Beiträge von derray

    Es gibt ja viele verschiedene Arten von Membranstoffen und dementsprechend auch unterschiedliche Haltbarkeiten.

    Mein erster Schlafsack hat eine Hülle aus Pertex Endurance, was eine einfach mikropuröse PU-Membran ist. Die PU-Beschichtung ist dann genauso von Hydrolyse betroffen, wie andere auch. Nach 19 Monaten dauernder Feuchtigkeit hat sich die Beschichtung dann beim Waschen durchs OST komplett aufgelöst.

    Generell würde ich nie wieder einen Schlafsack mit wasserdichter Außenhülle nutzen. Alle Feuchtigkeit, die der Körper über Nacht abgibt kondensiert an der Innenseite der Außenhülle und zieht von da aus in die Isolierung. Bei meinem Schlafsack konnte man sehr gut erkennen,. dass die Stoffflächen von innen nass waren und nur rund um die Nähte ca. 2cm trocken blieben, also da, wo die Feuchtigkeit durch die Naht entweichen kann.

    Beim nächsten Wintersack würde ich in kleinen ausgewählten Flächen, zum Beispiel rund um den Kragen und am Fußende wasserdichten Stoff einsetzen. Den werde ich dann aber auch nur mit VBL nutzen.

    mfg
    der Ray

    Kann mir das jemand physikalisch erklären?

    Meine Vermutung ist, dass durch die warme Hand schon ein gewisser Dampfdruck entsteht. Dann will der Dampf natürlich an der kältesten Stelle kondensieren und das ist das Eiswasser auf der anderen Seite der Membran. Vielleicht hat es auch was mit der Bewegung der warmen Wassermoleküle innen zu tun, dass die leichter heraus können, als die steifen Moleküle von außen nach innen.


    Klingt für mich nach Taschenspielertrick: Hand ist warm, Wasser verdampft und wird ggf. zusätzlich vom Textil „aufgesaugt“. Der Wasserdampf kondensiert dann irgendwo (Taupunkt) im Handschuh.

    Ne. Der Handschuh bestand nur aus der Membran, kein Trägerstoff und kein Futter. Ich denke, dass der Taschenspielertrick eher darin besteht, dass es eben keinen Trägerstoff gibt. Wäre der da, wäre er mit Wasser gesättigt und würde die Membran verschließen.


    Meine letzte Information, aus dem Gespräch mit dem Schlafsack-Entwickler von Exped war, dass alle Verbundstoffe nicht recyclebar sind.

    Von Sympatex gab mal es einen Membranstoff aus 100% Polyetherester, bei dem das Schnittmuster für die Jacke direkt aufgedruckt wurde. Die Abschnitte werden wieder eingeschmolzen und neuer Membranstoff daraus "gegossen". So entstehen keine Reste und auch eine ganze Jacke kann man am Ende der Lebenszeit einfach wieder in den Schmelzofen werfen und von vorne anfangen.

    Bei Verbundsoffen bin ich aber auch auf deinem Stand.


    Membranen sind die einzige Möglichkeit auch mal wieder trocken zu werden.

    Dem würde ich nicht zustimmen. Es gibt wunderbare Möglichkeiten trocken zu werden, ohne Membran. Die einfachste Möglichkeit ist gar nicht erst nass zu werden. Und hierfür habe ich die alte Quechua Raincut 1/2Zip (R.I.P.) geliebt. Die war geschnitten, wie ein riesiger Blasebalg und bei jeder Bewegung wurde feuchte Luft raus und trockene Luft rein gepumpt. Hab darin nie geschwitzt und hatte auch nie ein feuchtes Gefühl an der Innenseite.
    Und sollte es doch mal von innen feucht werden, kann man nach dem Regen einfach auf eine Windjacke wechseln. Da kühlt man nicht aus, weil sie den Wind abhält und trotzdem kann man dadurch gut abtrocknen.

    mfg
    der Ray

    Die Vertreter von GoreTex haben bei der OutDoor in München extra Eimerweise Eiswasser angeschleppt, um zu beweisen, dass das Zeug auch wirklich funktioniert. Für mich war das nur der Beweis, dass dafür ein enormes Temperaturgefälle gegeben sein muss, dass höchstens Eiskletterer hinbekommen können.

    Irgendwo hat mal jemand ausgerechnet es müssen 17° Unterschied sein.

    Alles was die Poren verstopfet muss natürlich regelmäßig rausgewaschen und neue Imprägnierung aufgetragen werden, sonst ist die Membran bei Regen dicht.

    Die behaupten gar, Gore Tex funktioniere nur, wenn es innen feuchter ist, als draussen.

    Das glaube ich nicht, denn es funktionierte ja im Eiswasser.

    mfg
    der Ray

    das Schlafgefühl ist eher so mah.

    Ich hatte auch lange eine NeoAir, aber das Schlafgefühl hat mir auch nie richtig gefallen. Als die dann zum vierten Mal kaputt ging, bin ich auf eine feste Schaummatte umgestiegen. Konnte mir vorher überhaupt nicht vorstellen darauf wirklich gut schlafen zu können, weil die ja nicht so dick und weich ist, aber gerade die Härte gibt mir einfach viel mehr Stabilität als Seitenschläfer und das Schlafgefühlt ist (für mich!) tatsächlich deutlich besser.

    mfg
    der Ray

    Seit etlichen Jahren ohne Seife und Shampoo und Zitronensaft als Deo und sehr zufrieden.

    Habe jetzt allerdings seit über einem Jahr eine hartnäckige Schultererkrankung wodurch ich meine Arme sehr lange gar nicht und bis heute nicht richtig heben kann. Dadurch haben meine Achseln dann doch wieder angefangen unangenehm zu riechen und ich nutze jetzt saure Seife für die Zeit.

    mfg

    der Ray

    Wie sind denn eure Erfahrungen mit Verschleiß bei Barfuß-/Minimalschuhen?

    Xero TerraFlex Langzeittest - outdoorseiten.net
    DSC03611.JPG Der Xero Terraflex... Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr genau, wann ich mir den gekauft habe. Es müsste aber Anfang 2019 gewesen sein. Also…
    www.outdoorseiten.net

    Den Testbericht habe ich bei den ersten deutlichen Verschleißerscheinungen geschrieben. Seit dem nutze ich die Schuhe immer noch regelmäßig als Winterschuhe, zum Radfahren und sogar auf Baustellen. Sehen dadurch optisch natürlich noch ramponierter aus, aber halten immer noch zusammen. Das Profil erreicht Vorderfußbereich allerdings jetzt die Nullgrenze.

    mfg

    der Ray

    Das X-pac als Verbindung der Zeltbahnen dient wahrscheinlich der besseren Kraftverteilung. Ich frage mich dabei immer, ob es so sinnvoll ist, ein nicht dehnbaren Laminat mit sehr dehnbarem Zeltstoff zu verbinden, um Kräfte abzufangen.

    Hat Mountain Hardwear bei den alten EVs ja auch so gemacht. Die fügten sogar X-Pac-Streifen in die Flächen ein, damit die Spannung hier vom X-Pax aufgenommen wird und nicht vom restlichen Zeltstoff. Dadurch sind die Zeltstoffflächen relativ klein und wo keine Spannung auf dem Zeltstoff ist, ist auch Dehnung relativ egal.

    mfg
    der Ray

    was sind denn für dich Merkmale eines Schuhs?

    Merkmale eines Schuhs ist tatsächlich doof ausgedrückt. Was ich meine sind die Eigenschaften, die Barfußschuhe von herkömmlichen Schuhen unterscheiden, also Sprengung, Dämpfung, Fußbett, Stützen, usw. Zum Beispiel haben die Merrel Trail Glove (mehr) und die Vapour Glove (weniger) eine deutliche Pronationsstütze. Die Ballop Pellet haben sogar ein richtiges Fußbett, dass das komplette Fußgewölbe stützt. Es gibt Modelle mit Dämpfung und sogar welche mit 3 bis 5mm Sprengung. Natürlich alles nur vereinzelt und minimal ausgeprägt. Deshalb Minimalschuhe.

    mfg
    der Ray

    Barfuß und Schuhe schließt sich nunmal aus, "Barfusschuh" ist damit ein ziemlich sinnloses Oxymoron.

    Korrekt wäre Minimalschuhe oder sowas.

    Grundsätzlich gebe ich dir Recht, was den Begriff "Barfußschuhe" angeht. Ich finde aber die Unterscheidung zwischen Minimalschuhen (= Die Merkmale (Dämpfung, Sprengung, Fußbett, ... ) eines Schuhs sind minimal ausgeprägt. Merrel, Ballop, ... ) und Barfußschuhen (= Die Merkmale eines Schuhs sind nicht vorhanden. Wildling, Xero, Sole Runner, ... ) wichtiger als den inneren Monk in mir, der sich gegen den Begriff "Barfußschuhe sträubt.

    mfg
    der Ray

    Lass dich durch obskure Berichte von Einzelnen nicht verunsichern. DCF zerlegt sich weder im Schrank noch anderswo.

    Das fiese an der Alterung von DCF ist ja, dass man sie nicht sieht und nicht fühlt. Natürlich zerlegt sich das Zeug nicht im Schrank, aber die Mylar-Schichten altern durchaus, wodurch die Reiß- und Weiterreißfestigkeit sinkt. Wirklich merken tut man das dann erst, wenn durch Sturm oder andere Umstände das Material dann wirklich mal an die Grenzen kommt. Das sind dann die "obskuren Berichte von Einzelnen", weil solche Situationen ja nur vereinzelt auftreten. Wer nur bei Windstille sein Zelt aufbaut, wird von der Alterung wahrscheinlich nie etwas merken. Ernst nehmen würde ich die Tatsache trotzdem. wie man dann mit der Information umgeht ist dann wieder eine individuelle Entscheidung.

    Die Alterung soll ja seit der Umstellung auf E-type Mylar bei den leichteren Grammaturen langsamer voranschreiten, aber ganz aufhalten lässt sich das bei dem Material einfach nicht.

    mfg
    der Ray