Tag 13: Lairig Ghru - Red House Bothy (20,55km)
Nachdem wir schon auf den Bergen zu beiden Seiten des Lairig Ghru unterwegs waren, ging es jetzt über den Pass und durchs Tal. Zunächst also erstmal immer bergan über zunehmend gerölliges Gelände hinauf bis zu den Pools of Dee.
Dann wieder bergab immer dem River Dee nach. Über uns die alten Bekannten der letzten Tage.
Auch am Devils Point und der Corrour Bothy kamen wir wieder vorbei.
Dann immer weiter das Glen entlang.
Die umliegenden Hügel flachten mit der Zeit etwas ab während wir weiter dem Fluss Dee folgten.
Bis es nach der Querung des Flusses an der White Bridge dann ein letztes Stück über eine Gravel Road zur fast noch frisch erneuerten Red House Bothy ging.
Tag 14: Red House Bothy - Ruigh Aiteachain Bothy (20,5km)
Der erste WIRKLICHE Regentag. Zudem hatte es auch in der Nacht schon geregnet und das am Tag der bisher die meisten Crossings bereithalten sollte. Schon innerhalb der ersten Kilometer und noch auf der Gravel-Straße erwartete uns die erste Furt. Wenig danach endete die Straße zunächst und wir mussten uns durch halb überschwemmte Wiesen kämpfen. Der zum Glück mit einer Brücke versehene Wasserfall des River Eidart war zwar dank der Wassermassen wirklich eindrucksvoll,
aber die folgenden Crossings ohne Brücke waren dann schon teilweise grenzwertig vor allem für meine Freundin.
Tag 15: Ruigh Aiteachain Bothy - Red House Bothy (20km)
Nachdem wir am Vortag noch befürchtet hatten, dass wir erneut unsere Pläne ändern müssten, waren der Abend und die Nacht trocken geblieben und auch der Tag startete trocken. Daher beschlossen wir bei unserer Planung zu bleiben und gemeinsam mit Michael, dem Ankömmling vom vorherigen Abend wieder auf dem gleichen Weg Richtung Red House aufzubrechen. Tatsächlich hätte der Tag nicht unterschiedlicher zum Vortag sein können und wir konnten bei schönstem Sonnenschein all die Pausen zum Genießen der Landschaft und zum Fotografieren nachholen, die uns der kalte Regen des Vortags noch vermiest hatte. Auch der zu durchquerende Wasserfall war deutlich weniger besorgniserregend. Statt der durchgehenden Sturzflut des Vortags war jetzt sogar eine Lücke in der Mitte zu erkennen.
Und auch der Rest des Tals zeigte sich deutlich freundlicher.
Der Wasserfall des River Eidart war dagegen auch mit etwas weniger Wasser noch spektakulär.
Dafür war der Rest des Weges ordentlich abgetrocknet und zuvor noch fast unüberwindliche Wasserlöcher boten jetzt ebenso wie die restlichen Crossings deutlich weniger Schwierigkeiten.
Bei unserer Ankunft am Redhouse, das wir an unserem ersten Abend dort noch für uns allein hatten, waren bereits zwei Engländerinnen vor Ort und wenig nach uns traf auch noch eine weitere Deutsche ein, sodass es erneut ein unterhaltsamer Abend mit viel Erfahrungsaustausch zum Wandern in Schottland wurde. Außerdem gaben uns die beide Engländerinnen noch den Tipp einen Abstecher zum sog. Tarf Hotel, einer besonders schönen und abgelegenen Bothy zu machen.