Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigeratte:
Grund Nr. 13: die Annäherung an die Abreise wäre allein schon eine Reise wert.
Wir waren dann noch in Djúpivogur am rumlaufen.
Und kamen im Bus auf der Ringstrasse mit Katja aus der Schweiz ins Gespräch, als Stau war. Egilsstaðir - Seyðisfjörður war in beide Richtungen gut trampen.
Seyðisfjörður hat nen Camping (wir und ein Helsport-6er mit einer norwegischen Familie, sonst leer) und nen Hostel (Katja).
Dieter-Roth-Archiv und Hangout der internationalen Kunst-Stipendiaten, die wir nach 2 Abenden gut kannten und die uns den nächsten Tag früh nach Egilsstaðir mitnahmen, so dass wir den Bus Richtung Bakkagerði kriegen konnten, Passhöhe Dyrfjöll ausgestiegen.
Die Ostfjorde sehen etwas norwegischer aus
und ich bin überzeugt, hier kommen die Strickmuster her.
Bakkagerði. Wir waren im aufziehenden zweiten Herbststurm abgestiegen, die Busfahrerin hatte uns gesagt, es werde knapp. Pitschnass und Katja mit einem frischen Pflaster auf der Stirn ins offenstehende Hostel, in dem kein Warden war. Die nassen Klamotten aufgehängt und dann im Dunkeln in Sandalen bzw. auf Neoprensocken ins 2 km entfernte Restaurant gegangen, prima Fischsuppe, paar Drinks, wurde spät. Auf dem Rückweg fiel uns auf, dass mehrere Autos irgendwie ziellos mit Fernlicht im Dorf und auf der Passstrasse rumfuhren. Dann hielt die Busfahrerin in ihrem privaten Auto neben uns: es wurde gesucht und zwar nach uns. Man hatte befürchtet, dass wir auf dem Weg im Unwetter verloren gegangen seien.
Nächsten Tag trampten wir nach Seyðisfjörður zurück. Könnte man auch als Trail in 2 bis 4 Tagen durch die Küstenberge laufen. Da sind einige Trails in den Ostfjorden.
Fähre stand dann schon und zelt hatte in unserer Abwesenheit auf dem Camping 140 km/h (Zeitung) überstanden. Die norwegische Familie hatte eine ziemlich schlaflose Nacht. Wir machten noch einen der "7 summits of Seyðisfjörður", nämlich den einfachsten,
und nahmen die "albanischen Bunker" in Augenschein (diese 3 kleinen Kuppeln),
bei denen es sich um eine Installation akustischer Kunst handelte, in die Landschaft gebaut von einem deutschen Künstler mit Juniorprofessur in Uruguay. Das Echo, um das es ihm ging, ging so, aber der Weg war nice.
In der Tanke abgehangen.
Grund Nr. 14: die Fährfahrt. 36 Stunden und sehr beeindruckend.
Thorshavn bei Regen. Man kann gute Wolle kaufen.
Grund Nr. 15:
Ich, zum dritten Mal im Leben: den Spielautomaten auf einer Fähre geknackt. Adrenalinstoss: wie finde ich wen von der Crew ohne dass sich jemand anders meinen Jackpot unter den Nagel reisst. Etwas über 400 Euro, knapp die Hälfte haben wir im Restaurant verbraten. Danach wurden die Spielautomaten auf Fähren in Eurpoa abgeschafft. Früher hatten sich da halt die Raucher getroffen.
Hirtshals dann war schon bekannt, hauptsächlich Strand und Paddelkanäle. Zugverbindung eher sehr naja. Flensburg die Hafenkneipen klasse zum Zwischenübernachten.
Zu den Faröern fällt mir noch ein, dass mich auf den Shetlands beim Trampen mal der Trainer deren Fussball-Nationalmannschaft auf dem Weg zum Länderspiel gegen die Faröer mitgenommen hat. Das Stadion war eher so ne Wiese und an das Spiel habe ich keine Erinnerung.