Tag 12 - Vorbei mit dem Wetterglück
Baucha Patagonia --> "Camping María"; 63km
Da ist es wohl vorbei mit meinem Glück. Ich wache auf, geweckt vom Klang der Regentropfen, die auf das Wellblechdach meines Campingdachs tropfen. Heute dann also ein Tag im Regen. Mal schauen was das aus der Qualität der Straßen macht und wie gut man voran kommt… zumindest sollte das ganze Unterfangen heute etwas weniger staubig sein als sonst. Das heißt ich müsste hoffentlich besser atmen können. Hoffentlich sind alle meine Taschen dicht. Wenn man ehrlich ist, dann haben mir sowieso schon alle Einheimischen gesagt, dass ich unverschämtes Glück mit dem Wetter habe und es um diese Jahreszeit normalerweise mehr regnen würde.
Nach einem super leckeren Frühstück mit frisch gebackenem Brot vom Hof und ganz frischen Eiern geht es dann viel zu spät auf die Straße. Heute also nur eine kurze Etappe von Baucha Patagonia zum Río Bravo „Camping Maria“. Ein weiterer kleiner Campingplatz an einem Bauernhof mitten im Nirgendwo. Ein kurzes Stück musste ich mit der Fähre fahren, aber das war sogar kostenlos und ich musste nichtmal warten. Alles in allem ein gelungener, kurzer Tag auf dem Rad. Die Landschaft war etwas verregnet aber dennoch malerisch und abends konnte ich sogar noch etwas Gemüse frisch aus dem Garten kaufen um mir was ordentliches zu kochen. Ich konnte sogar in einer Scheune mit Holzofen übernachten und dort fand es gab auch eine kleine Küche mit Topf und Schüssel!
Morgen geht es dann weiter nach Villa O‘Higgins. Da wird es dann nochmal spannend weil ich herausfinden muss wie es eigentlich weiter geht und wann die Fähren fahren.