Beiträge von El Perezoso

    Ich nehme immer meine Fujifilm X-T3 oder X-Pro2 zusammen mit Festbrennweiten mit, meistens ein WW (16mm), für Astro ein UWW mit 12mm und eine Normal- oder leichte Telebrennweite (irgendwas zwischen 35mm bis 70mm bei APS-C).

    Die Kamera und eines der Ersatzobjektive sind vor die Brust geschnallt in der Kameratasche, die ich ähnlich trage wie die Taschen von dermuthige , der Rest im Rucksack. Ein Stativ nehme ich nicht mit, ich habe stattdessen eine entsprechende Halterung oben im Leki-Wanderstock. Mit ein bisschen Schnur kann ich da aus den beiden Wanderstöcken und einem dritten Stock ein ganz passables Stativ bauen, und der Zeitaufwand ist nicht so relevant - wenn ich das Stativ brauche, weiß ich das meistens vorher (Astro, Abend-/Morgenstimmung, Langzeitbelichtung).

    Der Shop war für mich auch der Einstieg ins UL, hab meine ersten Cumulus-Quilts damals dort bestellt, ich vermisse den Shop alleine aus diesen nostalgischen Gründen. Schwarzwaldine , da ich im blauen Forum kaum aktiv war, nur aus Interesse: Was war da der Hintergrund für den Beef?

    Ich schließe mich auch meinen Vorrednern an und würde sagen, das Problem ist vor allem die Routen- und Zeitwahl. Dass die klischeehafte deutsche Mentalität manchmal sehr unangenehm sein kann, würde ich sofort unterschreiben - aber erstens trifft eine solche Generalisierung nicht auf jedes Individuum zu, und zweitens kann dir sowas auch im Ausland passieren (meine mit Abstand unangenehmste Begegnung mit Deutschen im Sinne der Klischees (regelversessen, besserwisserisch und pedantisch) habe ich z.B. in Peru auf dem Huayhuash Trek, als ich den solo gemacht hab, erlebt).

    Insofern würde ich auch empfehlen - einsamere Routen und Jahreszeiten wählen, und ansonsten ins (nahe Ausland) ausweichen, wie schon empfohlen wurde. Aber auch inmitten Deutschlands gibt es relativ einsame Routen, wenn man Jahreszeit und Ort richtig wählt, z.B. habe ich auch schon Routen im Elbsandsteingebirge gemacht, wo ich zwei Tage fast niemanden getroffen habe.

    Ich hab das auch ganz massiv in Patagonien gesehen, hier ein Negativbeispiel vom Fitz Roy (Refugio Piedra del Fraile), da war die Funktion der Fenster echt schon eingeschränkt :(


    Die Idee, mittels Stickern Werbung für die Idee von UL (und dem Forum) zu machen, ist ja nicht schlecht, aber ich finde auch, dass man das - wenn überhaupt - auf den Laternpfahl vorm Globetrotter beschränken sollte ;)

    Nun habe ich schon Bio-Ethanol, das angeblich wegen Geruchsfreiheit für Ethanokamine geeignet sein soll. Stinkt aber trotzdem.

    Ich habe inzwischen ebenfalls Bioethanol getestet. Obwohl der Biofusel teurer ist als der normale Brennspiritus, fällt es meiner Nase nicht ein, den Gestank der Abgase als angenehmer zu empfinden.

    Stell mal den Deckel der Brennerdose unter den Brenner, das verkürzt den Abstand von Karbonfilz zu Kocher. Und probier dann, ob's dir "noch stinkt".

    Habe ich heute getestet. Es stinkt trotzdem rußig und obendrein sinkt die thermische Leistung des Xboil dramatisch. Das Wasser erreichte seinen Siedepunkt erst mehrere Minuten später als wenn der Brenner direkt auf dem Boden stand.

    Das Problem mit dem entweder rußenden oder aber total lahmen X-Boil hatte ich auch (gibt nen Thread dazu hier im Forum), probier doch mal einen ganz anderen Brenner aus, der ohne Carbonfilz arbeitet? Brenner mit Jets müssten ja eigentlich schon bauartbedingt sauberer brennen als solche mit Carbonfilz, die (anscheinend) schwierige Einstellung des korrekten Abstands trägt dann das ihre dazu bei.

    Nette Auswahl ;) Darf ich frech und ganz UH fragen welcher Tomahawk das ist?

    Und back to Topic: Ich nutze einfach einen Stein zum reinhämmern, mit der Fußmethode hab ich mir zu oft Heringe verbogen, mit der Hand hab ich da mehr Gefühl. Ansonsten einfach eine Kappe von der Plastikflasche, ist eh immer mit dabei, kann man ja sauber machen und auch wieder als Flaschenverschluss nutzen.

    Für das was es ist mag Decathlon ok sein.

    Mir fehlen aber oft auch detailierte Materialangaben zB bei Zelten.

    Es gibt sicher teurere Marken mit fragwürdiger Qualität.

    Ich seh nur perspektivisch den Nachhaltigkeitsgedanken und will nicht wissen wie viel wie schnell auf Müllkippen landet.



    Ich glaube nicht, dass man das immer so pauschal sagen kann. Mein erstes Trekkingzelt überhaupt war das Decathlon MT900 mit Rundbogen, das hat bei mir 6 Jahre lang problemlos gehalten ohne irgendeinen Schaden bei durchaus intensiver Nutzung, vor zwei Jahren habe ich es dann zugunsten meines MSR Hubba Hubba verkauft. Wenns der neue Besitzer nicht missbraucht hat, gehe ich davon aus dass das Ding noch hält.

    Natürlich gilt - wie fast überall auf der Welt - "you get what you pay for". Allerdings darf man mEn auch nicht vergessen, dass die Preise, die wir für qualitativ höherwertige Produkte zahlen, auch der simplen Tatsache geschuldet sind, dass wir als ULer eine Zielgruppe sind, die einfach auch oft genug bereit ist, teils sehr hohe Preise zu zahlen... und das ist halt bei der Zielgruppe von Decathlon meist anders.

    Von daher finde ich sollte man die Haltbarkeit von Produkten nicht primär nach dem Preis oder der Herkunft beurteilen, sondern einfach am Einzelfall und begründeten Produktionsmerkmalen. Dazu vielleicht ein Beispiel: die TAR Uberlite ist ne super Matte für ihren Zweck, ein Großteil davon hat aber - wenn ich die Berichte lese wie schnell die auf den US-Trails verschlissen werden - kein sonderlich langes Leben. Also haben wir zwar ein qualitativ hochwertiges und teures Produkt, nachhaltig im Sinne von "möglichst robust und langlebig" ist es aber nicht. Und das gilt glaube ich für einige Sachen, die wir im UL-Bereich nutzen.

    Wenn überhaupt, ist das Problem bei Firmen wie Decathlon, halt die Spreu vom Weizen zu trennen, die haben halt auch Sachen im Sortiment, die unseren Ansprüchen an Haltbarkeit oder Leichtigkeit oder Leistung nicht genügen, das wird bei spezialisierten Firmen weniger der Fall sein.

    PS: Und ich will jetzt nicht als Decathlon-Fanboy rüberkommen oder so, aber ich finde pauschale Aussagen wie "Das war billig / von XYZ / aus ABC, sowas kann nicht nachhaltig sein", teils schwierig, weils eben in der Realität nicht immer zutrifft.

    Was mich immer wundert bei den Bundsachen - mir ist klar dass die nicht immer UL gehen können, das Zeug muss ja im Zweifel auch übelsten Missbrauch aushalten, aber ein Feldbett mitschleppen kommt mir im Vergleich zu ner Evazote oder selbst der guten alten BW-Matte reichlich überflüssig vor, und auch dieses Zelt mit drei Bögen für 3kg/Person - gäbe es da keine leichtere und trotzdem robuste Variante?... oder überseh ich da was?

    PS: War selber nicht bei der Truppe, von daher verzeiht meine eventuell himmelschreiende Naivität der Frage...

    Ryan Jordan hat in irgendeinem BPL-Podcast auch mal erzählt, dass er irgendeine US-Einheit hinsichtlich Gewichtsoptimierung beraten hat. Die haben auf der einen Seite zwar ordentlich Gewicht drücken können, haben dann aber das gesparte Gewicht umgehend durch mehr Munition und sonstiger Ausrüstung wieder draufgepackt. Dort gilt immer noch die Faustregel, dass ein Mensch ~20% oder so seines Körpergewichts tragen kann, und das trägt der dann auch ^^

    Das macht aber ja auch Sinn - mehr Munition ist im Zweifel wichtiger, und genau aus solchen Überlegungen raus wundert mich halt, dass teilweise eher an der Munitionsmenge statt am Ausrüstungsgewicht gespart wird…

    Was mich immer wundert bei den Bundsachen - mir ist klar dass die nicht immer UL gehen können, das Zeug muss ja im Zweifel auch übelsten Missbrauch aushalten, aber ein Feldbett mitschleppen kommt mir im Vergleich zu ner Evazote oder selbst der guten alten BW-Matte reichlich überflüssig vor, und auch dieses Zelt mit drei Bögen für 3kg/Person - gäbe es da keine leichtere und trotzdem robuste Variante?... oder überseh ich da was?

    PS: War selber nicht bei der Truppe, von daher verzeiht meine eventuell himmelschreiende Naivität der Frage...

    Danke für Eure Antworten, und den Link schwyzi !

    wilbo 3cm Abstand hab ich auch probiert, da rußt er eben schon.

    Ich glaube aber einfach, dass das System zumindest für mich nicht funktioniert, und (auch wenn das vielleicht der reinen UL-Lehre nicht ganz entspricht ;) ) das Zeitkriterium ist für mich nicht ganz unwichtig. Ich mache es halt normalerweise so, dass ich das Zelt aufbaue, alles herrichte und dann erst kochen anfange, auch weil ich ungern den Kocher laufen lasse ohne ihn zu beaufsichtigen. Und da macht es für mich subjektiv dann schon einen Unterschied, ob das Wasser in 5-6 Minuten kocht oder erst in 10... (bin halt ungeduldig :D )

    Also lange Rede, kurzer Sinn: vielen Dank für Eure Hilfsbereitschaft, aber ich tendiere dazu das System einfach wieder zu verkaufen wie schwyzi und bei meinem bewährten Siphon zu bleiben, zumal dieses Setup nicht soo viel schwerer ist. Never change a running system und so...

    Moin Sebastian,
    hast Du den Abstand von der Filzoberfläche bis zum Topfboden gemessen oder ab Oberkante Dose?
    Welche Abstände wurden getestet?

    Wurde 99 %iger Spiritus verdünnt oder 95 %iger?

    VG. -wilbo-

    Moin wilbo,

    ich hab 96% Spiritus unverdünnt genommen und jetzt nochmal versucht, das ganze etwas standardisiert zu testen. fatrat und Konradsky hatten natürlich recht, er ist effizienter in dem Sinne, dass er mit 15ml sehr viel länger brennt als der Toaks-Klon.

    Ich hab in beide Töpfe 500ml Wasser eingefüllt (gleiche Temperatur, kalt direkt ausm Wasserhahn), 15ml Spiritus und geschaut auf welche Temperatur das Wasser damit jeweils kommt.

    Beim Siphon hat es nicht ganz zum Kochen gereicht, da kam ich nur auf 80°, dann war der Brenner leer, das aber innerhalb von knapp 5 Minuten - mit 5ml Spiritus mehr hätte wahrscheinlich das Wasser gekocht. In dem Setup ist der Windschutz nicht "perfekt", einfach Titanfolie drum, kein Cone oÄ., aber war eh windstill in der Küche.

    Im X-Boil, im Setup wie von dermuthige beschrieben, haben 15ml Spiritus hingegen ca 16min gebrannt, aber das Wasser kam ebenfalls nicht zum Kochen. Daher habe ich die Vermutung, dass der Abstand von Brennerdose zu Topfboden eigentlich zu gering ist.

    Also wahrscheinlich stelle ich mich einfach blöd an =O, aber die tollen Verbrauchswerte bekomme ich nicht reproduziert beim X-Boil, was ich halt schade finde, weil mir an sich das System schon gefällt, vor allem für Touren, wo ich allein unterwegs bin.

    Ja, das er langsamer sein würde hatte ich schon gelesen, aber irgendwie erstaunt es mich doch wie viel langsamer...

    Abstand hat das Problem nicht gelöst? Bei mir lag es damals daran. Die Spiritus-Dose musste so auf den Dosendeckel gestellt werden, dass der Dosendeckel mit der Öffnung nach unten zeigt und als Tischchen für die Dose funktioniert. Also so, dass die Dose nicht wie bei dir im Deckel verschwindet.

    Danke für den Tipp! Ich habs gerade nochmal ausprobiert, und ja er rußt dann deutlich weniger, aber ist - zumindest für meinen Geschmack - dann auch einfach seeeehr langsam. Ich werde mal einen direkten Vergleich hier noch reinstellen, aber rein vom Gefühl her braucht er fast doppelt so lang wie der Siphon zum Erhitzen von 500ml Wasser.

    Also das Rußproblem - eigentlicher Threadtopic - wäre damit gelöst, aber irgendwie hab ich das Gefühl, mit dem Filzdöschen trotzdem nicht ganz warm zu werden...

    Hallo zusammen,

    da hier ja viele von euch auf Dosenkocher mit Graphitfilz schwören, habe ich mir im Januar mal als Alternative zu meinem langjährigen Siphon-Kocher den X-Boil 90-100 geholt... und komme leider damit überhaupt nicht zurecht. Egal was ich mache - Abstand zum Topf variieren, Spiritus mit Wasser verdünnen, anderen Alkohol nehmen, er rußt einfach jedes Mal extrem:

    Man sieht am Topfboden, der Seitenwand und den Standhaken schön den dicken schwarzen Ruß.

    Ich dachte zuerst es liegt am Windschutz (zu wenig Sauerstoff vllt), aber auch ohne Windschutz (bei gleichem Abstand) hat der Kocher rumgesaut. Wenn ich den Filz weg lasse, ist es nicht so schlimm - aber dann entfällt für mich der einzige Grund, einen solchen Kocher zu nutzen, nämlich die erhöhte Auslauf- und Brandsicherheit. Als "normalen" Spirituskocher bleibe ich bei dem bewährten Toaks-Klon.

    Kennt ihr auch das Problem, dass Filzkocher so viel mehr rußen als Kocher mit Jets? Zu dem speziellen Problem hab ich leider online nicht wirklich was gefunden...

    LG

    Sebastian

    Ich nutze als Topf für zwei Personen einen 1000+500ml Titan-Doppeltopf von BoundlessVoyage (172g), einen Siphon-Kocher aus Titan (40g) samt Topfkreuz (16g) und Windschutz (11g), macht 249g für zwei Personen.

    Für Kaffee kommt dann noch der Javadrip Ultralight Kaffeefilter (10g) dazu.

    Wenn ich allein unterwegs bin, bleibt das Setup eigentlich gleich, nur dass ich manchmal einen 500ml-Titantopf nehme - da der aber nicht soo viel leichter ist als der größere, lasse ich das Set oft auch so wie ich es sonst für zwei habe.

    @Wanderrentner , dem Wunsch nach der Geschichte schließe ich mich doch an!

    Ansonsten, ein eindrücklicher "Trail-Fail" aus der letzten Pyrenäen-Wanderung: meine Freundin und ich liefen den GR11 ab Torla-Ordessa bis Aneu, beschlossen aber aufgrund einer (schlussendlich falschen :( ) Schlechtwetter-Prognose beim Bergdorf Aneto abzusteigen, die Tour zu verkürzen und von dort den Bus nach Lleida zu nehmen.

    Wir kommen abends im Tal an und suchen ein halbwegs verstecktes Plätzchen, leider mitten an einer Kuhwiese. Als bayerisches Almkind dachte ich mir da nichts dabei, war ja genug Abstand zu den Kühen. Was ich nicht bedacht hatte: um den Bus zu erwischen, mussten wir um 2 in der Früh durch die Kuhherde durchlaufen - was die Kuhherde gar nicht witzig fand. Am Ende ist zum Glück nichts passiert, aber ich hab noch nie einen solchen Lärm gehört oder so Schiss gehabt, wie wenn du Nachts durch eine Kuhherde läufst, dich alle aggressiv anmuhen und man ansonsten nur die Lichtreflexe der Augen im Taschenlampenschein sieht :D Ich glaube, durch die Aktion hatten wir auch das ganze Dorf aufgeweckt, zum Glück ist aber wie gesagt weder uns, noch den Kühen oder Dorfbewohnern, was passiert....