Die wichtigen Sachen sind gesagt, ich würde sie so fassen:
- flexibel, undogmatisch, niedriger Komfortanspruch, Nähe und Unterschiede zulassend, nichts "muss" d.h. man ist Freigeists genug gegenüber gesellschaftlichen Erwartungen. Also: Leute, wenn sie trotz grossen Eigensinns gut mit sich und ihrem Leben klarkommen und nicht dominant. Machen in der Regel kein Scheiss.
Allein ist auch schön, bei mir aber gut 30 Jahre her. Dabei gerne auch paar tagelang mit zufälligen anderen Leuten, auch Gruppen - bei hinreichender Affinität für die sich ergebende Zeitspanne. Oder in Hostels hängengeblieben für ne Woche, weil mit den Regulars netten ersten Abend gehabt. Oder länger und da "ausgeholfen".
Auch zu zweit sind wir trotzdem gerne auch mit Freunden/Verwandten unterwegs. Deren soziale Konstellationen können höchst unterschiedlich zu unserer sein. Sind in der Regel andere Touren als die, die wir zu zweit machen (weil wir "erfahrener" sind, und mit mehreren nicht machen können, was wir zu zweit machen; fängt schon damit an, dass die wenigsten "Zelten" wollen), aber die Nennungen hinterm Spiegelstrich treffen zu. Zur Not sollt man Umsicht (Verantwortung) bis zum Umfallen können (da sind wir beruflich sehr trainiert und outdoors ziemlich) und Spass dabei haben.
Paar Tage mit zufälligen Bekanntschaften on tour haben sich auch immer mal wieder ergeben.
Wir laufen seit 30 Jahren zu zweit rum und kennen uns noch 10 Jahre länger. Leben zusammen und arbeiten im gleichen Alternativbetrieb. Fahren alleine zur Arbeit, haben im Büro kaum miteinander zu tun, machen allltags auch privat jeweils viel alleine, sind nicht verheiratet (obwohl das über die Jahre heftig Steuervorteile gebracht hätte), finden "Partnerlook" doof (hat noch nie geklappt) usw. usf.. Akzeptieren persönliche red flags (Hundeangst z.B.). Können beim Wandern unterschiedliche Rhythmen laufen. Also Nähe und Freiheit. Grosse gesellschaftliche Spannbreite an Kontakten im Leben.
Komfortansprüche: also ich habe noch nie im Leben mit Dusche gewohnt. Altpunker (auch wenn ich lange nicht mehr so aussehe. Als Sanierungsverweigerer haben wir 10 Jahre ohne Heizung gewohnt. Geht. Also im Winter die warmen Outdoorklamotten übergeworfen, wenn wir abends nach Hause kamen. Gesellschaftlich und wirtschaftlich sind wir randständige Figuren. Womit wir zufrieden sind, weil dem eigene Entscheidungen bzw eigensinnig motiviertes Treibenlassen zugrundeliegen. Augenhöhe und keine Manschetten, in aller Praxis. Gegenseitigkeit.