Beiträge von ULgeher

    Ich denke man muss sich halt im Vorfeld seine Gedanken machen, was der Verlust/Defekt des Zeltes für einen bedeutet?

    Für mich ist das vor allem ein potentielles Sicherheitsrisiko. Wenn es so stürmt, und gerade dann nicht unwahrscheinlicherweise auch noch nass und kalt ist, und die nächste Hütte nicht gleich ums Eck steht, stellt sich schon die Frage, wie man das handhabt. Es ist ja dann normalerweise auch noch Nacht.

    Habe ich genügend warme und wasserdichte Kleidung mit dabei? Kann ich irgendwie ein Notbiwak einrichten? Das sind Dinge, die mich unterwegs schon beschäftigen. Wegen Tourabbruch mache ich mir keine Gedanken, das ist dann eben so... Ich bin gerne auch alleine unterwegs, und habe keine Angst dabei, aber das Sicherheitsbarometer läuft bei mir immer mit, und ich habe gerne wenn möglich eine komfortable Sicherheitsreserve.

    Im Beispiel oben sass ich im Zelt, und hatte alles komplett wetterfest eingepackt, so dass ich im Falle eines Zeltversagens nicht bei Nacht und Regen meinen sieben Sachen nachrennen hätte müssen. Sobald es ein wenig hell wurde und der Wind es zuliess, habe ich dann das Tarp abgebrochen und bin losgelaufen.

    Nicht zu vergessen ist die Belastung für die Trekkingstöcke beim Dipole,

    Da mache ich mir nicht so viele Sorgen. Die Belastung erfolgt ja in Stockrichtung, und da wirken ja auch bei normalem Gebrauch immer wieder grosse Kräfte drauf (halbes bis ganzes Körpergewicht). Solange sich der Stock nicht biegt, ist das sicher kein Problem. Ich fahre bei meinen Stöcken auch immer die dickeren Segmente weiter aus als die dünnen, was die Festigkeit auch erhöht.

    Ein Problem beim Dipole ist eher, dass man improvisieren muss, wenn ein Stock bricht (beim Gehen). Bei einem einfachen Mid braucht man nur einen Stock...

    Das stimmt zwar alles, insbesondere dass der Wind am Boden weniger stark ist, und dass 50km/h viel sind. Vom Motorradfahren früher kenne ich das. Und natürlich versuche ich, exponierte Stellen zu meiden, insbesondere wenn der Wetterbericht schlecht ist.

    Aber:

    Ich wurde auch schon von Starkwind und Böen überrascht, auch mal Nachts während eines Gewitters, und habe da mein Zelt von innen gegen die Böen gehalten und war damals nicht sicher, ob das gut ausgeht. Mein Zelt war da meiner Ansicht nach defensiv aufgestellt, obwohl ich keinen Wind erwartete.

    Auch ist man nicht immer überall in der Lage, einfach so aus der exponierten Zone herauszulaufen. Bei im letzten Post genannten Wind sind wir über ca. 30km Fjäll gelaufen. Den Wetterwechsel hatten wir in dieser Art nicht erwartet. Dort gab es Hütten, aber sonst kaum Schutz.

    Wir haben dort testweise ein ArcDome im Wind aufgestellt, dass jemand dabeihatte. Als es dann mal stand und gut abgespannt war, hielt es diesem Wind recht gut stand. Mein Trailstar dagegen liess sich zwar leichter aufstellen, wurde aber auf der Windseite recht gnadenlos flachgedrückt, so dass ich es schnell wieder abgebaut habe. Deshalb meine Frage nach der Stabilität des Dipole...

    Für solche Lagen möchte ich gerüstet sein, auch wenn ich sie natürlich nicht leichtfertig suche.

    Können wir uns also auf ca. 50lkm/h Wind als Kriterium einigen ?

    Starker Wind bedeutet in etwa?

    Das ist natürlich immer schwierig einzuschätzen.

    Zum Kontext: Eben war ich wieder in Schweden unterwegs, und die Wetterprognose für den Tag sagte Wind bis 75km/h voraus. Es hat dann auch zwei Tage extrem und recht konstant durchgewindet. Gegen den Wind zu laufen, was wir gemacht haben, war recht anstrengend, und auf kleinen Seen trieben konstant ziemliche Wellen mit Schaumkronen.Von daher glaube ich diesen Geschwindigkeitdangaben.

    Natürlich wähle ich Zeltplätze möglichst günstig aus wenn es irgendwie geht.... Auf dem Fjäll ist es aber schwierig, Schutz zu finden. Für solche Windspitzen möchte ich im Falle eines Falles gerüstet sein.

    Sind denn den Karten von Lantmäteriet so viel besser als OSM, dass sich der Aufwand lohnt?

    Osmand benutze ich auch gerne, als Alternative zu Google Maps. Gerade in Städten und bewohnten Gebieten ist OSM sehr detailsreich, und Google mag ich auch nicht immer mit Daten füttern.

    Ja, der Unterschied zwischen OSM und den Landmäteriet-Topomaps ist teilweise gewaltig. Ich war mit einem Freund eben auf dem südlichen Kungsleden unterwegs, und wir haben die beiden Varianten verglichen. In OSM sind die Waldflächen manchmal komplett falsch eingetragen, und auch andere Features fehlten. Manchmal ist die Übereinstimmung aber auch ganz gut.

    Im Folgenden zwei Beispiele (links die offizielle Topomap, rechts OSM).

    Hier im Rogen ist OSM sicherlich bereits deutlich schlechter, aber die groben Features sind noch halbwegs ersichtlich:

    Nun eine Stelle, die mich interessierte, da "FuchsVomWalde" aus dem blauen Forum hier bei der Flussüberquerung vor zwei Jahren in Schwierigkeiten geriet :

    Es existiert hier eine neue Brücke, über welche der Kungsleden geführt wird. "Fuchs" wusste das damals aber nicht und ist bei viel Wasser über die Fuhrt, was sehr gefährlich war. Der Weg über die Brücke ist auf der Karte eingezeichnet und auch vor Ort so ausgeschildert (das Kreuz rechts ist die alte Fuhrt). Als "Fuchs" damals unterwegs war, existierte die Brücke bereits, ob sie aber damals auf der Karte eingezeichnet war, und ob er diese hatte (oder OSM), weiss ich aber nicht. In OSM fehlen in diesem Abschnitt viele Seen, die Sümpfe sind nicht eingezeichnet, und viele Waldflächen fehlen bzw sind falsch eingezeichnet.

    Hier möchte ich meine Erfahrungen zur Vorbereitung von Offline-Karten für Schweden einstellen, da ich doch eine ganze Weile gebraucht habe, um eine Lösung zu finden.

    Konkret wollte ich die Topomaps von Landmäteriet in Locus Maps (und OruxMaps) verwenden. Früher konnte ich diese aus Locus Maps Classic direkt downloaden. Das geht nun nicht mehr, da Landmäteriet jetzt neu den Zugang verändert hat, und man sich vor dem Download registrieren muss und der Zugriff mit Username und Passwort erfolgt.

    1. Konto bei Landmäteriet anlegen

    Als erstes muss man sich bei "Landmäteriet" registrieren (https://opendata.lantmateriet.se/#register) für den Dienst "geotorget". Ich habe das Schritt für Schritt gemacht, indem ich die schwedische Seite (ich kann leider kein Schwedisch) am Computerbildschirm mit dem Handy gefilmt und per "Google Lens" (Translate) übersetzt habe. Direkt übersetzt anzeigen lassen (via translate.google.com) geht nicht. Die Registrierung erfordert ein paar Schritte, ist aber nicht schwierig, und am Ende erhält man dann eine Mail mit einem Link zur Kontoaktivierung zugesandt.

    2. Mobile Atlas Creator herunterladen und installieren

    Als nächstes habe ich "Mobile Atlas Creator" (MOBAC) heruntergeladen (https://mobac.sourceforge.io/). Das ist eine Java-App, mit der Offline-Karten aus unterschiedlichen Quellen erzeugt werden können.

    3. Landmäteriet-Tileserver als Kartenquelle hinzufügen

    Als nächstes muss nun die Landmateriät-Kartenquelle eingetragen werden. Leider ist das nicht so einfach möglich, da Username und Passwort bei den Zugriffen auf den Tile Server mitgeschickt weden müssen. Ich habe da ziemlich viel Zeit gebraucht, um eine Lösung zu finden. Für den Zugriff im Browser kann die Authentifizierung in die URL packen (https://username:password@maps.lantmateriet.se/open/topoweb...), wobei man das "@" der E-mail-Adresse, die als Username verwendet wird, als "%40" schreiben muss. In MOBAC kann man Kartenquellen als .xml-Datei spezifizieren, dies klappt jedoch mit dieser Form der Authentifizierung nicht. Die Lösung war am Ende, die Kartenquelle als ".bsh"-Datei anzulegen.

    Dazu legt man Im Verzeichnis "mapsources" eine Datei "landmat.bsh" mit folgendem Inhalt an:

    import java.net.URL;

    // Name, der in MOBACs Kartenauswahl angezeigt wird
    name = "Sweden as BSH";

    // Zoom levels
    minZoom = 5;
    maxZoom = 15;

    // Dateiformat der Kacheln
    tileType = "png";

    // Methode, die die URLs der Kacheln zurückliefert.
    // 'z' = zoom level, 'x' und 'y' sind die Kachelkoordinaten
    String getTileUrl(int z, int x, int y) {
       String url = "https://maps.lantmateriet.se/open/topowebb-ccby/v1/wmts/1.0.0/topowebb/default/3857/" + z + "/" + y + "/" + x + ".png";
       return url;
    }

    // Methode, welche die Authentifizierung hinzufügt (xxxxxxxx muss ersetzt werden!)
    void addHeaders( java.net.HttpURLConnection conn) {
     conn.addRequestProperty("Authorization", "Basic xxxxxxxxx");
    }

    'xxxxxxxx' in der Datei oben muss dabei durch den Benutzernamen und das Passwort ersetzt und "base64"-kodiert werden. Beim Kachelzugriff werden diese dann als http-Header mitgesendet (sogenannte "Basic Authentication", in der die Credentials nicht verschlüsselt sind. Dies ist trotzdem sicher, da der Zugriff transportverschlüsselt via https erfolgt).

    Ich habe die Base64-Kodierung bei mir unter Linux auf der Kommandozeile so gemacht:

    echo "username:password" | base64 

    Das ergibt dann eine Zeichenfolge, die oben eingesetzt werden muss (mit "username:password" z.B. dXNlcm5hbWU6cGFzc3dvcmQ=, aber natürlich müssen hier der persönliche Usernamen und das persönliche Passwort eingesetzt werden). Es gibt auch Online-Tools zur Base64-Verschlüsselung (z.B. hier: https://www.base64encode.org/), aber im Allgemeinen ist es keine gute Idee, Usernamen und Passwörter im Klartext in irgendeine Webseite zu kopieren.

    4. Atlas erzeugen

    Als nächstes wird MOBAC gestartet, und die neue Kartenquelle sollte nun in der Auswahl angezeigt werden. Man kann nun im Menu "Atlas > New Atlas" wählen und ein Dateiformat auswählen (z.B. "mbtiles sqlite" oder "OruxMaps sqlite"). Dann wählt man in der Karte rechts einen Ausschnitt aus, wählt die Zoomstufen aus, und klickt links auf "add selection". Sehr grosse Ausschnitte bricht man am besten in Teilbereiche auf. Hier ein Beispiel für den südlichen Bereich des nördlichen Kungsleden.

    Bei den Zoomstufen habe ich bei "14" aufgehört, da man hier eigentlich bereits alle Details sieht, und der Atlas sonst viel zu gross wird.

    Falls MOBAC reklamiert, dass ein Layer mehrfach vorhanden sei, so ist der Ausschnitt zu gross und die Karte muss in mehreren Teilen angelegt werden. Das ist aber kein Problem, da die Karten-Apps automatisch die notwendigen Karten laden und kombiniert anzeigen.

    Als nächstes klickt man auf "Create Atlas" und wartet, bis der Atlas fertig generiert wurde.

    5. Atlas auf Handy kopieren

    Nun muss der Atlas nur noch aufs Handy kopiert werden.

    Für Locus Maps habe ich bei mir (Android) die ".mbtiles"-Dateien nach "Internal shared storage > Android > data > menion.android.locus.pro > files > Locus > maps" kopiert.

    Für OruxMaps habe ich das von MOBAC erzeugte Verzeichnis nach "Internal shared storage > Android > data > com.orux.oruxmapsDonate > files > oruxmaps > mapfiles" kopiert.

    Nun sollten die Karten in den beiden Apps angezeigt werden. Hier die Ansichten in LocusMaps (links) und OruxMaps (rechts), in der höchsten Zoomstufe.

    In der Schweiz ist es nicht üblich, Plätze zu reservieren

    Völlig unironisch, ich glaube viel längere Fahrten als 2-3h gibt's in der Schweiz auch nicht 😉. Ich fahre just im Augenblick nach Meiringen, damit in N-S Richtung schon durch einen Großteil der Schweiz und bin im Netz der SBB 2,5h unterwegs, davon noch den größten Teil im ICE mit Reservierung nach Interlaken.

    Dann hast du ja Glück gehabt ;) häufig hat der ICE in Basel bereits so viel Verspätung, dass er in der Schweiz nicht mehr weitergeführt wird. Oder er kommt dort gar nicht erst an, da er vorher "gewendet" wird. Die SBB stellen in Basel häufig vorsorglich Züge bereit, da sie damit rechnen, dass die Züge aus D mit viel Verspätung ankommen.

    Aber zum Ausgleich ist die SBB ja bei der Zuverlässigkeit unschlagbar, was für den DB Kunden sehr gewöhnungsbedürftig ist 😁.

    Und umgekehrt auch ;) Die Züge und Verbindungen in Deutschland finde ich genial, aber irgendetwas mit der Organisation drumherum und vor allem mit der Information der Fahrgäste funktioniert nicht. Bin gerade mit dem Zug nach Stockholm gefahren... der Zug Berlin-Stockholm ist mit 2 Stunden Verspätung überhaupt erst abgefahren, In der DB-App wurde die Abfahrtszeit in Minutenschritten raufgesetzt, und lag häufig in der "Vergangenheit", so dass nie klar war, ob der Zug jetzt schon eine ganze Weile fährt oder nicht. Und dass die Züge meist verspätet sind, ist schon fast normal. Manchmal frage ich mich, ob die Fahrpläne einfach mit zu wenig Reserve ausgelegt sind? Trotzdem fahre ich in Deutschland gerne Zug.

    In der Schweiz ist es nicht üblich, Plätze zu reservieren. Das macht kaum jemand, ausser du fährst mit Kind am Freitag um 17h Zürich-Bern oder eine Pendlerstrecke. Im schlimmsten Fall stehst du ein Stück, habe das auch schon durch den Gotthardtunnel gemacht. Das einzige, was passieren kann, ist dass ein Zug wirklich übervoll ist, und nicht alle mitnehmen kann. Die SBB haben aber dann normalerweise Entlastungszüge, d.h. es fahren zwei Zuge hintereinander.

    Deswegen ist es ja so wichtig, auf die Positionierung der Teile auf der Grundplatte (und damit auf Lage der Druckebenen) zu achten.

    Ja, aber du hast immer noch eine Ebene, die schwach bleibt.

    blaue Flaschenaufschraub-Adapter für den normalen Sawyer wäre super. Der wird oft nicht mehr einzeln verkauft

    Die gedruckten Teile sind auch nicht wasserdicht, da zwischen den aufgeschmolzenen Strängen kleine Löcher bleiben. Gerade bei einem Filter ist das doof, da sich dann dort Wasser, Dreck, und Keime sammeln. Zudem sollte das Material Lebensmitteltauglich sein. Ich wäre da sehr vorsichtig...

    Welches Alphamännchen war das denn?

    Es war Alpha direct von discovery fabrics (extex hatte damals nur schreckliche Farben vorrätig), genäht nach einem Schnittmuster von learnmyog. Gewicht denke ich war 80 oder 90g/m2 (bin unterwegs und kann gerade nicht nachsehen).

    Ich wollte Alpha mal ausprobieren, und war sehr überrascht, dass es warm gab und den Wind recht effektiv abhielt, und doch angenehm luftig blieb. Mit einem dünnen Windshirt drüber war es dann sehr warm. Beides zusammen (Alpha+Windshirt) ca 180g.

    Ich besitze einen 3D-Drucker, und drucke mit PLA und PETG. Was Linelocs und dgl. angeht: Die gedruckten Teile sind nie so stabil wie die gekauften, im Spritzgussverfahren hergestellten. Sie neigen insbesondere entlang der gedruckten Schichten zu brechen. Das soll jetzt nicht heissen, dass man damit nichts nützliches herstellen kann, aber man sollte dabei realistische Erwartungen haben.

    Warum aber hättest du du sowohl Vorder- als auch Rückseite zerschnippelt, Nähte tragen nicht zur Wasserdichte bei.

    Weil die ganze Seite nicht auf die Stoffbahn passte, da die Höhe des Dreiecks zu gross war. Die halbe Länge passte aber.

    Ich finde halt drei Aufbauvarianten (Seite hoch, Ecke hoch, gar nix hoch) nicht gerade flexibel.

    Mit der Stocklänge variiert auch die Form, und du kannst auch weitere Ecken anheben, mit einem Stock zum Beispiel. Verglichen mit einem rechteckigen Mid finde ich das schon flexibel, gerade auch auf unebenem Boden. Ein Flat Tarp mit entsprechender Origami-Technik kann ev mehr, aber ob das auch bei Starkwind klappt?

    Der Schnitt ist wie hier, wobei die hintere Seite zusammengesetzt ist (eine vertikale Naht).

    Hm, und der Eingang ist dann auf der Ecke? Die geteilte Breitseite würde sich ja ideal für einen Reißverschluss eignen. Die kurzen Nähte an den Schmalseiten haben tatsächlich etwas weniger Nähte über dem Schlafbereich als die Anordnung der Nähte bei meinem Deneck. MLD macht das auch so - prima! Ich habe damals halt auf minimalen Verschnitt hin optimiert.

    Das verstehe ich nicht. Die breite Rückseite ist einfach nicht aus einem Stück, sondern hat eine vertikale Naht in der Mitte (also aus zwei rechtwinkligen Dreiecken zusammengesetzt). Eingang ist vorne wie bei deinem Deneck, wobei auch die Vorderseite zusammengesetzt ist (mit dem RV in der Mitte).

    Jedenfalls nehme ich meinen Trailstar-Nachbau auf Tour. Der ist aus leichtem Silnylon, aber wenigstens sehr flexibel aufbaubar.

    Also jetzt doch kein Duomid?

    Nein, weil das eben für die Tonne war wegen der fehlenden Spannung auf den Ecklinien.

    Mich würde vor Allem das Platzangebot mit zwei Personen interessieren da ich finde es hat etwas viel Stoff für ein Ein- Personenzelt.

    Ich verwende es alleine. Das Coole ist aus meiner Sicht gerade der viele Platz darunter, gerade wenn es regnet.

    Flexibel aufbaubar ist das Trailstar aber auch nur im Vergleich zum Zelt ;) . Hast du das Tarp schonmal irgendwo vorgestellt?

    Ich finde schon, dass das TS sich sehr flexibel aufstellen lässt. Einerseits kann ich es fast geschlossen oder sogar komplett geschlossen aufbauen, für maximalen Schutz:

    Mein Standardaufbau ist mit einer Seite "oben", das geht auch in schwierigem Gelände:

    Bei wenig Wind kann eine Ecke hochgezogen werden. Gerade bei Regen ist das toll, da hat man eine grosse "Veranda".

    Der Flächenbedarf ist gross, da die Aufstellfläche aber nicht eben sein muss (man spannt dann einfach eine Fläche nach der anderen im Kreis rum ab, und was "übrigbleibt" wird dann mit dem 2. Stock hochgezogen) und auch Steine quasi in die "Apside" hineingenommen werden können, geht das ganz gut, ausser natürlich im dichten Wald. Aber auch da könnte man z.B. eine Spitze runterhängen lassen oder einfach einschlagen.

    Bei Bedarf kann das TS auch schnell umkonfiguriert werden: Stocklänge verstellen, und die Ecken umsetzen.

    Das stimmt meiner Meinung nach so nicht. Das Tramplite Shelter von Colin z.B. war aus dem 34er DCF (0.75oz/yd²), und auch andere Hersteller verwenden es (z.B. ist das Bonfus Middus aus dem 0.75er DCF).

    Ich habe gerade gesehen, dass ich ein q statt einem g getippt hatte.
    Das 0.75 / 0.80 Laminat hat 26 g/qm, und ist im Gegensatz zum 1.0er mit 34 g/qm um einiges leichter. Ich kenne keinen Hersteller, der das 1.0er als Material für ein Fly verwendet. (Bestenfalls für den Boden)

    Hast recht, da habe ich die Umrechnung natürlich falsch gemacht ;)

    (Nachtrag: Was mich hier verwirrt, ist dass 1oz/yd² zwar 34g/m2 sind, dass als solches bezeichnete Silnylon dann aber über 40g/m2 wiegt, da die Beschichtung noch dazukommt)

    Aber auch das 26g/m2 DCF sollte als Fly stabil genug sein.

    Jedenfalls nehme ich meinen Trailstar-Nachbau auf Tour. Der ist aus leichtem Silnylon, aber wenigstens sehr flexibel aufbaubar.

    Daher fragte ich nach dem Schnitt. So hätten wir mit unserem Schwarmwissen vielleicht etwas optimieren können ...

    Ich habe deine Frage wohl missverstanden, und dachte, es geht um die Geometrie des Ganzen (also so was wie ein 3D-Modell).

    Der Schnitt ist wie hier, wobei die hintere Seite zusammengesetzt ist (eine vertikale Naht).

    Soweit ich mich erinnere, hat nivi bei seinem Lavvu abwechselnd, gerade an gerade und schräg an schräg genäht.

    Ich dachte, das gäbe dann sehr unschöne Nähte, da die Dehnbarkeit auf beiden Seiten unterschiedlich ist.

    Bei einem rechteckigen Grundriss, hätte ich mir angeschaut, wie ich den Schnitt so ausrichten kann, dass die geraden Webkanten in die Ecknähte kommen. Das würde natürlich mehr Näharbeit erzeugen und keinen kostenoptimierten Schnitt nach sich ziehen.
    Im Gegenzug hätte man damit leider auf der großen Front- und Rückenfläche eine Naht mit viel Stretch. Diese würde ich etwas ausstellen und dann von innen mit dem A-frame Gestänge stützen.

    Das hätte ich wohl tun sollen. Vorne ist das die Seite mit dem RV, der ist ja nicht dehnbar. Hinten könnte die Naht allenfalls verstärkt werden oder weiter abgespannt.

    Die Diagonal-Drehung ist mit Silpoly vielleicht etwas geringer als bei Silnylon, aber immer noch deutlich vorhanden.
    Silnylon hat schon eine etwas höhere Weiterreißfestigkeit, aber wie viel Lastreserve brauche ich für meine Konstruktion?

    Eine sehr hohe (Weiter)reissfestigkeit war schon das Ziel, deshalb auch das 55er Nylon. Einsatz soll Skandinavien sein, auf längeren Touren. Mia im Zelt hat da so ihre Erfahrung gemacht mit einen TarpTent aus Silpoly (ich weiss jetzt nicht mehr, welches - ein Stratospire?), welches in Norwegen gerissen ist, als sie über eine der Zeltleinen gestolpert ist. Das war ja Silpoly, und mit Silnylon wäre das ev. nicht passiert.

    Wenn ich ein Bombproof shelter bauen müsste, würde ich das 34 q/qm DCF wählen. Das nimmt nur niemand in Betracht, da es vom Gewicht so nah an den guten Geweben liegt, aber kostenmäßig um ein Vielfaches teurer ist.

    Das stimmt meiner Meinung nach so nicht. Das Tramplite Shelter von Colin z.B. war aus dem 34er DCF (0.75oz/yd²), und auch andere Hersteller verwenden es (z.B. ist das Bonfus Middus aus dem 0.75er DCF).

    Wobei ich bei den Materialkosten ein solches Mid eher fertig kaufen würde, da dann der Schnitt auch bestimmt passt.