Beiträge von wilbo

    Alles in allem sieht eine EVA Matte bei mir schon nach einer Saison relativ mittgenommen aus und reparieren kann man da ja leider nicht viel. Ich hab einfach ein schlechtes Gefühl die Sachen dann nach 2-3 Jahren wegwerfen zu müssen...

    Wie stark ist denn die Eva-Matte, die Du verwendest?

    Risse an Schaum-Matten aller Art lassen sich hervorragend mit „Tescon“ Bau-Klebeband reparieren.
    Gibt es bei Ebay auch in Schwarz.

    (Man sollte immer eine Rolle Tescon, pro clima im Hause haben!)

    Da hätte man zumindest keine Probleme mit verrutschender Füllung weil diese ja innen fest genäht ist.

    Ich würde einfach etwas mehr Füllung in die normalen Kammern packen. Nichts hat ein so optimales Gewichts-Isolations-Verhältnis wie Daune. Alles was, man im Nachhinein improvisiert, um einen Mangel auszugleichen, ist immer schwerer oder weniger effektiv.

    VG. -wilbo-

    Ich habe Mal einen zu kleinen Silnylonshelter als Längslieger gebaut. Etwas größer als das was du da gezeichnet hast. Das Teil habe ich nach der ersten Nacht nicht mehr benutzt.

    Das kann ich mir lebhaft vorstellen! ^^

    Bei Baumwolle wird das wahrscheinlich etwas anders.
    Ist das Material trocken, kann durch die große Oberflächenstruktur viel Feuchtigkeit aufgenommen und auch wieder abgegeben werden. Wird die Baumwolle nass, lässt die Atmungsaktivität deutlich nach und so kann es natürlich auch in einem Baumwoll-Shelter zu Kondensation kommen, (Physik).
    Das, was wir uns erhoffen, ist ein größtenteils trockenes Schlafklima mit wenigen suboptimalen Situationen. Vielleicht kann man bei komplett nassem Material ein, (im Vergleich zur Außentemperatur warmes) Mikroklima erzeugen. So könnte die Baumwolle sogar trocknen und ihre Atmungsaktivität wieder erlangen.

    Um die Wärme im Bivy zu halten, habe ich ein kleines beak angebaut. Da die beiden Kanten des Dreiecks gleich lang sind, könnte man es über die Abspannschnur von innen runter- und hochziehen. Das beak, kann bei Nichtnutzung gerafft, mit zwei Toggeln fixiert werden. (Ach, das wird mir schon wieder viel zu kompliziert!) :S

    Wir werden sehen ...
    VG. -wilbo-

    Hier sieht man in der Diagonalen sehr schön die unvermeidlichen Falten. Durch den Stretch des Stoffes, bzw. den Zug auf die Ecke, werden die Falten etwas gemildert. Dehnt sich das Material durch Feuchtigkeit aus, ist immer noch so viel „Rest-Zug“ vorhanden, dass das Tarp nicht wie ein nasses Handtuch durchhängt.

    Weisst Du wie der geringere Stretch erreicht wird ?

    Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
    Eine Querdehnung ist deutlich vorhanden, es wird nur durch den höheren Stretch im Gesamt-Gewebe nivelliert.

    Im direkten Vergleich zu einem 20 D Silpoly, ist das Nylon erstaunlich standfest. Bei identischem Aufbau, (Halbpyramide) wackelt die Spitze beim Silpoly wie Pudding und bei dem Nylonstoff ist kaum Spiel vorhanden.
    Ich vermute, es liegt schlicht an der Fadenstärke des Gewebes.

    Ich beginne mit meiner aktuellen Entdeckung.

    Ich bin ganz angetan vom 6.6er Silnylon, 30 D.
    Das Material habe ich schon vor einiger Zeit bei Esvo entdeckt, aber nie wirklich ernst genommen. Nun habe ich das sandfarbene (gold) einige Zeit testen können und bin begeistert. (Es gibt die Qualität ebenfalls in einem dunklen Olivton).

    Der Stoff liegt 1,6 m breit und ist beidseitig gleich stark Silikon-beschichtet, was die Verarbeitung kostengünstig macht, da man die Schnitte spiegeln kann.
    Überhaupt ist die Beschichtung erwähnenswert, da ich eine so gute Beschichtung bisher nur bei Hilleberg gesehen habe.
    Mit der Qualität der Beschichtung geht eine relativ geringe Wasseraufnahme von nur 12 % einher. Okay, beim 30 D Silpoly sind es 6 %, aber bei anderen Silnylon-Stoffen habe ich eine Gewichtszunahme bis zu 24 % gemessen.

    Die Dehnung diagonal zur Webrichtung ist deutlich vorhanden, aber sogar etwas geringer als beim 30 D Silpoly. Das Material fühlt sich irgendwie fester, enger gewebt an, was für mich einen vertrauenerweckenden Eindruck macht.

    Der Clou ist der Stretch. Mit stabilen Abspannpunkten kann ich ein Maximum an Dehnung aus dem Stoff herausholen. Bei Flat-Tarp-Aufbauten arbeitet mir erstaunlicherweise die Querdehnung sogar zu, da ich viele Falten einfach aus der Fläche herausziehen kann. Eine überraschend hohe Oberflächenspannung ist damit erreichbar.

    Ebenfalls ungewöhnlich ist das Verhalten bei Nässe. Ist im trockenen Zustand eine hohe Spannung in den Stoff gezogen worden, wird diese bei Nässe zwar geringer, bleibt aber immer noch so stramm, dass Kondenswasser sauber ablaufen kann.

    Alles in allem bin ich von den Materialeigenschaften so überzeugt, dass dies 30 D Silnylon wahrscheinlich in Zukunft meine erste Wahl wird.
    Warten wir mal die Reißfestigkeit ab …

    VG. -wilbo-

    So liefen wir weiter auf den höchsten Punkt, den Njierek zu und fragten uns dabei, wie es sein kann, dass der gesamte Berg ein einziger Sumpf ist: Überall war Wasser, und nach kürzester Zeit akzeptierte ich resigniert, dass es in meinen Schuhen bei jedem Schritt gluckerte.

    Schön zu lesen, dass sich selbst nach 40 Jahren bestimmte Dinge nicht geändert haben.
    Ich war nur einmal mit Lederschuhen da oben unterwegs und all die Jahre danach nur noch mit Gummistiefeln. (Das war lange bevor irgendjemand in D überhaupt an trailrunner dachte).

    Während wegen des Windes die Kondens auf mich herabregnete, schlief ich ein.

    Bei Wind soll es ja kein Kondenswasser geben. ;) Aber da oben ist alles ein wenig anders ...

    Sehr schöner Bericht!
    Mit viel Déjà-vu.

    Naheliegend wäre für mich da wie gesagt einwandige A Frame Ansätze.

    Bei angebautem Boden liegt man beim Zelt in der Kondenswasserfalle oder die Konstruktion wird so aufwendig wie beim Tarptent.
    Trennt man Fly und Boden, wäre ich wieder bei der Tarp-Lösung.

    Das geht in eine ähnliche Richtung, weshalb ich oben überdimensionierte Biwacksäcke (vgl. Jerven Bag oder Fjellduken oder Bothy Bag) erwähnte: ...

    Leider ist das Jerven Bag / Fjellduken System sackschwer und für den Tarp-Aufbau zu kurz. Jedenfalls für mich mit 1-85. :(

    Meine bisherige Shelter-Lösung für ein niedriges Profil und variablen Aufbau ist ein 1,7 x 3 Tarp mit atmungsaktiven Bivy.
    Nur mit Bivy, normales Cowboy Camping, mit Tarp kann ich das LeanTo über den First zurückschlagen und habe freie Sicht auf den Himmel.

    Wenn ich die Stangen weglasse habe ich doch im Grunde auch nur einen Sack, wie es ein Biwacksack auch ist. Wozu sollte da noch etwas gestrafft werden müssen?

    Hm, wann verwende ich die Bivy-Funktion von einem Zelt-Bivy?
    Bei extrem hohen Windstärken, in denen ich mein Zelt nicht mehr aufgebaut bekomme. Dann noch herumflatternde Zeltbahnen zu bändigen, stelle ich mir „schwierig“ vor.
    Vielleicht kann Sleipnir was dazu sagen. Er hat sich ja schon mal bei Sturm in sein Zelt eingewickelt.

    Den Gedanken mit der Zelt-Bivy-Kombi hatte ich vor einigen Jahren ebenfalls.
    Damals habe ich ein dafür geeignetes Firstzelt verwendet und einfach im Aufbau verkleinert.

    wilbo
    19. September 2025 um 12:58


    Das Problem bei der Doppelverwendung als Bivy ist, dass irgendwo das überschüssige Zeltmaterial untergebracht werden müsste.
    Beim Bivy führen die begrenzten Dimensionen dazu, das ganze shelter zu straffen. Hat man große Zeltflächen zu bändigen, wäre das für ein sinnvolles Bivy-Setup nicht hilfreich.

    Meine aktuellen Überlegungen in Richtung Bivy gehen eher hierhin:

    Bivy-Tarp mit Klappverdeck.
    Die vordere Kante wird durch ein A-frame gehalten. Bei nettem Wetter kann ich das nach hinten umklappen, aber auch schnell wieder aufstellen. (Firsthöhe vorne knapp 75 cm, entspricht ungefähr Tischhöhe)
    Eine Seite sollte zusätzlich aufstellbar sein, um einen großen Zugang zu schaffen. (Lösung unklar, wahrscheinlich Reißverschluss-Kante)

    Da ich den ersten Proto in Baumwolle plane, habe ich eh einen relativ hohen Gewichtsspielraum. Da macht mir das A-Frame Gestänge für das Klappverdeck erstmal wenig Sorgen. Sollte das Shelter-Konzept überzeugen, kann ich immer noch beim Materialwechsel abspecken.

    Vorn der Konstruktion her sollte das Klappverdeck auch ohne Abspannung der Bodenwanne funktionieren. Das muss sich in der Praxis aber erstmal zeigen ...

    VG. -wilbo-