Beiträge von nach 3 tagen wieder da

    Was ist denn mit dem Camping in Schierke?

    Der war doch "früher" immer ein bester Ausgangspunkt für alle und alles, um mal ordentlich Minusgrade zu testen (und früh und spät auf dem Brocken abzuhängen oder nach hier und da zu laufen, mit und ohne LL-Ski oder Schneeschuhen)?

    Ich meine, irgendwann etwas von Pächterwechsel gelesen zu haben und muss zugeben, seit 2014 nicht mehr dagewesen zu sein. Weiterhin ganzen Winter offen?

    Das Buch von Emilie Demant Hatt gibt es auch auf Englisch und es ist eins von zwei Büchern, die ich doppelt habe. Liegt hier dekorativ im Büro und harrt der Benutzung, kann ich Dir auch schicken wenn Du magst. "Postkolonial" nicht im Sinne der Riege der raunenden Antisemit:innen von Superpromi bis Semipromiprof, sondern "Augenhöhe". Also eher Clastres, Gesellschaften ohne Staat, Staatsfeinde, Fanon, Camus. Literatur der reisenden (reichen) Frauen. Siehe auch Eugenie Goldstein, Bessans - La vie dans un village de Maurienne.

    Beim Grenz-zickzack inmitten Résistance und Resistenza drauf gestossen.

    Augenhöhe - zu dem, was ist (denen, die sind). Rhythmus Landschaft, Wetter, (unterwegs ja und aus mitgebrachten Gründen oft zuletzt, auch:) Leuten.

    Mir gehts ähnlich wie wilbo : die Karte gibt so viel mehr her... Wobei ich ja immer noch Anschlusskarten über Anschlusskarten brauche und die Karte(n) meist erst vor Ort besorge.

    Trotzdem haben sich bei mir einige Wanderführer angesammelt. Vornehmlich aus 2 Verlagen: rotpunkt und westalpen.wordpress (Sabine Bade und Wolfram Mikuteit). rotpunkt eher zum "Nacharbeiten". Die lasse ich mir immer gerne schenken (warte gerade auf die für April angekündigten Schmuggellandschaften). Gucke ich immer wieder gerne rein als erste Orientierung fürs Nachbartal der vorletzten Tour und ... es ist dann doch immer zu wenig und ein Spezial-Buch, gerne in einer Sprache, die ich nicht kann oder sonst zu hoch für mich, findet sich regelmässig gen Ende der Tour; Beispiele, so ungefähr: Chappaz, Die wilde Würde einer verlorenen Talschaft, die jedes Baseweight überschreitende Encyclopedia of Snow, Ice and Glaciers, aktuell eine populärwissenschaftliche Monografie aka Bildband über Schafe, Hånnlamb – De behornade gotländska utegångsfåren). Der einzige Wanderführer, den ich jemals auch unterwegs mit dabei hatte: westalpen.wordpress, Tour des Glaciers de la Vanoise. Zwar schon älteren Datums, aber quasi perfekt. Da ich beruflich Korrektur lese (auch das), finde ich eine gute Vorlage immer eine gute Orientierung. Mehr kann ich hier nicht sagen.

    Grundsätzlich reicht mir ein kurzer Bericht oder ein Foto aus einem Forum als Inspiration. Oder irgendeine Info, z.B. Wahlergebnis der AVS im Piemont. Gern abseitig.

    Long time classic und die letzen 13 Jahre immer wieder reingeguckt: Partisanenpfade im Piemont. Aber nie dabeigehabt.

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    oder auch "das ist alles seit Jahrtausenden der Lebens- und Kulturraum der indigenen Samen, deren Land systematisch für Ressourcen, aus rassistischen Gründen und zu Zwecken der Erholung bzw. des Tourismus ausgebeutet wird, und daher sollte man nochmal extra umsichtig sein".

    Da wäre mir eine gute, komprimierte Literaturliste lieb. Als Beispiel, mitgebracht aus Nord-Norwegen, fehlen noch die Hinweise auf die Museen in Tromsö (zu den Themen a. Sami und b. Arktiserforschung):

    "

    Keine Reise ohne Nachbereitung durch ein wirklich gutes Buch.
    Emilie Demant Hatt, With The Lapps in The Mountains - A Woman Among The Sami, 1907-1908 (1913/2013). 
    Auf Dänisch hier: https://archive.org/details/medlapperneihj00dema
    gesellschaft und landschaft im übergang. kann man auch als praktische ethik des zeltens und der comfort-zone lesen. 
    im vorwort der printausgabe ist überzeugend erklärt, warum die sami sami heissen. weshalb es für mich auch nicht mehr lappland heissen kann.

    nach musealem text die höhepunkte des nationbuilding (uni tromsö).
    (1) und (2): würden wir krieg gegen die norweger führen müssen, war ein verworfener gegenstand von erörterung gewesen, als gegen die zerstörung des alta-tales gekämpft wurde.
    (3) tradition und avantgarde in eins gesetzt, outdoorpraxis auf der höhe metropolitaner cultural studies (wäre meine erwartung). wie auch immer. die richtige reihenfolge scheint mir: 1) rumlaufen, 2) museum gucken, 3) buch lesen, 4) festival gucken. uns hielts schönwetter auf der insel.

    Home | Riddu Riđđu
    http://www.markomeannu.no/wp/front/"

    ps: und noch mal eine genauer-stellung: "Wie letztes Jahr fangen wir da an, wo andere Deutsche alles kaputt gemacht haben. Guernica 2014. Hammerfest 2015. Deutsche Besetzung und Zerstörung, Evakuierung und Höhlenleben im Winter sind noch ganz präsent, für die Einheimischen gibts kein Fiskefestival ohne gemeinsame Wanderung zu einer Höhle (SW-Soroya). 

    Fundación Museo de la Paz de Gernika
    El Museo de la Paz de Gernika es un museo temático dedicado a la cultura de la paz y los derechos humanos. Aborda también la temática histórica de la ciudad,…
    www.museodelapaz.org

    http://www.kystmuseene.no/index.php?cat=107297 "

    ps/soroya: "Akkarfjord...Refugium des Eigensinns, fast schottisch (Isle of Rhum). Hat ein komfortables Hostel mit besonderem Selbstverwaltungsmodell (100.-- NK mit eigenem Schlafsack). Die meisten Dorfbewohner hängen da mit story an der Wand. Ne Turisthytta ist am Gamvikvatnet (da kann man mit Matte aufm Boden übernachten, kostenlos).
    Ein Dieter eines alternativen Reiseunternehmens war da oben am Ziele-scouten, ausser Schafen werden auch zwei Dromedare gehalten. Seufz. Wahrscheinlich die nördlichsten der Welt."

    soroya pa langs, 120 km: https://de.wikiloc.com/routen-wandern/across-soroya-3330881"

    Kommt auf das sonstige Setup an

    Ja, eben. Ich meine den Anzug oben auch nicht böse, sondern auch den kann man tatsächlich mal ausprobieren. Azes : Scheint mir aber, dass Du Dich ein bißchen zu sehr in Daune verguckt hast. Wenn das so sein soll, würde ich nach was gucken, was eine eher "robuste" Aussenschicht über der Daune hat und dann landet man bei eher billig eben schwer.

    Grundsätzlich: ich würde eher zwei leichte Jacken miteinander kombinieren. Oder doch auf die omm Barrage schielen (250 regulär), mit der ich aber nicht durchs Gebüsch streifen wollte (ja: Kufa...). Für 250 rum sollte es auch noch gut isolierte Gore-Jacken der einen oder anderen bekannten Outdoormarke (aus UK) geben, doppelt so schwer wie die Barrage und bis richtig kalt nutzbar ohne dass man sich zu nassschwitzt in Bewegung, auch um die Null rum so. Daune als äussere Schicht in Nasskalt ist schnell doof und sofern nicht "dünnste" Daune als mittlere Schicht in Bewegung auch.

    Wenns nur ums Rumsitzen geht: war nicht "Quilt!" die propagierte UL-Multiuse-Lösung? (und falls nicht mehr, warum eigentlich nicht mehr?)

    Wenns nur ums Rumsitzen und Gewicht und gut Wärme geht: Plasma 1000 von montbell und Wind/Nässeschutz bzw. die andere Jacke obendrüber. Preislich noch im Rahmen, wenn man mit phd und so vergleicht.

    Wenns auch um In-Bewegung geht: 120er Merino als unterste Schicht mal ausprobieren? (das langärmelige, eng! geschnittenene Teil von ortovox bringt mehr Wärme als ne leichte Weste), plus Deine sonstige Zwiebelung plus Kufa-Weste. Irgendwas Haglöfs, ähnliches Gewicht wie die Plasma 1000 gibts immer. Vom Schnitt her geht die bei mir unter und über der leichten Jacke, in der ich so rumwandere (Herbst, nicht Winter).

    Hatte mal ne Daunen-Weste von phd. Habe die nur im Winter zum Rauchen vor der Hütte angehabt und zuhause, so ähnlich wie outdoorrama, nach Verweigerung der Sanierung mehrere Jahre ohne Heizung gewohnt.

    Bei der äusseren Schicht finde ich den Windschutz gegen das Auskühlen fast wichtiger als die Menge an Isolierungsmaterial. Deshalb hat die uralte mountain-equipment (schwerstes Gore aussen, Iso innen) nen neuen RV bekommen. Leider ist der Stoff an paar Stellen bald durch. Ideal zum Rumsitzen und -stehen im Winter auch bei deutlichem Minus plus Windchill und in Bewegung ok weil relativ weit aber Handy in der Brusttasche braucht ne Tüte drumrum weil sonst zügig nassgeschwitzt. Davon ab ist Feuchtigkeit in der Jacke kein Thema, auch bei Bewegung. Langlauf geht halt nicht.

    Hatte die Hütte Fensterläden? frage ich mich heute morgen. Oder haben wir die nur während des Sturms vermisst? - Meine Fotos sind aus dem gleichen einen Fenster raus. (Sind sie das?). - Doch mal zum Bücherregal gegangen.

    Sieht nach zumindest ein paar Fensterläden aus (Egilssel). Hatte ich nach der Tour besorgt, blättere ja gerne in so speziellen Lexika. Hütte war mit dicken Drahtseilen im Fels verankert.

    Jón G. Snæland, Fjallaskálar á Íslandi. "Í þessari bók er í máli og myndum lýst hartnær 400 skálum, gömlum og nýjum, sem reistir hafa verið víðs vegar á Íslandi." (ist aus dem Text vom Buchrücken). Autotranslate isländisch manchmal so ähnlich wie aliexpress. Auf der Homepage des anderen Buchladens sagt die englische Beschreibung "ca. 140 Hütten". Inhaltsverzeichnis listet überschlägig ca. 240. Edit: ach, Kopfrechnen vorm Frühstück. 4 mal ca. 80. Einige wenige sehen aus wie so Erdkeller in Köhlerhügeln oder wie kleine Höhle. Scheinbar einzige Auflage: 2010.

    WonderBär "Aber stimmt das, dass es in Island kaum Trails gibt?". Ich würde meinen (vermuten), es gibt Pfade für Tageswanderungen an den Hütten, aus denen man auch mehrere Tage machen kann. Ob die markiert sind ist eine andere Frage. Könnte schnell mal weg- und spurlos aussehen. Mehrtägige Trails, auf die island tourism damals hinwies, gab es so um die 10, eher weniger. Würde ich meinen. Auch wieder unscharfe Erinnerung. Zum "Wandern" zählt Reitwandern und "Autowandern". Dass irgendwo eine Hütte ist, heisst vielleicht noch nicht, dass sie auch zugänglich wäre.

    (der Ton des Artikels ist etwas laut)

    Finde die Ausführungen zur Comfort-Zone schon sehr treffend. Die muss man für sich kennen.

    In der Zwischenzeit zurück zum SAC-Schwierigkeitsgrad T Null / Keksesser:

    Wegen der Vögel.

    (Jökulsarlon, 50 Meter vom Parkplatz, caficon , die Fotos zum Hinknien können auch Fotoanfänger wie ich und die Touris auf Ringstrassen-Leihwagentour knipsen. Im Hafen von Höfn gab es damals outdoors eine Fotoausstellung eines Profis und Geo-Profs: der Vatnajoküll mit Farben, blühendes Gelb Rot, und Grün mit Fels vor Eis, Wasser, Himmel, vermutlich in einem späten Frühjahr. Der Laugavegur so T2, grundsätzlich einfach gehbar.)

    Wir waren dann mal 2 Nächte auf dem Camping in Höfn. Das hier ist vom 02.09., kurz nach 7, langes Frühstück, im Touri-Office nach dem Wetter geguckt, alles ok, dort auch ein paar Gps-Punkte für unterwegs bekommen, wir wollten mal hier oder da lang, vielleicht ne Woche am östlichen Rand des Vatnajökull in Richtung Norden.

    Zum Bauernhof getrampt und dann die F-Road lang (keine Ahnung, ob tatsächlich F-Road oder nur Fahrweg), die mit dieser Aussicht auf Múlaskáli aufhörte:

    Paar Meter davor wurde die Gruppe abgeholt. Man sieht noch Trails und ist schon nah am Gletscher, kann auch noch näher ran.

    Am 03.09. dem Weg gefolgt, nieselig, verhangen, nach mal 10 Meter steil aufwärts schon angestrengte Flappe in nassen Regenklamotten auf den Bildern, die ich hier nicht zeige. Langsam, lustlos, irgendwann gegen Mittag schon ans Zeltaufbauen gedacht und das Gps für gestört gehalten, weil der Luftdruck niedriger war als der niedrigste Luftdruck, den ich im Zusammenhang mit Wetter so im Hinterkopf hatte, aber nichts weiter dabei gedacht. Weitergetrottet, es wurde zunehmend noch verhangener und nasser, bis die nächste Hütte in den Blick kam:

    Blick war kurz nach 2, um drei sind wir da, hingetrödelt, noch diskutiert, ob wir Bock haben, Zelt am Flüsschen aufzubauen, irgendwie nicht - und verbringen den ersten Herbststurm des Jahres glücklich in der Hütte. Die Fensterläden sofort wieder zu gemacht bis auf einen. Was sich dann als bedenklich herausstellte (das Fenster nicht abzudecken). Die Hütte vibrierte, wir trocknen. Draussen konnte man nicht mehr stehen und wir kriegten nur mit grösster Kraft die Tür wieder zu, weil wir noch mal fühlen mussten, wie stark der Sturm ist. Die Geschichte habe ich schon mehrmals erzählt. Ofen an, Freundin Mittagschlaf. Ich verbringe den restlichen Nachmittag mit Küche-mit-wenig-Wasser-Putzen, weil ich mal eben ins Waschbecken pinkelte und selbstverständlich nicht im Kopf hatte, dass der Wind auf dem Abfluss stehen könnte. Sowas macht man ja auch nicht. Igitt der Herr. CN: Pinkelfontäne.

    Das nächste Foto ist dann nächsten Morgen um sieben. Eisregen peitscht über den kleinen See.

    Nachmittags klart es auf, jetzt sieht man die Wand und es stürmt noch.

    Bei steifer Brise dann mal raus, erstmal Runde zum Klohäuschen und abends Spaziergang:

    Man ist schon nah am Gletscher, über dem der abziehende Sturm noch nachtost.

    Das Gelände etwas schwieriger als am Laugavegur.

    Und was für ein Sonnenaufgang am nächsten Morgen.

    Was bedeutet denn das?

    Bald wieder tiefe Wolken, deshalb östlich statt nördlich, back to Ringstrasse. Von den Herbststürmen haben wir nur im Plural gelesen und dies war wohl und wäre Richtung Norden wohl die letzte Hütte. Unterwegs treffen wir einen Suchtrupp, der uns fragt, ob wir eine Gruppe von Wanderreitern gesehen hätten, die vermisst werden. Nein, haben wir nicht. Niemand gesehen.

    Der Abstieg war zwar markiert. Aber wir fanden ihn nur deshalb problemlos, weil das einer der Gps-Punkte war, die uns das Touri-Office mitgegeben hatte (hatten wir nach gefragt, weil wir davon gelesen hatten).

    Bis Unten hat es sich eingeregnet, ein kräftiger, sehr dichter Landregen. Ohne viel Wind und Nachmittags mit Hütte, von der es nicht mehr weit zur Ringstrasse war.

    ***


    Die Hütte:

    8|

    Höhepunkt des Fotos ist der aus der Kapuze im Halbprofil rausguckende Gesichtsausdruck meiner klatschnassen Freundin. Habe ich hier weggeschnitten.

    An der Ringstrasse werden wir am nächsten Tag vom Postboten mitgenommen, der sich als Bergsteiger outet und berichtet, dass der Sturm hier 49 m/s erreicht habe. Die örtliche Zeitung mit Titelfoto der Bergrettung, die mit kurzen Lawinensonden nach eingeeisten Schafen tastet.

    Gelernt: bei Herbststurm lieber in der Hütte als im Zelt, das dann so leicht sein kann wie man denkt, dass es mit dem Wetter unterhalb dessen klarkommt. Also viel leichter als die 2,8 Kg, die wir bei der zweiten Island-Tour für anderswo bergerfahrene Wander-Normalos dabeihatten.

    Edit: Grund Nr. 12 - Glück.

    Da kann ich gerne helfen, wenn auch erst 10 Jahre danach

    Womit wir Grund 10 und Grund 11 gelistet hätten. Kann man sich gerne individuell benennen.

    Wunderschöne Bilder, danke whr .


    Ich erlaube mir nochmal Laugavegur, danach bitte andere Fotos...

    Alftavatn die Erinnerung an die Anzahl der Hütten mal wieder ... unscharf gewesen.


    ...

    Die wenigen Leute auf den Bildern: zweimal meine Freundin als Schrankwand, einmal Gegenverkehr. Die eine Furt unterwegs sah nicht anders aus als bei whr. Eine "Problemstelle", an der sich die Leute stauen. Reale Problemstellen: Wetter (liest man vorher) und Orientierung (ab bißchen neben dem Trail). Planung!


    Vom überm Wasserfall nicht in Richtung Parkplatz geguckt...

    ...ist man schon fast in Vik. Tanke, Bushalte, Shops 50 Meter entfernt. Nächster Fotostop Jökulsarlon.

    Man kann hier den Unterschied zwischen Gründen und Erklärung lernen (on topic).

    a break from overtourism:

    https://www.mdpi.com/2673-5768/3/3/48

    Wahnsinns Graph (der erste).

    Wir waren mal wieder gerade noch rechtzeitig da (und wohl noch zur ziemlich einzigen Zeit, in der Island "bezahlbar" war - wenn denn zwei Hotelnächte am Anfang sein mussten). Die KI meint übrigens, das viele Lob in national geographic sei Schuld gewesen. Wirtschaftspolitisch auch gewollt nach der Krise 2008/2009.

    Die Fotos 2021 unterscheiden sich nicht wesentlich von meiner Erinnerung. Die Zelte der Reiseveranstalter gab es auch 2010 und 2012 zu sehen (erstaunlicherweise vornehmlich Vaude-Zelte und die Gruppen dazu erstaunlicherweise zum Teil aus Frankreich) - aber nur in Landmannalaugur und Thorsmork. Skaftafell zur Hauptsaison war bereits bekannt als sechs, sieben Fussballfelder Zelt an Zelt und Festivalatmossphäre (keine zehn Zelte Anfang September 2010). Die Fotos in #18: Alftavatn mit 3 Hütten - in meiner Erinnerung war da eine. Landmannalaugur vergleichbar. Elmstrur in der Falte vergleichbar. Skogarfoss vergleichbar weil an der Route aller Busse und Ringstrasse. Keine einzige Reiseveranstalter-Gruppe "unterwegs" gesehen (o.k., eine, die Loensoeraefi verliess, als wir reinwanderten, Kleinbusabholung). Auf dem Laugavegur waren wir jeweils spät los (gleich zu Anfang jeder Etappe mal vom Weg weggeschlenkert, Blicke gesucht, so dass "alle" ne Stunde Vorsprung hatten, die Etappen sind kurz und aus der Gegenrichtung von Thorsmork kamen wenig Leute). Anarstapi 3 Zelte, rund um Bolungarvik und auf der Wiese am Schwimmbad dort im Ort alleine, auch überall da, wo wir sonst so rumliefen ausser in Skaftafell die Runde auf den Aussichtsberg. Danach in dem Tal, in das von den letzten Fotos aus geblickt wird, wieder alleine. In Porsmork gab es ein paar Campwiesen am Wasser, die so 15 Minuten bis halbe Stunde vom grossen Camping entfernt liegen und da lief dann keine:r ausser uns rum Anfang September und bißchen weglos ging hier und da. In Porsmork gab es quasi Tagestourismus, voller Bus stieg aus, abends waren die Leute alle wieder weg. Wimmelbilder an allen Spots der Ringstrasse schon damals, stossweise und reisebusabhängig, gab die vielen WoMos noch nicht. 20 Minuten weiter hat man wahrscheinlich immer noch morgens und abends für sich. Hauptsächlich wird um die Ringstrasse gefahren. Wobei: im Südosten mussten wir beim Trampen schon gefühlt lange warten, bis mal ein Auto kam. 2012 fühlte sich voller an als 2010. September ist off season weil Herbststürme. Da bin ich lieber nicht draussen oder im Zelt. Lernten wir 2012. Und waren in zwei Hütten: - alleine. Von der dritten Hütte, in der wir mal waren, wurde gerade die Reisegruppe abgeholt, ganze Küche voller spare food.

    @PositivDenken  outdoorrama

    Müssen muss man nicht.

    Aber, 8. Grund, ich finde 15 Jahre später immer noch gut, dass ich da war (2010).

    Danach fuhren wir nach Stykkisholmur zum Vulkanmuseum, die logische Busroute. Ich bedauere bis heute, damals keine CDs mit den Dokus über Vulkanausbrüche mitgenommen zu haben. Auf Flatey hatte das Cafe schon off season.

    (Anlegestelle).

    An den Original-Schauplätzen von Noi Albinoi schleppte ich meinen Rucksack den Tafelberg hoch. Habe ich schon erwähnt, dass die Entscheidung

    schwer = schlecht

    dort fiel?

    Vom Tafelberg Blick auf Hornstrandir. Richtige Wanderer machen da tolle Touren. Ich war da noch nicht.

    Die Inlandsflüge kaum teurer als die Busfahrt.

    Kurz in Landmannalaugur gucken gewesen und in den nächsten Bus gesprungen, Skaftafell, mehrere Fussballfelder grosser Camping, eher Festivalgelände aber Anfang September schon leer.

    Gletscherzunge bis Meereshöhe.

    Hier sieht man Romy aus der Schweiz wandern, die ihrem Mann was von "Bustour" erzählt und 2,5 Kg Kartoffeln im Rucksack hatte. Von denen bekamen wir später in Thorsmörk (so kann man das auch schreiben) reichlich ab. Auf dem Bild mit Tagesrucksack. (hallo Romy, falls Du inzwischen auch hier bist, mach mal PM, viele Gruesse!!!)


    und dann...



    ...war der Akku leer. Und ich hatte ja die Ladestation nicht eingesteckt. Und keinen Ersatzakku. Weil 75 plus 25 nicht dafür gereicht hatten. "Island!":huh:

    Deshalb keine Fotos von schwarz geregneter Landschaft der frischen Asche des Eyjafjallajökull, zu der es noch eine Sizilien-keine-Flüge-keine-Leihwagen-ausser-dem-grössten-neuesten-BMW-organisiert-vom-autofrei-lebenden-Autohasser-Geschichte gäbe, aber in der komme ich nur als findiger Telefonierer vor. Gartennachbar von der Post hat mir später den Ersttagsbrief mit den isländischen Sondermarken geschenkt (ja, die Post, die gab es damals noch).

    Und kein Foto davon, wie zwei Wanderreiter an der Tanke (und Bushalte) mit grösster Selbstverständlichkeit in den Shop reiten. Hätte wahrscheinlich sowieso zu lange gedauert, bis ich den nur relativ kleinen Fotodingens aus dem Rucksack und knipsfertig gehabt hätte.

    Soweit der 8. Grund und die erste einfache Tour.

    Im Foto mit den drei Schafen ist das kleine gelbe Haus wichtig. Das ist die historische öffentliche, immer offene Bibliothek, die mit voller symbolischer Absicht 50 cm höher steht als die Kirche. Der 9. Grund.

    whr . ja, wow. Ich gucke mir diese Fotos total gerne an, das mittlere mein Favorit. Jüngste Landschaften, Formen, Farben...


    7. Grund:

    Verlegenheitsgrund. Auch da, wo es nicht sooo spektakulär ist, ist es spektakulär genug.

    Anarstapi, "Iceland in a nutshell".

    Aus dem Nachbarzelt quillt morgens eine Familie mit 3 Kindern im Schulalter und nimmt Aufstellung. Papa liest ein Kapitel aus der Reise vor. Wir stellen uns dann dazu.

    Fotostop-Point des Linienbusses gleich hinterm Camping, danach mal schlenkern "ins Gelände":

    Man begegnet hier Leihwagen beim Wandern, wie man an den Spuren sehen kann. Absaufen tun sie erst kurz vor Þórsmörk (das ist woanders).

    Das Rote ist etwas wärmer vielleicht

    und man blickt auf einen grösseren Sander unten

    stellt fest, dass man schon auf Eis rumläuft.

    Es klart auf.

    Auf dem Rückweg zum Camping ist schon fast zu warm. Und wir wollen zum Strand.