Team Kombinierer, weil sich für mich eine ganz dicke Schicht schlicht nicht lohnt. Auf so lange Winter-Zeltnächte habe ich eigentlich keine Lust, und so sind es meistens eher "Zufälligkeiten", die aber auch - finde ich - zu wertvollen Beobachtungen geführt haben. Auch wenn sie nicht zwingend UL-Charakter haben. Ergebnis auch hier: Die Feuchtigkeit ist (überwiegend) in der äußeren Hülle.
Nummer 1, geplant: Rhön-Wintertreffen im Schnee vor ca 8 Jahren: WM Apache plus TNF Cat Lite als Überwurf (Kunstfaser, nicht UL, gibt es nicht mehr zu kaufen, Comfort-temp paar Grad über Null, als der Loft noch gut war). Ergebnis, wie erwartet: Guter Schlaf, ziemlich trockener Apache, ziemlich feuchter Cat lite. Trocknung am Tag war drinnen im Haus möglich.
Nummer 2, so nicht geplant, aber letztendlich für einen Abschnitt absichtlich mitgenommen: PCT, südliche Sierra, Nächte Ende September -5 bis -10C: EE Revelation20F /-6C mit imprägnierter Daune [das entsprach zumindest 2019 nicht den europäischen Comforttemperaturen, ich denke, eher als 0C einzuordnen] plus billigem dünnem Walmart-Down-throw / Daunenüberwurf, das mir eine Freundin aufgeschwatzt hatte - mannomann war ich froh darüber! Ergebnis: Guter Schlaf, ziemlich trockener Revelation, Walmart- Dauenendecke teils zusammengefallene feuchte Daune, oben drauf gefrorene Tröpfchen. Tagsüber in der Sonne für die nächste Nacht getrocknet.
Nummer 3, ver-plant. Ich war bei einem BC-Rhön-Wintertreffen nicht auf so viele Minusgrade (wohl auch an die -10) eingerichtet. Spontanes Pimpen mit einer schweren Wolldecke ("Pferdedecke") aus dem Kofferraum eines lieben Menschen. Habe mich mit meinem ganzen Schlaf-setup inkl. Prolite-Matte darin eingewickelt. Ergebnis: Guter Schlaf, Revelation wirkte trocken, wollene Pferdedecke ebenfalls - aber Wolle wirkt ja lange trocken.