Gaskartusche füllen

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  • Dieser Thread ist für Fragen gedacht, die noch nicht im Wiki beschrieben sind.

    Meine Frage bezieht sich auf physikalische Eigenschaften von Gas in der Kartusche, das ja nicht gasförmig, sondern zu großen Teilen flüssig ist.

    Folgendes Szenario: Ich befülle aus einer vollen großen Kartusche (450 oder 230) eine kleine leere Kartusche.
    Der Druck is da schon so unterschiedlich, dass ich nicht die kleine kühlen und die volle große erwärmen muss.
    Wenn ich nun den Adapter draufgeschraubt habe, die volle Kartusche oben, die kleine leere unten habe - kann da mehr Gas von oben nach unten in die kleine fließen als hineindarf, oder hört das Fließen auf, sobald ein Druckausgleich hergestellt ist?

    Nach meinem superlaienhaften bildlich-anschaulichen Verständnis: Verhält sich sich das Flüssiggas dabei wie eine Flüssigkeit (wie Wasser) und füllt das ganze zur Verfügung stehende Volumen der kleinen Kartusche aus - was dann natürlich zu viel wäre, oder verhält es sich wie Gas, sodass doch eigentlich bei Druckausgleich Schluss sein müsste, ich also vermutlich (wenn ich nicht durch Temperaturunterschiede nachhelfe) gar nicht überfüllen könnte?

    "When was the last time you did something for the first time?" (Scout)
    "Nichts leichter als das", antwortete Frederick. "Komm mit!"

  • Es wird in der Kartusche eine flüssige Phase geben, und einen Gasraum darüber. Im Gas über der Flüssigkeit ist der Gasdruck gleich dem Dampfdruck des Gemisches bei der gegebenen Temperatur. Deshalb brennt ein Gaskocher auch schlechter, wenn es kalt ist, oder wenn das zurückbleibende Gasgemisch sich abkühlt wegen der "Verdunstungskälte"... Der Übergang von der Flüssigkeit in die Gasphase verbraucht Energie, die eben der Flüssigkeit entzogen wird, und deshalb kühlt sich die Kartusche mit der Zeit ab.

    Mein (physikalisches) Verständnis ist, dass keine Gefahr besteht, solange ein genügend grosser Gasraum über der Flüssigkeit bestehen bleibt. Komplett mit Flüssigkeit sollte die Kartusche aber nicht gefüllt werden, einerseits, weil dann der Druck sehr stark bei Erwärmung steigen könnte, andererseits, weil das Gas ja "gemächlich" austreten soll, wenn man das Ventil öffnet, und nicht das flüssige Gas rausfliessen und eine Stichflamme bilden sollte.

    Ich persönlich habe auch so ein Umfüllventil, und fülle kleine Kartuschen aus einer grossen nach. Ich stelle diese dann auf die Waage, und schaue, dass diese nicht voller werden als beim Kauf.

    In den Gaskartuschen befindet sich ein Gemisch aus Propan und Isobutan. Propan hat einen tieferen Siedepunkt, und das Gemisch verhält sich deshalb besser, wenn es draussen kalt ist. Mein Eindruck ist, dass sich beim Umfüllen das Verhältnis von Propan zu Isobutan verändert, und in der zu füllenden Kartusche am Ende mehr Isobutan ist. Ich müsste das aber mal messen, das ist jetzt mehr mein Bauchgefühl... Möglicherweise hilft da das Erwärmen der einen und Abkühlen der anderen Kartusche.

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