Beiträge von PositivDenken

    Wie alt ist denn dein Nanolite?

    Der wurde vor zwei Jahren getauscht. Er hat schon ein bisschen was auf dem Buckel. 2000km PNT, 500km HRP, 500km Kanaren. Und etliche kürzere Touren. Ist aber mMn ganz gut in Schuss. Ich kann ja sehen, wenn die Kammern prall gefüllt sind oder nicht. Vor allem am Fußende hat er schon ein bisschen gelitten, das stört aber nicht weiter.

    In Monaten ausgedrückt, habe ich etwas über vier Monate drin geschlafen, also über 120 Tage.

    Also wenn ich bei meinem die Daune so gut es irgendwie geht (viel geht da nicht, weil die Kammern ohnehin gut gefüllt sind), dann komme ich bei prall gefüllter Kammer in der Mitte auf ziemlich genau 4,5cm.

    Entweder erzählt WM da einfach Mist oder aber ich/wir verstehe/n die Anleitung verkehrt.

    Mal ganz abgesehen davon, kann man sich doch mit etwas Erfahrung selber überlegen, dass es einlagiger Loft von 9cm deutlich wärmer ist als ein +3° Komforttemperatur-Schlafsack.

    Wie sind da die Erfahrungen bezüglich Wind beim Kungsleden bei euch?

    Die Windstabilität vom X-Mid würde ich persönlich sicher nicht als „super“ bezeichnen mit Hinblick auf Nordeuropa oder arktische Tundra im Besonderen. Aber zu deiner Frage: Sturm kannst du auf dem Kungsleden genau so haben wie auf Island, aber sicher nicht mit der gleichen Wahrscheinlichkeit. Hat man Glück, kommt man ganz ohne durch. Hat man Pech, dann halt nicht. Mich hatte es da mal auf dem falschen Fuß erwischt und mich mit meinem Notch ordentlich abgeräumt (Heringe haben nicht gehalten, keine schweren Steine weit und breit, keine zusätzlichen Heringe dabei …).

    Würde an deiner Stelle das Duplex nehmen, wenn du es schon hast.

    OT: das geht natürlich auch. Aber gerade die Kombi aus den beiden Befestigungen macht die Quilts ja so besonders :(. Ich bin skeptisch, ob es groß was bringt daran rumzufeilen.

    Vielleicht kleines Missverständnis. War nicht als Lösung des ursprünglichen Problems gemeint, sondern dass es nicht so wild ist, wenn die sich mal lösen, wenn man außerdem noch die äußeren nutzt.

    Du kannst übrigens auch eine ganz gute Ahnung davon bekommen, ob der Quilt noch was taugt, wenn du dir anschaust, wie gut die Kammern noch gefüllt sind. Gerade beim Nanolite sieht man das ja ganz deutlich. Sind da Stellen wo gar keine Daune mehr ist, auch nach dem Trockner-Procedere? Oder wenn selbst gut aufschütteln nicht hilft? Gerade im Oberkörperbereich oder am Fußende ist das eigentlich unvermeidlich. Die Frage ist nur, wie schlimm ist es? Das sagt meines Erachtens mehr aus als irgendein gemessener Loft an einer willkürlichen Stelle.

    Also, … ich kenn deine Problematik aus eigener Erfahrung. Ganz offensichtlich misst WM hier den gesamten Loft, also wie hoch der Quilt ist, wenn er regulär auf den Boden gelegt wird. Genaugenommen also doppelt. Das ist aber eben bei Schlafsäcken ja genauso. Sinn hin oder her.

    Am besten du legst dich entweder ein Weilchen rein bevor du misst oder du gönnst ihm eine Runde im Trockner (zusammen mit ein paar Tennisbällen), so du einen hast. Dann legst du ein steifes Blatt Papier oben auf den flach ausgebreiteten Quilt (aber so wie du halt auch drin schlafen würdest, also mit den Rändern nach unten gefaltet). Zur Not das Papier falten, damit es steifer wird. Jetzt kann man mit dem Lineal oder dergleichen einfach abmessen wie weit der Abstand vom Papierrand zum Boden ist. (Genaugenommen ist ein Lineal scheisse, weil bei den meisten die 0 ja nicht ganz unten ist)

    Hab ja eher das Problem, dass meine mittlerweile so ausgenudelt sind, dass sie sich von allein immer ablösen. Aber wäre es so kalt, dass das wirklich ein Problem wäre, würde ich einfach die äußeren benutzen.

    Plastikflaschen, in denen Waschbenzin verkauft wird, sollte man nicht zum Transport nutzen.
    Und Schokolade schmeckt wirklich nicht mehr, sobald die Tafeln in Kontakt mit Benzin gekommen sind! :(

    Gilt auch für Primus Powerfuel.

    Was ich nicht verstehe, das von Biltema kommt in Flaschen, die haargenau so aussehen, die sind aber dicht.

    Ich glaube, in Spitzbergen ist es inzwischen so, dass selbstorganisierte „Reisende“ die potenziellen Kosten einer Bergung vorab beim Sysselman hinterlegen müssen.
    Sowas kommt von sowas ...

    Als Deutschem wird einem hier in Schweden auch bei jeder Gelegenheit die Geschichte von dem deutschen Ehepaar erzählt, welches sich angeblich via SOS-Button aus dem Sarek abholen ließ, weil sie keine Lust mehr auf Wandern hatte. Sie mussten dann für den Einsatz bezahlen. Ob das wirklich so stimmt, weiß ich nicht. Aber vielleicht schadet das Vorhandensein solch einer Erzählung auch nicht.

    Aus eigener Erfahrung: ein Freund hat sich auf einer gemeinsamen Tour den Knöchel gebrochen und der Hüttenwirt auf dem Kungsleden hat sich geweigert, die Rettung zu rufen. „Der schwedische Steuerzahler kann nicht wegen jedem vermeintlich gebrochenen Knöchel einen Hubschraubereinsatz bezahlen“. Wie wir meinen Kumpel samt allem Gepäck mehrere Kilometer von abseits dem Trail zur Fjällstuga hätten bringen sollen, damit er sich dort ein paar Tage ausruht, bleibt das Geheimnis des Wirts.

    Umgekehrt Zeuge geworden wie an der Sylarna fjällstation problemlos ein Heli kam um einen Typen samt Freundin abzuholen, weil er Schmerzen beim Gehen hatte und nicht mehr bis runter zum Parkplatz wollte. Waren gemeinsam in der Sauna am Abend vorher. Warum die ihn nicht wenigstens einfach mit nem Skoter geholt haben, bleibt mir ein Rätsel (war im Winter).

    Ich hatte da vor einer Weile mal in einem anderen Forum eine längere Diskussion mit jemand, bei der ich dann irgendwann einfach entnervt aufgegeben habe. Kurz zusammengefasst ging es darum, dass eine Person sich nicht davon abbringen lassen wollte mit einem X-Mid zu einer längeren Tour in den Sarek aufzubrechen und letztlich der Ansicht war, dass er das Gewicht seines inReach Mini nicht umsonst mitschleppt und es schließlich auch ne ganze Stange Geld kosten würde.

    Der Hauptgrund für die Anschaffung war meine Familie. Die wollen immer wissen, wo ich bin. Manchmal konnte ich wegen schlechtem Handy-Empfang nicht anzeigen, wo ich bin. Da kam Unruhe auf...

    Hatte da mal ne längere Unterhaltung mit einer der Organisatoren der TGO Challenge. Die sind einhellig der Meinung, dass ihnen zumindest diese Technologie mehr schadet als nützt, da bei Angehörigen sofort Panik ausgelöst wird, sobald das Gerät nicht die erwartete Position meldet. Dabei geht aber halt oft mal der Akku unbemerkt leer. Es wird irgendwo liegengelassen, es wird vergessen, es anzuschalten, die Nachricht abzusetzen etc. etc.

    Hab den PNT vor zwei Jahren gemacht. Hatte ein TT Notch Li und fand es letztlich den totalen Overkill. Meine Begleiter haben zu 90% einfach cowboy camping gemacht. Ich würde das nächste Mal auch einfach mein Gatewood Cape oder ein flat tarp nehmen. Geregnet hat es bei mir genau ein Mal. Und ein Mal auf einem steinigen Gipfel übernachtet, wo es wirklich nur felsig war, so dass keine Heringe genutzt werden konnten. Dann eben mit Steinen abgespannt. Aufwand vielleicht fünf Minuten extra. Dafür lohnt sich ein freistehendes mMn nicht.

    Kurzum, ich sehe da eine relativ geringe Schnittmenge im Anforderungsprofil zwischen PNT und insbesondere Kungsleden. Wenn du den gesamten Kungsleden machen möchtest, würde ich mir das mit einem X-Dome zweimal überlegen. Gehen tut vieles, bis man auf dem falschen Fuß erwischt wird.

    PS: wie andere ja schon geschrieben haben, ist Mitte Mai für Glacier zu früh, aber evtl. könnte eabo klappen, dann wären uU die Cascades schon schneefrei, bis du dort ankommst. Hätte den Vorteil, dass du dann wohl schon vor der fire season durch wärst. Bei mir war das damals der reinste Spießrutenlauf. Feuer hinter mir, Feuer vor mir …