Beiträge von exULgäuer

    Ich war mir ehrlich gesagt nicht sicher wie viel Resonance da überhaupt kommen wird.

    Ich glaube, jeder war schon am Ausloten der Möglichkeiten und hat dabei über einen Biwaksack zumindest nachgedacht.

    Der Gedanke wieder über Tarp Setups nachzudenken widerstrebt mir aktuell. Das ist mir noch zu viel Aufbau/Gefummel für zu wenig extra Vorteil. Aber leitet mich dazu über verrückte Lösungen zu sondieren.

    Die vermeintliche Einfachheit in der Handhabung lässt einen gerne über einen Bivy fantasieren, auch weil einem schlicht die Fähigkeiten zum Tarp-Aufbau fehlen und man die Mühen scheut, sich diese anzueignen. Das ist imo die genau falsche Strategie.
    Egal wie man es dreht und wendet, ein Biwaksack taugt eher für Situationen, in denen es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht wirklich regnet, oder halt als Notfallausrüstung bzw. wenn was anderes nicht möglich ist. Wenn es denn wirklich schifft, liegt man in einem mehr oder weniger geschlossenen Dampfsack und wird von dicken Tropfen durchgetrommelt. Imo nicht erstrebenswert. Ein Shelter mit etwas Bewegungsraum und Belüftung ist da bei weitem attraktiver.

    Für "normale" Menschen bedeutet eine solche Wanderung Qual, Anstrengung, Verzicht. Alles negativ belegt. Sie verstehen nicht, wie man die Annehmlichkeiten der Zivilisation, sicheres Einkommen etc. freiwillig aufgeben kann. Ergo muss es einen höheren Grund dafür geben. Man flieht vor etwas. Warum sonst würde man laufen wollen?

    Wenn ich im Gegensatz einen 120 Liter Müllsack oder eine FroggToggs Regenjacke anziehe, mag der/die vielleicht weit sein und vllt kommt auch mal Luft von unten rein (wenn ich keinen Bauchgurt trage), sonderlich atmungsaktiv wird das dadurch aber nicht.

    Extrembeispiele sind immer super in Diskussionen, helfen aber halt rein überhaupt nicht. Hat keiner gesagt, Sunhoodie aus Plastiktüte sei ratsam. Ich rate nur dazu, dieses Wort "atmungsaktiv" nicht wörtlich zu nehmen. "luftdurchlässig" wäre besser. Aber egal wie luftdurchlässig ein Stoff ist, relativ ist er immer eine Bremse.

    weil durch das Tragen des Rucksacks ein hoher Anteil des Stoffes fest an die Haut gedrückt wird

    Der Rucksack zerstört die Idealsituation. Ansonsten wäre ein weiter Baumwoll-Kaftan ein gutes Kleidungsstück bei Hitze. Soll Kulturen geben, die genau zu diesem Schluss gekommen sind.

    Ganz allgemein: luftig gestrickte Stoffe sind toll und können den Schweiß gut aufnehmen ohne gleich klitschnass zu sein.

    Wo der Rucksack klebt, scheint die Sonne nicht.

    Wir leben in der glücklichen Situation des Überflusses. Wer bedenken hat wegen dem Albedo seiner Kleidung, kann sich mehr oder weniger beliebig mit andersfarbigen Stoffen eindecken. Ich würde halt keine Wunder erwarten.

    Helle Farben heizen sich langsamer auf.

    Ohne den Test gesehen zu haben, Farbe des Stoffes ist am Ende eher marginal bis völlig egal. Bei Hitze in der Sonne trägt man idealerweise weite luftige Kleidung. Farbe wurscht. Dunkel gefärbter Stoff schützt angeblich besser vor UV-Strahlung.

    "Atmungsaktivität" (ich halte diesen Begriff grundsätzlich für ziemlich albern) spielt auch kaum eine Rolle, wenn die Kleidung weit und luftig ist.

    Warum tragen Tuareg dunkle Sachen?
    Wenn die Sonne scheint, wird es in einem dunklen T-Shirt richtig heiß. Helle Kleidung ist dagegen im Sommer viel angenehmer. Warum tragen dann viele Tuareg in…
    www.morgenpost.de
    Zu heiß für Schwarz? – DW – 15.01.2010
    In den Emiraten ist es so warm, dass man auch im Winter in T-Shirt herumlaufen kann. Die Einheimischen tragen aber meist lange Gewänder, die Frauen sogar…
    www.dw.com

    Ich hab das letzte Wochenende inklusive Verlängerung praktisch komplett in einem Smartwool Sunhoody verbracht. Ich muss sagen, so eine Kapuze ist luftiger und insgesamt angenehmer als ein Hut.

    - Experimentiere mit der Sattelneigung: Mehr nach hinten gekippt -> mehr Druck auf dem Intimbereich & weniger auf den Händen

    - Probiere verschiedene Neigungen für Flügelgriffe und Innerbarends. Bei meinen SQLab 710 liegen 5-10 Grad zwischen perfekt und Schmerzen.

    Wichtige Punkte! Hatte ich glatt vergessen. Machen "Anfänger" gerne nicht ganz richtig und kleine Ursache bedeutet hier große Wirkung.

    Der Boppes muss wirklich satt auf dem Sattel (daher vermutlich der Name ;) ) sitzen und da sollte sich möglichst wenig bewegen und schon gar nicht rutschen, auch nicht hin und her! Hin und her kommt von zu hohem Sattel, nach vorne rutschen von nach vorne geneigtem Sattel.

    Der Begriff geht auf die Franzosen zurück, die den Ort der Einschiffung als Ursprung gedeutet haben. Dann kam noch US-Präsident Roosevelt, der bei der Inspektion der Bauarbeiten am Panama-Kanal einen solchen "Arbeiterhut" als Sonnenschutz getragen hat. Die Bilder gingen um die Welt. Die Hüte wurden damals schon aus Ecuador importiert. Die gibt es in sehr unterschiedlichen Qualitäten. Ein "superfino", handgefertigt aus nur dem feinsten Palmstroh, kann mehrere Tausend Euro, 30.000,- Euro im Extremfall, kosten, wiegt fast nichts und wird gerollt in einer Holzschachtel geliefert.

    Der Panama-Hut: Das Comeback eines Klassikers
    Revival für einen Klassiker. Ein Sommer-Must-Have. Woher stammt er? Wie wird er produziert? Wie viel kostet der teuerste Panama-Hut der Welt?
    www.streifzugmedia.com

    Klickpedale sind in meinen Augen kein Upgrade, erst recht nicht für Tourenradler. Jeder Mensch, der auch hin und wieder vom Rad steigt, und sich als solcher artgerecht bewegen möchte, sollte lieber bei anständigen Schuhen und dazu passenden Pedalen bleiben!

    Denkt ihr, dass man das Bike passend machen kann

    Ja. Wie gesagt, mach erstmal den Sattel runter und etwas zurück und probier das aus! Achte beim Fahren aktiv auf die Körperhaltung. Mach "Gymnastik" während der Fahrt.

    Pro-Tipp am Rande: Je fester Du in die Pedale trittst, desto weniger Druck hast Du auf den Händen. ;)