Beiträge von Jan234

    Ich denke man muss halt unterscheiden, ob Hygiene:

    1. zur Vorbeugung von Infektionen bei sich und anderen;

    2. für den Komfort bei sich und anderen (Geruch, fettige Haare etc.).

    Ersteres halte ich für unabdingbar, sprich Händewaschen, Zähneputzen, verantwortliche Nummer 2, und was caficon ansonsten gut zusammengefasst hat. Aber auch Vorbeugung vom "Wolf" durch Scheuern an verschiedenen Stellen, das ist aber schon wieder ziemlich individuell (Behaarung, Schweißproduktion etc.).

    Letzteres ist halt ziemlich individuell und hat auch mit den Gewohnheiten und Vorlieben außerhalb des Trails zu tun (jeden Tag duschen? Seife oder no poo? Deo oder nicht? Knoblauchliebhaber? Etc. pp.).

    Und möchte nur noch mal betonen, dass (gezielte) Hygiene und Stärkung des Immunsystems kein Entweder-Oder sind, sondern sich ergänzen.

    Ich bin solchen Hunden auf dem Lykischen Weg auch begegnet. Schon beeindruckend. Aber eben auch typische Herdenschutzhunde, die normalerweise vor allem viel Krach machen und Dich verscheuchen wollen. Dass die nachts ans Zelt kommen, wundert mich. Klingt nach schlecht ausgewähltem Lagerplatz - da muss ja ein Hirte in der Nähe gewesen sein?

    Ansonsten sind Hunde tatsächlich auch meine Hauptsorgen beim Übernachten. Wie Wilbo schrieb, denen liegend zu begegnen ist halt doch was anderes als stehend/gehend. Persönlich find ich's da auch besser, wenn ich sehe, was kommt und nicht nur höre. Glaube auch nicht, dass eine Zeltwand da so viel Schutz bietet.

    Bis auf weiteres ist das, neben meiner Schiedsrichter-Pfeife jedenfalls mein psychologisches Backup für potenziell aufdringliche Wildschweine.

    Ich bilde mir ein, dass Blenden mit der Stirnlampe vielleicht was bringt. Hab die nachts immer um den Hals, damit ich nicht suchen muss.

    Kann jetzt auch bestätigen, dass Brennspiritus in Griechenland einfach in Supermarkt zu finden ist. Zumindest gesehen in Kalamata (größere Stadt) und Dimitsána (touristisches Dorf am Menalon Trail). Sehr angenehm die kleineren Gebinde (240 ml), perfekt für eine Woche und man muss nicht von einem Liter das meiste weg schütten. Man muss nur drauf achten, zwischen dem ganzen Brennbaren das richtige zu wählen (blau).

    Wow, Respekt! Solche selbst zusammengestellten Routen finde ich immer am spannendsten.

    Vielleicht hast Du ja Lust, deine Tier- und Pflanzenbeobachtungen auf iNaturalist zu posten? Bringt nutzbare Forschungsdaten, ein kleines zusätzliches Reisetagebuch, und in Australien gibt's sicher ne aktive Community, die deine Bestimmungen bestätigen kann.

    Danke für diesen Faden! Als Folge hab ich auf meinem letzten Trip eine 3 mm EVA zusätzlich zur Xlite mitgenommen - nie mehr ohne, aus den ganzen oben genannten Gründen.

    Besonders hervorheben möchte ich aber die Nutzung als Isolierweste unter der Windjacke. Funktioniert wirklich und spart mir jetzt die Puffy ein (die eh platt ist). 200 g in der Summe gespart, Funktionen und Sicherheit gewonnen :)

    Dabei ist mir aufgegangen (wahrscheinlich alter Hut für viele hier), dass das ja noch besser mit der Luftmatratze geht! Dann kann man gleichzeitig auf seiner EVA-Matte sitzen, und: die Isolierleistung ist regulierbar! Irgendwann sieht's dann aber echt doof aus und schränkt die Bewegung ein - das passiert, wenn man es mit dem Pumpen übertreibt ;)

    Kurze Postkarte statt ausführlichem Tourbericht vom Menalon Trail im zentralen Peloponnes. Hilfreicher Bericht ansonsten hier. Hufeisenförmig, 75 km, mit Start/Ende in Stemnitsa und Lagkadia. Hin bin ich von Tripoli aus per Anhalter und zurück mit dem Bus.

    Der Weg hat mir sehr gefallen, extrem abwechslungsreich: Wacholder-Eichen-Weiden, mediterrane Macchie, Schluchten, Wildbäche, Tannenwälder in der Höhe, Kloster im Fels, hübsche Bergdörfer. War kaum was los (nur zweimal Wanderer getroffen), war aber auch sehr kalt nachts (knapp unter Null). Tagsüber dafür Sonne, und da wird's an einem Felshang auch jetzt schon echt warm.

    Versorgung mit Cafés, Tavernen, Mini-Märkten, Apotheken an Start-/Endpunkt sowie in Dimitsana und Vytina problemlos, dazwischen haben nur manche Tavernen offen. Brunnen oder Zapfhähne mit Trinkwasser gibt's in jedem Dorf, die Bäche dazwischen sind später im Jahr womöglich trocken. Insgesamt wohl viel Wasser dieses Jahr, einige Stellen komplett überspült oder weggerutscht. Zelten ging gut, später im Jahr sind aber dann an vielen Stellen Hirten unterwegs. Unterkünfte gibt's auch einige, aber nicht super günstig (hab nur kurz geschaut). Wegmarkierung durchgehend sehr gut.

    Bin sehr entspannt in fünfeinhalb Tagen gelaufen. Wenn man nicht gerade seine Fersensehne schont, morgens rumbummelt, Zeit in Cafés verschwendet etc. kann man den sicher in 2-3 Tagen durchlaufen :)

    Ich war beruflich in der Gegend und hatte den Weg auf waymarkedtrails.org entdeckt. Ob sich ein Trip extra dafür lohnt, weiß ich nicht... Aber der E4 kreuzt in Vytina!

    War 2024 dort, im März.

    Mücken - wie siehts aus im März? Brauch ich ein Mesh Inner?

    An einem Spot über einem feuchten Tal bei Vallehermoso hatte ich eine fiese Nacht wegen Mücken (nur Tarp, kein inner dabei). Würde bei dem Klima grundsätzlich auch das ganze Jahr Mücken erwarten. Der Rest der Insel ist zumeist trocken, aber ich würde eine Form von Netz für nachts mitnehmen.

    oder in der Bar des Canpingplatzes El Cedro (die Besitzerin ist allerdings nicht besonders gut gelaunt gewesen).

    Das war schon 2024 so ^^ Der Platz war wirklich sehr rustikal (= heruntergekommen), hab mich da nicht so wohlgefühlt. In die Outdoor-Duschen konnte man oben vom Restaurant aus reingucken ;) Essen im Restaurant selber war aber sehr gut.

    Tipp: dünne Schaummatte als Schutz für Luftmatte mitnehmen, ist sehr steinig auf der ganzen Insel. Und keine Uberlite ;) (bin deshalb 2024 nach drei Nächten auf Hotels/Ferienwohnungen umgestiegen).

    Du kannst aller Etappen um die Insel übrigens auch problemlos per Bus erreichen, sprich sich an einem Ort einquartieren geht (San Sebastián ist da natürlich als Knotenpunkt am praktischsten).

    In Hoch-Risikogebieten: Zecken nach Stich aufheben und einschicken lassen. Die können im Labor auf FSME und Borreliose untersucht werden

    Hm, ich bin mir nicht so sicher, was das bringt. Selbst wenn die Zecke eines von beiden hatte, weißt Du ja trotzdem nicht, ob Du infiziert bist, und das ist doch das einzig relevante?

    Irgendwann habe ich angefangen jeweils im Herbst einen Borreliose Titer bestimmen zu lassen und wenn der eine noch aktive Infektion zeigte gab es Penicillin.

    Das ist interessant, wusste nicht, dass man das machen kann. Die Frage ist halt, wie groß ist die Gefahr, dass eine aktive Infektion chronisch wird, bevor Du sie entdeckst? Denn das ist ja der Punkt: Borreliose kann sehr gut behandelt werden, wenn man sie früh entdeckt - aber vor latenten, chronische Infektionen hab ich echt Angst. Warte gespannt auf die Borreliose-Impfung.

    Hat jemand konkrete Erfahrung vor Ort in Griechenland mit der Suche nach Brennspiritus?

    Ich hab jetzt doch mal ChatGPT bemüht, und das folgende kam raus – aber empirische Daten wären mir lieber :)

    ...und wie heißt der Stoff dort?

    Eigene Erfahrungen vor Ort, bitte kein Hörensagen oder Google/KI ;) Wenn genug zusammenkommt, mach ich vielleicht nen Wiki-Eintrag draus.

    Ich fang mal an:

    • Frankreich - alcool à brûler - in Supermärkten
    • Türkei (Antalya) - Name weiß ich nicht mehr - im Baumarkt
    • Schweden - rödsprit/T-röd - Supermärkte, Baumärkte, Outdoorläden

    Apotheke scheint überall die (teure) Notlösung zu sein?

    Grade interessieren würde mich: Griechenland!

    "PET-Flaschen-Bidet" (aka assblaster?): Wie viele Löcher brauche ich im Deckel, wie groß, wie mache ich die am besten und wo platziere ich sie (Mitte, Rand)?

    Bisher ging es ohne extra Bidet-Deckel aber ich will mich professionalisieren ;) ...und am liebsten ohne allzu viele Versuchsreihen und Plastikmüll.