Beiträge von nach 3 tagen wieder da

    Allerdings scheint der Track weniger als zur Hälfte direkt am Wasser

    Nach meinem Eindruck kann man schon ziemlich durchgängig *ziemlich überall* am Wasser lang, aber es ist halt teils schwer zu gehen weil steinig und selten ist mal ein Stück gesperrt weil da irgendein altes fabrikähnliches Gebäude steht oder die Kreidefelsen bröckeln. Den Ostteil kenn ich nicht und Bogo auch nicht, da nur das Shelter (sehr praktisch) am Hafen und den Ort (gähn). Aus der Perspektive mit Fahrrad von Stubbekobing kommend fand ich immer ab Harbolle Havn interessant. Im Osten das ist schon ein kleines Gebirge, kannst unten am Wasser lang, oben mit Aussicht und schlenkernd durch die Berge. s.o..

    Bericht.

    Bornholm: die nördliche Hälfte fand ich deutlich spannender (also so ca Rönne bis Nordspitze und wieder runter).

    Moen waren wir jetzt so fünf oder sechsmal, meist mit Fahrrad. Zur Saison war es zuletzt (vor 2 Jahren) voll und zum Teil stehen Deutsche mit Wohnmobil an den Shelterplätzen und es sieht nach längerem stationärem Urlaub aus. Trotzdem superschön (Highlights: die Kreidefelsen und das anliegende Gebirge, also von hinter Klintholm Havn bis Liselund, Nyord bis hinter Ulvhale, Harbolle, die landesinnere Seite des Binnenwassers von Stege und andere Spots). Bei den (abgelegeneren) Shelterplätzen kann man faktisch zelten, auf Nyord ist es ausdrücklich untersagt).

    verworfen weil es ins Innenzelt regnet wenn man den Eingang aufmacht

    ja, ein kleiner Nachteil bei einer Vielzahl von Zelten, auch bei Mids (wenn der Innenraum ganz ausgefüllt ist), aber finde ich in der Praxis einigermassen egal für die paar Sekunden rein/raus (auch zu zweit), weil man schiebt halt den SchlaSa rechtzeitig wohin wos trocken bleibt und fertig. Richtig nass wirds ja dadurch nicht. Viel Kondens wegen doofem Wetter, laute Flatterei, rutschige Zeltböden, hakelige RVe und andere Scherze sind Sachen, die mich wirklich stören.

    Stabilisierungsmöglichkeiten mit Trekkingstöcken finde ich den entscheidenden praktischen Vorteil der dritten kurzen Stange.

    Auslands-KV ist eine eigenständige Versicherung, die man dazubuchen bzw. extra abschliessen muss. Gibt auch eine DAV-Seite, wo die verschiedenen Versicherungen (leider nur kurz) erklärt sind.

    Unfall = "plötzliches Ereignis". Offen bleibt bei der in der Mitgliedschaft automatisch enthaltenen Versicherung, was alles als "Bergsport" gilt. In den AGB und kurzen Erläuterungen, die sich hier und da auf DAV-Homepages finden, steht zwar, dass zum Bergsport auch Mountainbiken dazugehört (nicht vollzählige Aufzählung mit der Einleitung "zum Beispiel ..."). Gravelbiken z.B. steht aber eben nicht explizit drin, d.h. das bedarf ggf. der Erörterung bzw. kann streitig sein. Da viele Sektionen des DAV aber mittlerweile Gravelbiken anbieten, dürfte es mit drin sein. Wenn es nicht darüber inkludiert ist, dass eben alle Vereinsaktivitäten versichert sind, weil Vereinsaktivitäten. Drängen sich Fragen auf: Radtouren im Flachland? Ist das Bergsport? Anderes Feld: wie weglos darf es sein (Abgrenzung zu a) Fahrlässigkeit/Verschuldensmaßstab und b) Expedition)? Das ist halt Diskursentwicklung und die AGBs der verschiedenen Versichererer lassen immer wieder Fragen offen.

    Sone Fragen interessieren mich persönlich eher weniger (hat man halt ggf. Schulden bzw. Pech gehabt; bin ja umsichtig/vor-sichtig unterwegs). In Zusammenhang mit der Frage, warum bin ich eigentlich noch im DAV, wenn ich die letzten 10+ Jahre in keiner Hütte mehr war, an keiner Sektionstour mehr teilgenommen habe und ich die Heftchen überwiegend langweilig finde, würde ich eine Klärung aber sehr begrüssen.

    [und im DAV bleibe ich, weil ist ja ne Struktur, in der man sich auch engagieren könnte. Und wegen der Versicherung:-)]

    janphilip welche? Wenn wir hier auf den DAV hinweisen, können wir ja auch andere nennen finde ich.

    Also die "5 Kilo"-Regel kommt aus dem alten Forum, wo sie angefochten wurde, aber nicht verteidigt werden sollte nach meinem Eindruck, weshalb viele dann hier landeten :)

    Und die kanadische MEC (sowas wie Globetrotter früher aber iwie als Cooperative und besser) betreibt neuerdings eine ernsthaftes UL-Marketing mit einen "Sub 2 Kilo"-Maßstab. Es gibt einen netten Insta-Account dazu (während Hans Wolfsfell einen Thruhiker-Influencer angeheuert hat für den einen und nach meinem Eindruck eine KI für einen anderen Insta Account, der auf most favorite menschenfreundliche Philosophie spezialiert ist). Ich denke, sub-2 ist als zusätzliches Paradigma im Kommen und einfach erreichbar: https://www.reddit.com/r/Ultralight/c…_project/?tl=de

    Schaffe ich schon lange (diese sub 2) aber die 5 bleiben aus verschiedenen Gründen bei mir kritisch.

    Hey, 1) weglos in Schottland geht fast überall, sieht man unterwegs ... . 2) Boothies... (siehe halt mountain boothies association und boothies and bunkhouses / national trust)

    WHW ab Tindrum oder Kingshouse mit grosszügigen Schlenkern frei Schnauze, siehe walking highlands.

    Skye Trail mit grossräumiger Umgehung des strassennahen Abschnitts südlich von / ab Portree frei Schnauze und nach Lust und Laune statt Weg (ganz an der Westküste lang stattdessen?) und durch die schwarzen und roten Cuillins.

    Usw. Ich denke es geht alles. Kann halt nass sein und oben noch mal schneien, muss aber nicht und ist beste Zeit. Mit Pech ergibt sich ne Woche Regen - wenn die nach Wetterbericht schon wirklich klar ist ("Hunde und Katzen"), würde ich dann doch lieber nen Stück weiter Bus nach Wetterbericht fahren oder im "Süden" bleiben, Arran, Islay, Mull. Glaub einfach an Dein Glück. Und ich würde mich orientieren an: Inseln, Inseln, Inseln. Wobei: Orkneys und Shetlands sind eher radfahr- oder trampen-geeignet als zum Wandern. Selbst rund um Edinburgh kann man gut rumlaufen.

    Alllein im Bothie?: selbst im Winter taucht eigentlich regelmässig immer noch mindestens ein exzentrischer weiterer Keksesser auf (weiss ich für den Winter nur aus Lektüren). Alles egal. Wichtig finde ich zu wissen, dass es in nem Boothie gern mal kaltfeucht sein kann, kälter als draussen im Zelt. Heizen sich oft schlechter als Hütten in Skandinavien (oder gar nicht). Nasses Camping mit oder in der Nähe eines Pubs ist ggf. schöner.

    Das kanalisiert den Tourismus

    ja, auch, ausser dass "die Touris" im Mindset vom Wolfsfell als Teil der Produktivkraft von Wolfsfell ja überall wild und weiterkommend rumzulaufen imaginieren sollen ("Wildnis").

    Ich seh den Schuh etwas versetzt, bin ja selber "Tourist": im öffentlichen Raum habe ich kein Recht auf Alleinsein, weiss das aber zu finden, ohne dass ich den Raum definiere.

    Jack Wolfskin will sich öffentlichen Raum als Teil der Marke(nproduktion) aneignen, definieren. Das stört mich und da habe ich was gegen. Kein Cottage betreibt eine solche Totalität.

    Das "Angebot" ist schon vor und ohne Wolfsfell da.

    "Jack Wolfskin ist mehr als nur eine Marke – es ist der Ruf der Wildnis.

    Entwickelt in Deutschland und in der Wildnis erprobt, hält dich diese Ausrüstung warm, trocken und bereit für jedes Abenteuer – vom Gipfel bis in die Stadt. Für alle, die die rohe Schönheit der Natur suchen, bietet Jack Wolfskin Ausrüstung, die dich weiter bringt, tiefer entdecken lässt und dich das Unbekannte mit Mut erleben lässt. Jedes Teil erzählt eine Geschichte von Abenteuer, Widerstandskraft und dem wilden Geist in uns allen.

    Mit Jack Wolfskin gehst du nicht einfach nur nach draußen – du wirst zu deinem wildesten Selbst."

    Quelle

    Ziemlich aggressivst neben jeder Sache. Auf Insta gibt es ja diesen Account, der die Outdoor-Industrie erklärt und am Beispiel internationaler Player die Lieferketten und das Marketing auseinandernimmt. Dort finden sich dann auch Zahlen, wieviel Prozent von bomproofen schweren Regenjacken in der Stadt getragen werden. Über 80% heisst es dort, leider ohne Quellenangaben. Bei solchen Sprüchen wie oben zitiert halte ich das unmittelbar für plausibel. UL mag demgegenüber etwas realistischer sein, aber OMG. Was vermitteln/verkaufen die denn da?