die meiste Zeit massiv unter Mindestlohn-Niveau arbeitet.

    Und wenn man es schafft, nicht nur gut zu sein, sondern auch finanziell erfolgreich zu werden, dann geht es möglicherweise fast nur dadurch, dass man sich von seinen eigentlichen Zielen / Überzeugungen entfernt und/oder genau den Teil der Arbeit nicht mehr selber ausführen kann, der am meisten Spaß macht, weil einen das Management/Verwaltungsarbeit auffrisst. Und wenn man so weit ist: Gilt man dann noch als "Cottage?" Oder schließt sich das dann aus?

    Wie gehe ich damit um? In der Kunst: Konzerte, Aufführungen besuchen, ohne aufteufelkommraus zu versuchen, auf der Gästeliste zu landen (außer Aufführungen, die ich eigentlich gar nicht sehen möchte).

    Für den Kauf in "cottages": Wenn ich etwas brauche und die Auswahl habe zwischen verschiedenen Produkten, dann werde ich das Merkmal "cottage" miteinbeziehen. Aber soo viel kauf ich gar nicht - ich hab ja im Großen und Ganzen, was ich brauch. Und Altra-Alternativen (im Sinne von Beispiel für ein Verbrauchsmaterial) gibts nicht von einer Cottage, oder?

    Seit Jahren bin ich fast nur noch mit Zero-Drop-Schuhen unterwegs. Altra LP oder Merrell Trail glove, also nicht wirklichen Barfußschuhen nach meinem Gefühl.

    Seitdem sind meine Füße erheblich muskulöser geworden, aber auch noch breiter. Beim Versuch, mir „schöne“ Schuhe zu kaufen musste ich mir dann von der Fachverkäuferin anhören: „Wenn man einmal mit solchen Schuhen anfängt, dann sind die Füße verdorben.“ Auch ne Sichtweise…


    Mit echt barfuß bin ich inzwischen vorsichtig. Vergangenes Frühjahr einmal komplett entwöhnt nach dem Winter auf gutem Radweg-Asphalt 2 km barfuß gelaufen, weil die Sandalen blöd waren. Hinterher unter beiden Fersen riesige Blasen - die Wochenend-Tour danach war dann lieber mit dem Rad…

    Ich benutze Schaumstoff oder Prolite. Geht für mich prima. Ich nutze Bodenunebenheiten: kleine Kuhlen für Hüfte und Schulter oder Erhebungen für die Taille und/oder irgendetwas nicht Gebrauchtes (Tagsüberklamotten im Beutel) für eine Art Seitenschläferkissen.

    Mitnahme-Vorteil: in Pyramidenzelten kann man die Länge besser nutzen, da das Schlafsetup insgesamt niedriger ist.

    Von den ganzen dicken Matten habe ich nur mal die Exped auf einer längeren Tour ausprobiert - bietet für mich keinen Vorteil, nur die Besorgnis, dass sie ein Loch bekommt.

    Ich schreibe meine Unterwegsnotizen per Hand. Früher hatte ich irgendwelche Heftchen dafür, die mir zugelaufen waren (ich glaube so einen Schnickschnack bekommen Männer weniger geschenkt). Inzwischen nutze ich dafür meinen jeweiligen Papierkalender. Sooo viel muss das auch gar nicht wiegen. Der, den ich 2019 durch die Staaten geschleppt habe, war extra klein, nur 10x7,5cm, Küchenwaage behauptet 33g, irgendsoein Billigteilchen. Da hatte ich auch noch einmal alle wichtigen Adressen, Telefonnummern etc notiert, falls das Phone versagt. Wichtig ist eine gute Kuli-Mine, damit man wirklich klein und trotzdem lesbar schreiben kann. Geschrieben habe ich immer im Liegen im Zelt, bis zu 5 Zeilen am Tag.

    Seitdem war ich nur noch kürzer unterwegs, Kurztouren oder bis höchstens 3 Wochen, da nehme ich mir meinen normalen Papierkalender mit, der um die 110g wiegt und 14x9cm groß ist.

    UL bedeutet hier für mich, weniger Doppelstrukturen zu schaffen - Kalender und Unterwegsnotizen in einem zu haben, ist mir ein paar Gramm wert.

    Die Idee "Myog-Wochenende" finde ich klasse - einmal durfte ich ja bei Andi so einem MYOG-Treffen dabeisein - obercool

    obwohl der Quilt hier immer noch als angefangenes Projekt herumliegt

    wilbo Da du mich gefragt hast um Beratung / Unterstützung: Was genau wünschst du dir von mir? Von Tarps habe ich keine Ahnung; wenn es um Orga von Treffen geht: das ist keine Raketenwissenschaft, ping mich gerne an.

    Ich finde interessant, dass die Tür jetzt hängt und man sie nicht mehr als Fußabtreter nutzt, wenn man nicht aufpasst. Allerdings schade - für mich - dass es wieder keine Camo-Version gibt. Das fällt mir hierzulande zu sehr auf und ich mag es am Morgen weniger hell, wenn ich noch etwas dösen möchte…

    So... hier meldet sich mal die Moderation zu Wort... ich / wir finden es nämlich schade, dass das hier gerade entgleist.

    Der folgende Text ist aber auf meinem Mist gewachsen:

    Bitte spendiert unserem Forum doch eine niveauvolle Diskussion im Sinne des Thread-Openers und und verhakelt euch nicht in Nebenkriegsschauplätzen. Wir sind (fast) alle nicht als absolute Outdoor-Muggles unterwegs; es geht uns um ein Maximum an Sicherheit bei einem Minimum an mitzuschleppendem Gewicht, wobei dieses Maximum an Sicherheit eben durch eine individuelle Mischung aus passender Ausrüstung und durch Können sowie eine passende Tourenauswahl erreicht werden. Deswegen gibt es ja diesen Thread, weil jemand etwas hinzulernen möchte.

    Wir haben hier eine ganze Menge absolut sinnvoller und wichtiger Gesichtspunkte zur Planung von solch exponierten Touren im Sinne des Threadtitels:
    Schön zusammengetragen hat es Capere im Beitrag Nummer #10, ergänzt von Becks Hinweisen in Beitrag #13, dass unbekannte Bedingungen bzw. alles, was man nicht wirklich einschätzen kann, zu einem Mehr an Sicherheitsausrüstung führen sollte (oder auch dazu, diese Tour lieber nicht - oder zu dem gegebenen Zeitpunkt lieber nicht - zu machen).
    Wichtig ist auch sein Hinweis, dass man sich über die jeweiligen Versicherungsbedingungen im Klaren sein sollte, und auch gelegentlich überprüfen sollte, ob sie das eigene Wanderniveau / Tourenniveau noch abdecken.

    Wobei - denke ich jetzt, also MEINE Meinung, deswegen OT - Konsens sein sollte, sich so zu verhalten, dass man in solche Versicherungen zwar einzahlt, sich aber so verhält, und so plant, dass man sie möglichst nicht in Anspruch nehmen muss und sie nicht als "normales" Backup sieht.

    Lest bitte die ganzen Beiträge der anderen und versucht die sinnvollen Inhalte darin zu verstehen, (also genau das, was die Lehrer dieser 100 Jugendlichen nicht gekonnt haben). 
    Die still Mitlesenden werden es euch danken.