Beiträge von Christian Wagner

    Ich denke die Rettungsdecken haben schon eine sinnvolle Funktion und sind kein Placebo

    Ich habe gerade etwas rumgeduckduckgot und wirklich keine harten Daten gefunden. Das Internet scheint da eher noch schlechter geworden zu sein. Den Abschuß liefern wie so oft KI- generierte Webseiten. Seitenlanges Gelaber ohne Substanz, was sich aber so richtig gut anhört. Nachdem man halb durch ist merkt man das völlige Fehlen irgendwelcher belastbaren Fakten und das das Niveau wohl nicht besser werden wird. Grummel.

    Besser wurde es dann schon bei Pubmed... Da steht leider nichts über die Methodik, aber zusammengefasst meinen die: Wärmeabstrahlung beim Menschen ist so gering, und die Reflexion der Folie ist eh nicht so prall, so dass es wohl egal sei. Wichtigste Effekte der Folien wären das Verhindern von Verdunstungskälte und Windchill - mein Reden seit Jahren.

    In meiner Radtour-Anfangszeit habe ich auch auf so einem dünnen Alumatten-Faltding geschlafen.

    Haha, das ist exakt auch mein Einstieg in das Thema Alumatte gewesen. Im Sommer in Norditalien war das eine brauchbare Schlafunterlage- Komfort Null, sonderlich kalt war es aber auch nicht, dazu noch spottbillig und leicht- ich glaube unter 200 gr. Für einen Teeny war das also perfekt. Das Ende der Fahnenstange war schnell erreicht bei einer Sarektour (Sommer). Trotz Ajungilak Tyin (2,5 kg) habe ich gefroren wie ein Schneider. Temperaturen oberhalb des Gefrierpunktes, aber nicht viel. Erst als ich zwischen Groundsheet und Alumatte meinen zusammengefalteten Fleecepulli gelegt hatte war es erträglich. Danach habe ich mir für den Sommer 5 mm und für den Herbst 10 mm Matten gekauft. Nach einigen Expeimenten mit selbstaufblasenden Matten kam im Alter dann noch eine Thermarest Luftmatratze dazu. Diese haben im Vergleich zu den uralt Lumas den Vorteil innen Zwischenböden aus Folie zu besitzen die den Wärmeverlust über die Luftbewegung (Konvektion) eindämmen. Bei Luftschichtdicken um die 1 cm wird die Konvektion praktisch gestoppt (siehe Isolierglasfenster).

    Zur Wärmereflexion: Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Wärmereflexion eine signifikante Rolle spielt wenn man geschmolzenes Metall am abkühlen hindern will (also bei hunderten von Celsiusgraden), aber es im Bereich von den Paar Grad über die wir hier reden kaum eine Rolle spielt. Das ist bei mir auch nur Hörensagen, belastbare Daten darüber sind IMHO kaum zu finden.

    Hat schon einmal wer probiert doch wenigstens bei einem der Paneele die Naht entlang des Fadenverlaufs zu orientieren.

    Ich hatte das zufälligerweise zumindest Mal auf der Vorderseite des Zeltes bei meiner "breiten" Pyramide. Die Türpanele sind da wie beim Duomid, aber der Stoff der von der Schmalseite kommt, ist im Fadenverlauf genau entlang der Naht. Versuch macht klug.

    Andererseits steht mein Duomidklon aber auch so recht gut. Starken Wind hatte ich jetzt aber noch nicht damit, ich kann also nicht viel zur "Deformierungsfreudigkeit" sagen aufgrund des schrägen Fadenverlaufs in den Ecken.

    Bisher habe ich aber auch noch nicht viele negative Berichte diesbezüglich gehört. Hm...

    Gleichzeitig kann man, zumindest aktuell nicht mehr, Dan Durston unterstellen, er würde es noch als absolutes bomb-proof-Shelter verkaufen. In der Regel finde ich ihn in seiner Kommunikation sehr konkret.

    Das ist finde ich zu tief gegriffen. Er hat ja anfangs bei stormworthiness definitiv mechanische Stabilität gemeint. Sonst hätte er sich ja nicht erlaubt die Wassersäcke auf das Zelt zu legen. Jetzt bekommt er da ordentlich Gegenwind (pun intented;)) Und schon rudert er zurück. Das hat nix mit konkreter Kommunikation zu tun, sondern er wurde halt beim Schaumschlagen erwischt. Kann ja mal passieren, die Marketingtypen tun das ja alle.

    Um mit dem Verkauf über die sozialen Medien erfolgreich zu sein braucht es schon eine besondere Persönlichkeit. Sympatisch ist mir diese nicht.

    Sein Zelt scheint ein Bananenzelt zu (ich bediene mich mal bei der Softwarebranche) - reift beim Kunden. Aber sollte es auch irgendwann einmal die Kinderkrankheiten hinter sich gelassen haben, wird es niemals die versprochenen Fähigkeiten haben. Das mit den 4 Jahreszeitenfähigkeiten haben sie toll gemacht. Erstmal wird der Begriff verwässert und demontiert, dann wird gesagt das X- dome da ja somit quasi auch drunter falle. Soviel Eier muss man erstmal haben. Das reicht vielleicht für Kunden die keine Ahnung haben, aber nicht für irgendjemanden der schonmal wandern war.

    Beim dritten Probeaufbau im Wohnzimmer ist es dann passiert: Beim Entfalten der Carbonstange ist das Ende eines Segments unbemerkt wohl nicht vollständig in die Aluhülse des anschließenden Segments gerutscht. Beim folgenden Biegen des Gestänges machte es Knack und das sich nicht vollständig in der Aluhülse befindliche Stangenende ist rausgerutscht und dabei aufgebrochen, bzw. war vom Ende längs eingerissen auf ca. 2-3 cm.

    Das ist mir auch bei einer Alustange schon passiert. Ist also kein carbpnspezifisches Problem. Bei Alustangen gibt es dann aber die Möglichleit das betroffene Stück ans Ende des Stabes zu packen, die Bruchstücke wieder einzupassen, Bierdosenblech rum und mit Leukotape zu schienen. Hält so schon seit 10 Jahren.

    daher nutze ich in solchen Ländern zeitweise meine MYOG-Stofftasche, die sich als Rucksack umfunktionieren lässt und sich gut verschließen lässt.

    Das Ausrüstungsteil würde mich brennend interessieren. Hast du Lust dieses Mal hier oder im MYOG Bereich vorzustellen?

    Ansonsten finde ich deine Bagpacking- Idee richtig gut. Auch ich versuche meine Mitreisenden ab und an zu überraschen. Allerdings habe ich einen kleinen Handgepäcksrucksack in dem sich dann aber eine komplette Campingausrüstung verbirgt - eine der positiven Nebeneffekte der ultraleichten Ausrüstung ist das oft winzige Packmaß.

    Das mit dem trapezförmigen Grundriss gab es doch schon mal bei einem Tarptent. Ich habe es bei meinen Recherchen zum "enclosed in three" wiedergefunden:

    Dancing Light Gear Tacoma, gab es auch ohne Tür.

    Die hatten damals ein Paar wirklich innovative Entwürfe. Auch ein früher Vorläufer des Duplex und des Gatewood Capes waren dabei.

    Hier ist der Link zu ihrem damaligen shop.

    Ein bisschen krankten die Tacomas daran das die Designerin nur gut 1,55 m groß war, aber das ist beim Ounce Design Bunni ja anscheinend auch nicht viel anders;).

    Zwei Entwürfe hätte ich schon parat, aber wie ich diese dem Forum präsentieren soll so ohne was konkretes genäht zu haben weis ich noch nicht. Das ist ein ganz schönes Geschnipsel, aber ich arbeite dran.

    Bei der Recherche gab es aber einige tolle Ausflüge in die Vergangenheit der Ultraleichtshelter.

    Gossamer Gear Spinshelter

    Integral Designs Silshelter

    Integral Designs Sil Dome

    Tarptent Sublite und Contrail

    Alles Shelter die es so nicht mehr gibt. Das war damals so die Zeit als man die Shelter in Ermangelung neuer Materialien im Rahmen des "Jedes Jahr muß ein leichteres Zelt rausgehauen werden"- Rennens nur immer kleiner bauen konnte. Nach einer kurzen Phase der Shelter aus Spinnakernylon kam dan Cuben- aka DCF auf den Markt und die Zelte wurden wieder größer- leicht genug sind sie jetzt wohl. :P

    Obwohl, auch bei DCF scheint das "immer leichter, koste es was es wolle" zu funktionieren. Siehe Holden Tents/ Poncho Tarps mit 1,35 cm Stoffbreite.;)

    Ein Zelt das ich noch gar nicht kannte war das Rocket tent von Brooks Range. Das ist ein Minimalgeodät der zwei der drei Zeltstangen mit Trekkingstöcken ersetzt. Vielleicht ist das ja für den ein oder anderen hier interessant.

    Das Problem ist wohl das Innenzelt, das nochmals Platz wegnimmt.

    Aber eigentlich sollte doch eine Berührung am Innenzelt egal sein. Kondens hast du doch nur am Außenzelt oder?

    Ich verstehe nicht, wie das geht. Ich kann ja nicht einfache Nähtr in Kappnähte verwandeln, wenn alles bereits zusammengesetzt ist.

    Schau mal da unter Kappnaht. Du machst einfach die erste Naht aus "Schritt 1", baust dann das Zelt provisorisch auf und ermittelst dann das zu viel an Stoff im Bereich der Nähte. Aber wahrscheinlich ist das zu kompliziert gedacht. Mach einfach einen leichten Catcut von 3 cm- dann sieht das Zelt so aus wie auf den Bildern. Mias Deneck hat auch einen Catcut von 3 Zentimetern und sieht mit anderem Material ebenfalls prima aus- kaum Raumverlust.

    Stockhöhe ist um die 125cm

    Das ist deutlich niedriger als das Duomid. Das Duomid könnte also deine Probleme mit der aufliegenden Zeltbahn lösen.

    OT: muss man "es" betreten können oder zählt der mld-super-bivvy-alike auch (mit Aufhängung)?

    Eigentlich wollte ich diesbezüglich keine Vorgaben machen. Wenn der Shelter für dich passt dann ist doch gut. Realistischerweise sind bei 3 Meter Stoff jedoch keine Paläste zu erwarten.

    Definiere „brauchbar“.

    Nö, das soll jeder selbst für sich entscheiden. Je mehr Designs vorgestellt werden, desto besser für alle. Manchmal kann man ja aus einer Idee die für einen selbst nicht passt doch etwas Nützliches für sich rausziehen.

    Aber nur für den Fall, dass „rundum geschlossen“ und „Boden weglassen“ miteinander vereinbar ist.😂

    Rundum geschlossen war eher so gemeint, dass es aus jeder Richtung draufregnen kann ohne das man nass wird. Einen Boden kann der geneigte Ultraleichttrekker ja wie so oft üblich aus einem Stück Plastikfolie improvisieren.

    Ich bin gerade dabei, in Kooperation mit swissbushcraft einen Bivy zu entwickeln.
    Wenn ich den Boden weglasse, haben wir’s doch, oder?

    Das ist schon einmal ein prima Anfang- aber da geht doch noch was.

    Bei meinen ersten Entwürfen bin ich bei 80 cm Höhe. Ich versuche Mal die Tage meine Papiermodelle für das Forum zu dokumentieren.

    Hallo an Alle!

    Mit fortgeschrittenem Alter kommen die Schrulligkeiten immer mehr hervor. Gepaart mit einer gewissen, temporären Langeweile fängt man an sich selbst Herausforderungen zu stellen. Bootsbauer fangen dann an ein Boot aus nur einer Sperrholzplatte zu konstruieren und in anderen Bereichen gibt es bestimmt ähnliches.

    Die aktuelle Herausforderung für mich heißt "Enclosed in Three": Kann man eine brauchbare, rundum geschlossene Zeltbehausung herstellen und dabei nur drei Laufmeter Stoff benutzen?

    Nicht geschlossene Shelter aus drei Laufmetern Stoff sind ja schon ein alter Hut (Torwald, Michas Quick & Dirty Tarp, Ponchotarps usw.), aber rundum geschlossene Zelte aus der gleichen Stoffmenge sind IMHO dünn gesäht.

    Groß irgendwelche Regeln hätte ich eigentlich nicht für diese Challenge, wer extrabreiten, also über 1,5m breiten Stoff nehmen möchte kann das IMHO gerne tun, die Königsklasse wäre natürlich ein Shelter aus nur 1,37 m breitem DCF. Verstärkungen der Abspannpunkte und der Packbeutel müssen ebenfalls nicht in den 3 Metern inkludiert sein. Man kann diese gerne aus irgendwelchen anderen Stoffresten upcyclen (altes Hemd, Hose oder Regenjacke). Auch eine eventuelle Ponchokapuze fürs sich anbietende double- use als Regenklamotte muß IMHO nicht zwingend Teil der 3 m sein. Aber schafft man das alles noch mit reinzupacken, dann natürlich um so besser. Als Material bietet sich Silpoly an, das hängt in nassem Zustand nicht so durch wie Silnylon und bei den zu erwartenden Hundehüttenmaßen ist man wahrscheinlich froh um jeden Zentimeter Kopffreiheit.

    Hier mal ein Paar Inspirationen was so eventuell möglich wäre:

    Alpinlite Ponchotent:

    Alpinlite Gear Microburst PonchoTent | 鴫内野外道具製作所 Address 37.011173, 139.924865
    Alpinlite Gear社のMicroburst PonchoTentです。シェルターの張り姿に惹かれてオーダーしてみました。 他にはMLD社のPr...
    ulgstore.exblog.jp

    Tunnelzelt gefällig:

    F10 Neon UL 1
    Following years of research and development by the Project Hydrogen team and countless days spent on the mountains we introduced the Neon UL - the lightest,…
    www.vango.co.uk

    Warum das ganze? Frei nach George Mallory: "Weil es geht!"

    Also, werft die grauen Zellen an und ran an Sketchup, Karopapier und die Nähmaschinen.

    Lustig, genau das habe ich gerade bei einem Prototyp aus Baumwolle genäht!

    Das gab es schon mal vor Jahren im blauen Forum, damals war der Stab oben mit zwei Leinen Richtung der Ecken unten abgespannt.

    Mein Plan ist bisher, diesmal ganz ohne Catcut zu arbeiten (mit dem 55er Silnylon). Spricht etwas dagegen? Bisher hatte ich am Ende immer zuviel Raumverlust (mehr als geplant, onwohl ich die Form in 3D berechnet hatte), und mein Eindruck war, dass sich sowieso automatisch durch die Dehnung eine gebogene Firstnaht ergibt.

    Jein. Auch bei Silnylon wirst du Falten längs der Naht bekommen. Das ist jetzt kein Supergau, aber irgendwie bringt der Stoff der da zu viel ist ja auch keinen extra Raum. Willst du wirklich mit minimalem Catcut arbeiten dann schlage ich vor zuerst das Zelt mit einfachen, geraden Nähten fertig zu stellen und dann in aufgebautem Zustand zu sehen wieviel Stoff man wegnehmen kann ohne wirklich Rauminhalt zu verlieren. Oder du nimmst wie ich einfach einen Catcut von 3 cm, das funktioniert bei Duomidmaßen recht gut, dann hast du nur noch minimal Falten. Siehe hier....

    ULgeher: Wie hoch ist denn dein aktueller Shelter und wie groß bist du? Ich habe bei 1,87 m Körpergröße in meinem Deneck eigentlich massig Platz.

    Bei einer Pyramide hat man halt immer das Problem dass einem die Zeltbahn vor der Nase hängt und dann bei Wind eben entsprechend wenig Reserven sind gegen plattdrücken. Eventuell möchtest du vielleicht doch lieber einen Längslieger?

    Hi!
    Ich würde beim Ändern so vorgehen:

    Grün ist ein Abnäher seitlich einfach innerhalb des Innenzeltstoffes. , Rot sind Schnitte. Der Schnitt am Boden quer sollte natürlich die Bathtub-rückwand mit beinhalten;). Mit dem Auftrennen von Nähten würde ich mich nicht aufhalten. Lieber rausschneiden und neu machen. wilbo s Anmerkungen zur ausgestellten Rückwand sind sicherlich ein guter Gedanke. Evtl. könntest du den nächsten Shelter einfach etwas höher und mit weniger Catcut machen?

    Ich habe mir aber auch mal einen Duomid Klon genäht. Das mit den minimal vier Heringen hat schon einen Charme - nicht alle Nächte sind ja Sturmnächte. Und Platz ist ja darin genug wenn man alleine ist. Da kannst du locker zur Leeseite ausweichen wenn dir die Zeltbahn zu sehr auf die Pelle rückt.

    LG,

    Christian

    Hm, ich hab mir tatsächlich den gesamten Thread zu Gemüte geführt und mich dabei köstlich amüsiert. Offener Schlagabtausch zweier Zelthersteller, Rückrufaktionen am Carbongestänge, der verzweifelte Versuch ein Hubba Hubba als "Sturmbunker" neu zu interpretieren, als Beweis werden dann Wassersäcke draufgelegt. Herrlich!

    Dann sehe ich mir den Schnitt des Innenzeltes an und denke mir- Holla das kennst du doch...? Pfiffiges Kerlchen dieser Dan8)! So habe ich vor 20 Jahren schon meine Einpersonenkuppel gebaut. Die ist aber dafür tatsächlich für 4 Jahreszeiten geeignet, wenn auch zugegebenermaßen doppelt so schwer. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen, daß es damals kaum gescheite Materialien in D zu kaufen gab. Das Außenzelt z. B. ist selber silikonisiert.

    Zurück zum Thema Ounce Design:

    Ich habe es endlich geschafft die Ounce Design Webseite zu navigieren, ging aber ehrlich gesagt nur nachdem ich mir dieses Video angeschaut habe. Top Tip: Gaaaaanz nach rechts scrollen. Dabei kommt man dann zu deren Adobi Shelter mit einem IMHO sehr innovativen Eingang. Das wäre eine tolle Eingangsidee für mein Torwald mit Tor.

    wilbo : Du hattest vor Jahren Mal was ähnliches versucht und Eingang mit Vordach kombiniert. Hier wurde das Extra- Material einfach mittels Cordlocks zusammengerafft - spannend!

    Ich bin gerade etwas von den Socken - die Firma bringt tatsächlich mal was neues in den Lunar/ Lanshan/ Plex Einheitsbrei.