Framus, 2023 gekauft.
Und? Wie siehts bei Dir aus? Rutscht der Gurt? Scheint der selbe wie bei mir zu sein
Framus, 2023 gekauft.
Und? Wie siehts bei Dir aus? Rutscht der Gurt? Scheint der selbe wie bei mir zu sein
Das ist mein Ruuvi, aber is nur ne spielerei. Hinterher kann man sich dann fragen, was man jetzt genau gemessen hat, die Hosentasche, die Feuchtigkeit der trocknenden Unterhose die am Rucksack baumelt, die Zeltaussenwand, oder war es doch der Zeltboden? Klimamessung is ziemlich freaky wenn mans ernst nimmt. Da ist zB der Peak runter auf 10°C - das war sicher der Zeltboden. Die Notch taschen taugen nix
😉
Anbei die aufgenommene Klimakurve für den Trip, hatte den Sensor entweder im (oft nassen) Außennetz im Rucki, oder oben im Zelt:
Es geht weiter bergab. Ab “Passo del Borgallo” verlässe ich final den E1/SI. Zunächst viele Birken. Später Esskastanienwälder. Schön wild und tschungelig. Man kommt an Bächen vorbei und kurz vor Valdena ein Friedhof mit Wasserhahn. Dann Strasse. Nochmal ein paar Trails, man läuft durch Landwirtschaft ins Tal. Mittags angekommen gibts erst mal Pizza und Bier. Dann ab ins Hotel, duschen und Klamotten waschen bevor es am nächsten Tag wieder heim geht
Man wacht auf und - Nebel. Wieder in Wolken geschlafen. Es geht weiter durch Bergbuchen, schöne Wälder, mystisch im Nebel. Rauf und runter. Immer wieder Bächchen. Ab Monte Tecchione geht es quasi immer bergab. Alles voller Pilzsucher, immer wieder queren sie aus dem Nebel. Zunächst zur Talstation “Zum Zeri”, wo ich ein nach bester “Hüttengaudi Manier” zubereitetes Tiefkühl Wiener Hühner Schnitzel serviert bekomme (man erspart mir zumindest die Pommes, danke Italien). Hier hört auch endlich der Nebel auf und die Sonne wagt sich zu teilen raus. Ab hier scheint es auch Ende mit der AV zu sein. Die Beschilderung bilde ich mir ein, wird ab jetzt auch deutlich spärlicher. Es geht nochmal etwas hoch, und dann richtig bergab. Buchen werden weniger und Birken prägen das Bild, je weiter man runter kommt. Der Boden wird sandig. Farne wuchern alle freien Plätze zu. Die Zivilisation wird spürbar und hinterlässt ihre spuren. Wo soll man da was zum schlafen finden? Von der “Fontana Gilenta” gibt es Wasser, daneben eine Wiese, sogar mit Feuerstelle. Wenn man etwas weiter geht, kommt man an ein Mahnmal zum Faschissmuss (“Cippo del Borgallo”) mit ebener Wiese und Blick ins Tal.
Von “Colla Craiolo” bis “Passo della Cappelletta” ist es bis auf wenige Ausnahmen wo es mal steil kurz bergauf geht, eine richtige “Ballerstrecke”. Endlich mit Sonne (und teils Bewölkung). Man läuft zunächst über Kuhwiesen, später kommt man durch Wälder. Waldautobahn oder guter breiter Single trail. Man teilt sich den Weg mit Mountainbiker und wohl auch Geländemotorrad Fahrern. Ich hatte das Tagesziel, grob beim Restaurant “Passocento” (super netter Service, tolles Essen, schönes Restaurant, geht! da! hin!) bereits um 13:00 erreicht, und beschloss nach einem königlichen Mahl weiter zu laufen, mit maximalziel “Bivacco Tre Confini”. Es gibt eine Homepage, mit dem man selbiges reservieren kann. Die Bedienung sprach hervorrangend Englisch und hat für mich dort angerufen. Man müsse den Schlüssel abholen, aber man könne im Eingang schlafen und sie wollen auf in digitales Schloss umsteigen. Ob ich den ein Zelt dabei hätte? Zelten stört hier an sich niemanden, meinte sie, das ist eher an der Küste so. Nur die Pilzsammler, die extra anreisen und respektlos & total bekloppt sind, mag keiner.
Ich bin dann mal los. Ab “Passo della Cappelletta” gehts wieder hoch, zuerst über Wiesen und später durch Bergbuchenwälder. Ab “Passo del Lupo” trennt sich zum ersten mal die AV vom SI/E1. Da es bald dunkel wurde entschied ich mich für die phlegmatischere Variante und ging unten den einfacheren SI/E1. Man kommt immer wieder an Bächen vorbei. Malerische eben Lichtungen, eine nach der anderen die ich links liegen lasse. Die Sonne lacht zum untergehen. Bei “Foce dei Tre Confini” geht es - zack - auf die andere Seite des Berges und steht wieder MITTEN in der Wolke. Kalt. Düster. An einer Quelle vorbei gehts noch wenige Meter zum “Bivacco Tre Confini”. Der “Hauptraum” ist wie erwartet abgesperrt, aber man könnte im Eingangsbereich schlafen. Es riecht nach frischem Putz und auch sonst ist der Eingang nicht sehr einladend. Wald bei dichtem Nebel ist auch ziemlich spoooky. Ich hänge meine Klamotten die vom gestrigen Waschen noch immer klamm sind nochmal zum trocknen auf, koch mir was getrocknetes und leg mich ab.
Aber innerlich hatte ich mich von dem Maxus schon in Norwegen getrennt weil mein Vertrauen in den Sack dahin war und mich das ständig auf den Hintern rutschen und nach hinten kippen unendlich genervt hat.
Mit wie viel hattest du den beladen gehabt? Habe den Aerus, da rutschen die Gurte auch etwas, das sind aber eher max 1cm alle 2h und nicht "zum Hintern runter". Bei mir äußert sich das dadurch, das der Rucksack nach 2h irgendwie zum schwingen anfängt. Nachziehen und passt. Und das ist auch nur passiert, wenn ich deutlich über 10kg drin hatte
Man läuft zuerst durch Nadelwald, später über Almwiesen bis zur Straße (hier wieder Nebel/Regen). Dann "Powerwandern" bis “Passo del Bocco” weil Teerstraße. Ist nach all dem Schlammgelaufe gar nicht so unangenehm zur Abwechslung. Dort wäre ein Restaurant das noch nicht auf hatte und saß in der nebenliegenden Bar und futterte ein (??) Baguett mit Schinken und Käse. Das bis dato beste Essen was ich bisher in Italien gefunden hatte. Man erlaubte mir mein Wasser aufzufüllen und ich füllte meine Frühstücksvorräte mit Schokoriegeln und Waffeln auf. Hektisches treiben in der Bar. Wieso hat es dieses über alles komunikative Volk, dass beim Abendessen gar so lange braucht, beim Kaffee gar so eilig? Müll los werden und weiter. Zunächst Strasse, dann geht es schönen Trail wieder durch Buchenwälder. Nebel und Regen. Es ist fies bergig. Überall tauchen Pilzsammler auf die einen schuldbewusst begutachten. “Ein guter oder ein schlechter?” sagt ihr Blick. Schulterzuck. Nur ein Tourist. Und weiter. Ein Hund sucht sein Herrchen, ich scheine andere menschliche Gerüche bei weitem zu übertünchen. Er findet mich gleich zweimal. Oben angekommen geht es wieder einen verregneten echt windigen Grat entlang. Es wäre sicher eine tolle Aussicht wenn es nicht so neblig wäre. Bei Colla Craiolo gibt es Wasser und man kann sich vor Regen in dem Kapellchen verstecken. Aber bei mir ist der Saft raus. Seit zwei Tagen laufe ich mit nassen Schuhen rum, die letzte Regennacht war auch nicht das angenehmste, ich beschließe auf dem auf der Karte eingezeichneten 50m entfernten “Agriturismo Colle del Faggio” zu klingeln und die Götter entscheiden zu lassen ob ich heute noch weiter gehe (ist erst 14:00). Ein alter Herr kommt, uneinsichtig dass ich kein Italienisch spreche deutet er durch die Gegend und erklärt etwas. Dann zeigt er mir dass ich rein kommen soll. Ein jüngeres Ehepaar auf dem Hof (die Kinder nehme ich an) spricht etwas Englisch. Ja, sie haben ein Zimmer, aber unvorbereitet weder Abendessen noch Frühstück. Das Zimmer ist günstig und schön eingerichtet, Dusche dabei. Alles toll. Ich verbringe den Rest des Tages damit meine Klamotten zu waschen und in mein Handy zu starren. Free Wifi!!
Nach dem Camping bin ich die 4km wieder hoch getrampt. Bin immer wieder erstaunt wie schnell man in den Bergen mit genommen wird, das dritte Auto hat gehalten. Der Trail geht zunächst angenehm auf und ab durch Kiefernwälder. Es gibt immer wieder schöne ebene Lichtungen. Bei Passo delle Lame ist mir das zweite Refugio “Rifugio Monte degli Abeti” über den Weg gelaufen. Abgeschlossen. Wie alle. Danach geht es ein keines Stück Waldautobahn und dann links hoch in den Buchenwald auf einem frisch planierten Stück Single Trail. Die sind da echt zu zweit mit Minibagger und Kettensäge durch den Wald und haben den Trail gerade gezogen. Es geht immer höher, an einer Quelle vorbei bis nach “Cian de Pumme” der Wald plötzlich auf hört und man über eine Almwiese Richtung Gipfel läuft. Zurück in die Wolke heißt das für mich. Und sofort ist es ein paar Grad kälter, also Windjacke an. Der Weg verliert sich im Gras, ab jetzt nur von Pfosten bestimmt, die alle 20m aufgestellt sind, was die Navigation bei dem Nebel gleich schwieriger macht. Dann etwas Wolken-Regen. Windjacke aus, Regenjacke an. Nach dem Gipfel geht es auf festem Geröll wieder Bergab. Ab “Passo della Springarda” habe ich mir eine Abkürzung zum geführten “Refugio Monte Aiona” um etwas zu futtern. Hier könnte man auch übernachten. Ich war schon etwas spät dran, und hab zwei Lasagne verschlungen, eine rote und eine grüne. Das Essen war so ok. Dann gings weiter. Es war schon recht spät und außerdem hats auch noch RICHTIG zum regnen angefangen weswegen ich die Abkürzung gleich direkt nach Passo dela Scaletta genommen habe. Es ist steil und an sich läuft man bei dem Regen durch Bäche. Kurz danach kommt ein schönes flaches Stück Wiese, gut geschützt im Wald. Es donnert und Blitzt mittlerweile.
Nach Passo della Forcella gehts noch ein bis zweimal knackig durchs Gestrüpp hoch, ab da wurde es ruhiger. Wetter endlich mal super. Sonne und immer wieder schöne Ausblicke über Hügel und Täler. Ich bin bei Passo Del Bozale rechts Richtung La Squazza abgestiegen um am Campingplatz Agri-Campingplatz Il Mulino zu nächtigen und zu duschen. Auf der Karte geht ein Weg direkt runter, leider ist der ab La Squazza so zugewachsen das ich die Straße nehmen musste. 1h. Poh. Nach 3 Tagen ohne duschen fand ich mich zu stinkig zum trampen. Aber mich hat eh interessiert, ob es in Bertigaro einen Supermarkt oder eine Bar/Restaurant gibt. Antwort: Nein, es gibt nichts.
Der Campingplatz ist auf einem Anwesen in dem Vorträge und Seminare abgehalten werden. Man kann sich auch Zimmer nehmen. Bin mir nicht sicher ob das nur ein "Yogaverrein" oder schon eine Sekte war 😉, aber als eine gefühlt 70 jährige Britin meinte, "I'm an Aprentice” musste ich als braver Disney+ & StarWars-Seher klar an die Sith denken 🙈. Aber alle nett. Man kann gegen Geld seine Klamotten waschen. Es gibt ein 3 Gänge Abendmenü a la cart. Das Frühstück ist halt italienisch schlicht.
Nach Barbagelata geht es erstmal knackig bergab, bei mir hats dazu noch knackig geregnet. 😖 Unten hat es ein kleines Flüsschen. Dann geht's wieder in den Wald. Anfänglich recht angenehm, später um "Bric dell’ Arietta" wird's heftig. Farne haben den Weg gefressen. Es geht bei echt dichter Vegetation schnurstracks bergauf. Während man sich nach oben kämpft, wird man lebendig von Bremsen und Getier gefressen. Oben kurz ggf Ausblick, dann geht's genauso knackig wieder runter, nur um gleich danach wieder hoch. Das macht einen mürbe. Klar wird man immer wieder mit Ausblicken belohnt. Ab Casoni di Arena wurde es dann gemütlicher. Dort fand ich dann auch das erste mal Wasser in Form von einem Bach, man musste etwas absteigen. Ab da war der “Wasserbann” gebrochen. Ab jetzt gab es immer wieder was.
Bei Monte Ramaveto ovest gings nochmal richtig knackig hoch, rein in die Wolke. Oben hats eine Kapelle, in der man sich verstecken kann. Überhaupt, wenn Ihr Unterschlupf vor dem Wetter sucht, sucht nach den kleinen Kapellen auf der Karte. Die sind sauber und offen, und zur Not könnten da auch 2-3 Leute mal übernachten. Alles andere ist versperrt oder versifft. Danach einen Grat lang. Mit Sichtweite von <50m hatte ich keine Ahnung wie weit es da runter geht, aber läuft mit gut Wind und schweren Regentropfen weiter. Wäre sicher ein super Ausblick bei gutem Wetter. 😭Bei Fo' De Driun geht es dann links runter, und nach wenigen Metern wird es ruhiger und wärmer. Man steigt ab und ist schnell aus der Wolke draußen. Angeblich gäbe es in 15min Entfernung zu Passo della Crocetta ein Refugio das nicht ausgeschildert war und das ich auch nicht gefunden hatte. Passo della Forcella ist an sich nur ein Parkplatz, mit einer kleinen Kapelle und einem Kriegerdenkmal die man irgendwie häufiger findet. Vorher hat man noch einiges an Bächlein passiert
Es geht gefühlt immer bergauf. Auch auf diesem Teilstück war alles ausgetrocknet, Es war ein Samstag, und somit war am meisten los am Trail. Ein paar Tagesausflügler und ein paar Mehrtageswanderer. Buchenwälder, Wiesen. Ab "Passo del Potello" gings die Strasse lang, aber kaum Autos. Es fängt zu nieseln an. Später dann läuft man auf einer MTB Strecke. So wie es da bergauf geht, möchte ich nicht runter schieben müssen. Man taucht in die ersten Wolken ein, viel Nebel und teils Regen. Wasser erst wieder im "Refugio Barbagelata" aus dem außen befestigten Wasserhahn. Das Refugio Barbagelata ist abgeschlossen, lässt sich aber wohl elektronisch entriegeln? (sh Foto oben) Der Wasserhahn ist außen.
Nachdem German Tourist irgendwo mal meinte, dass Sie auf dem SI weit weniger schnell vorankam als vorgenommen (finde grad die Quelle nicht) habe ich mir als Couch Potatoe im Schnitt 16 km am Tag vorgenommen. Das ist gut machbar. Ich denke 20 km wären auch drin gewesen, aber ich hatte auch keinen Ruhetag, nach langem Regen hat man auch mal ab 14:00 keinen Bock mehr usw usw
Bin in Creto wie gesagt grob Mittags angekommen. Angeblich gäbe es hier etwas wie ein Restaurant, selbiges sah eher zu bis final geschlossen aus. Die Flüsse auf der Karte waren alle trocken, angeblich gäbe es bei “Gola die Sisa” Wasser, das ich nicht finden konnte. Es regnete zu dem Zeitpunkt eh grad. Man läuft durch Wäldchen und Kuhwiesen. Auf letzteren sind die Wege entweder teils richtig verwachsen, oder Kühe haben selbst Trails angelegt, man muss ziemlich aufpassen hier sonst verläuft man sich ein paar Höhenmeter 😅. Auf der ganzen Strecke habe ich Wasser erst im Supermarkt in Scofera gefunden. Er macht nicht nur von aussen einen ziemlich heruntergekommenen Eindruck, und ist der einzige Supermarkt direkt am Trail, aber alle sind nett. Man bekommt das "kleine Sortiment" + Käse, Wurst & Fleischtheke. Angeblich gäbe es ein Restaurant etwas weiter draußen, das an dem Tag aber Ruhetag hatte. Und ein B&B, in dem der Besitzer einem ein Abendessen kocht, wenn man höflich frägt und das vorbestellt. Achja, kaum Mücken, dafür Bremsen
laut Karte wäre an sich alle Stunde mal ein Bach gekommen. Ich war am ersten Tag schockiert, als ich gar nichts gefunden habe, und bin ab da mit fast 3l los. Später war es weit besser, und es kommen unterwegs auch wieder Auffüllmöglichkeiten. Bin aber recht langsam, (hab grob 16km am Tag geplant). Ich würde nicht unter 2l los laufen und mich vorher erkundigen wo ich Wasser finde. Manchmal muss man ein paar hm absteigen um welches zu finden…
Zelten ist in Italien verboten. Mir wurde gesagt, dass es in Ligurien nicht kritisch gesehen wird. Es ist am Weg auch weit zu einsam um hier ein Problem zu haben. Patronenhülsen deuten auf Jäger. Es gab Pilzsammler mit eigenen Problemen. Und sonst war da niemand. An sich sind gute Campplätze (wenn nicht grad mal wieder supersteil alles) mit einem geübten Auge sicher einmal pro Stunde zu finden, auf der Topografischen Karte halt nach breiten Flächen suchen, aber auch da wo man es nicht erwartet, besonders in den Buchenwäldern, gibt es immer wieder flache stellen wo ein 1-2 Personenzelt wohl Platz hat - man sagt von Köhlern angelegt, das findet sich aber nicht auf der Topo
Ich bin mit dem Zug über Milano nach Genua, und von da weiter mit dem Bus 728 direkt nach Creto. Ursprünglich wollte ich mit der Bimmelbahn nach “Canova-Crocetta” fahren, aber die Bahn wurde gerade repariert.
Zurück bin ich über Borgo val di Taro, wo ich eine Nacht blieb und in einer Münzwäscherei meine Klamotten für die Heimfahrt gewaschen habe. Von dort gings per Zug über Parma nach Milano und dann wieder mit dem Nachtzug heim
Anfangs war es durchaus verwirrend, was ich da jetzt genau laufe. Bei mapy.com habe ich die Tour (danke nochmal für den Hinweis, Martin von diesem Thread) mit dem E1 geplant, welchen ich dann auf dem Teilstück von Creto bis “Passo del Borgallo” (genauer, ab da weiter bis Borgo Val di Taro), ca 130km, auf 9 Tagen gelaufen bin. (laut mapy 134,6 km mit 5171 hm rauf und 5348 hm runter. Höchster Punkt auf 1680müNN - Monte Aiona)
An sich verläuft der E1/SI/AV auf diesem Teilstück und zumindest bis "Passo del Lupo" auf der Alta Via dei Monti Liguri (AV) und ist dort auch meist nur mit AV ausgeschildert. Der AV versteht sich als Höhenweg, der die Wasserscheide des Ligurischen Apennins abläuft.
Der Trail ist trotz der teilweise vorhandenen Tendenz, einfach direkt bergauf zu laufen, zwar teils sportlich, an sich aber nicht technisch schwierig. Leider verwandeln sich diese Wege bei Regen schnell in Bäche, was für viel loses Geröll am Trail sorgt
Trailfräsen" Gehen durch Stock und Stein. Damit der E-Biker nen schönen Flow hat.
Wtf.... 😶
Der gleiche Artikel, aber für D mit einem anderen Preis. Andere wie LIOD machen das wohl auch so. So ne Art "Gebietsschutz" kenne ich nur von früher.
Unterschiedliche Mehrwertsteuer ist häufig ein Grund für unterschiedliche Preise in anderen (EU) Ländern zB D vs Ö
Zum Thema "Gebietsschutz" - wie kommst du auf "früher"? Das nennt sich Zoll und ist gerade so aktuell wie schon lange nicht mehr
Grüße aus dem sommerlichen Allgäu:
(...)
Tolle Bilder. Wäre cool wenn du die Tour mal mit gpx track vorstellen könntest (oder als PN?) 🥺
ich möchte hier den Bonfus Aerus vorstellen und damit eine Thread starten, in welchem Fragen, Erfahrungen und ggf Hacks zusammenkommen können. Ich habe den Rucksack im Frühjahr 2025 gekauft und bin jetzt etwas über 200 km damit unterwegs gewesen. Ich denke, ich kann somit erste, bescheidene Aussagen dazu treffen.
| Hersteller | Bonfus -> link |
| Volumen | 55l (47l Innevolumen, 8l Externe Taschen) |
| Gewicht | laut Hersteller 795g (auf meiner Waage 815g) |
| Aufbau |
|
| Material | Ultra 200X - offiziell Wasserdicht, getapte Nähte |
| Rücken | Trapez Rückengestell |
| Belastbarkeit | laut Hersteller 15 kg von mir bis 13 kg getestet und ok |
Vielleicht für die bessere Einordnung - Es handelt sich hier um meinen ersten UL-Rucksack, und ich komme von einem “Lowe Alpine Cerro Torre 65+20” (3kg). Der Kaufgrund für mich waren die Punkte:
Die Kommunikation mit Bonfus war super. Man wird gut beraten, auf Mails wird schnell reagiert. Bin echt Fan von der Firma. Das Ausmessen der richtigen Größe (S/M/L) hat mit der Beschreibung auf der Homepage gut geklappt. Betreffend der Lieferzeiten sollte man genau lesen wann, das sind eher Absendedaten. Man sollte da auch etwas Geduld mit bringen, auch wenn die Lieferzeit noch unter “moderat” fiel (also besser nicht fürs nächste Wochenende kaufen).
Erster Eindruck war “Solide, gut verarbeitet, an allem gespart was Gewicht hat”. Die Verschlüsse erschienen mir etwas filigran (bis auf den Bauchgurt), aber bis jetzt halten sie gut. Ist mein erster Rolltop, da greift man schon RICHTIG weit runter und es ist zappenduster drin. Würde mir echt überlegen, das Ding das nächste Mal in weiß zu kaufen. Allerdings zieht man sein Zeug eh eher “nach Gefühl" blind raus. Ich achte allerdings seitdem tatsächlich darauf, mir nach Möglichkeit kein schwarzes Gear mehr zu kaufen.
Das Trapez wird über einen Klettverschluss aufgespannt und kann zB für den Transport im Flugzeug “entspannt” werden.
Die beiden Seitentaschen sind riesig, und wenn der Rucki voll mit Essen ist, kann man z.B. ein Zelt gut an die Seite auslagern. Da passen locker zwei 1l Flaschen nebeneinander rein. Man kommt auch gut beim Gehen an die Wasserflasche im Seitenfach.
Die Netztasche hätte ich mir fast etwas größer gewünscht, passt aber. Was mir fehlt, ist eine Tasche, wo ich den wichtigen Kleinkram rein bekomme (Schlüssel & Geldbörse) und etwas für das Zerbrechliche (wie Brille oder Croissants). Für den Schlüssel habe ich mir einen Hacken rein geklebt. Für Brille & Geldbörse kauft man sich halt dann wieder Brust & Seitentasche (= Geld + Gewicht). Das Croissant kommt ins aufgeblasene Hauptfach. Wenn man die Luft nicht raus lässt, bleibt oben schön ein Hohlraum.
An sich war ich ja immer Fan von Deckelfach-Schnallen-Rucksäcken, da man seine Jacke o.ä. schön zwischen Hauptfach und Deckelfach schnallen kann. Das geht beim Bonfus auch schön mit einem V-Gurt, der über das Rolltop gezogen wird.
Da man nur ein Hauptfach hat, gewöhnt man sich schnell an eine Packordnung. Leider geht das dann mehr nach "Häufigkeit des Zugriffes” als nach “Schwere” wie es sein sollte. Allerdings ist in einem UL Rucksack eh nicht viel drinnen und man kommt so tatsächlich überall erstaunlich schnell ran.
Der Rucksack ist offiziell wasserdicht und hat getapte Nähte. Das klingt zunächst gut. Allerdings sei gesagt, dass die warme, ggf. feuchte Innenraumluft nicht raus kommt, und kondensiert und innen abläuft, wenn die Rucksackwand kälter wird. Das sammelt sich dann unten beim Schlafsack. Kleidung kann auch schlechter damit “ausmüffeln”. Bin unschlüssig, ob ein wasserdichter Rucksack eine ausnahmslos tolle Idee ist.
Habe das Ding mit bis zu 13kg gepackt (6 Tage Essen + 3l Wasser Worst case). Anfänglich hatte ich große Schwierigkeiten mit der horizontalen Querstrebe auf Bauchgurthöhe. Wenn man den Bauchgurt festgeschnallt hat, drückt es die Stange, da quasi am Bauchgurt befestigt, in die Wirbelsäule. (Kann an meiner Plauze liegen…) Da hilft auch das verbiegen der Vertikalstrebe nichts. Hab das Teil in Absprache mit Bonfus dann entfernt (verbiegen geht nicht da “Carbon Fibre”) und seitdem trägt es sich super. Man sollte darauf achten, dass auf Bauchgurthöhe nix im Rucksack drückt, wie eine Kompressionssackschnalle, das merkt man durch. Weiter oben is eh wurscht weil Rücken frei
Das Tragen selber war bei den 13 kg max die ich bisher beladen hatte ok. Kein Einschnüren der Schultergurte o.ä
Die Belüftung am Rücken funktioniert für mich. Weniger, dass man nicht schwitzt, sondern eher, dass es zu keinem Hitzestau kommt. Die wenigen Erfahrungen, die ich mit “Direktrücken” zB bei Kletterrucksäcken hatte, war, vor allem, dass die Rückenseite irgendwann zu jucken anfing, das habe ich hier sicher nicht.
Man bekommt den Rucki mit den Schnallen und vor allem den Load Lifters richtig schön wie ein Brett an den Rücken gezurrt. Da schwingt nix mehr. Allerdings sei gesagt, dass die schmalen Riemen wohl zu wenig Gegenhalt bieten, und man das Teil so alle 1,5h mal nachziehen und neu justieren muss, zumindest bei über 10 kg Belastung.
Am fünften Tag des Tragens hatte ich leichte Schmerzen an der linken Schulter vorne. Der Rucksack knarrzte an dieser Seite auch irgendwie. Nach abnehmen für 15 min ging es wieder. Ob das daran lag, dass ich den Rucki unsymerisch gepack habe, kann ich nicht sagen, aber das Zelt steht aufrecht innen eben links oder rechts (das Notch ist eher lang als breit zu packen wg den Endstreben). Optisch sieht der Rucki symmetrisch aus.
Die Seitenriemen - an sich sollten sie ermöglichen den Rucksack kleiner/schmäler zu machen - sind eher dafür geeignet zB Trekkingstöcke zu befestigen.
Wie geschrieben habe ich innen einen DCF Flick Hacken von ZPacks eingeklebt, um meinen Schlüssel idiotensicher zu verstauen. Habe auch Brusttasche und Bauchgurttaschen hinzugefügt, denke aber, dass die sich auf Dauer wegoptimieren werden. Eine Bauchgurtttasche für die "Daily Necessities" (Geld, Taschentücher etc.) wird wohl bleiben. Die Brusttasche ist eigentlich ein cooler Handyhalter, besonders wenn man selbiges aufladen möchte. Passt auch zusammen mit Akku gut rein. Allerdings steckt mein Handy meist in der Hosentasche. Die Brillentasche kommt auch zunehmend ins Hauptfach.
Für mich trägt sich der wie sich ein Rucksack tragen soll. Punkt.