Beiträge von xfoil

    Hallo zusammen,

    totgeglaubte leben länger! Nach fast einem halben Jahr Funkstille (Hauskauf, Umzug und Material-Recherche-und Weiterentwicklungs-Tunnel sei Dank) gibt es endlich handfeste Neuigkeiten.

    Zuerst die wichtigste Info: Die Matte ist da. Sie heißt jetzt XMAT und ist – um es kurz zu machen – „EVA in leicht“.

    Was ist passiert?

    Das Feedback aus der LD24-Aktion war eindeutig: Gewicht und Isolation top, aber die Robustheit war für viele der „Edge-Case“, an dem es hakte. Wir haben uns daraufhin monatelang durch Materialspezifikationen gewühlt, andere Auftragshersteller gesucht, und sind bei einem Material gelandet, das wir Ultracore-M getauft haben. Und bei einem tollen Partner in Italien, der sehr flexibel auf unsere Wünsche eingeht. Wie siehts jetzt aus?

    • Gewicht: Immer noch ca. 30 % leichter als klassisches EVA (ca. 96g bei 200x50x0,4cm).
    • Robustheit: Weitaus zäher als die Testversion. Die Zugfestigkeit ist massiv höher, sie verzeiht deutlich mehr Felskontakt und „Nail-Tests“.

      Sehr viel mehr detailliertere Informationen findet ihr auf der Website, wenn ihr euch reinnerden wollt :)

    Evtl. habt ihr es mitbekommen, unsere erste große Lieferung wurde beim grenzüberschreitenden Transport beschädigt. Das Absurde: Entschädigt wird beim grenzüberschreitenden Transport meist nach Gewicht. Wenn man ultraleichte Produkte verschickt, ist das eine doppelte Bestrafung – man verliert viel Warenwert, bekommt aber wegen des geringen Gewichts nur einen winzigen Bruchteil erstattet (ca. 1 € pro Matte ||) . Das Loch in der Kasse tragen wir aktuell selbst, was auch den Preispunkt erklärt. Aber das soll jetzt kein Rant über das Transportgewerbe werden.

    Preis & Verfügbarkeit

    Die XMAT liegt jetzt bei 34,95 € (50x200cm) bzw. 49,95 € (100x200cm Double/Wide). Ja, das ist teurer als ursprünglich gehofft, aber durch die hohen Entwicklungskosten und den Transportschaden-Dämpfer aktuell nicht anders machbar, wenn das Projekt langfristig überleben soll.

    • Status: Vorbestellung ab sofort möglich.
    • Versand: Ab dem 19. Januar.

    Die Website

    Mein Partner schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und sagt, die Seite sei kein Shop, sondern eine technische Abhandlung. Er meint, Emotionen verkaufen, keine Datenblätter. Wenn es nach mir gegangen wäre, würde da noch weitaus mehr stehen :) Die Seite ist funktional, aber sicher noch nicht perfekt. Schaut sie euch gerne an: https://www.xfoil.shop/xmat

    Feedback erwünscht:

    1. Wie findet ihr die Usability der Seite? Feedback dazu gerne per DM, wird für die anderen hier nicht ganz so spannend sein
    2. Macht es Sinn, hierfür einen neuen Thread aufzumachen, um die Feedback-Aktion sauber von der finalen Version zu trennen? Ich will das Forum nicht mit Werbung zuspammen, dachte aber, nach der langen Wartezeit schulde ich euch ein Update.

    Ich bin gespannt auf eure Meinung!

    Beste Grüße

    ... um den günstigen Preis zu ermöglichen.

    Wobei da ja irgendwo gespart werden muss. (Und nicht nur bei den Arbeitslöhnen)

    Vielleicht ist bei den deutlich teureren Marken aber auch nur Gewinnspanne unverschämt hoch um damit die "lebenslange Garantie" zu finanzieren. Irgendwo müssen die Austauschmatten bzw. kostenlosen Reparaturen ja her kommen ... nur mal so ein böser Gedanke.

    Ist kein böser Gedanke, sondern die Realität. Und auch der Grund, warum die Origin-Matten nix für mich wären. Der Aufpreis ist es für mich wert, dass ich mir wegen der unkomplizierten und lebenslangen Garantie bei TAR keine Gedanken machen muss, was Defekte angeht. Und mir auch den Aufwand spare, mich wieder bei einem Teil tief in die Produkt-Recherche stürzen muss :)
    Aber zur Ehrenrettung von Exped und Co., Firmen wie die haben die Kombination aus Folie und Füllung (SynMat/DownMat Technologie) erst marktreif gemacht. Diese Entwicklungskosten und Patente schlagen sich im Preis nieder. Budget-Marken wie Origin Outdoors nutzen oft abgelaufene Patente oder "Reverse Engineering", um ähnliche Konzepte günstig nachzubauen.

    Interessant, aber (noch) kein UL-Sweet-Spot. Wenn die Angaben bei den Air-Varianten stimmen, wäre das ein Game-Changer. Ich würde sie trotzdem erstmal nicht als Primärmatte einsetzen. Dafür ist mir das Verhältnis aus Vertrauen, Haltbarkeit und Garantie zu schwach – trotz guter Specs... Die Zuverlässigkeit des R-Wertes bei einem Hersteller, der für "günstiges Equipment" bekannt ist, ist der größte Knackpunkt. Ein falsch angegebener R-Wert macht die ganze Rechnung hinfällig, besonders wenn man auf UL-Tour auf die Wärmeleistung angewiesen ist. Ich bin auf die ersten Erfahrungsberichte gespannt. Auffällig ist auch dass die Silver Air-Matte in anderen Shops wie Camping Wagner oder bike-packing.de mit einem R-Wert von 3.0 geführt wird... Leider gibt es keine Hinweis auf das Messverfahren, das könnte helfen

    Die Tatsache, dass Relags als Hersteller genannt wird, bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie nicht aus Fernost stammen. Relags ist ein Importeur und Großhändler. Origin Outdoors ist eine Eigenmarke von Relags. Viele Handelsmarken lassen ihre Produkte nach eigenen Spezifikationen (z.B. Farbe, Maße, R-Wert-Ziel) in denselben Fabriken in Asien fertigen, die auch für große Namen produzieren. Es ist also möglich, dass die Technologie (die Laminierung der Folien, die Thermofüllung) ähnlich ist wie bei anderen Marken, aber die Qualitätskontrolle und das Material (z.B. das Ventil, die Nähte, die Dicke der TPU-Beschichtung) möglicherweise weniger streng gehandhabt werden, um den günstigen Preis zu ermöglichen. Aber das sind nur meine Vorurteile :)

    Oh, sorry, das habe ich nicht gesehen.

    Also Kontakt mit Irland aufnehmen und versenden dann aber an die Sammelstelle in Führt, ja?

    Ob du vorab Kontakt aufnimmst macht eigentlich keinen Unterschied. Habe ich anfangs gemacht, aber dann gemerkt dass nichts davon in Irland ankommt, was ich denen vorab geschrieben habe. Inzwischen schicke ich die Matte kommentarlos hin, und habe drei Wochen später eine neue.

    Ja, nachlassende Isolationsleistung ist bekannt, und einschicken würde ich sie auf jeden Fall. Mit deiner Vorgeschichte (refurbished, 70+ Nächte, früher −12 °C ok, jetzt −2 °C problematisch, deutlicher Wärmeabfluss nach unten) gibt es eine gute Chance, dass Therm-a-Rest das als Defekt/Materialverschleiß der Mylar‑Schicht anerkennt. Bei NeoAir‑Matten kann diese mit der Zeit teilweise zerbröseln oder sich ablösen; es gibt genug Fälle bei reddit.

    Ich mag mir den Harz nicht mehr anschauen, es tut mir in der Seele weh. Außer es ist Frost, dann hat er seine eigene Magie. Daher dort Weihnachten verbracht :) Es war etwas kälter als gedacht (minus 9 Grad tagsüber, minus 10 nachts), aber dafür wunderschön.

    Was die Marken angeht, könntest du eventuell noch einen Blick auf Pajak (Polen) werfen – die sind in Europa eigentlich ein Muss für so eine Liste. Auch PHD aus UK oder de Klassiker von Western Mountaineering (die in DE ja gut verfügbar sind) wären gute Ergänzungen für den Marktüberblick.

    Ich bin gerade dabei u.a. PHD einzupflegen, nur finde ich keine Angaben zur Füllmenge - kennt da jemand eine Quelle?

    Wenn ich mich recht erinnere geben die konsequent keine Füllmenge an. Evtl. hilft das hier, auch wenn der Beitrag älter ist: https://backpackinglight.com/forums/topic/81082/

    Bei der Haglöfs LIM Down jacket wird leider ebenso nichts veröffentlicht, und die Händler-Schätzungen sind stark voneinander abweichend. Wenn ein Händler kein Füllgewicht angibt, dann ist das für mich ein Warnzeichen. Transparenz ist in diesem Bereich für mich unabdingbar

    Gude zergcheese,

    erstmal ein riesiges Dankeschön für dieses Projekt! Die US-Listen sind zwar oft die erste Anlaufstelle, aber bei den Themen Verfügbarkeit, Zoll und den unterschiedlichen Normen (US vs. EU Cuin) verliert man hierzulande schnell den Überblick. Deine Kategorisierung nach dem Decathlon-Prinzip macht das Ganze zudem herrlich intuitiv :)

    Ich hätte ein paar Anregungen, wie man die Liste für uns Nerds hier noch verfeinern könnte:

    Besonders spannend wäre eine zusätzliche Spalte für die „Down Efficiency“, also das prozentuale Verhältnis von Daunengewicht zum Gesamtgewicht. Das ist oft der ehrlichste Indikator dafür, wie viel „UL“ wirklich in der Jacke steckt. Auch die Info zur Konstruktion (Durchgesteppt vs. Box-Kammern) wäre gerade in der Mittelklasse ein tolles Detail, da das massiven Einfluss auf Kältebrücken hat (mir ist klar dass das alles Kapazitäten benötigt, wollte es aber mal als Feedback dalassen).

    Was die Marken angeht, könntest du eventuell noch einen Blick auf Pajak (Polen) werfen – die sind in Europa eigentlich ein Muss für so eine Liste. Auch PHD aus UK oder de Klassiker von Western Mountaineering (die in DE ja gut verfügbar sind) wären gute Ergänzungen für den Marktüberblick.

    Hast du vor, das zugrundeliegende Spreadsheet auch schreibgeschützt zu verlinken? Das wäre genial, um die Daten selbst mal nach „Wärme pro Euro“ oder Gewicht zu sortieren.

    Starker Einstand mit der Liste, ich bin gespannt, wie sie sich weiterentwickelt! Wünscht du dir Ergänzungen etc.? Wenn ja, in welcher Form?

    Für günstige und trotzdem leichte Drybags halte ich z. B. die Sea to Summit Ultra-Sil (30D)-Serie für optimal (sehr geringes Gewicht, ab ~ 20 €), dazu als robusteres Pendant den Sea to Summit Lightweight Dry Bag (70D), und als absolute Spar-Alternative OnFire 10 l Nylon-Drybag – damit bekommst du ein sehr gutes Verhältnis aus Preis, Gewicht und Haltbarkeit, ohne auf teures DCF setzen zu müssen. Oder halt ein 13L–20L Dry Bag aus leichtem, PU-beschichtetem Polyamid von Decathlon Forclaz oder Naturehike.

    Ich war vor zwei Wochen da, und hab am Tag ca. 30 km gemacht, aber ohne mich zu stressen. Ja, der Sand nervt, aber nur die ersten Tage, dann gehts :) Die vorgeschlagenen Tagesetappen von 12-20 km waren mir wirklich zu wenig, teilweise war man da nach 4 Stunden fertig. Wollte eigentlich nur ergänzen, dass neben RE auch noch Flixbus sowie Rodoviária do Alentejo dort verschiedenen Strecken bedienen, weshalb ich Omio oder auch trainline.com genutzt habe, um die verschiedenen Optionen herauszufinden.

    Super interessanter Beitrag, genau mein Humor. Aber irgendwie auch sehr dystopisch. Ich fand es schon sehr schlimm, dass in Myanmar und Kambodscha immer Männer von den Dorfgemeinschaften hinter uns hergeschickt worden sind, damit wir ja nicht verunfallen, im Dschungel wilden Tieren begegnen etc., und es massive Widerstände gab, wenn wir eigenständig draußen schlafen wollten. Dort war aber der Gedanke, dass jeder Touri, dem etwas passiert, schlecht für den Tourismus ist, und nicht die allgegenwärtige Überwachung. Bin auf die anderen China-Beiträge gespannt, danke vorab :)

    Ich nehme an, dass es wieder das 100 x 200 cm Maß zum Zuschnitt geben wird?

    Ja, 100 x 200 sowie 50 x 200 cm.

    Leider gab es heute morgen eine Hiobsbotschaft, auf dem Weg aus unseren Lager zum Fullfilment-Partner wurde die Transportkiste beschädigt, und was tut man dann? Man nimmt natürlich alle Matten raus, und legt sie einfach auf eine Palette, und darauf noch andere Holzkisten mit Ware. Dann lädt man andere Ware direkt daneben mit dem Gabelstapler auf, schrammt mit Paletten daran vorbei etc. Das Ergebnis:

    Die meisten sind am Rand beschädigt. Wir hatten keine andere Wahl, als die Annahme zu verweigern. Zwar wären manche wohl noch verkaufsfähig, aber dann müssten wir die Ware annehmen, alle einzeln prüfen, und die Schadensregulierung mit der Spedition wäre ungemein komplex (Ist eine Matte, die nur leicht verschmutzt ist, "beschädigt" etc., wird dann der gesamte EK erstattet, oder nur anteilig, da noch gebrauchsfähig? Ich könnte heulen. Ich habe gerade im Werk angerufen, und eine neue Produktion in Auftrag gegeben.

    Ich halte euch auf dem Laufenden.

    Ich würde gerne nur einen Punkt ergänzen, der die Verwirrung um die R-Werte und das Zitat von Reddit auflöst, da mir dieser Aspekt noch fehlt:

    Wie in deren Technologie-Beschreibung erwähnt, basiert Klymits Konzept darauf, dass die tiefen Schweißnähte ("Deep Weld Patterning") Raum für den Schlafsack-Loft bieten sollen. Klymit betrachtet also die Isolation als System aus Matte und Schlafsack.

    Der Industriestandard (ASTM F3340-18), nach dem R-Werte heute gemessen werden, testet die Isomatte jedoch alleine (also ohne Schlafsack).

    Bei diesem standardisierten Test werden die tiefen Nähte genau zu dem, was der Reddit-Nutzer beschreibt: Kältebrücken, durch die Wärme entweicht, da ja kein Schlafsack-Loft zum Isolieren vorhanden ist.

    Das erklärt, warum die tatsächlich gemessenen R-Werte oft so stark von Klymits Markting-Theorie abweichen und warum Nutzer oft eine zusätzliche Schaumstoffmatte benötigen, um warm zu bleiben. In der Theorie also besser als in der Praxis. Leider. M. M. nach würde alleine der Wechsel auf ein leichteres 20D Ripstop-Nylon die Matte um einiges interessanter machen, da dann wenigstens Gewicht und Packmaß attraktiver wären

    xfoil Gibt es schon Neuigkeiten, wann die Matte verfügbar sein wird?

    Die ist schon auf Lager, hoffentlich in der übernächsten Woche verfügbar (ich bin selber gerade im Zug auf dem Rückweg von einer Tour).

    Deine Überlegung "mehr Dichte = mehr Haltbarkeit" ist generell richtig, aber halt nicht unsere Matte. Wir erreichen die Robustheit von Premium-EVA (wie Evazote VA35) trotz einer deutlich geringeren Dichte von nur 24 kg/m³. Das ist die eigentliche Innovation – mind. gleich hohe Haltbarkeit bei niedrigerem Gewicht und Preis.

    Es geht immer um Trade-Offs: je nachdem welchen Faktor man verändert, geht es zu Lasten der anderen, also höhere Dichte ist gleich höhere Haltbarkeit, aber auch höheres Gewicht. Es gibt sicher auch welche, die eine niedrigere Dichte bevorzugen würden, für uns ist die 24er Dichte quasi der Sweet Spot, der das Optimum herausholt.

    Aber evtl wird das für ein zukünftiges Modell spannend 🙂

    Der Waratah ist preislich echt verlockend, aber wenn mir die deutlich bessere Luftzugunterbindung des Rock Front 350 Pro (+ Option auf leichten normalen Quilt, + hydroph. Daune) die gut 100 € ggü. dem Waratah Wert sind, müsste das doch für mich die klügste Lösung sein - oder hab‘ ich einen XL-UL-No-Draught-Quilt übersehen?

    Weiß nicht ob es für dich einen Unterschied macht, aber die Kommunikation mit NeveGear ist nicht unbedingt gut. Ich bin mit meinem Feathertail zufrieden (vor allem wegen der Befestigung). Aber er ist deutlich schwerer als angegeben, was an einer nicht kommunizierten Überfüllung (in etwas schlechterer Daunenqualität) liegt, und Nachfragen wurden lapidar zur Seite gewischt (ich hätte ja Glück dass mehr drin ist als bestellt). Will aber nicht insgesamt abraten, war halt von der Kommunikation genervt

    Danke für die Pflegetipps!

    Wenn ich das so lese kann ich mir dann auch eine Uberlight mitnehmen... :P (Ist aber ein unfairer Vergleich weil man den monetären Aspekt natürlich auch betrachten muss).

    Wenn ich eine Feststoffmatte mitnehme, dann weil ich mich nicht drum kümmern müssen möchte... ;)

    Du schriebst ja, dass ihr froh seid Meinungen aus der Community zu bekommen daher schreibe ich das hier einfach hin. Nicht um rumzustänkern!

    Mein Dank ist absolut ehrlich gemeint, ich versuche auch den Spagat zu schaffen zwischen "was ist in meinem Kopf der ideale Umgang mit Ausrüstung" vs. "was ist auf Tour realistisch umzusetzen" bei meinen Kommentaren hier. Natürlich ist die Haltbarkeit von vielem abhängig, und ich will nicht den Eindruck erwecken dass es nur am Nutzenden liegt (und das sage ich als Uberlite-Nutzer :D ).

    Und wenn du als Nutzender EVA als nicht besonders haltbar wahrnimmst, dann ist das ein super wichtige Information - Produkte die nur im Kopf funktionieren gibt es schon genug auf dem Markt :)

    Und so ist halt wieder jede Wahl eine Entscheidung zwischen einzelnen Aspekten. Wer sich nicht groß drum kümmern will, sollte zu Feststoffmatten aus XLPE (vernetztes Polyethylen) greifen, das ist der Champion in Sachen Formstabilität und Langlebigkeit gegen Kompression (z. B. Therm-a-Rest Z Lite SOL, ca. 410 g. Gilt als der absolute Goldstandard für eine Kombination aus Haltbarkeit und geringem Gewicht. Oder halt die Exped FlexMat,ca. 325 g. Etwas leichter, da Exped einen etwas anderen IXPE-Schaum verwendet.) Bei uns sind es knapp 100 g bei derselben Größe (4 mm Dicke)

    Ich hatte mich damals nicht so mit den Gewichten der Kaschierung auseinander gesetzt. Danke für die Infos!

    Also ich muss gestehen mir ist schon EVA eigentlich nicht haltbar genug. Da setzt mein Umweltbewusstsein einfach zu schnell ein.

    Meine EVA Matten müssen meistens gerollt an den Rucksack geschnallt werden. Dabei schneiden die Gurte, insbesondere am Anfang der Tour wenn der Rucksack sehr voll ist, doch ziemlich in die Matte. Das sieht schon nach einer Tour nicht mehr schön aus.

    Letztens habe ich beim Zuschnallen mit der Schnalle in die Matte gestochen und ein Stück heraus gestanzt. Das reißt jetzt auch immer weiter.

    Alles in allem sieht eine EVA Matte bei mir schon nach einer Saison relativ mittgenommen aus und reparieren kann man da ja leider nicht viel. Ich hab einfach ein schlechtes Gefühl die Sachen dann nach 2-3 Jahren wegwerfen zu müssen...

    Danke dir für deine Einschätzung bzgl. der Haltbarkeit von EVA. Wenn man sich so stark mit einzelnen Materialien beschäftigt sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr bzw. ist manchmal unsicher ob die eigene "Meinung" etwas mit der Realität anderer zu tun hat (in dem Fall eben die Frage ob eine EVA-Matte jetzt eher eine Saison oder weitaus länger hält). Wir merken auch bei unseren Folien stark, dass die Haltbarkeit vor allem vom Umgang damit geprägt ist, und nicht unbedingt von den Spezifikationen. Manche erwarten Wunder und werfen die Folie auf jeden Untergrund, reinigen sie nie, flicken keine Löcher etc. (eine absolute Minderheit), was die Lebensdauer erheblich verkürzt. Andere hingegen trocknen sie jeden morgen penibel ab, flicken alles sofort, inspizieren den Untergrund, und haben so jahrelang Freude daran.

    Natürlich ist die Dichte des Materials ebenfalls wichtig, und wie intensiv die Matte genutzt wird. Ich versuche neben den schon genannten Tipps von dermuthige und wilbo auf noch folgende Regeln zu beherzigen, um die Lebensdauer zu maximieren:

    Unterwegs beginnt das bereits mit einem schnellen Überprüfen des Lagerplatzes auf spitze Steine, Dornen oder Äste. Um Einkerbungen durch Kompressionsgurte zu vermeiden, nutze ich breitere Packriemen, oder unterlege die Druckpunkte mit einem Stück Stoff oder was anderem. Zudem ist es mir wichtig, die Matte stets in sicherem Abstand zu Lagerfeuern oder Kochern zu halten. Sollte doch ein kleiner Riss entstehen, wird dieser sofort mit einem Tropfen flexiblem Urethan-Kleber versiegelt , um ein Weiterreißen zu stoppen. Nach der Tour lässt sich die Matte am besten sanft mit lauwarmem Wasser und milder Seife reinigen. Die Matte soll bei mir immer ungerollt und unbelastet aufbewahrt werden, beispielsweise flach unterm Bett, und dabei vor dauerhafter, direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, um das Material zu schonen.

    Ich habe auch für EVA immer mal wieder drüber nachgedacht den Schaumstoff zu kaschieren.

    Ich hatte irgendwo mal kaschiertes EVA gefunden und getestet. Aber leider nur einseitig und mit einer Kaschierung die für den Zweck zu schwer war und zu viel Wasser aufnehmen konnte.

    Wenn ihr euch weiter mit dem Thema beschäftigt wäre das vielleicht eine Überlegung wert denn meiner Erfahrung nach erhöht die Kaschierung die Haltbarkeit dramatisch. Und das schon bei nur einseitiger Kaschierung.

    Ich würde mir ein leichtes PE oder PES Gewebe vorstellen mit dem die Plastazote beidseitig kaschiert wird. Ist dann allerdings nicht mehr wirklich günstig, sollte aber ziemlich haltbar sein. Auch der Druckverformungsrest sollte eigentlich besser werden wenn die Kaschierung wirklich fest verklebt ist.

    Grundsätzlich geht es für uns auch um das beste Verhältnis von Haltbarkeit zu Gewicht. Eine beidseitige Kaschierung mit einem leichten 20D Ripstop-Gewebe (ca. 30-35 g/m²) fügt der Matte (1m²) mindestens 60-70 Gramm hinzu, plus das Gewicht des Klebstoffs, und das ist fast eine Verdoppelung des Gewichtes, also Welten im UL-Bereich. EVA hat ja schon eine gute Haltbarkeit, XFOAM übertrifft es z. B. im Bereich Zugfestigkeit noch einmal um ca. 8 % (589 kPa vs 545 kPa). Auch die niedrige UV-Beständigkeit sorgt bei EVA über Jahre für eine Sprödigkeit / schnellere Alterung, und auch hier ist unser Material deutlich überlegen (falls konkrete Werte interessieren sagt Bescheid). Will sagen dass ich gerade nicht unbedingt sehe dass die Haltbarkeit ein Problem darstellt. EVA finde ich persönlich top, wenn es aber weitaus leichter geht, mit mindestens denselben Werten bei R-Wert, Haltbarkeit etc., dann nehme ich das. Aber evtl. ist unsere Einschätzung zur Haltbarkeit auch nicht eure, dann gern her mit euren Einschätzungen.

    Hier setzt die Idee eines "Active-Ventilation"-Prototyps an, was manche bereits bei Zelten einsetzen.


    Die Frage bleibt wo hier die Energie her kommt.

    Die Energieversorgung ist unproblematisch. Ein extrem leiser und effizienter 5V-PC-Lüfter benötigt bei niedriger Stufe nur etwa 0,4 Watt, was über eine 10-stündige Nacht einem Gesamtenergiebedarf von lediglich 4 Wattstunden (Wh) entspricht. Zum Vergleich: Eine typische 10.000-mAh-Powerbank, die viele ohnehin dabeihaben, liefert nach Abzug von Efizienzverlusten über 30 Wh nutzbare Energie. Der Lüfter verbraucht also nur einen Bruchteil der verfügbaren Energie – eine einzige Ladung der Powerbank reicht für rund eine Woche Belüftung, wodurch der zusätzliche Verbrauch neben dem Laden eines Handys vernachlässigbar ist...