Wie steht ihr zu selbstausbeuterischen Verhalten von Cottages , um bei Produktionsbedingungen zu bleiben?
Ich denke mal, beim Thema "Selbstausbeutung in Cottages" ist es ähnlich wie in vielen anderen Bereichen, wo Menschen ihr Hobby zum Beruf machen, sei es als Pferdewirtin mit eigenem Stall oder im künstlerischen Bereich (gibt bestimmt auch weitere Bereiche): Man ist auf lange Zeit - nicht nur in der Startphase - bereit, auf äußerst prekärem finanziellem Niveau zu leben. Weil, es macht ja Spaß, es ist das Hobby, man lebt seine Überzeugungen. Und je länger man das tut, desto länger hält man dabei dann auch aus, denn man hat ja schon so viel Mühe und Zeit investiert und weiß, dass man gut ist und tröstet sich damit, dass man wenigstens etwas tut, was einem Spaß macht - selbst wenn man die meiste Zeit massiv unter Mindestlohn-Niveau arbeitet.
Und wenn man es schafft, nicht nur gut zu sein, sondern auch finanziell erfolgreich zu werden, dann geht es möglicherweise fast nur dadurch, dass man sich von seinen eigentlichen Zielen / Überzeugungen entfernt und/oder genau den Teil der Arbeit nicht mehr selber ausführen kann, der am meisten Spaß macht, weil einen das Management/Verwaltungsarbeit auffrisst. Und wenn man so weit ist: Gilt man dann noch als "Cottage?" Oder schließt sich das dann aus?
Wie gehe ich damit um? In der Kunst: Konzerte, Aufführungen besuchen, ohne aufteufelkommraus zu versuchen, auf der Gästeliste zu landen (außer Aufführungen, die ich eigentlich gar nicht sehen möchte).
Für den Kauf in "cottages": Wenn ich etwas brauche und die Auswahl habe zwischen verschiedenen Produkten, dann werde ich das Merkmal "cottage" miteinbeziehen. Aber soo viel kauf ich gar nicht - ich hab ja im Großen und Ganzen, was ich brauch. Und Altra-Alternativen (im Sinne von Beispiel für ein Verbrauchsmaterial) gibts nicht von einer Cottage, oder?