Beiträge von xfoil

    Erst im Sommer wieder, falls das was nützt mach ich das gern.

    Aber warum nicht nach Schweden? Auf der Seite hab ich gar nichts zum Versand gefunden.

    Allerdings einen Hinweis in den FAQs wie man die Rutschfestigkeit erhöht, ist dieses Material denn deutlich glatter als EVA?

    Internationaler Versand siehe obige Antwort.
    Zur Oberfläche: Die Zellen sind mikroskopisch klein (weitaus kleiner als bei EVA) und extrem homogen. Dadurch wirkt die Oberfläche optisch glatter und fast matt. Wenn man sie anfasst, fühlt sie sich aber nicht nach hartem Plastik an, sondern eher wie eine Mischung aus sehr feinem Veloursleder und High-Tech-Papier. Das ist der erwähnte auf der website erwähnte „Velvet Touch“. Sie rutscht aber nicht mehr als EVA. Sie bietet einen exzellenten mechanischen Widerstand („trockener Grip“) auf Zeltböden und unter Luftmatten. Da sie absolut kein Wasser aufnimmt, bildet sich bei Kondensfeuchtigkeit auch kein Schmierfilm.

    Hm, leider keine Lieferung nach Schweden. Kommt jemand in den nächsten Wochen/Monaten durch Stockholm und könnte so ne Matte mitbringen? :)

    Lieferung außerhalb Deutschlands ist möglich, nur sind das halt wahnsinnige Preise für den internationalen Versand einer so großen Rolle. 14.49 bzw.17.49 €. Falls es dir das wert ist, schreib mich gerne an. Wobei es natürlich schöner ist wenn sich hier jemand findet der sowieso in die Gegend fährt

    Wie gut kann man die falten ? (Um Sie zum Beispiel in den GG Kumo einschubfach zu schieben ?). Wenn Sie gerollt wird, wie gut bleibt Sie nach dem ausrollen liegen ?

    Zum Thema falten: Extrem gut. Da die XMAT auf Metallocene-Basis physikalisch vernetzt ist, ist falten sehr gut möglich. Die Matte (50x200 cm) lässt sich ideal auf 25x50 cm falten (zweimal der Länge nach halbieren, dann segmentweise falten). Mit 4 Lagen ergibt das ein 16 mm dickes Rückenpolster, das dem Kumo erst die nötige Struktur verleiht. Durch die hohe Zähigkeit scheuert sie sich an den Kontaktstellen im Einschubfach auch nicht so schnell auf. Mein Tipp: Thermisches Prägen - anstatt das Material zu schneiden oder zu schwächen, kollabierst dudurch gezielte Wärme nur eine schmale Linie von Schaumzellen, die dann als Scharnier (Hinge) fungiert.

    Du bruachst:

    • Ein langes Metall-Lineal.
    • Eine Heißluftpistole oder einen Föhn (notfalls geht auch ein Bügeleisen auf niedrigster Stufe, aber Vorsicht!).
    • Eine feste Unterlage.
    1. Markieren: Zeichne die Faltlinien auf der Matte an (z. B. alle 25 cm für ein 8-Segment-Paket).
    2. Lineal vorwärmen: Erwärme das Metall-Lineal (z. B. mit dem Föhn), bis es sich heiß, aber noch anfassbar anfühlt (ca. 60–80 °C). Metall speichert die Hitze hervorragend und gibt sie gleichmäßig ab.
    3. Druck ausüben: Lege das Lineal auf die Markierung und drücke es mit Kraft für ca. 30 Sekunden in den Schaumstoff.
    4. Die Richtung: Für eine echte Z-Faltung (Akkordeon) musst du die Matte abwechselnd von der Vorderseite und der Rückseite prägen.
    5. Auskühlen lassen: Bewege die Matte erst, wenn die Stelle komplett abgekühlt ist. Die Zellen „erstarren“ dann in der komprimierten Form.

      Da die XMAT eine sehr feine Zellstruktur hat, bleibt diese Falz extrem präzise. Im Gegensatz zu billigem PE-Schaum reißt die XMAT an dieser „Sollbruchstelle“ dank der hohen Zugfestigkeit des Metallocene-Polymers nicht so leicht ein.

      Zum Rollen: Dank der feinen Zellstruktur hat das Material ein sehr gutes Rückstellvermögen. Wenn sie eng gerollt war, hat sie – wie jede 4mm Matte – einen leichten "Curl" am Anfang.Da sie eine höhere Dichte an Bindungspunkten hat (durch die homogene Metallocene-Struktur), legt sie sich schnell flach. Einmal kurz in die Gegenrichtung biegen oder das Quilt/den Schlafsack drauflegen, und sie bleibt liegen. Sie wandert nicht wie eine Sprungfeder zurück in die Rollenform.

    6. Sonst ist die Seite recht gelungen würde ich sagen. Sehr cool ist der Deep Tech Teil, hat mich grad wieder in mein Chemieingenieurstudium zurücktransportiert. Rayleigh-Zahl - na Logo ! (also nach Wikipedia-Auffrischung)

    <3:love:

    Witzig, bei EVA beschreibt Ihr eine Hitzebeständigkeit von 75°C nur mit "befriedigend". Was macht Ihr denn genau mit der Matte ? :/ ^^

    Ich hatte zwei nervige Erlebnisse, einmal in der Halbwüste meine EVA auf einem Felsen in der Mittagssonne ausgelegt... Und einmal beim backpacken lag die Matte hinten im Auto, hinter Glas auf der schwarezn Ablage werden an sonnigen Tagen locker 80°C bis 90°C erreicht, wie ich feststellen musste. Da die auch noch mit einem Band zusammengehalten wurde, hatte ich danach ein riesiges Diablo :D

    Andere Stärken werden noch kommen, aber eher nächstes Jahr. Der Materialinvest ist halt hoch, und wir betreiben das ja neben unseren Hauptjobs. Damit sind auch die Möglichkeiten der Bewerbung limitiert, die halt entweder Zeit oder Geld kosten. Und das bei einem Produkt, was nur für eine ganz spezielle Nische überhaupt interessant ist. Der wirtschaftliche Erfolg ist damit nicht unbedingt vorprogrammiert, wenn ihr wisst, was ich meine :) Das nur zur Transparenz, ist ja ein berechtigter Kritikpunkt.

    Hallo zusammen,

    totgeglaubte leben länger! Nach fast einem halben Jahr Funkstille (Hauskauf, Umzug und Material-Recherche-und Weiterentwicklungs-Tunnel sei Dank) gibt es endlich handfeste Neuigkeiten.

    Zuerst die wichtigste Info: Die Matte ist da. Sie heißt jetzt XMAT und ist – um es kurz zu machen – „EVA in leicht“.

    Was ist passiert?

    Das Feedback aus der LD24-Aktion war eindeutig: Gewicht und Isolation top, aber die Robustheit war für viele der „Edge-Case“, an dem es hakte. Wir haben uns daraufhin monatelang durch Materialspezifikationen gewühlt, andere Auftragshersteller gesucht, und sind bei einem Material gelandet, das wir Ultracore-M getauft haben. Und bei einem tollen Partner in Italien, der sehr flexibel auf unsere Wünsche eingeht. Wie siehts jetzt aus?

    • Gewicht: Immer noch ca. 30 % leichter als klassisches EVA (ca. 96g bei 200x50x0,4cm).
    • Robustheit: Weitaus zäher als die Testversion. Die Zugfestigkeit ist massiv höher, sie verzeiht deutlich mehr Felskontakt und „Nail-Tests“.

      Sehr viel mehr detailliertere Informationen findet ihr auf der Website, wenn ihr euch reinnerden wollt :)

    Evtl. habt ihr es mitbekommen, unsere erste große Lieferung wurde beim grenzüberschreitenden Transport beschädigt. Das Absurde: Entschädigt wird beim grenzüberschreitenden Transport meist nach Gewicht. Wenn man ultraleichte Produkte verschickt, ist das eine doppelte Bestrafung – man verliert viel Warenwert, bekommt aber wegen des geringen Gewichts nur einen winzigen Bruchteil erstattet (ca. 1 € pro Matte ||) . Das Loch in der Kasse tragen wir aktuell selbst, was auch den Preispunkt erklärt. Aber das soll jetzt kein Rant über das Transportgewerbe werden.

    Preis & Verfügbarkeit

    Die XMAT liegt jetzt bei 34,95 € (50x200cm) bzw. 49,95 € (100x200cm Double/Wide). Ja, das ist teurer als ursprünglich gehofft, aber durch die hohen Entwicklungskosten und den Transportschaden-Dämpfer aktuell nicht anders machbar, wenn das Projekt langfristig überleben soll.

    • Status: Vorbestellung ab sofort möglich.
    • Versand: Ab dem 19. Januar.

    Die Website

    Mein Partner schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und sagt, die Seite sei kein Shop, sondern eine technische Abhandlung. Er meint, Emotionen verkaufen, keine Datenblätter. Wenn es nach mir gegangen wäre, würde da noch weitaus mehr stehen :) Die Seite ist funktional, aber sicher noch nicht perfekt. Schaut sie euch gerne an: https://www.xfoil.shop/xmat

    Feedback erwünscht:

    1. Wie findet ihr die Usability der Seite? Feedback dazu gerne per DM, wird für die anderen hier nicht ganz so spannend sein
    2. Macht es Sinn, hierfür einen neuen Thread aufzumachen, um die Feedback-Aktion sauber von der finalen Version zu trennen? Ich will das Forum nicht mit Werbung zuspammen, dachte aber, nach der langen Wartezeit schulde ich euch ein Update.

    Ich bin gespannt auf eure Meinung!

    Beste Grüße

    ... um den günstigen Preis zu ermöglichen.

    Wobei da ja irgendwo gespart werden muss. (Und nicht nur bei den Arbeitslöhnen)

    Vielleicht ist bei den deutlich teureren Marken aber auch nur Gewinnspanne unverschämt hoch um damit die "lebenslange Garantie" zu finanzieren. Irgendwo müssen die Austauschmatten bzw. kostenlosen Reparaturen ja her kommen ... nur mal so ein böser Gedanke.

    Ist kein böser Gedanke, sondern die Realität. Und auch der Grund, warum die Origin-Matten nix für mich wären. Der Aufpreis ist es für mich wert, dass ich mir wegen der unkomplizierten und lebenslangen Garantie bei TAR keine Gedanken machen muss, was Defekte angeht. Und mir auch den Aufwand spare, mich wieder bei einem Teil tief in die Produkt-Recherche stürzen muss :)
    Aber zur Ehrenrettung von Exped und Co., Firmen wie die haben die Kombination aus Folie und Füllung (SynMat/DownMat Technologie) erst marktreif gemacht. Diese Entwicklungskosten und Patente schlagen sich im Preis nieder. Budget-Marken wie Origin Outdoors nutzen oft abgelaufene Patente oder "Reverse Engineering", um ähnliche Konzepte günstig nachzubauen.

    Interessant, aber (noch) kein UL-Sweet-Spot. Wenn die Angaben bei den Air-Varianten stimmen, wäre das ein Game-Changer. Ich würde sie trotzdem erstmal nicht als Primärmatte einsetzen. Dafür ist mir das Verhältnis aus Vertrauen, Haltbarkeit und Garantie zu schwach – trotz guter Specs... Die Zuverlässigkeit des R-Wertes bei einem Hersteller, der für "günstiges Equipment" bekannt ist, ist der größte Knackpunkt. Ein falsch angegebener R-Wert macht die ganze Rechnung hinfällig, besonders wenn man auf UL-Tour auf die Wärmeleistung angewiesen ist. Ich bin auf die ersten Erfahrungsberichte gespannt. Auffällig ist auch dass die Silver Air-Matte in anderen Shops wie Camping Wagner oder bike-packing.de mit einem R-Wert von 3.0 geführt wird... Leider gibt es keine Hinweis auf das Messverfahren, das könnte helfen

    Die Tatsache, dass Relags als Hersteller genannt wird, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie nicht aus Fernost stammen. Relags ist ein Importeur und Großhändler. Origin Outdoors ist eine Eigenmarke von Relags. Viele Handelsmarken lassen ihre Produkte nach eigenen Spezifikationen (z.B. Farbe, Maße, R-Wert-Ziel) in denselben Fabriken in Asien fertigen, die auch für große Namen produzieren. Es ist also möglich, dass die Technologie (die Laminierung der Folien, die Thermofüllung) ähnlich ist wie bei anderen Marken, aber die Qualitätskontrolle und das Material (z.B. das Ventil, die Nähte, die Dicke der TPU-Beschichtung) möglicherweise weniger streng gehandhabt werden, um den günstigen Preis zu ermöglichen. Aber das sind nur meine Vorurteile :)

    Oh, sorry, das habe ich nicht gesehen.

    Also Kontakt mit Irland aufnehmen und versenden dann aber an die Sammelstelle in Führt, ja?

    Ob du vorab Kontakt aufnimmst macht eigentlich keinen Unterschied. Habe ich anfangs gemacht, aber dann gemerkt dass nichts davon in Irland ankommt, was ich denen vorab geschrieben habe. Inzwischen schicke ich die Matte kommentarlos hin, und habe drei Wochen später eine neue.

    Ja, nachlassende Isolationsleistung ist bekannt, und einschicken würde ich sie auf jeden Fall. Mit deiner Vorgeschichte (refurbished, 70+ Nächte, früher −12 °C ok, jetzt −2 °C problematisch, deutlicher Wärmeabfluss nach unten) gibt es eine gute Chance, dass Therm-a-Rest das als Defekt/Materialverschleiß der Mylar‑Schicht anerkennt. Bei NeoAir‑Matten kann diese mit der Zeit teilweise zerbröseln oder sich ablösen; es gibt genug Fälle bei reddit.

    Ich mag mir den Harz nicht mehr anschauen, es tut mir in der Seele weh. Außer es ist Frost, dann hat er seine eigene Magie. Daher dort Weihnachten verbracht :) Es war etwas kälter als gedacht (minus 9 Grad tagsüber, minus 10 nachts), aber dafür wunderschön.

    Was die Marken angeht, könntest du eventuell noch einen Blick auf Pajak (Polen) werfen – die sind in Europa eigentlich ein Muss für so eine Liste. Auch PHD aus UK oder de Klassiker von Western Mountaineering (die in DE ja gut verfügbar sind) wären gute Ergänzungen für den Marktüberblick.

    Ich bin gerade dabei u.a. PHD einzupflegen, nur finde ich keine Angaben zur Füllmenge - kennt da jemand eine Quelle?

    Wenn ich mich recht erinnere geben die konsequent keine Füllmenge an. Evtl. hilft das hier, auch wenn der Beitrag älter ist: https://backpackinglight.com/forums/topic/81082/

    Bei der Haglöfs LIM Down jacket wird leider ebenso nichts veröffentlicht, und die Händler-Schätzungen sind stark voneinander abweichend. Wenn ein Händler kein Füllgewicht angibt, dann ist das für mich ein Warnzeichen. Transparenz ist in diesem Bereich für mich unabdingbar

    Gude zergcheese,

    erstmal ein riesiges Dankeschön für dieses Projekt! Die US-Listen sind zwar oft die erste Anlaufstelle, aber bei den Themen Verfügbarkeit, Zoll und den unterschiedlichen Normen (US vs. EU Cuin) verliert man hierzulande schnell den Überblick. Deine Kategorisierung nach dem Decathlon-Prinzip macht das Ganze zudem herrlich intuitiv :)

    Ich hätte ein paar Anregungen, wie man die Liste für uns Nerds hier noch verfeinern könnte:

    Besonders spannend wäre eine zusätzliche Spalte für die „Down Efficiency“, also das prozentuale Verhältnis von Daunengewicht zum Gesamtgewicht. Das ist oft der ehrlichste Indikator dafür, wie viel „UL“ wirklich in der Jacke steckt. Auch die Info zur Konstruktion (Durchgesteppt vs. Box-Kammern) wäre gerade in der Mittelklasse ein tolles Detail, da das massiven Einfluss auf Kältebrücken hat (mir ist klar dass das alles Kapazitäten benötigt, wollte es aber mal als Feedback dalassen).

    Was die Marken angeht, könntest du eventuell noch einen Blick auf Pajak (Polen) werfen – die sind in Europa eigentlich ein Muss für so eine Liste. Auch PHD aus UK oder de Klassiker von Western Mountaineering (die in DE ja gut verfügbar sind) wären gute Ergänzungen für den Marktüberblick.

    Hast du vor, das zugrundeliegende Spreadsheet auch schreibgeschützt zu verlinken? Das wäre genial, um die Daten selbst mal nach „Wärme pro Euro“ oder Gewicht zu sortieren.

    Starker Einstand mit der Liste, ich bin gespannt, wie sie sich weiterentwickelt! Wünscht du dir Ergänzungen etc.? Wenn ja, in welcher Form?

    Für günstige und trotzdem leichte Drybags halte ich z. B. die Sea to Summit Ultra-Sil (30D)-Serie für optimal (sehr geringes Gewicht, ab ~ 20 €), dazu als robusteres Pendant den Sea to Summit Lightweight Dry Bag (70D), und als absolute Spar-Alternative OnFire 10 l Nylon-Drybag – damit bekommst du ein sehr gutes Verhältnis aus Preis, Gewicht und Haltbarkeit, ohne auf teures DCF setzen zu müssen. Oder halt ein 13L–20L Dry Bag aus leichtem, PU-beschichtetem Polyamid von Decathlon Forclaz oder Naturehike.

    Ich war vor zwei Wochen da, und hab am Tag ca. 30 km gemacht, aber ohne mich zu stressen. Ja, der Sand nervt, aber nur die ersten Tage, dann gehts :) Die vorgeschlagenen Tagesetappen von 12-20 km waren mir wirklich zu wenig, teilweise war man da nach 4 Stunden fertig. Wollte eigentlich nur ergänzen, dass neben RE auch noch Flixbus sowie Rodoviária do Alentejo dort verschiedenen Strecken bedienen, weshalb ich Omio oder auch trainline.com genutzt habe, um die verschiedenen Optionen herauszufinden.

    Super interessanter Beitrag, genau mein Humor. Aber irgendwie auch sehr dystopisch. Ich fand es schon sehr schlimm, dass in Myanmar und Kambodscha immer Männer von den Dorfgemeinschaften hinter uns hergeschickt worden sind, damit wir ja nicht verunfallen, im Dschungel wilden Tieren begegnen etc., und es massive Widerstände gab, wenn wir eigenständig draußen schlafen wollten. Dort war aber der Gedanke, dass jeder Touri, dem etwas passiert, schlecht für den Tourismus ist, und nicht die allgegenwärtige Überwachung. Bin auf die anderen China-Beiträge gespannt, danke vorab :)

    Ich nehme an, dass es wieder das 100 x 200 cm Maß zum Zuschnitt geben wird?

    Ja, 100 x 200 sowie 50 x 200 cm.

    Leider gab es heute morgen eine Hiobsbotschaft, auf dem Weg aus unseren Lager zum Fullfilment-Partner wurde die Transportkiste beschädigt, und was tut man dann? Man nimmt natürlich alle Matten raus, und legt sie einfach auf eine Palette, und darauf noch andere Holzkisten mit Ware. Dann lädt man andere Ware direkt daneben mit dem Gabelstapler auf, schrammt mit Paletten daran vorbei etc. Das Ergebnis:

    Die meisten sind am Rand beschädigt. Wir hatten keine andere Wahl, als die Annahme zu verweigern. Zwar wären manche wohl noch verkaufsfähig, aber dann müssten wir die Ware annehmen, alle einzeln prüfen, und die Schadensregulierung mit der Spedition wäre ungemein komplex (Ist eine Matte, die nur leicht verschmutzt ist, "beschädigt" etc., wird dann der gesamte EK erstattet, oder nur anteilig, da noch gebrauchsfähig? Ich könnte heulen. Ich habe gerade im Werk angerufen, und eine neue Produktion in Auftrag gegeben.

    Ich halte euch auf dem Laufenden.

    Ich würde gerne nur einen Punkt ergänzen, der die Verwirrung um die R-Werte und das Zitat von Reddit auflöst, da mir dieser Aspekt noch fehlt:

    Wie in deren Technologie-Beschreibung erwähnt, basiert Klymits Konzept darauf, dass die tiefen Schweißnähte ("Deep Weld Patterning") Raum für den Schlafsack-Loft bieten sollen. Klymit betrachtet also die Isolation als System aus Matte und Schlafsack.

    Der Industriestandard (ASTM F3340-18), nach dem R-Werte heute gemessen werden, testet die Isomatte jedoch alleine (also ohne Schlafsack).

    Bei diesem standardisierten Test werden die tiefen Nähte genau zu dem, was der Reddit-Nutzer beschreibt: Kältebrücken, durch die Wärme entweicht, da ja kein Schlafsack-Loft zum Isolieren vorhanden ist.

    Das erklärt, warum die tatsächlich gemessenen R-Werte oft so stark von Klymits Markting-Theorie abweichen und warum Nutzer oft eine zusätzliche Schaumstoffmatte benötigen, um warm zu bleiben. In der Theorie also besser als in der Praxis. Leider. M. M. nach würde alleine der Wechsel auf ein leichteres 20D Ripstop-Nylon die Matte um einiges interessanter machen, da dann wenigstens Gewicht und Packmaß attraktiver wären

    xfoil Gibt es schon Neuigkeiten, wann die Matte verfügbar sein wird?

    Die ist schon auf Lager, hoffentlich in der übernächsten Woche verfügbar (ich bin selber gerade im Zug auf dem Rückweg von einer Tour).

    Deine Überlegung "mehr Dichte = mehr Haltbarkeit" ist generell richtig, aber halt nicht unsere Matte. Wir erreichen die Robustheit von Premium-EVA (wie Evazote VA35) trotz einer deutlich geringeren Dichte von nur 24 kg/m³. Das ist die eigentliche Innovation – mind. gleich hohe Haltbarkeit bei niedrigerem Gewicht und Preis.

    Es geht immer um Trade-Offs: je nachdem welchen Faktor man verändert, geht es zu Lasten der anderen, also höhere Dichte ist gleich höhere Haltbarkeit, aber auch höheres Gewicht. Es gibt sicher auch welche, die eine niedrigere Dichte bevorzugen würden, für uns ist die 24er Dichte quasi der Sweet Spot, der das Optimum herausholt.

    Aber evtl wird das für ein zukünftiges Modell spannend 🙂

    Der Waratah ist preislich echt verlockend, aber wenn mir die deutlich bessere Luftzugunterbindung des Rock Front 350 Pro (+ Option auf leichten normalen Quilt, + hydroph. Daune) die gut 100 € ggü. dem Waratah Wert sind, müsste das doch für mich die klügste Lösung sein - oder hab‘ ich einen XL-UL-No-Draught-Quilt übersehen?

    Weiß nicht ob es für dich einen Unterschied macht, aber die Kommunikation mit NeveGear ist nicht unbedingt gut. Ich bin mit meinem Feathertail zufrieden (vor allem wegen der Befestigung). Aber er ist deutlich schwerer als angegeben, was an einer nicht kommunizierten Überfüllung (in etwas schlechterer Daunenqualität) liegt, und Nachfragen wurden lapidar zur Seite gewischt (ich hätte ja Glück dass mehr drin ist als bestellt). Will aber nicht insgesamt abraten, war halt von der Kommunikation genervt