Beiträge von Eichkatz

    Moin 😀

    Solltest Du ein disziplinierter Rückenschläfer sein, könntest Du bei niedrigen Temperaturen den Großteil der Füllung nach oben schütteln.
    Nach unten hin isoliert die Isomatte, (hoffentlich ausreichend) und somit hat man ein Backup für kalte Nächte.

    Auf dem Rücken zu schlafen lerne ich gerade und wenn es ansonsten kalt wäre ist das bestimmt der Disziplin zuträglich.

    Anschlussfrage: Wie viel Grad mehr bringt das denn wohl auf dem Rücken?

    Meine bisherige Überlegung dazu (am Beispiel WM Summerlite):

    Nehmen wir mal 80% der Füllung oben an, das wären dann 228 g. Cumulus gibt mit dem Aerial, einem daraufhin optimierten Schlafsack ohne Rückenfüllung, bei 250 g 2 Grad Komfort an. Seien wir sehr optimistisch und setzen das gleich. Nimmt man das an wären es also 3 Grad mehr für die ganze Arbeit. Und ob es so gut funktioniert ist die nächste Frage, schliesslich ist auf einer Seite der RV im Weg, wohingegen beim Aerial die gefüllten Seiten noch leicht herumgezogen sind und er nicht mal einen RV hat, der beim Summerlite ja auch noch abgedichtet sein will …

    WM macht ja Werbung mit den durchgehenden Kammern („continuous baffles“), wo man die Daune zwischen oben und unten verschieben kann.

    Auch nach lesen auf backpackinglight.com und fragen im blauen Forum bin ich noch nicht wirklich schlauer: Ist das Marketing oder bringt das was?

    Aktuell tendiere ich für meinen ersten Daunenschlafsack ansonsten zu nem X-lite 300 mit 5 mm 2/3 Zip, dem Pertex Quantum 29 vom Lite Line als Material und Quantum Pro für äusseres Fußteil & Kapuze. Die Specs finde ich nämlich sehr charmant (Größe L):

    Ich koche & brate auch gerne was, mir reicht bisher aber immer die Kombi Feuer / BRS + Titantopf (Lixada 650 ml) bzw Titan-„Pfanne“ (Snowpeak-Teller).

    Im blauen Forum hatte ich mal mehr dazu geschrieben.

    Ergänzungen: Auch im Topf habe ich so schon mit viel rühren gekocht. Als Pfannenschieber nutze ich den Löffel vom genialen Esbit-Titanbesteck, der ist oben flach.
    Einschränkungen: Im Winter bin ich bisher nicht unterwegs gewesen. Und mit starkem Wind hatte ich es auch noch nicht zu tun.

    ... der letzte gefällt mir dabei richtig gut, die Kordel-Aussparung könnte perfekt an meine Taschen passen. Leider erst ab März wieder verfübar.

    Ja, der könnte für deinen Anwendungsfall genau passen: Richtig leicht und vermutlich gerade noch groß genug um ihn einfach zu öffnen. Ich empfehle dir aber, einen Belastungs-Test mit dynamischer Last zu machen. Also Gewichte im Umfang der schwersten zu erwartenden Beladung in die größte Version deiner Taschen rein, dann hüpfen & rennen. Die 25 daN, also 25 kg Bruchlast klingen viel, die gelten aber nach meinem Halbwissen nur für statische Last.

    Supergut, vielen Dank für die detaillierte Vorstellung inkl. Historie & Denkprozess!

    Die besten Produkte entstehen imho aus eigenen Bedürfnissen. Wenn dann noch neue Ansätze aus anderen Domänen (wie bei dir mindestens Cosplay) dazu kommen …

    Und wie cool, dass neben Cross Hammock noch ein weiterer Selbstständiger zum Forumstreffen kommt! Jetzt freue ich mich noch mehr drauf als ohnehin schon 😀

    Das von Wilbo verlinkte Ali-Gehäuse soll ein „Siliziumbeschichtetes Zelt“ sein. Heißt das, da sind die Solarpanele gleich mit eingebaut? 😂🧐

    Lost in translation, ein „e“ macht den Unterschied:

    Silicone -> Silikon

    Silicon -> Silizium

    Das hab ich auch schon mal an prominenter Stelle verwechselt …

    Ich bin immer wieder erstaunt, was man in China für wie wenig Geld herstellen kann.

    Ich war mit meiner Tasche schon in D, A und I unterwegs, da brauchte man das nicht.

    SNCF in Frankreich wars, die möchten ein zerlegtes Rad gerne in markierter Hülle.

    Was den Edding angeht, Hike-a-Bike : Die Stoffe sind tendenziell dunkel. Außerdem darf es gerne groß sein und professionell aussehen. Ich hab da eher an sowas wie die Kombination aus Schablone & Sprühlack gedacht, hätte aber gerne noch ne Alternative.

    In manchen Ländern ist eine Kennzeichnung / Markierung der Hülle gefordert (ohne nähere Erläuterung iirc, die Links reiche ich noch nach).

    Das deute ich als das Wort „Fahrrad“ in Landessprache, bestimmt gerne auch mit einem Piktogramm. Bei Tranzbag habe ich gerade nochmal geschaut: Die haben nur ein Bild.

    Hat von euch jemand eine Idee, wie man das auf eine Hülle aus Nylon sinnvoll draufbekommt?

    2022 bin ich arbeitsbedingt eine Zeit lang wöchentlich mit Rad und Zug gependelt. „Urban Bikepacking“, sozusagen. Zuerst mit einem Faltrad von Strida, dann eine Zeit lang im Rinko-Style mit einem Cannondale Slate (Gravel-artig). Letztlich wollte ich dafür aber ein besseres Faltrad. Ich habe die üblichen Verdächtigen recherchiert, getestet und es ist ein Birdy Rohloff geworden.

    Einige Brompton-Features hatten mich aber so überzeugt, dass ich die auch am Birdy haben wollte. Also habe ich sie ergänzt.

    Mit einem Adapter habe ich eine Brompton Front-Gepäckhalterung für den fantastischen Brompton Messenger-Bag angebracht. Der fasst mein Gepäck für eine ganze Woche und lässt sich extrem schnell zwischen Rad und Schulter wechseln.

    Mein Birdy kam in Vollausstattung, also auch mit Lowrider-Frontgepäckträger an dem man es ziehen kann. Das hat für sich alleine gut funktioniert, mit der Brompton-Halterung aber nicht mehr. Also habe ich einen eigentlich für Kanus gedachten Griff befestigt. Zusammen mit den größeren Rollen aus alten Inlineskates lässt es sich so prima ziehen und schieben (hauptsächlich innerhalb von Zügen und Restaurants).

    Nachdem ich damit schon am Strida so zufrieden war habe ich auch am Birdy eine kleine 8l Kühltasche permanent (kann auch gefaltet dranbleiben) auf den Gepäckträger montiert.

    Und irgendwann habe ich noch das Front-Schutzblech verlängert (hier noch nicht zu sehen) und die Birdy-Rahmentasche mit Überwurf-Tasche drin gekauft.

    „Normales“ Rinko (immer noch weit vom Mainstream entfernt, deswegen die „“) ist und bleibt super und wird immer das kleinstmögliche Packmaß in einer Dimension haben: Wenn sich die Räder nicht drehen müssen können sie näher an den Rahmen.

    Ebenso hat es für alle Räder ohne Titan-Rahmen den immanenten Nachteil, dass die an den Rahmen gegurteten Laufräder scheuern. Je mehr das Rad bewegt wird desto mehr. Das ist an lackiertem Alu wie bei mir nur doof, bei Carbon kann es aber ein echtes Problem werden.

    Was deine Einsatz-Schilderung angeht, Cross Hammock so ist sie sehr streamlined. Ich fahre schon zum nächsten Hub (Köln) mit dem Zug, muss also mindestens 1x umsteigen. Oft kommt näher am Ziel auch noch eine Nahverkehrs-Verbindung dazu. Meine relativ kurze Anreise zum Forumstreffen beispielsweise kommt auf der Hinreise mit 3 Zügen aus, auf der Rückreise war die beste Option (Zeit, Preis) eine mit 4. Umstiege sind nicht oft am selben Gleis, gerade zwischen Nah- und Fernverkehr ist es üblicherweise weiter. Zwischen Umstiegen plane ich immer Zeit um Verspätungen aufzufangen, vor allem am Anfang. Das heisst ganz oft dann halt Zeit im bzw um den Bahnhof herum verbringen (mit entsprechender Wegstrecke) und machmal trotzdem noch rennen um den nächsten Zug zu kriegen. Und im letzteren Fall steige ich in den ersten Wagen neben der Treppe, nicht den leersten oder den mit meiner evt. Sitzplatz-Reservierung. Das ist dann einer der Fälle für Strecke im Zug, wo es oft eher eng ist.

    Kann man jetzt durch das alles sein Rad & Gepäck schleppen? Klar, habe ich bisher ja auch immer gemacht. Ist das aber angenehm? Nein.

    Und das ist alles noch der Easy-Mode, wo alles weitestgehend nach Plan läuft. Wenn ich jetzt noch das Fass aufmachen würde, was nur bei meinen eigenen Bahnreisen mit Rad schon komplett schiefgegangen ist … das würde hier zu lang, erzähle ich gerne am Lagerfeuer.
    Ein Kapitän A.D. der Handelsmarine und ich waren uns auf einer dieser Reisen jedenfalls einig, dass man nicht nur auf hoher See und vor Gericht in Gottes Hand ist sondern auch in der Bahn ;)

    2021 wurde ein Konzeptrad vorgestellt, das die Attraktivität von multimodalem Bikepacking deutlich erhöht: Der „Rinko-Roller“ von Cycles Cadence. Die Idee ist schnell zusammengefasst: „Besser als ein für Zug / Bus / etc zerlegtes Mountainbike ist eines, das sich im zerlegten Zustand noch rollen lässt.“ (paraphrasiert).

    So faszinierend der Rinko-Roller ist, so irrelevant ist er trotzdem für die allermeisten. Deutlich attraktiver wäre eine Nachrüstlösung für bestehende Räder.

    Nach über 3 Jahren und einem Haufen verworfener Ideen & Prototypen bin ich stolz, den Eichkatz-Roller vorstellen zu können:


    Ich habe ein deutlich kleineres Packmaß als das Original erreicht. Mein Rad mit 27.5x3.0 Rädern, Rahmengröße L und Boost-Achsen ist als Roller 109x79x42 cm klein.

    So darf es in Italien, mit den strengsten mir aktuell bekannten Maßen, in Schnellzügen mitfahren und passt natürlich auch sonst an viele Stellen.

    Leicht ist die Lösung auch, alle zwingend benötigten Teile zusammen wiegen aktuell 109 g:

    Die, die sinnvollerweise dauerhaft am Rad bleiben machen davon 40 g aus:


    Bewähren darf sich der Eichkatz-Roller dann das erste Mal Ende des Monats: Zum Forumstreffen komme ich mit Rad & Zug.

    Uhuu - interesante Idee! Und so einfachv umsetzbar, coole Idee! 8)

    Ließe sich ggf. ja auch wie beim Roller-Vorbild auf den Kopf umsetzen. :thumbup:

    Danke! Einfach ist relativ. In Vergleich zum dafür extra geschweißten Rad auf jeden Fall. Mein Ansatz ist halt nachrüstbar. Es hat aber auch so noch einige verworfene Prototypen gebraucht bis ich erstmal zufrieden war. Darüber hinaus steckt der Teufel im Detail. Und wie gesagt: Der Test steht noch aus.

    Ich will hier aber nicht den Thread sprengen, hier gehts ja um Rinko in der Tasche.

    Ich mach die Tage mal nen eigenen Thread auf, da können wir weiter über den Roller reden.