Beiträge von dermuthige

    MadCyborg Danke, das freut mich sehr zu hören! :)

    Ich habe selbst auch extrem viel von den MYOG-Erfahrungen anderer profitiert – ob damals im blauen Forum, auf Reddit, oder heute hier. Mein gesamtes Nähwissen stammt eigentlich daher, und damit das Fundament meiner Selbstständigkeit. Dafür bin ich sehr dankbar und da freut es mich wirklich, dass ich mit meinen Beiträgen etwas zurückgeben konnte.

    Viel viel Erfolg bei deinem Projekt. Lass gern sehen, wenn es fertig ist!

    Um deine zweite Frage (eInk-Smartphones) hier zu beantworten: Neben dem erwähnten Boox Palma 2 Pro sind mir das Bigme Hibreak Pro und Hisense A9 (und jeweilige Vorgänger) bekannt.

    Das Palma ist nur leider kein vollwertiges Smartphone, da es zwar einen SIM-Slot anbietet, aber keine Telefonie-Funktionalität. Liegt wohl daran, dass ein Smartphone zu verkaufen andere Regularien mit sich bringen würde.

    Und Hibreak hatte wohl bei Lieferung Malware in der Firmware. Zumindest vor einer Weile mal. Hab das nicht weiter recherchiert, weil mir das ab da direkt zu unsicher war. Ein paar Leute versuchen aber wohl, LineageOS drauf zu packen.

    Hisense hab ich bisher nicht genauer betrachtet. Läuft wohl mit Android 11, bekommt meines Wissens keine Security-Updates mehr. Da waren Leute mit LineageOS auf jeden Fall auch schon erfolgreich. Problem dabei, dass die Software dann nicht für den eInk-Display optimiert ist und es Ghosting-Probleme geben kann.

    Ich find die Idee von eInk-Smartphones auch super spannend, aber in meinen Augen gibt es noch nicht das perfekte Modell, was als Smartphone-Ersatz tourgeeignet wäre. Das Palma 2 Pro als richtiges Smartphone wäre ziemlich cool. Ich verwende das Boox Palma 2, um mehr zu lesen (auch im Web und mit Apps) statt Doom-Scrolling auf "Social" Media. Aber unterwegs hab ich das richtige Smartphone dann weiterhin dabei. Für die Tour ist mir das Zusatzgerät dann natürlich zu schwer.

    Edit: Aber wie zuvor gesagt: Wer vielleicht gar nicht erreichbar sein möchte, oder wenn Internet-Verbindung reicht, oder ein InReach zur Kommunikation eh dabei ist und reicht, dann kann ich mir das Boox Palma 2 (Pro) durchaus unterwegs vorstellen.

    Weiß nicht, wie brauchbar die Palma Geräte sind, aber vielleicht kann man damit sigar navigieren, da Android drauf läuft.

    Ich habe ein Boox Palma 2 (nicht Pro). Praktisch das gleiche Gerät, nur ohne Farb-Display und ohne SIM-Karte. Kann aber alles im WLAN ausprobieren, falls jemand konkrete Fragen hat. Kann mir schon vorstellen, dass sich das halbwegs nützlich auf Tour einsetzen ließe. Aber auch nur halbwegs, weil es ein Smartphone für die meisten nur so semi ersetzen könnte: keine Telefonie, keine tollen Fotos. Aber in Verbindung mit einem inReach und einer Kamera (falls gewollt)? Bestimmt möglich. Das Display zieht definitiv weniger Akku als ein reguläres Smartphone.

    Ja, das ist sicher sehr stabil!

    Aber um mal einzuordnen, warum ich etwas schwammig antworte: Es ist immer schwierig, pauschale Empfehlungen zu machen, ohne die eigenen Erfahrungen genauer einzugrenzen und das geplante Produkt komplett zu verstehen.

    X-Pac ist schonmal nicht gleich X-Pac; das RX30 hat innen die Plastikfolie ähnlich wie Ultra statt weiteres Gewebe. Ein Rucksack erfährt ganz andere Lasten als ein Laptop-Sleeve. Manche Nähte sind überhaupt kein Problem, andere müssen sehr sorgfältig konstruiert werden. Verwende ich nur einen Griff, muss dessen Naht die gesamte Last aushalten können, die anderen Nähte aber nicht. Zuverlässiges Tapen wird schwieriger, je dicker die Naht ist. Klettere ich viel am Fels, möchte ich meine Steppnaht vielleicht nicht an der Ecke haben, die immer die Schrammen abbekommt. Soll die Tasche wasserdicht sein, möchte ich so wenige Nahtlöcher wie möglich erzeugen und trotzdem die stärkste mögliche Naht erzielen. Und so weiter und so fort.

    Aber zum Glück: Auch viele schlechte Nähte halten gut ... bis sie halt nicht mehr halten. ^^

    Manchmal merkt man es durch einmal dran Ziehen, manchmal erst nach 500 km. Wer selber näht, hat ja aber sicherlich Nadel und Faden dabei, um auf Tour zu korrigieren. Und wichtig: Lieber während der Tour ab und zu die Naht überprüfen und im Zweifel nachhelfen, als später nur mit halbem Hüftgurt dazustehen (so mir passiert). Dann analysieren, was falsch gelaufen ist und beim nächsten Projekt besser machen. Dann weiß ich am Ende auch besser, warum meine Naht gut ist.

    Daher gebe ich lieber grobe Leitplanken als pauschale Empfehlungen zur einen korrekten Naht.

    Würd sagen so im Bereich 3-5 mm. Ab 2 mm gingen mir die vielen Löcher zu sehr in Richtung "Riss" der Plastikfolie.

    Idealerweise nicht nur einmal drübernähen, sondern verstärken, um die Last auf die Fläche zu verteilen. (Kappnaht/Absteppen? Kenne mich mit den Begriffen nicht sonderlich aus.)

    Idealerweise an Belastungspunkten (Henkel, Befestigungspunkte) eine weitere Schicht Stoff unterlegen.

    Idealerweise tapen.

    Hast du noch Nadel und Faden von anderen Projekten, zum Beispiel einem Rucksack? Nimm das.

    Allgemein zu Laminaten: Die Nadelgröße passend zu deinem Garn so klein, dass gerade noch alles flüssig durch die Maschine läuft, um das Loch möglichst klein zu halten. Bei so einem Projekt mit angemessener Nahtzugabe und Stichlänge passiert aber auch nichts Dramatisches, falls es nicht die perfekte Wahl ist.

    So eine schwammige Antwort ist bestimmt nicht, was du auf so eine konkrete Fragen hören wolltest, aber so gehe ich damit um. Ich hab immer das gleiche Garn in der Maschine und das muss passen von Rucksack bis Kameratasche. Für die Kameratasche vielleicht überdimensioniert, aber mehr Sicherheit ist ja auch nicht verkehrt.

    Ultra-TNT-Tape hält auf X-Pax RX30 sehr gut. Ähnlich wie auf Ultra.

    Hattest du UX10 auch getestet?

    Ja, habe ein paar Taschen damit gemacht. Ich mag das Material sehr gern. Sehr dünn, recht weich, funktioniert dadurch sehr gut als Rolltop auch bei kleineren Öffnungen, lässt sich super tapen. Wäre nicht meine erste Wahl für einen Rucksack, aber für Accessoire-Taschen denke ich schon geeignet.

    Was hast du vor zu nähen?

    Meine Kamerataschen (gewerblich). Werde damit einen Prototypen nähen, um ein besseres Gefühl für den Stoff zu bekommen. Ich teste so gern verschiedene Materialien. Das 80X klingt für mich spannend, da das Außengewebe zu 100% aus UHMWPE ist (laut ExTex, bei Challenge finde ich keine Informationen). Ich denke für Stuff-Sacks ist das Overkill, für so Anwendungen wie bei mir könnte das aber spannend sein. Geringere Lasten als ein Rucksack, aber trotzdem draußen im Einsatz, wo Felskontakt durchaus eine Rolle spielt.

    Wo wir beim Abhalten sind, die anderen Kommentare habe mich ans Erinnern gezwungen: Ich nutze sowohl das 1 als auch 2 nur noch mit einer XFOIL-Zeltunterlage. Ja, sonst drückt Wasser durch, auch ohne Pfütze, nasser Boden genügt. Außerdem hat unser 2 auf der letzten Tour durch einen herabfallenden Ast etwas gelitten und kleinere Risse bekommen. Ob ein anderes Zeltmaterial das ausgehalten hätte, kann ich nicht beurteilen. Wir konnten es mit ein paar Klebe-Patches flicken und das hat dann so funktioniert und gehalten.

    Edit: Kenne mich mit den einzelnen Varianten und Stoff-Änderungen nicht sonderlich aus. Mein 1er hab ich gebraucht erstanden und müsste aus der allerersten X-Mid-Serie stammen. Das 2er haben wir im Mai '23 direkt bei Durston bestellt.

    Ist definitiv ein Zelt, mit dem man gut glücklich sein kann. Es ist nicht ohne Grund so populär.

    Hab selbst das 1 und das 2 und bin sehr zufrieden. Hatte vor Jahren mal ein (normales) Lanshan 2 und bin mit dem Durston um Welten zufriedener. Es ist wirklich leicht aufzubauen, hat ausreichend Platz (auch in den Apsiden), Innenzelt lässt sich trocken verpacken, ... einzig unter 1kg wird denke ich eng. Auf der Website steht ja aktuell 965g mit 6 Heringen, aber ich würde unbedingt mehr einplanen. Wir konnten auch bereits ordentlich Wind mit dem Zelt trotzen, aber das erfordert dann schon seine ~10+ Heringe.

    Die Kritik, auch hier im Forum, liegt ja glaube ich weniger am Produkt als Marketing/Beschreibung/Behauptungen von Durston. Und für einen Sturm wär es wohl nicht die erste Wahl.

    kong Ich sag zumindest was zu den Objektiven, die ich selbst verwendet hab oder zuletzt vertieft recherchiert hab. Wie andere bereits gesagt haben: Es kommt in erster Linie darauf an, was ich fotografieren und was mit den Fotos anstellen möchte. Meine Ansprüche filtern meine Recherche und damit auch meine Auswahl hier.

    Meine Ansprüche sind/waren: Gute Reichweite für abstrakte Bilder und Tiere. Ausreichend Schärfe für Prints und zum Croppen. Gute Astrofotos. Also mehr als die meisten auf Tour, aber ich verdiene damit auch nicht meinen Lebensunterhalt. Also kein Canon L-Objektiv, kein Tele mit f/2,8.

    Canon:

    • RF 50 mm f/1,8 – 190g (selbst gewogen)
    • RF 24-105 mm f/4-7,1 – 410g (selbst gewogen)
    • RF 24-240 mm f/4-6,3 – 750g (selbst gewogen)
    • RF 100-400 mm f/5,6-8 – 675g (selbst gewogen)

    50, 24-105 und 100-400 war mein Canon-Setup. Das 24-240 hab ich getestet, war mir aber nicht scharf genug (vielleicht Montagsmodell?) und hatte nicht genug Reichweite. Das 50er war für Dämmerung und Nacht. Nicht so weitwinklig wie übliche Astro-Objektive, aber dann hab ich halt Panoramas gemacht. Das 24-105 für die Standardrange, es war definitiv das schwächste der Auswahl (bzgl. Schärfe). Das 100-400 hab ich geliebt. Manchmal auch einfach als Fernglas eingesetzt.

    Hatte diese Kombi erst mit der Canon RP, dann mit der R5. Bildstabilisierung in der R5 gekoppelt mit der Stabilisierung im 24-105/100-400 war ein Gamechanger für mich. Hab außer nachts nie mehr das Stativ aufgebaut. Bäche/Wasserfälle angenehm "sanft" bei 1/15s handheld zu knipsen ist ein Traum.

    Sony:

    • Sony 28-60 mm f/4-5.6 – 167g (selbst gewogen)
    • Samyang 35 mm f/1.8 – 228g (selbst gewogen)
    • Tamron 50-300 mm f/4.5-6.3 – 665g (selbst gewogen)

    Diese drei habe ich zuletzt auf meiner 6-Wochen-Neuseeland-Tour verwendet. Ist zugegeben eine etwas wilde Mischung. Ich wollte unbedingt meine Objektive in der Kameratasche auf 2 reduzieren und überhaupt weniger Objektive wechseln. Außerdem wollte ich einen möglichst kleinen Formfaktor für eine möglichst kleine Kameratasche, die an Stadttagen als Bauchtasche fungieren sollte (neues Leichtmut-Modell :saint:). Die Lösung waren das 28-60 und 50-300 an der Sony A7CR. Dank 61MP kann ich viel croppen und kann dafür häufiger das 28-60 drauflassen, bevor ich wechsle. Das 50-300 gibt mir dank Crop viel Reichweite. Das 35 kam als Astro-Objektiv in den Rucksack dazu. Dass ich in 6 Wochen nur eine gute Astro-Gelegenheit bekommen würde, hab ich nicht geahnt :(

    Wenn mir Astro und Reichweite nicht wichtig wären, würde ich einfach auf sowas gehen:

    • Sigma 20-200 mm f/3,5-6,3 – 540g (Sigma)
    • Tamron 28-200 mm f/2,8-5,6 – 575g (Tamron)

    Der Vollständigkeit halber:

    Thermarest - Warranty
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    cascadedesigns.com
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