Beiträge von ozeana

    Ich habe früher bis vor Corona recht intensiv Couchsurfing genutzt. Dann haben sie die Profile (inklusive dem eigenen) ohne Ankündigung von heute auf morgen hinter der Bezahlschranke versteckt 😡, seitdem hat es für mich gestorben. Das Netzwerk hat da logischerweise sehr viele Mitglieder verloren, ich weiß nicht, wie aktiv Couchsurfing jetzt bleibt und ob sich wegen der Bezahlversion entsprechend auch das Klientel verändert hat. Es gab damals Versuche, auf BeWelcome als kostenlose Alternative umzusteigen, aber dort waren zu wenige Menschen aktiv.

    Ich habe Couchsurfing aber vor allem im städtischen Raum genutzt, beim Trampen oder Städtehopping, meistens sehr spontan, habe auch als Gastgeber eher spontane Anfragen akzeptiert. In weniger belebten Gegenden gab es wenig Auswahl, erst recht für kurzfristige Anfragen. Ich fand es besonders in anderen Ländern praktisch, weil man da auch was von der Sprache und mit Glück ein paar Geheimtipps von Locals mitbekam. Die meisten Erfahrungen waren gut und die Menschen nett, aber es gab auch ein paar schräge dabei.

    Ein Freund von mir hat auf Fahrradtouren gute (gelegentliche) Erfahrungen mit Warmshowers gemacht.

    Danke ansonsten für die vielen Namen, Zeltgastgeberportale kannte ich fast alle noch nicht, vielleicht tauche ich mal wieder in diese Art der Reisen ein.

    Danke an alle für den Input zur Biwakiersituation und einen besonderen Dank an @Nelson und tereglu für die konkreten Vorschläge.

    Du könntest einfach die klassische, große Allgäurunde anfangen, soweit du eben nach Zeit und Wetter kommst!

    Da müsste ich nochmal genauer schauen, klingt nach etwas mehr Zusammenpuzzeln und Unterwegsgucken, oder gibt's das tatsächlich als eine suchbare Tour? Speichere ich jedenfalls als Option fürs nächste Mal.

    Das sind so 70 km, größtenteils auf der Höhe, leichte Grate, etwas Kraxelei, Abstecher zum Hochvogel möglich.

    Die Tour spricht mich sehr an. Erst dachte ich, man muss doch einiges zusammenstückeln, aber du hast den Verlauf super beschrieben und am Ende ist alles schnell überschaubar und übersichtlich geworden. Danke dafür! Das ist bei mir jetzt Option 1.

    Ansonsten ist noch die andere Seite von Sonthofen aus im Rennen, Nagelfluhkette, irgendwas zwischen Himmelsstürmer/E4 und andere Trails dazwischen, also etwas niedriger.

    Und dann müsste ich noch nach talnahen Ausweichrouten als Schlechtwettervariante suchen.

    Ich wollte schon seit einer Weile mal ins Allgäu, nun habe ich Zugtickets für Ende September, ca. 7-10 Tage. Entlang des RE17 (Immenstadt-Sonthofen-Fischen-Oberstdorf) könnte ich aussteigen und sollte am Ende auch wieder in den Zug steigen können.

    Habe aber bisher noch nicht so richtig einen Plan. Mir wurde mal die Himmelsstürmer-Route der Wandertrilogie empfohlen. Kennt sie jemand? Welcher Abschnitt wäre in so 8-9 Tagen (langsames Tempo) + Anreise gut machbar und zu empfehlen? Wie überlaufen sind die Routen? Welche alternativen Routen könntet ihr empfehlen?

    Ich würde am liebsten

    - auf einsameren Wegen und eher Single Trails unterwegs sein

    - eine feste Route haben, an die ich mich orientieren kann (zwar mit Abweichungen nach Belieben oder Notwendigkeit, aber eine neue Route zusammenzustückeln würde mich eher stressen)

    - idealerweise mehr Gratpassagen und weniger Höhenmeter-Zickzack wandern

    - ein Plus wären klettersteigähnliche Passagen oder leichte Klettersteige in der Nähe, die man ohne Ausrüstung (und mit dem Trekkinggepäck auf dem Rücken) mitnehmen könnte. (Prinzipiell hätte ich schon auch Lust auf 'richtige' Klettersteige, aber ein Set für einen Steig mitzunehmen und den Rest der Tour mitzuschleppen scheint mir überdimensioniert.)

    Auch über sonstige Tipps für die Gegend würde ich mich freuen. Ich wäre mit Zelt unterwegs, wie unentspannt wäre es, wenn man da auf Unterkünfte verzichten wollen würde? Wie überlaufen wäre es zu der Zeit? Wettermäßig sieht es aktuell mild aus, ansonsten müsste ich wahrscheinlich talnahe Alternativen suchen. Irgendwas Regionsspezifisches zu beachten?

    Hergestellt werden die Schlappen ja in der EU, genannt wird Frankreich. Vielleicht brennen sie die Dinger hinterm Haus aus Verpackungsresten?

    Wahrscheinlich bestellen sie beim Hersteller hier:

    Mule spa Jetable - Jet-Tong ® tong et mule spa jetable

    Da könnte man sie auch in Rosa bekommen in Päckchen à 40-50 Stück à ~60€ 😅

    Übrigens gibt's da auch andere interessante Einmalsachen zum ul-zweckentfremden, man braucht nur immer so 30-50 test-&sammelbestellwillige Menschen.)

    So analog Buchtiteln wie "Running with Scissors" oder "Born on a Blue Day" habe ich bei deinem Titel einen witzig-poetischen Reisebericht erwartet, der vom freudigen Tapetenwechsel handeln 😅

    Und ganz konkret eine folgende Situation auf Tour:

    …ich nach Lesen der Google-Bewertungen nicht mehr. Bleibt halt eine vorgebackene, kühl gelgerte und wiederaufgewärmte Pizza.

    Soll ich vom Automaten also keine Michelin-Sterne-Küche erwarten? Da bin ich jetzt aber enttäuscht ;)

    Übrigens ist ein häufiger Grund (neben den leeren Automaten) für die negativen Bewertungen der Franzosen, dass auf der Pizza zu viel Käse ist. Zu viel Käse! Das ist natürlich ganz besonders schlimm :S

    Ein Mysterium im Land der Gourmets 🇫🇷:

    Der Pizzaautomat

    😳

    Anscheinend ist aber in F selbst die Automatenpizza haute cuisine und das mit "artisanale", frisch, lokal etc. stimmt:

    https://www.ouest-france.fr/normandie/saint-aubin-darquenay-14970/un-champion-du-monde-de-la-pizza-installe-un-nouveau-distributeur-pres-de-ouistreham-5d982dce-7972-11ee-8244-875977830c7e

    oder hier für den Bildeindruck:

    Externer Inhalt youtu.be
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    Jetzt hab ich Hunger :)

    Okay, da hätte ich auch Angst, hauptsächlich weil die Franzosen beim Thema Schusswaffen und Alkohol eine etwas eigene Einstellung haben.

    Das kam dann noch dazu..

    müsste, dem gr5 folgend, so ca 10km vor dem Grand Ballon gewesen sein, ausgestattet mit Kamin und Holzwerkzeug

    Ich tippe auf Refuge du Storkenkopf! Würde aber nicht ausschließen, dass auch andere solche Hütten nachts ihr Eigenleben führen. (Irgendwo hatte ich auch die ganze Nacht Phantom-Mäuse am Werk..)

    Meine ~erste Waldnacht war wenig entspannt. Da konnte ich viele der Geräusche noch nicht einordnen, so auch das typische Reh-Gebrülle ab der Dämmerung. Ich musste die ganze Zeit an bronchitisgeplagte tollwütige Füchse und - aus irgendeinem noch seltsameren Grund - Schakale 😅 denken. Außerdem, da ich nur mit Schlafsack&Iso, ohne Zelt oder Tarp dalag, hatte ich eine aufdringliche Sorge, selbst in dem Dickicht, in das ich mich zum Schutz reingeschlagen habe, aus Versehen eine Tierfährte zu blockieren und in der Nacht von Wildschweinen zertrampelt zu werden 😂

    Jahre später, mitten in einem riesigen Waldgebiet in Elsass, mit Zelt diesmal, sorgten Wildschweine wieder für eine mäßig erholsame Nacht, mit dem Wiederaufleben der Trampelfantasien. Die Wildschweinrotte war diesmal aber real und gut neben dem Zelt hörbar, bei der Spotsuche in der Dämmerung habe ich offensichtliche Spuren übersehen. Das benachbarte Waldstuck war als Jagdgebiet abgesperrt, es waren auch ab und zu Schüsse zu hören, und da gesellte sich zu den übrigen die Fantasie, dass aufgescheuchte Wildschweine aus dem Jagdgebiet in meine Richtung fliehen und übers Zelt trampeln... Als ich nach ein paar Stunden Zuhören, Grübeln und Googeln dann doch eingeschlafen bin, träumte ich davon, wie ich die Keiler, die schon bis ins Zelt eindringen, mit lautem Rufen und Klatschen vertreiben wollte. Händeklatschend wie eine sehr langsame Marionette aufgewacht.

    Ansonsten geht es nach einer Nacht Eingewöhnung mehr so routinemäßig. Die erste Nacht ist schon noch irgendwie eine Umstellung. Wald oder Wiese ist dann für mich aber eigentlich egal.

    Ich habe auch mehr Ängste und Grübelsorgen wegen Gewitter/Sturm im Freien. Und in Bezug auf Menschen (Kontrollinstanzen oder aber auch zwielichtige Gestalten), deshalb gehe ich eher meist tiefer in den Wald bzw. ab von den Wegen und weiter weg von Hütten (letzteres auch wegen den vom Müll angezogenen Tieren.)

    York Die Hütte in den Vogesen kenne ich, glaube ich, auch 😅 Sobald Nacht wurde, kam da soviel Leben, gefühlt drinnen wie draußen, dass ich, nach dem zigsten zwanghaften (und natürlich erfolglosen) Nachschauen kurz davor war, wieder nach draußen zu ziehen, trotz Gewitter. Aber Müdigkeit und Faulheit (und Fatalismus ob der potenziell am Morgen weggefressenen Sachen) gewannen dann letztlich...

    Ich habe mal gehört, dass Füchse gerne Schuhe klauen.

    Ist mir zum Glück noch nicht passiert. Aber ich glaube, Wanderfalter hätte da 'ne Geschichte zu erzählen.

    Als ich noch ein Einwandzelt hatte, kam standardmäßig alles rein (teils mit der Konsequenz der nächtlichen Mäuseattacken durch den Zeltboden). Jetzt mit dem engen Inner fühlt es sich unverhältnismäßig an, die Apsis ungenutzt zu lassen, also lasse ich die Schuhe meist dort, aber es fühlt sich wie Risikospielen an.

    Wenn ich sie doch reinnehme, nutze ich übrigens so OP-Schuhüberzieher, kriegt man manchmal in Krankenhäusern. (Oder sonst zu kaufen, ähnlich diesen hier: https://www.kaufland.de/product/453588066/). Wiegen fast nichts, lassen sich leicht überstreifen und halten das Zelt sauber. (Auch als Hütten- und Dusch-Notschlappen brauchbar, sind aber nicht lang belastbar.)

    Ich habe zwei Merino-Buffs, einen nutze ich (doppelt gelegt) immer als Mütze, einen für den Hals. Oder eine Merino-Balaclava. (Oder beides.) Aber das trage ich auch im Schlafsack, ich friere schnell am Kopf, trotz dünner Haardecke.

    Wenn es kälter wird - Daunenweste mit Kapuze. Wenn sie am Körper zu warm ist, ziehe ich nur die Kapuze an/fest und der Rest der Weste hochgeschoben bildet dann einen fetten Buff um den Hals. Quasi eine Bastelbalaclava. Etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber funktioniert :)

    Auf meiner MYOG-Liste steht aber noch eine "richtigere" Daunen- oder Apex-Balaclava, ähnlich wie oben schon erwähnt.

    Sprachnotiz aufs Handy.

    Ich möchte das erweitern: Diktierfunktion. Dann muss ich später nix anhören, sondern kann direkt lesen. :)

    Finde/fand ich überlegenswert als Alternative.

    Womit/mit welcher App diktierst du und wie gut ist da die Umwandlung in Schriftsprache? Geht das offline? Und: wie viel Akku zieht das Prozedere?

    Ich habe das mal (zuhause) in OneNote versucht, wo ich auch sonst schreibe, und das schien erstmal vielversprechend, auch um im Fluss bleiben zu können. Aber zum einen geht das da nur online, zum anderen ist die Erkennung manchmal mittel bis witzig, gerade bei Namen, - und parallel aufzeichnen (bzw. pausieren) und korrigieren geht da irgendwie nicht.

    Online scheidet für mich unterwegs eher aus, und Akkubelastung ist je nach Dauer evtl. auch nicht unbeachtlich.

    Noch interessanter wäre vielleicht eine App, die die Audio-Notizen wahlweise auch nachträglich in Schrift umwandeln könnte, gibt's da was? Ist aber mittlerweile noch mehr OT...

    Man muss sich nur überlegen, in welcher Reihenfolge man ein Blatt beschreibt und entsprechend umfallen –kann kompliziert werden :D

    Ich nummeriere die "Seiten" (also die gefalteten Vierteln) in der Schreibreihenfolge. So kann man der Komplexität etwas vorbeugen und die manchmal skurrile Abfolge-Logik, die beim Schreiben noch so selbstverständlich erschien, auch später beim Lesen nachvollziehen. (Kann dann unter ungünstigen Umständen trotzdem zum Wimmelbild werden.)

    Gebundene kleine Blättchen sind mir letztendlich lieber. Es reicht auch selbstgebastelt mit Fadenbindung. Leider schreibe ich mittlerweile seltener und weniger, so dass mir manchmal selbst ein Teil vom A7- (oder war es A8?) Heftchen reicht. Foto zwecks Größenvergleich mit A4/A5-Leuchtturm:

    Pro-Tipp: Keinen wasserlöslichen Fineliner verwenden ;) (Ratet mal, woher ich das weiß...)