Beiträge von Hike-a-Bike

    Tag 13: Lairig Ghru - Red House Bothy (20,55km)

    Nachdem wir schon auf den Bergen zu beiden Seiten des Lairig Ghru unterwegs waren, ging es jetzt über den Pass und durchs Tal. Zunächst also erstmal immer bergan über zunehmend gerölliges Gelände hinauf bis zu den Pools of Dee.

    Dann wieder bergab immer dem River Dee nach. Über uns die alten Bekannten der letzten Tage.

    Auch am Devils Point und der Corrour Bothy kamen wir wieder vorbei.

    Dann immer weiter das Glen entlang.

    Die umliegenden Hügel flachten mit der Zeit etwas ab während wir weiter dem Fluss Dee folgten.

    Bis es nach der Querung des Flusses an der White Bridge dann ein letztes Stück über eine Gravel Road zur fast noch frisch erneuerten Red House Bothy ging.


    Tag 14: Red House Bothy - Ruigh Aiteachain Bothy (20,5km)

    Der erste WIRKLICHE Regentag. Zudem hatte es auch in der Nacht schon geregnet und das am Tag der bisher die meisten Crossings bereithalten sollte. Schon innerhalb der ersten Kilometer und noch auf der Gravel-Straße erwartete uns die erste Furt. Wenig danach endete die Straße zunächst und wir mussten uns durch halb überschwemmte Wiesen kämpfen. Der zum Glück mit einer Brücke versehene Wasserfall des River Eidart war zwar dank der Wassermassen wirklich eindrucksvoll,

    aber die folgenden Crossings ohne Brücke waren dann schon teilweise grenzwertig vor allem für meine Freundin. Die Krönung war dann die Überquerung eines buchstäblichen Wasserfalls. Der Fels ist dort zwar leicht behauen und es gibt eine fast flache Fläche zur Überquerung, beides war aber durch den erhöhten Wasserstand zumindest teilweise verdeckt. Uns war klar, dass es an mehreren Stellen nicht viel mehr Wasser sein dürfte, um guten Gewissens queren zu können und eigentlich hatten wir vor am nächsten Tag den gleichen Weg zurück zu nehmen. Zunächst ging es aber weiter ins auch im nassen Zustand herrliche Glen Feshie, bis wir schließlich nass und frierend die Bothy erreichten, die sich schon mit Rauch Geruch angekündigt hatte. Zu unserer Freude war Lindsey wieder da und das Feuer brannte bereits. Zum Platz am warmen Ofen für uns und unsere Nassen Klamotten gab es dann im Laufe des Nachmittags noch (viel) Tee, Rotwein, Suppe, Kuchen und Pizza... Dabei hätte das warme und trockene Plätzchen uns doch schon zum Glück gereicht. Im Laufe des erneut extrem angenehmen und unterhaltsamen Abends kam dann noch ein deutscher Wanderer dazu, mit dem wir dann noch für unserer Urlaubs-Verhältnisse (schlafen wenn es dunkel wird) bis spät geschnackt haben, nachdem Lindsey sich schon für die Nacht verabschiedet hatte.


    Tag 15: Ruigh Aiteachain Bothy - Red House Bothy (20km)

    Nachdem wir am Vortag noch befürchtet hatten, dass wir erneut unsere Pläne ändern müssten, waren der Abend und die Nacht trocken geblieben und auch der Tag startete trocken. Daher beschlossen wir bei unserer Planung zu bleiben und gemeinsam mit Michael, dem Ankömmling vom vorherigen Abend wieder auf dem gleichen Weg Richtung Red House aufzubrechen. Tatsächlich hätte der Tag nicht unterschiedlicher zum Vortag sein können und wir konnten bei schönstem Sonnenschein all die Pausen zum Genießen der Landschaft und zum Fotografieren nachholen, die uns der kalte Regen des Vortags noch vermiest hatte. Auch der zu durchquerende Wasserfall war deutlich weniger besorgniserregend. Statt der durchgehenden Sturzflut des Vortags war jetzt sogar eine Lücke in der Mitte zu erkennen.

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    Und auch der Rest des Tals zeigte sich deutlich freundlicher.

    Der Wasserfall des River Eidart war dagegen auch mit etwas weniger Wasser noch spektakulär.

    Dafür war der Rest des Weges ordentlich abgetrocknet und zuvor noch fast unüberwindliche Wasserlöcher boten jetzt ebenso wie die restlichen Crossings deutlich weniger Schwierigkeiten.

    Bei unserer Ankunft am Redhouse, das wir an unserem ersten Abend dort noch für uns allein hatten, waren bereits zwei Engländerinnen vor Ort und wenig nach uns traf auch noch eine weitere Deutsche ein, sodass es erneut ein unterhaltsamer Abend mit viel Erfahrungsaustausch zum Wandern in Schottland wurde. Außerdem gaben uns die beide Engländerinnen noch den Tipp einen Abstecher zum sog. Tarf Hotel, einer besonders schönen und abgelegenen Bothy zu machen.

    Tag 10: Loch Avon – Bob Scott’s Bothy (12,4km)

    Morgens ging es bei weiterhin stürmischen Bedingungen und einsetzendem Regen (zum Glück erst nach einer klaren halben Stunde zum Sonnenaufgang) hinauf zum Loch Etchachan und dann hinunter in Richtung Glen Derry. Dabei kam schon bald und sehr willkommen die Hutchinson Memorial Hut in Sicht. Wir dachten wir könnten in Ruhe frühstücken in der scheinbar einsam daliegenden Bothy. Bei der Annährung tauchten dann allerdings immer mehr Menschen auf. Die kleine Hütte mit schätzungsweise nicht einmal 10qm hatte in der Nacht sage und schreibe 7 Wanderer beherbergt. Dennoch wurde uns eine kleine Ecke freigemacht, wo wir unseren Porridge zubereiten konnten (erst als der Porridge schon fertig war bemerkte ich einen weiteren Hüttengast noch im Schlafsack unter der schmalen Bank). Nach dieser von sehr unterhaltsamen Gesprächen begleiteten Stärkung ging es dann weiter das Glen Derry hinab bis zur Bob Scott’s Bothy. Da unser Plan eigentlich gewesen war, bis Braemar weiterzugehen und dort einen kompletten Ruhetag einzulegen, nutzten wir die erste Gelegenheit wieder Internetzugang zu haben an der Hütte, um nach Zimmern in Braemar zu suchen. Leider gab es dort aber nur noch Zimmer weit außerhalb unserer Preiskategorie, weshalb wir beschlossen unseren Plan zu ändern und stattdessen am nächsten Tag in die entgegengesetzte Richtung zu marschieren, um den Ruhetag mit einem Tag Verspätung in Aviemore einzulegen. So kamen wir zu einem relativ kurzen Tag, einigen kürzeren Begegnungen mit Besuchern der gut zugänglichen Hütte und einem netten Abend mit den zwei einzigen “Übernachtungsgästen” außer uns.


    Tag 11: Bob Scott’s Bothy – Glenmore (27,2km)

    Nach unserer Planänderung machten wir uns am nächsten Morgen auf zurück das Glen Derry hinauf (allerdings größtenteils auf einem parallelen Weg, so dass wir kaum Strecke doppelt gehen mussten. Statt erneut Richtung Hutchinson Hut aufzusteigen, bogen wir dann Richtung Fords of Avon Refuge ab, was sich recht bald als extrem feuchter Weg erweisen sollte,

    der im weiteren Verlauf vorbei am äußersten Zipfel des Loch Avon auch noch teils felsig wurde. Auch das lange und wirklich schöne Tal des River Nethy war über weite Strecken eher anspruchsvoll, weil teils unwegsam und größtenteils feucht. Zuletzt waren es dann noch einige Kilometer auf schon bekannten Wegen bis wir erneut in Glenmore den Bus nach Aviemore nehmen konnten.


    Tag 12: Glenmore – Lairig Ghru (11,4km)

    Aufgrund unserer Planänderung musste die letzte Woche jetzt komplett neu verplant werden. Nach einigen Überlegungen beschlossen wir in den Cairngorms zu bleiben, aber es etwas ruhiger angehen zu lassen. Statt mehr Munros sollte es durch die Täler zurückgehen und wir beschlossen außerdem auch Glen Fechie nochmals zu besuchen, um auch das obere Tal kennenzulernen. Der Start war dann ein eher kurzer Tag zu einem schönen Camp-Spot am Bach nahe des Eingangs zum Lairig Ghru. Wir starteten erneut am Loch Morlich, waren aber schnell aus dem Trubel heraus und in den herrlichen umliegenden Wäldern wieder nahezu allein. Es ging weiter über einen kleinen Hügel durch ein umzäuntes Rentiergehege und vorbei an einem kleinen Weiher. Anschließend war es dann nur ein kurzer Weg bis zu unserem Camp am Bach.

    Tag 6: Drake’s Bothy – Glenmore (18,7km)

    Wieder ein Midgy-Morgen, daher sind wir ohne Frühstück gestartet. Ziel war Glenmore und damit der Bus nach Aviemore für eine weitere Nacht im Hotel. Daher ging es früh los. Der Weg führte uns zunächst hauptsächlich durch Wald vorbei am Loch Eilein. Danach wurde es etwas offener und die Landschaft erinnerte teilweise fast an afrikanische Savanne. Bevor es schließlich in Richtung des touristisch sehr erschlossenen Loch Morlich ging, gab es dann noch kurze Zeit erste Blicke in Richtung des Lairig Ghru und auf die umliegenden höheren Berge.


    Tag 7: Glenmore – An Lochan Uaine (10km)

    Eigentlich wollten wir an diesem Tag noch bis oder fast bis zum Lairig Ghru kommen, aber bereits das erste kleinere Hindernis der Meall a’Bhuachaille mit gerade einmal 810m Höhe stellte sich aufgrund des stürmischen Winds als Herausforderung heraus. Am Ende stiegen wir gemeinsam mit zwei Österreicherinnen, die wir im Windschutz am Gipfel getroffen haben, in die gleiche Richtung ab, aus der wir gekommen waren, weil die beiden darauf bestanden, dass es auf der anderen Seite noch schlimmer sei. Anschließend ging es dann stattdessen um den Hügel herum zur Ryvoan Bothy, wo wir uns einige Zeit Zuflucht vor dem weiterhin stürmischen Wind suchten. Schließlich fassten wir den Beschluss dem zusätzlich angekündigten Regen mit einem frühen Camp am An Lochan Uaine zu entfliehen.


    Tag 8: An Lochan Uaine – Corrour Bothy (26,2km)

    Jetzt zeigte sich die Kehrseite unserer Faulheit vom Vortag, denn es stand mit der Braeriach-Traverse die erste “Königsetappe” an. Dafür hatten wir uns durch unser frühes Camp ca. 5km extra aufgeladen. Bei recht wechselhaftem Wetter (oder positiv ausgedrückt: begleitet von vielen vielen Regenbögen) ging es zunächst über den gerölligen Chalamain Gap und dann über Sron na Lairige, Braeriach, Carn na Criche, Angels Peak, Cairn Toul, Stob Coire an t-Saighdeir und schließlich Devils Point zur Corrour Bothy. Die Gipfel und die Abschnitte dazwischen waren wieder wunderbar abwechslungsreich zwischen sanftem Hügel, langgezogenem Kamm und Geröllberg. Auch die Ausblicke boten an jeder Ecke neue Highlights. Trotz des eher langen Tages blieb dann an der Bothy noch Zeit für einige nette Gespräche.


    Tag 9: Corrour Bothy – Loch Avon (22,8km)

    Es folgte direkt die nächste anspruchsvolle Etappe. Wir machten uns zunächst talabwärts auf, um dann über den Carn a’Mhaim Gipfel und Kamm in Richtung Ben Macdui aufzusteigen. Dabei wurden wir immer wieder durch spektakuläre Blicke auf die Berge des Vortags oder hinab ins Tal belohnt, wenn die Wolken uns Lücken boten. Vor dem Gipfel des Ben Macdui, der mit 1309m der höchste Gipfel der Region ist, konnten wir dann wieder Mal den Kontrast zwischen völliger Einsamkeit im Aufstieg über das Geröllfeld auf unserer Seite und Volksfeststimmung am Gipfel und auf dem Weg von der Skistation am Cairngorm hinauf zum Ben Macdui erleben. Wie so oft war dieser höchste und zudem auch aus Richtung Cairngorm gut zugängliche Gipfel völlig überlaufen. Wir verschafften uns noch einmal kurzfristig Ruhe durch einen Umweg über den Cairn Lochan, bevor es dann beim kurzen Ausflug auf den Gipfel des Cairngorm wieder voller wurde. Anschließend stiegen wir dann über einen steilen, aber auch spektakulär schönen Weg durch einen engen Einschnitt entlang eines Baches ab

    zum Loch Avon, wo wir trotz der Tallage einen unglaublich schönen, aber auch extrem böigen Platz für die Nacht fanden (ich hätte nicht gedacht, dass ich gerade hier bereuen würde, dass wir unser altes Hubba Hubba mitgenommen haben und nicht etwas mehr auf “storm worthy” 😀 gesetzt haben).

    Nach dem Trip habe ich gerade total Lust auf eine ausführliche Beschreibung, auch um es für mich nochmal etwas zu sortieren. Wegen der Beschränkung an Fotos usw. gibt es heute erstmal Teil 1 :D


    Tag 1 Blair Atholl – Alt Scheicheachan Bothy (11,9km)

    Nach dem späten Start aufgrund der Anreise ging es zunächst kurz am River Tilt entlang und dann leicht illegal (ein kurzer Abschnitt gehörte zum Park des Blair Castle, für den man eigentlich Eintritt zahlen müsste ... haben wir wohl übersehen). Anschließend liefen wir durch schönen Wald über wildromantische Brücken und mit einem kleinen Abstecher zum “Whim Folly” mit Blick über das Blair-Estate weiter, bis der Wald plötzlich an einem Zaun endete. Dahinter lag offenes Gelände. Zum ersten Mal waren wir in der typischen Highlands-Landschaft, von der wir noch so viel mehr sehen würden in den kommenden Wochen. Kaum durch den Zaun bekamen wir eine riesige Herde Rotwild zu sehen.

    Der restliche Weg war dann geprägt von immer neuen und tieferen Blicken in die weite Landschaft, bis wir schließlich die Bothy erreichten, die tief in einem Einschnitt liegt, wodurch man sie erst sehr spät sieht. Da kurz vor dem Erreichen unseres Tagesziels Regen einsetzte, haben wir es uns dann auch direkt in der kleinen Hütte gemütlich gemacht.


    Tag 2: Alt Scheicheachan Bothy – Ruigh Aiteachain Bothy (26,2+1,5km)

    Am Morgen gab es dann das erste Kennenlernen mit den Midgies (ja das Kopfnetz hat sich gelohnt, auch wenn es bei nur 3-4 morgendlichen Überfällen blieb). Nachdem wir am Vortag noch auf einer leicht überwachsenen Gravel-Straße unterwegs waren, sollten wir am zweiten Tag die wahren schottischen “Wege” (sprich: Bachlauf/Sumpfloch/Matsch) kennenlernen. Direkt zum Start gab es erstmal nasse Füße, bevor wir nach einem ersten kleinen Hügel Glen Buar erreichten.

    Das lange Tal zwischen steilen Hügeln war ein wunderbarer Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte. Am Ende des Tals ging es dann weiter über die Hügel und immer wieder entlang von Bächen.

    Der Weg war weiterhin äußerst feucht, aber lange Zeit gut mit Steinhaufen markiert – bis er es dann nicht mehr war und wir uns einige Kilometer durch sumpfige Wiesen mit tiefen nicht immer gut sichtbaren Einschnitten schlagen mussten (und ich fast auf eine Schlange getreten wäre) Danach ging es dann wieder auf einer Gravel-Straße über die nächste Höhe hinunter ins Glen Feshie, wo uns (wie wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten) ein äußerst zahmer River Feshie für unsere erste größere Überquerung erwartete. Danach war es nur noch ein Katzensprung bis wir eine der luxuriösesten Bothies Schottlands erreichten. Wir hatten nicht nur das Glück dort die gute Seele von Glen Feshie Lindsey zu treffen, sondern mussten die Bothy (und Lindsey) bei unseren beiden Besuchen jeweils nur mit einer weiteren Person teilen. Er ist nicht immer in der Bothy, aber wenn er da ist, sollte man sich auf einen besonderen Abend einstellen. So war dann der Abschluss unseres Tages nach einem kurzen Nachmittagsspaziergang mit Blick über das Tal sehr unerwartet, aber auch sehr angenehm.


    Tag 3: Ruigh Aiteachain Bothy – Kingussie (27,4km)

    Morgens waren wir erstmal so verzaubert von Glen Fechie, dass wir statt wieder zurück über den Fechie River zu queren erstmal insgesamt 7km Umweg durch das Tal gegangen sind (dafür gab es dann aber auch eine Brücke). Anschließend ging es dann weiter über die Hügel, durch einen Sumpf (natürlich!) und entlang von Bächen bis zum River Tromie. Nachdem es dort kurz fast schon nach Zivilisation aussah, “verwöhnte” (meine Freundin hatte gehofft, wir wären schon da) uns der Weg dann nochmals mit einem überraschend wilden Abschnitt, bevor wir Kingussie erreichten und uns Dinner, Dusche und Hotelbett gönnten.


    Tag 4: Kingussie – Carn Ban Mor (24,3+4,1km)

    Frisch von einem guten schottischen Frühstück gestärkt starteten wir dann in den sehr abwechslungsreichen Tag 4.

    Gleich nach dem Start ging es durch eine wunderschöne Heidelandschaft mit vielen jungen Birken und Kiefern vorbei an einer Station zur Vogelbeobachtung mit einem weiten Blick über ein Feuchtgebiet (also noch leicht feuchter als der Rest der Cairngorms 😀). Danach durch älteren Wald und durch kleine Ansiedlungen weiter bis zu den Seen bzw. Weihern der Uath Lochans am unteren Ende des Glen Feshie. Hier ist zwar etwas mehr los (es gibt einen Wanderparkplatz direkt bei den Seen) aber die Natur ist wirklich wunderschön. Einige Kilometer eine Brücke und eine Furt weiter führte uns unser Weg dann ca. 800hm am Stück nach oben. Aufgrund des nur leichten Winds und des allgemein guten Wetters hatten wir uns zu einem Summit Camp entschlossen. Oben angekommen wurde dann erstmal das Zelt aufgestellt und Abendessen gekocht, bevor ich mich dann noch zu einem kurzen Spaziergang zum nächsten Gipfel entschloss (BESTE ENTSCHEIDUNG EVER). Das Wetter und die Sicht waren absolut grandios und während ich die Aussicht über Loch Einich genoss, landete vlt. 30m von mir entfernt ein Steinadler, musterte mich kurz, gab mir Zeit für ein Foto und flog dann seiner Wege. Es war absolut unglaublich und mein Glück wurde noch dadurch unterstrichen, dass unmittelbar nach meiner Rückkehr zum Zelt dichter Nebel aufgezogen ist. Ich bin bis heute absolut geflasht und es war sicherlich das erste wirklich große Highlight des Trips!


    Tag 5: Carn Ban Mor – Drake's Bothy (10,8km)

    Nachdem es zunächst nicht so aussah, hatten wir auch am Morgen wieder relativ gute Sicht. Wir überquerten den Sgor Gaoith,

    genossen erneut den Blick über Loch Einich und folgten danach weiter dem Kamm über den Sgoran Dubh Mor bevor wir teilweise weglos und später über durchaus anspruchsvolle Wege zu Bothy abgestiegen sind.

    Der Abstieg durch das Bachtal des Allt Coire Follais war dabei aber auch ebenso schön wie anstrengend. Nach einigen netten Gesprächen in und um die Bothy entschieden wir uns dann, nicht mehr weiterzugehen, sondern nahe der Bothy das Zelt aufzustellen, auch weil der teils sehr ruppige Abstieg unsere Knie nicht ganz glücklich zurückgelassen hatte.

    maximal 2 dicke Thermarest müssen aufgeblasen werden

    Das können alle, sprich dafür gibt's keine spezifische Empfehlung. Damit müsstest Du dich auf dem übrigbleibenden Kontinuum Preis-Gewicht wiederum selbst verorten. Ansonsten kann der genuine Vorschlag hier im Forum nur lauten leichtestmöglich - oder weglassen und mit skills ersetzen, falls ein Liner eh dabei ist. Brauche für eine Large Matte vier Pumpstöße, da lohnt keine Pumpe.

    Bei unseren Sommermatten bin ich da voll bei dir, da reichen zwei volle Pumpsäcke und man ist fertig. Bei den Neoair Xtherm NXT, die wir jetzt für alles unter ~10° nutzen, sind es mit dem mitgelieferten Pumpsack eher 15 (im Zelt, wo der Sack dann auch nicht immer ganz voll wird dank der Enge sogar noch mehr). Das dann noch x2 bei gemeinsamen Unternehmungen hat uns dann doch zu der Überzeugung gebracht, dass wir gerne eine Pumpe hätten.

    Nicht nur, dass wir schon seit wir in Schottland sind unverschämtes Glück mit dem Wetter haben... Summit Camp bei bestem Wetter, noch einen kurzen Abendspaziergang auf den nächsten Gipfel und dann das! Nicht nur einen Steinadler gesehen, sondern sitzend(!) und quasi close up fotografiert mit meiner alten Minikamera. Als ob er extra für mich da gelandet wäre. Schon jetzt ein absolutes Highlight des Trips. Weiterhin völlig begeisterte Grüße aus Schottland.

    Fahre Flats mit Altras im Sommer. Im Gelände sowieso viel angenehmer, weil Schiebepassagen etc eben genauso bequem sind, wie die Wanderung. Hatte überlegt für meine lange flache Tour dieses Jahr (13 Tage 2500km Trier-Mittelmeer-Trier) Klickis zu fahren. Nach kurzen Tests aber dann doch dagegen entschieden und keine Sekunde bereut.

    Für den Winter wechsele ich dann auch Kombis und fahre bei kälterem Wetter Shimano Winterklicks.

    Und man findet Blumen und Blumenbestandteile regelmäßig am Wegrand. Kann nicht verstehen, warum man extra Plastikmüll an einen Rucksack hängt. Mich hat die Vorstellung mal so eine Riesen Plastikblume zu finden sehr erheitert.

    Meine Freundin fand die Blume damals total toll an ihrem ersten größeren Rucksack. Ich bin da auch viel zu rational zu und dachte auch direkt "Wow, cooler Plastikmüll."

    Deshalb relativiert er auch so. Wenn dein Zelt bei den Bedingungen crasht hast du einfach nicht gut genug aufgebaut. Habe geschmunzelt.

    Würde sagen der gute Sofiane ist definitiv UL unterwegs, weshalb ich es guten Gewissens hier teile. Die Strecke, die er da fährt ist auch einfach krass (zumal in Verbindung mit seinen Tageskilometern).

    Eurasia World Record Attempt 2025
    Sofiane Sehili is attempting to become the fastest person to cycle across Eurasia, starting in Cabo da Roca, Portugal and ending in Vladivostok, Russia
    www.followmychallenge.com