Olav wobei die Frage nicht unberechtigt ist, warum du unbedingt Trekingnahrung futtern willst, wenn du eh 200km durch die Gegend kommst. Hats da keinen Supermarkt, Imbissbude oder Restaurant unterwegs? Der Fraß macht tatsächlich nur Sinn, wenn man viel Futter aufgrund weniger Versorgungsstops mitnehmen muss. Wegen dem Genuß oder dem Preis macht das wahrscheinlich keiner...
Beiträge von WonderBär
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Die Idee von dem Milchreis hat mich nicht mehr los gelassen, und da ich neulich im Asia-Laden um die Ecke war:
Kokos Milchreis mit Mango
- 600ml Wasser
- 80g Reis (Basmati)
- 1 Pck Kokosnuss Milch Pulver (60g - für 160-200ml Wasser)
- 1 Pck Vanillezucker (8g)
- getrocknete Mango geschnippselt nach belieben (1 Hand voll?)
- 1 TL Mandelsplitter
- 1TL Zucker
- 20 ml Spiritus
- Salz & Zimt
Kokospulver ins Wasser rühren, mit Reis zum kochen bringen, restliche Zutaten (bis auf den Zimt) dazu. Köcheln bis Flamme aus. 30min in den Schlafsackkocher. Umrühren. Zimt drauf. Krass lecker!
Der 900ml Toaks D130 ist wie man sieht recht voll. Von der Menge her fast schon was für 2 Personen, oder?
Nachtrag: Ich habe 40min gewartet, das ist jetzt recht pampig, 30min sollten reichen. Und habe den Tl Zucker erst nachher dazu. Wer es richtig süß mag kann gerne einen EL nehmen. Schmeckt echt gut! Die Erkenntnis ist, dass man bei der Kochmethode deutlich mehr Wasser braucht als beim Originalrezept zB Milch
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Dieses Beispiel ist von Durston, aber nur eines von vielen – und es ist bezeichnend, das selbst hochpreisige Hersteller das nicht mal als problematisch erachten, sondern selbst mit solchen Fotos werben.
Ich sehe gerade: Dein Bild stammt vom Wapta 30. Ja, find ich auch doof.
Hm, würde es nicht reichen einfach den Schultergurt etwas lockerer zu machen und das Teil würde sich "um die Schulter schmiegen"?
Oder umgekehrt - wie soll man das bei straffen Schultergurten hin bekommen - ohne Load Lifter und somit ohne Rahmen?
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Alles sehr ähnlich von den Nährwerten.
Yes, nur hast du in dem Fall wieder eine sehr viel längere Kochzeit, sprich mehr Gas-Spiritus-Verbrauch. Das wollte ich vorhin eigentlich noch hinzufügen zu dem "Dreieck", Wasser aufkochen & ziehen lassen ist halt von Zeit & Verbrauch her schwer zu schlagen bei warmer Nahrung.
Hmnja, 5min Terrine ist auch nur Wasser drauf und warten... Das ist schon das selbe mit anderer Zielgruppe. Von den 5min Terrinen bräuchte man halt zwei. Was da jetzt im Detail besser schmeckt ist wahrscheinlich eher individuell
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Gear Review
Fjällräven Abisko Sun-hoodie (182g) - habe ich jetzt zum dritten mal dabei und ist ein Standard Ausrüstungsteil geworden. Schützt gegen Sonne, wenn es heiß ist, und wenn es etwas frischer wird, hilft die Kapuze und die langen Ärmel durchaus auch gegen etwas Wind und Schatten. Leider kein UPF angegeben. Stinkt gern nach wenigen Stunden. Ist Mückenfest!!
Nalehko Alpha Hoody 60 (107g) - ich habe es kaum verwendet, da Sun Hoody und Windjacke ggf mit Windhose (Skinfitt VENTO Vita - 135g) meist ausreichend waren. Ist aber sicher kuschelig. Mit Hoody kann man sich ggf die Hose sparen.
Regenjacke Altus Tahoe (90g) - sie hält dicht! (man ist halt naß vom Schweiß, aber warm). Ich fand sie perfekt für die Zwecke. An sich bin ich immer ohne gelaufen, aber man hat was wenns dann doch hart auf hart kommt, was in Summe wohl keine 8h auf 3 Tage war. Sie ist echt filigran und der Reißverschluss taugt wenig, ich hatte dann obendrauf noch die Windjacke dabei
Windjacke Patagonia Men's Houdini Jacket (105g) - sicher eines meiner Lieblingsausrüstungsteile. Wiegt nix. Hält so krass warm. Kaum Packmaß. Macht einen ziemlich stabilen Eindruck, besonders im Verhältnis zur Tahoe. Und ist grün. Und ziemlich atmungsaktiv.
Trekkingschuhe Quechua Wanderschuhe Herren leicht - MH500 Light grau (680g das Paar) - Zusammenfassung hier: KLICK. Es gab Passagen, da hätte ich mir deutlich mehr Profil gewünscht, besonders bei Bergig + Schlammig + Steil + Abgründig
Tidy Gear Tidy Trail Gaiters Gamaschen (36g) - bei dem klebrigen Boden war es sicher sinnvoll, welche dabei zu haben. Die von Davido beschriebenen Szenen mit getrockneten Disteln war so kaum am Trail im März, das Getreide pickst zu Teilen tatsächlich.
Thermarest NeoAir® XLite™ NXT Regular/Wide (450g) - Nachdem ich mit der 52cm breiten Regular überhaupt nicht klar gekommen bin, bin ich auf die R/W gewechselt. Man glaubt kaum wie viel Komfort links & rechts 5cm bringen können. Eine unedliche Fläche aus gemütlichem Schlaf! Die bleibt!
YAMA Mountain Gear 1P Cirriform Tarp - SilPoly (332g) - ich komme an sich aus der DoubleWall Ecke und hatte mir das Yama angeschafft, weil ich was leichtes suchte, das von allen Seiten geschlossen werden kann und dennoch gut belüftbar ist. Das ist so sicher absolut gegeben. Ich finde die Yama Zelte auch durchaus gut durchdacht. Auf der negativen Seite, ich habe mich noch immer nicht ans Aufbauen gewöhnen können und brauche ewig. Man braucht 6 Heringe, besser 8, was bei dem harten Boden in Spanien nicht einfach ist. Die Bodenfläche die das Zelt braucht ist erstaunlich groß dafür, dass es eine solche Dackelgarage ist. Das liegt am knackigen Catcut und den ausufernden Leinen. Die hintere Stange außen zu befestigen schafft sicher Innenraum, finde ich jetzt aber so naja. Man kann kaum drinnen sitzen, ist also kein Zelt zum auswettern. Es hat den Ruf, mit Wind gut klar zu kommen, was ich zumindest bei Seitenwind nicht bestätigen kann. Die Wände werden rein gedrückt und es wird noch enger im Zelt. Gerade bei Regen, Nebel und matschigem Boden braucht es schon Überwindung das so aufzubauen. Da hätte ich lieber mein TT Notch dabei gehabt. Ich gebe zu, kaum Tarp Erfahrung zu haben und wäre dankbar von langjährigen Benutzern über eine zweite Meinung. Es ist schon echt leicht!!
An sich mein "Schönwetterzelt", wobei da dann ein Poncho Tarp wohl auch reichen würde... -
Playa de Santiago - San Sebastian
Ich fülle mein Wasservorrat wieder auf über 3 Liter auf - das nächste gibt es laut Karte erst wieder in El Cabrito, so die Besitzer wollen. El Cabrito (das Geißlein) befindet sich in Privatbesitz und das Netz ist nicht nur begeistert davon, mal sehen. Todo estará bien. Ab jetzt beginnt der trockenste Teil meiner Reise, vor allem landschaftlich. Es dauert etwas bis ich final aus dem Ort draußen bin. Es geht durch Hotelanlagen und Golfplätze. Bananenanbau mit Hahn, einer Henne und ihren Küken. Tageswanderer begleiten mich noch erstaunlich lange durch die Hitze. Es geht steil runter ins Tal. Steil raus aus dem Tal. Und nochmal das ganze im nächsten Tal. Es ist heiß.
(Wo ist die Henne mit den Kücken?)Vielleicht hätte ich mehr Wasser mitnehmen sollen. Normalerweise bin ich nicht zimperlich mit dem Trinken von ungefilterten Wasser, aber ich fürchte, dass wenn es nicht viel geregnet hat, der ganze Dreck wohl mit geschwemmt wird. Vielleicht koche ich eins ab. Aber es ist deutlich trockener hier, und so schnell das Wasser kommt, so schnell verschwindet es hier auch wieder. Nachdem ich aus dem Barranco de Chinguaime aufgestiegen bin, geht es zwar gemächlicher, aber immer noch bergauf. Terrassenanlagen. Soweit das Auge reicht. Verlassen & verfallen. Ich denke an all die Arbeit in der Hitze die erforderlich war, um all das zu bauen. Die Jahrzehnte, Jahrhunderte. Und heute würde man ein solches Land, oder zumindest die damit verbundene Arbeit, nicht geschenkt haben wollen. "Das gute alte Leben". Viel zu anstrengend. Salzige Haut? Wasch Dich Du stinkst.
Der Barranco de la Vasca an dem ich vorbeikomme führt kaum noch Wasser. Bei dem verfallenden Gehöft Contreras mache ich eine Pause und koche mir ein Käffchen. Ein paar Mehrtageswanderer kommen vorbei. So viele wie sonst am ganzen Tag!? Ein Ultralighty ist auch dabei. Seeervus!
Die Idee war mindestens bis Morales zu gehen, aber ich lasse mir Zeit. Ich schlendere durch die Terrassenanlagen quer Feld ein. Der Wind und die Erosion haben das Erdreich abgetragen. Schotter und Steine liegen auf den einstigen Feldern, wilde (?) Schafe grasen und werden panisch, wenn man vor sich hin pfeift. Es weht ein knackiger, ablandiger und böiger Wind. Ich koche mir was getrocknetes.
Es geht weiter nach Morales. Ein verfallender Bauernhof. Dann immer weiter durch Terrassenanlagen immer weiter runter. Kurz vor El Cabrito wird es felsig, ein Eselsweg geht bergab. Dann El Cabrito. Eine “Privatbucht” mit Hotelanlage. Unter den Trailbeschreibungen eher berüchtigt.
Es wundert mich nicht, dass sich Wanderer in der Hotelanlage verirren, was wohl der Stein des Anstoßes ist. Man wäre lieber unter sich. Wie immer in Ortschaften ist die Beschilderung eher naja. Ich halte mich rechts und komme beim Strand raus. Ein Spanier, offensichtlich ein Angestellter, in einem Golfwägelchen kommt mir entgegen. Wo ich Trinkwasser kaufen könnte, frage ich. Er grinst und winkt mir, ihm zu folgen. Bei einem Wasserhahn meint er, “bestes kaltes Trinkwasser”. Es schmeckt frisch & gut. Ich bedanke mich und fülle einen halben Liter ab, ich sollte eh bald in San Sebastian sein. Es geht nochmal einen Grat hoch und wieder runter - und dann gelingt es dem Weg bis San Sebastian quasi nochmal ein Küstenwanderweg zu werden. Ein schöner Ausklang. Das Barranco de la Guancha führt kaum noch Wasser und ist mit großen Steinen verblockt. Und völlig zugemüllt. Ich nehme ein Autofolie und ein paar Tüten mit, aber es ist völlig aussichtslos. Am Playa de la Guancha gehts dann nochmal hoch. Mit Blick auf Teneriffa und den verschneiten Teide geht es weiter. Ein Barranco will noch genommen werden. Und dann final der Blick auf San Sebastian. Es bläst ein wirklich knackiger Wind. Es geht runter. Am Heizkraftwerk vorbei, wieder Richtung Innenstadt, zurück zum Ausgangspunkt. Geschafft!
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Alajeró - Playa de Santiago
An sich geht es nur gemütlich Bergab. Zunächst Asphalt, später wieder Trail. In einer Bäckerei gönne ich mir noch einen Café Solo und schaue dem Treiben zu. Jeder kennt jeden. Man lacht und ist freundlich. An sich nur Rentner. Landflucht, denke ich mir, und ziehe weiter. Nachdem man die letzten Häuser hinter sich gelassen hat, geht es wieder ewig durch Terrassenanlagen. Palmen. Ein paar Felsen. Je weiter ich runter komme, desto trockener wird es wieder. Die Tage haben meinen Kopf frei bekommen und ich lasse meine Gedanken treiben. “Wieso hat der Teufel eigentlich so einen schlechten Ruf”, denke ich mir, “er bestraft doch die Bösen?”.
Nach 2-3h sehe den Strand und den Ort Playa Santiago. Vom Flughafen habe ich bisher in den letzten 24h nur eine Maschine mit bekommen, der scheint recht ruhig zu sein. Der Weg wird irgendwann breiter und befestigter, bis ich schließlich auf die Teerstraße komme und den Ort Playa de Santiago betrete. Ein touristischer Ort. Aber auch nett. Da es noch weit zu früh für spanische Essenszeiten ist, gönne ich mir einen Burger in einer Strandbar.
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Hab mal im Internet danach gesucht, nehme mal an Decathlon gehört hier eher zu den "Günstigen", oder ist das falsch? Gibt es hier "Geheimtipps", Ocassionen, Großpackungen mit Rabatten usw?
Ja, Decathlon gehört sicher zu den günstigen. Wenn Du bei Travellunch direkt auf der Homepage kaufst sind sie auch günstiger. Huell wird noch öfter angeführt. Da kannst du das Eimerweise kaufen. Genauso wie noch bei ein paar Prepper-Shops
Warum ist bei diesen Preisen bei so vielen diese Trekkingnahrung so beliebt? Reicht euch eine Spatzenportion? okay dann wäre es noch unter 10 Euro, aber immer noch teuer.
"Beliebt" ist wahrscheinlich das falsche Wort.

Ich kaufe die hauptsächlich deswegen weil ich nicht das Spülwasser schleppen will, und ich eher ein schlechtes Gewissen habe das Abwasser einfach so wegzuschütten. Man kann die auch selber machen. Sh hier "Trekking Nahrung Rezepte". Ich nehms mir seit Jahren vor und ein paar Tage vor dem Urlaub steh ich im Laden und kaufe den Fraß. Ich habe noch nie mehr als eine Tüte auf einmal runter bekommen. Gerade experimentiere ich mit der Idee eines "Schlafsackkochers". Das Problem mit dem "experimentieren" ist halt, dass man das im Anschluss auch essen sollte. Bei limitierten Kochmethoden kommt es halt aber auch zu, sagen wir, "limitierten" Ergebnissen

Der Kern des Trekkingfoods ist aber auch, dass man nur heißes Wasser rein schüttet und es dann ziehen lässt, was Brennstoff spart und einen super simpel leichtes Kochkit ermöglicht.
Ist es das Löffeln aus der Tüte? (was ich persönlich ganz schrecklich finde, aber das stört wohl viele nicht)
Man sieht weniger was man isst. Das hat Vorteile

Oder schmecken diese Sachen echt so super toll und um Welten besser als Maggi und Knorr? Ist es das Versprechen auf angeblich "gesundes Essen"?
Nein, du kannst klar auch einfach Knorr und Konsorten mit nehmen was viele wohl auch machen. Das Essen ist sicher nicht "gesund", es wäre mir neu, dass das wer verspricht.
Es gibt hier im Forum einen Faden der den Fraß verkostet. Es ist wirklich alles dabei, von "ich habs weggeschüttet" bis "wow, richtig gut". Ich persönlich tendiere zunehmend zu vegetarischen Sachen
ThemaTrekking Food Verkostung: Was schmeckt, was ist Bäh
Ich bin meistens mit Trekking Food Tüten unterwegs, hauptsächlich deswegen weil ich nicht das Spülwasser schleppen will, und ich eher ein schlechtes Gewissen habe das Abwasser einfach so wegzuschütten.
Manches schmeckt ganz passabel, vieles ist einfach nur bäh. Ich hatte schon was, das schmeckte richtig gut. Ich wollte schon ewig einen Thread aufmachen mit Tütenverkostungen, gerne auch das Zeug vom Super- oder Chinamarkt falls erwähnenswert
Vielleicht mit Sternen?- 0 Sterne: ich habs weggeschüttet
WonderBär14. März 2025 um 03:33 -
Um nach der Tour jetzt auch meinen Senf für März 2026 dazu zu geben:
- Quelle zwischen San Sebastian & Hermigua
-> nein, die Quelle ist verbaut. Es flies ein Bach parallel, ich würde aber nicht darauf vertrauen (bei mir hats so viel geregnet "wie nie zuvor") - Öffentliches WC bei Playa de la Caleta de Hermigua - kann man da auch duschen?
-> es fehlt der Duschkopf, das Wasser riecht metalisch, aber ja, es geht - Wasserhan bei Playa de Vallehermoso - kann man da auch duschen?
-> war ich nicht - Wasserhan bei der Kapelle "Ermita de Santa Clara"
-> war ich nicht - Öffentliches WC bei "Playa del Cabrito"
-> nein, da ist kein öffentliches WC. Das ist an sich ein Privatgelände eines Hotels und die Herrschaften wären gerne unter sich. Auf Anfrage konnte ich mein Wasser auffüllen, bis San Sebastian waren es aber nur noch grob 2-3h und ich habe es an sich nicht gebraucht.
Der beiden coolsten Teile fand ich zwischen
- El Mono und Aurure, bzw zwischen
- Arguayoda und Alajeró, zumindest letzteres hatte viel mit dem vorhandenen Wasser und dem damit verbundenen grün zu tun
ich fand nicht dass sich auf der Südseite der Insel die Nordseite wiederholt. Es mag sein dass es an der sich einschleichenden Routine lag, die den Kopf freier und Wahrnehmung schöner gemacht hat, aber ich fand die Südseite tatsächlich einen Ticken cooler (auch wenn der Teil zwischen Playa de Santiago und San Sebastian zunehmend trockener und je näher man San Sebastian kam tatsächlich öder wurde)
- Quelle zwischen San Sebastian & Hermigua
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Ich hab mir jetzt mal den Toaks 900ml Pot 130mm Diameter zu gelegt, um etwas mehr kochen zu können als nur Wasser. Da sind die Wände im Vergleich zu den Flächen schon arg dünn. Das wirklt ziemlich windig. Der Durchmesser verbiegt sich gern und dann passt der Deckel nicht mehr richtig drauf. Ist das bei euren auch so?
Ich hatte bisher so den Toaks 550ml, bei der Größe fällt das überhaupt nicht auf wie dünn der ist, der macht einen recht stabilen Eindruck...
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(...) Leider scheint das bei den Schuhen so nicht mehr zu funktionieren. Zuletzt, "Meindl - Literock GTX Approachschuhe", 180€, nach 1 Jahren war die Sohle durch. Also nicht wegen 1000km Weitwandern, sondern eher mal am Wochenende getragen und und als Sesselfurzerjob-Alltagsschuhe bei miesem Wetter. Für 150€ neu besohlt, same same, ein Jahr später wieder Sohle durch und Membran hinüber... Das ist jetzt auch nicht das erste mal so & ging bei 2 Vorgängern (ähnliche Schuhe, andere Marken) nicht anders
(...) Habe mir jetzt bei Decathlon die Quechua: Wanderschuhe Herren leicht - MH500 Light grau (das Paar in 42 - 680g -> 340g -> ~60€) besorgt (...)
Um vielleicht hier nochmal finales Feedback geben zu dürfen. Ich habe jetzt irgendwas zwischen 600 (bis max 800km) auf den Schuhen, und sie gehen ihrem Ende entgegen. Man merk dass daran, dass das Mesh zunehmend löchrig wird, die kaum vorhande Dämpfung wird weniger, und vor allem, die Steifigkeit der Sohle lässt final nach.
In Summe meine Erfahrung:
- für 60€ echt günstig und 340g schon leicht - bei dem Preis kann man nicht viel falsch machen - solange man tatsächlich drin wandern kann
- ja, ihr habt recht, man schwitz deutlich weniger in nicht-Goretex Schuhen, das Tragegefühl ist deutlich kühler. Ob sie wirklich so viel schneller trocknen - bin mir nicht sicher. Im Winter ist das Mesh schon frisch....
- sie haben vor allem hinten wirklich kaum Dämpfung, was allerdings dazu führt, dass man nach langen Pasagen ganz bewust mit den vorderen Fußballen auftritt.
- die Laufleistung war gefühlt etwas geringer als mit den Meindl Approach Schuhen ----- bei einem drittel der Preises
- die oben beschriebenen Beschwerden hatte ich später selbst nach über 30km nicht mehr. Lag wohl tatsächlich am Sand.
- hatte schon lange nicht mehr so stinkende Schuhe....
- ich hätte mir (besonders zum Schluß) mehr Steifigkeit in der Sohle gewünscht, weil man so alles mit Sehnen und Muskeln ausgleichen muss.
- Man kann das auch positiv formulieren, und sagen, aufgrund der geringeren Unterstützung durch den Schuh, ist der Fuß gezwungen sich besser auszuprägen, das erfordert aber Zeit und Übung. Ich wäre dankbar über eine Einschätzung von jemanden der sich mit dem Thema aus kennt, ob das der bessere Weg ist
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Ich habs jetzt mal auf zwei arten Probiert. Beide male mit SeamGrip + WP (klebt höllisch das Zeug)
- Oben: Einfach großflächig SeamGrip + WP auf schmieren
- Unten: Einen Nylon Flicken mit SeamGrip + WP aufgeklebt, das funktioniert aber nur wenn man eine zylindrische Rundung hin bekommt, sonst wirft der Flicken Falten und hält nicht
Ca 200km später:
- Oben: dafür das es die simplere Lösung ist, funktioniert es echt gut. Nur die Knickstelle hat wieder ein kleines Loch
- Unten: An sich die bessere Lösung aber auch mehr gefrickl
Es sind an sich auch so viele neue Löcher im Mesh dazu gekommen, dass die Frage berechtigt ist, ob das wirklich viel bringt bei dem Schuh. Die Sohle ist auch zunehmend durch, im Sinne von, kaum Dämpfung und kaum noch Steifigkeit
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Hat jemand einen Tip für leichte und vor allem Kompakt zu packende Handschuhe für so Tage im Gebirge
Hm, wenn du explizit damit "klettern" willst, also die Hände beim Bergwandern verwenden, würde ich bei bestimmten Regionen eher Baumarkt Arbeitshandschuhe verwenden. Steine (Granit? Bin kein Geologe) haben öfter Quarz-Einschlüsse o.ä die dir nicht nur die Finger sondern besonders die Handschuhe zerschneiden. Da macht ggf das tragen derer sogar im Sommer Sinn.
Ansonsten habe ich so dünne Laufhandschuhe die ich bei den Temps recht angenehm finde und für zB Kalkstein ausreichend sein sollten
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La Dama - Alajeró
In La Dama gibt es eine Bar, wo ich 3 Liter Wasser kaufe, sonst ist da nix bis Alajeró. Zumindest laut Karte. Ob sie etwas zu essen haben? Boccadillios! Ich bestelle “Jamon y Queso” ---- Ja, klar, bitte mit Mayo. Ein Arzt sitzt einen Tisch weiter und telefoniert mit einem potentiellen Klienten. Idiotentestvorbereitung nach Führerscheinentzug. Ich packe zusammen, verabschiede mich, und gehe weiter.
Es geht erst mal richtig steil runter – an einer Baustelle vorbei, und – richtig steil hoch. Alles trocken hier und gelb. Und dann geht's nicht mehr gar so steil hoch. Bei Arguayoda ein nicht funktionierender Wasserhahn. Eine Frau bietet mir von sich aus an, meine Flasche zu füllen, was ich dankend ablehne, die noch verbleibenden 2,5 Liter tragen sich eh schon schwer genug. Und dann kommt mit dem Barranco de la Negra und dem Barranco de Almagrero, der zweite wirklich herausragende Teil des eh schon schönen Trails. Man läuft auf Eselswegen in das steile Tal. Unten ein rauschender Bach. Immer wieder Terrassen. Mittig der Blick auf eine große Wohnhöhle. Der Weg versucht die Höhe zu halten (was ihm nicht gelingt) und man läuft immer weiter in das grüne Tal hinein.
Es fühlt sich an wie die Anreise von Lara Croft zu ihren Abenteuern. Oder sowas wie “der Schatz im Silbersee”. Man ist optisch und mental ganz weit weg von allem und staunt über die Szenerie. Wasserfälle. Verfallene Bauernhöfe mit uralten Bewässerungssystemen. Und Terrassen voll Getreideähren, die sich schwindelerregend die steilen Hänge hochziehen. Palmen. Kakteen. Es erinnert an die romantische Idee des “guten, alten, einfachen Lebens”, falls es so etwas je gab: Frisches, selbstgebackenes Brot. Etwas Ziegenkäse, ein Schluck Wein. Und feuchte Küsse sündiger Liebe im duftendem Heu, gepaart mit dem Geschmack salziger Haut.
Es gilt einen reißenden Bach zu überqueren. Das passiert hier wohl den wenigsten Wanderern. Zum Waten zu reißend, springe ich von Stein zu Stein. Dann geht es wieder hoch. Ab Los Almácigos, einem bewohnten Gehöft, geht es etwas Straße lang bis es wieder rechts auf einen Trampelpfad geht. Ich fange an etwas Sonnenbrand an den Waden zu spüren. Es geht wieder etwas runter zu einem kleinen Stausee mit frischem Gras und dann final hoch nach Alajeró, wo ich mir in der dortigen Bar erstmal ein Bier gönne. Cheers!
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Aurure - La Dama
Und dann, am nächste Tag ist es passiert: Die Wolken brachen auf, und die Sonne kam raus. Und alles was am Tag vorher bedrohlich gewirkt hat, war plötzlich irgendwie ok.
Ich breche mit wenig Wasser auf, in ca 3h sollte ich in La Calera sein mit Supermarkt und Restaurant (und klar auch Unterkünften). Es geht aus dem Ort raus, zuerst Straße, dann Piste, dann Trail mit schönen Aussichten in den Barranco de Arure. Man kommt an einer von Ziegen bewohnten Höhle vorbei. Ein Wanderin sitzt lesend oben in den Felsen, grüßt herunter und grinst. Nachdem ich den Sattel passiere, die Ruine eines alten Bauernhofes. Und ab da ziehen sich die Terrassen runter, weit bis nach Casa de la Mérica, mit wunderbaren Blick aufs Meer.
Ich denke wieder über Australien nach. Es sind ja aber auch immer überall viele Deutsche unterwegs, oder? Das letzte Stück nach La Calera geht richtig steil die Wand runter. Bin immer wieder baff wie man bei so einem Gefälle überhaupt Weg hin bekommt. Es dauert. Tagestouristen schnaufen mir entgegen. Manche panisch vor der Höhe und dem mittlerweile echt knackigen Wind. Unten angekommen gehts erst mal ab in die nächste Bar, Mittagessen. Ob sie was zum Essen haben? Bocadillios! Ich bestelle “Pollo” --- Ja, klar, bitte mit Mayo. Der Chef hat Familie in Deutschland und spricht stolz ein paar Brocken. Ich müsse unbedingt in den Supermarkt um die Ecke. Ein anderer Gast wird genötigt sein Bier schneller auszutrinken um mir den Weg zu zeigen. An sich hätte ich ja ein Handy? Ich kaufe 3 Liter Wasser und was salziges für später.
Nachdem ich das Dorf verlassen habe, helfe ich zwei Touristen einen betagten Herren, der sich wohl arg überschätzt hat, eine steile Passage zu meistern. Zu dritt hieven wir den Großvater hinunter. Ab der Iglesia de Los Santos Reyes, geht es wieder richtig Steil hoch bis Degollada del Cerrillal. Meinefressealter. Das zieht sich. Der Regen von gestern hat in Starkwind gewechselt und ich muss zu Teilen wirklich aufpassen dass es mich nicht weg weht. Ab welcher Windstärke bekommt man eigentlich die Carbonstöcke nicht mehr auf den Boden? 5 Bft? Dabei immer wieder die Aussicht auf zwei riesige Wasserfälle auf der anderen Seite. Oben angekommen wird es erstmal entspannter. Es geht vorbei an Terassenanlagen, ein rauschender Bach will passiert werden. Dann leicht rauf zur Ermita de Gerián. Hätte ich ein freistehendes Zelt, wäre das sicher ein schöner Ort um zu bleiben.
Ab da geht es runter. Zuerst durch einen kleinen Ort, und dann immer durch Terrassenfelder durch. Etwas gerstenartiges wächst grün und üppig überall. Es ist wie eine Zeitreise und man läuft durch mittelalterliche Landschaften. Der Wind spielt Muster in die Halme. Alles Menschenleer und verlassen. Oder wie in einem Computerspiel. Fast schon surreal. Was ist passiert, dass all das aufgegeben wurde? Je weiter man nach unten kommt, desto trockener und hässlicher wird es. Bei Loma de Pepe ein Hippy Café, aber ich habe noch Weg vor mir. Gleich danach eine aufgegebene Bananenplantagen. Aber ich wollte noch runter in die Barranco de Iguala um mich zu waschen. Es wird zunehmend spät und bald wird es dunkel. Das allwissende Internet meint in 30min ist Höchtswasserstand im Meer. Dann kommt das Meer sicher nicht viel weiter rein als jetzt. Ich laufe einen Eselsweg runter zu Playa de Iguala. Es gibt dort eine beschlafbare Höhle, ein paar Ruinen und neben großen Steinen immer wieder etwas schwarzen Sand am Strand. Ich wasche mich im Fluss & koche mir erstmal etwas getrocknetes zum Abendessen. Das Tier mit Mikeymaus Stimme und dem Ditsch ist wieder da. Hat wohl fliegen gelernt. Ist das etwa eine Krähe? Hä? Der Wind ist ablandig und stark böig, die Brandung rauscht wie eine Schnellstraße.
Nach La Dama zieht es sich dann doch noch etwas, aber es geht unspektakulär einen Feldweg entlang. La Dama selbst ist an sich eine einzige Bananenplantage mit ein paar Häusern
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Vallehermoso - Aurure
Aufstehen, packen und – erstmal Frühstück. Hektisches Treiben in der einzigen offenen Bar am Platz, es ist gerade mal 8. Ich liebe diese spanischen “normale Leute” Bars. Ich bestelle ein Sandwich Americano (mit der wichtigsten Frage: “mit oder ohne Mayo?”) und einem Café con Leche. Menschen türmen sich neben mir. Viele Arbeiter, aber auch einige Rentner. Jeder kommt dran. Immer mit der Ruhe. Die ersten Schnäpse & Cañas werden gereicht. Für mich noch einen Cortado. Zusammen unter 10€ Zeche. Geil. Noch ab in den Supermarkt und sich mit Proviant versorgen. Es braucht nicht zu viel. Oben wird ein Restaurant sein (mit eher touristischen Ruf) und in El Mono (der Affe??) ein Supermarkt und eine Bar. Also los. Zuerst geht es Treppen rauf, dann steht man am Trail. Kakteen und Wolfsmilch. Palmen.
Später immer mehr Bäume. Es wird ein niedriger, aber dichter Wald. Nach einem Stück Straße steht man vor dem Restaurant. Es ist 11 und mein Wasser reicht noch. Also weiter. Es nieselt zwischenzeitlich immer wieder, was ich zunehmend ignoriere, zu angenehm ist die Erfrischung. Bei El Bailadero dann eine Absperrung. Ich werde darauf hingewiesen, dass die Naturschutzparks seit Tagen gesperrt sind. Geil. Und mir sagt wieder keiner was. Mitten am Trail. Ist ihm wurscht. Und ich soll mich jetzt in Luft auflösen? Ich versuch mich nochmal vorbei zu schleichen, gebs dann doch auf und umgehe den Traileingang auf der Straße. Schade. Die Chorros de Epina hätte ich schon gerne gesehen. Da gäbs auch Wasser. 4km später stehe ich wieder im Trail. Genauer, in einem Fluß. Zunächst versuche ich noch, vorbei zu hüpfen, das gebe ich aber bald auf und laufe einfach durch.
Ich erinnere mich an den Herrn, der meinte, die Wege seien gesperrt. An sich sollte man ja auf Einheimische hören…?
Was da halt bisher an Wasser runter gekommen ist, ist für deutsche Verhältnisse nichts, was nicht an einem normalen Nachmittag runter kommen würde. Ich laufe weiter und erinnere mich an eine australische Statistik, dass wohl von allen Touristen am häufigsten Deutsche dort zu Tode kommen. Und Japaner. Nachdenklich gehe ich weiter.Es geht immer weiter runter, an einigen Bewässerungssystemen vorbei. Es hat immer wieder genieselt, aber jetzt zieht es zunehmend zu. Endlich komme ich in einem Dorf an. Aus der Bar laute Schreie. Wtf? Ich habe Hunger. Ich ziehe meine mittlerweile übelst müffelnden Schuhe aus, hänge die Socken zum Trocknen auf und schlurfe barfuß in die Bar. Man streitet nicht, man diskutiert! Und trinkt Wein! Aus Saftgläsern!? Salut! Ich frage ob es etwas zu essen gibt. Boccadillos! Ich bestelle “Lomo” --- Ja, klar, bitte mit Mayo. Dazu etwas Rotwein aus dem 5l Tetrapack der hinter dem Tresen steht. Lessons Learned: Wein macht nur halb so platt wie Bier, Mittags. (Muss am Hopfen liegen, war angeblich die Idee der Hl. Hildegard von Bingen). Noch schnell Wasser kaufen im Supermarkt. Es haben sich neue Gäste eingefunden. Die Diskussion geht euphorisch weiter. Wie kann man nur so plärren, ohne sich zu prügeln? Noch ein Käffchen und weiter geht's auch für mich. Ab jetzt, aufwärts. Zunächst die Straße lang, immer weiter hoch und später dann wieder Eselsweg. Wunderschöne Terrassenanlagen, mit Agaven und Palmen. Von hinten drückt es dunkle Wolken rein. Ob die vorbeiziehen? Je höher ich komme, desto stärker wird der Wind und desto schlechter wird das Wetter.
Ich schaue auf die Karte. Sieht steil aus. Gebirgig. Fuck. Ich passiere eine Straße und es fängt an zu regnen. Es geht kurz durch ein Wäldchen und plötzlich steht man neben einer Wand, wohl 50m hoch. Man hat grob 1 m breiten Weg, und danach geht es richtig runter, so 50m, gefühlt. Es regnet. Der Boden ist matschig. Es geht immer wieder rauf und runter, teils echt steil. Und gleich daneben geht's richtig bergab. RICHTIG bergab. Ich sehne mich nach meinen Bergschuhen und deren Profil. Fuck. Höhe ist nicht immer meines. Als ich um die Ecke biege, sehe ich den Wasserfall, an dem ich vorbei muss. Fuck! Umkehren möchte ich jetzt an sich nicht mehr. Ich bin mitten am ADW.
Der Wasserfall des Barranco de Taguluche ist passierbarer als angenommen. Cielos Santos. Der Weg geht immer wieder auf und ab. Schlammig und windig. Als ich den Flugzeugmodus meines Handys kurz deaktiviere, geht eine Katastrophenalarm Meldung los. Man soll das Haus nicht verlassen. Hach, ja. Und laufe durch den Regen weiter. Fuck. FUCK! Das Trailstück endet mit einer Kapelle, was ich gut verstehen kann. Leider abgesperrt. Der Vorplatz der Kapelle ist von Erdrutschen demoliert. Ich laufe unter einem Mini-Aquädukt, der aus allen Löchern mit Wasser spritzt Richtung Straße. Man umklettert eine Absperrung aus Bauzaun und dem Hinweis, dass der Trail aktuell nicht passierbar ist. Als ich nach Arure rein laufe, sehe ich auf der anderen Seite des Tals, wie ein schlammiger Wasserfall nach unten rauscht. Blaulichter, Stau, die Straße ist gesperrt. Ein Polizeiauto fährt mich fast um. Ja, meine Herrschaften, man läuft auf der linken Seite am Land, um kommende Autos zu sehen! Ich beschließe mir entgegen meiner ursprünglichen Absichten vorerst eine Unterkunft zu suchen und den Tag einen Tag sein zu lassen.
In Arure gibt es einen Tante Emma Laden mit nicht erfahrbaren Öffnungszeiten und zwei definitiv eher touristischen Restaurants sowie ein paar Appartements als Unterkünfte.
Rückblickend war der Teil zwischen El Mono und Aurure sicher der herausfordernste, aber auch der schönste Teil meiner Wanderung bisher.
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Ob das Laufen mit weniger Gewicht den Spaß an einem Trail, von dem man nix sieht aufwiegt - naja....🤷
Das hat sich der Moderator auch gefragt:
ZitatCHADWICK: Wouldn't you be able to make better time if you could see where you were going?
Mr. JORDAN: In the Arctic we have the luxury of near 24-hour daylight, so that is one of the ideal strategies for trekking up there.
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Du ahnst es vielleicht, Ray Jordan war schon vorher da
ZitatCHADWICK: You're going to be hiking at night and sleeping during the day, why is that?
Mr. JORDAN: It allows us to take advantage of hiking at cooler temperatures which allows us to go faster without overheating, and sleeping in the day allows us to get rest at warmer temperatures which means we can carry less weight in our sleep system and insulating clothing.
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Ich glaube einem jeden Individuum geht es um Einzigartigkeit. Darum, etwas besonderes zu sein. Und irgendwie auch darum zu jemandem dazu zu gehören. Zu einer Gruppe, die etwas ganz besonderes, ausgesuchtes, ist.
Und dann kommt dieser Welt-Konzern, der Plastik Jacken für Mama Beimar strickt, und will da auch dabei sein. Frechheit. Stell dir vor, die ganzen Noops, die jetzt mit der Seilbahn und ihrem High Performance JW Klamotten auf die Zugspitze jetten, trifft man demnächst auf dem Hexatrek. Fehlt nurnoch das YSL mit Aufspringt....
🤓😉🤗😇
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Hermigua - Vallehermoso
Unten beim Strand von Hermigua (Playa Santa Catalina) sind die ersten Bananenplantagen meiner Reise. Ein paar Surfer auf Ihren Brettern, die Wellen machen was her. Es geht die Teerstraße weiter bergauf bis Lepe, ab hier durch Terrassengärten über Fußwege und Treppen weiter bis Agulo.
Im dortigen Supermarkt frische ich meine Wasservorräte auf und im Restaurant La Vieja Escuela gibt es ein touristisches Mittagessen. Als ich vom Klo zurück komme, ist mein Platz bereits von ein paar Touristen wieder besetzt. Augenrollend schnappe ich mir meinen Rucksack und meinen letzten Schluck Getränk und verziehe mich zum Zahlen an die Bar. Es geht weiter an einem Friedhof vorbei (Wasserhahn funktioniert) und ich verlasse den Ort über einen steilen Eselsweg, mal besser und mal schlechter ausgebaut, immer weiter nach oben. Langsam beginnt der Nebelwald. Flechten fangen an, alles zu zu wuchern. Je weiter ich hoch komme desto mehr Touristen kommen mir entgegen.
An sich war der irgendwann mal der Plan hier oben zu bleiben, aber es ist noch deutlich zu früh und hier ist deutlich zu viel los. In Juego de Bolas ist dann das “Centro de Visitantes del Parque Nacional de Garajonay”, wenn man so will die “Ranger Station”? Es gibt Toiletten und Wasser, die Bäckerei verkauft nur seltsam trockenes, aber immerhin eine Fanta springt raus. Es beginnt zu regnen, und ich beschließe, dass hier kein guter Ort ist um zu bleiben und gehe weiter. Zuerst Teerstraße, dann Singletrail. Es regnet mittlerweile so stark, dass ich einen Bach mit dem Weg verwechsle, da selbiger mit einem Erdrutsch auch verschüttet ging. Ich muss nochmal zurück. Der Regen wird immer stärker. Man kommt durch eine Siedlung und ich stelle mich ein paar Minuten unter einem Carport unter. Aber wo bleiben? Bei La Hormiga sieht es gut aus, aber es ist immer noch vor 17:00, ich stehe inmitten einer Wolke, also im Nebel und es regnet. Der Wald ist zu dicht, und wo kein Wald ist, ist Lehm und Schlamm und wirklich knackiger Wind. Ich lauf weiter. Mal raus aus der Wolke, etwas tiefer. Beim Staudamm Embalse del Garabato, der sich langsam wieder zu füllen scheint, komme ich durch ein Dorf. Es geht ab hier wieder aufwärts durch einen Wald, viel zu dicht, viel zu steil. Oben angekommen sind ein paar Schoßhunde, die mich verfolgen und ankläffen. Weiter geht's. Auf der Karte ist eine Kapelle eingezeichnet, die sich als Mini-Schrein erweist. Es wird immer steiler. Und vor allem wird es immer später. Um 19:30 sollte ich einen Schlafplatz haben. Ich laufe also weiter. Bei Roque Chico sieht es flach aus auf der Karte. Der Weg streift dort zwei Felsnadeln, wohl ehemalige Vulkanschlote. Auf dem Weg? Nein. Es beginnt zu dämmern.
Also weiter nach Vallehermoso. Hoffentlich finde ich dort spontan eine Unterkunft. Ich fange an mich zu beeilen, muss runter vom Berg. Erfreut stelle ich fest, dass mein Knie mitspielt und die Kondition noch da ist. Es dämmert. Und regnet. Fuck. Ich komme immer tiefer und sehe schon den Ort. Gerade zu Einbruch der Dunkelheit stehe ich unten. Laut Google & Booking ist alles belegt. Ich laufe in den Ort in der Hoffnung, dass ein Hotel einen Plan B für mich hat. Das hat schon öfter funktioniert. Am Hauptplatz sehe ich das Hostal Casa Amaya, ich rufe an, ja, sie haben noch ein Zimmer. Ich soll rein kommen. Die Tür ist offen. Erleichterung. Puh. Cielos Santos. Ein warmes Willkommen. Ich werde ein paar Dauergästen vorgestellt und es gibt etwas Smalltalk. Ich entschuldige mich, ich bräuchte dringend eine Dusche. Der ältere Herr schaut mich lächelnd an, wie ich in meiner Regenjacke völlig verschwitzt, verdreckt und mittlerweile auch schon recht fertig tropfend vor ihm stehe, und meint zwinkernd, “ja – wahrscheinlich besser zwei” 😉