Beiträge von dermuthige

    Bohnenbub Ich verwende diese Karabiner. Sie haben nur einen "sanften Hook", sind also recht gekurvt und nicht allzu tief. Ich kenne das von dir beschriebene Problem von NiteIze-Karabinern, die ich mal verwendet hab. Das hat mich absolut wahnsinnig gemacht. Mit diesen hier komme ich viel besser zurecht. Zudem verwende ich an meinen Schultergurten mittlerweile Kordelschlaufen, das vereinfacht das Handling noch einmal. Da könntest du beispielsweise auch einfach eine kleine Kordelschlaufe am Gurtband befestigen und dort die Karabiner einhaken.

    Edit: Nur mit Hook statt Karabiner habe ich bisher nicht getestet, klingt von der Theorie aber vernünftig. Ich sehe bloß ein Problem: Wenn er offen ist, damit man flexibel die Befestigungspunkte an der Kameratasche ändern kann, geht er leicht verloren. Wenn es eher wie ein G-Hook ist, müsste er direkt bei der Konstruktion mit eingebaut oder später mittels Gurtband befestigt werden.

    Hast du schon einen bestimmten Haken im Auge? Würd ich mir mit meiner nächsten Materialbestellung auch mal anschauen.

    wilbo Mach ich gern! Ich fertige gerade einen Ranger-Prototypen (mittlere Tasche) aus Ultra 100 X und testweise mit Folie statt DCF im Inneren. Vom Roamer (größere Tasche) kommt meine eigene Custom-Größe mit.

    Eichkatz Persönlich hab ich tatsächlich keine Cosplay-Erfahrung, aber es gibt wesentlich mehr Youtube-Videos zum Kleben von Schaumstoffen für Cosplay-Zwecke als zum Bau ultraleichter Kamerataschen. ^^ Freue mich ebenfalls aufs Treffen!

    Bohnenbub Ja, das sollte passen. Wie du sagst, wird sich die Tasche dort nur ein wenig ausbeulen. Ich plane außerdem immer ein paar mm als Puffer ein, damit die Kamera nicht "hauteng" sitzt. :)

    Meinem Bruder habe ich eine leichte, wasserdichte Gabeltasche aus Ultra 200 X genäht.

    Meiner Freundin habe ich eine leichte, wasserdichte, gepolsterte Kindle-Hülle genäht (28g ersetzt die 98g-Hülle). Damit hat ihr liebstes Komfort-Item jetzt auch den verdienten Schutz. Dazu gab's eine Flextail Zero. Würde lügen, wenn ich sie nicht auch einsetzen wollen würde. ^^

    Von meinem Bruder hatte ich mir 2lfm von diesem Stoff gewünscht, daraus habe ich mir gestern einen schönen Sun-Hoodie genäht.

    Und über meine Weihnachtspause habe ich 8 neue Bestellungen mit meiner neuen UL-Solo-Manufaktur erhalten. Ob Arbeit ein Geschenk ist, ist eine andere Frage. Aber es macht mich sehr glücklich, dass alles langsam zusammenkommt :):saint:

    Klar, durch diesen unsäglichen nicht befüllten Rückenbereich ist der Einstieg in den Aerial wegen des fehlenden Reißverschlusses grausig, aber wenn man den rausschneidet und Schockcord in die Schlaufen legt, um den Aerial an der Isomatte zu befestigen, bekommt man doch praktsch einen Quilt,

    Selbst wenn du den Rücken rausschneidest: Der Einstieg bleibt durch die Kapuze doch trotzdem verengt, oder nicht?

    Als Schlafsack sieht der mir nur für Rückenschläfer geeignet aus. Sobald du dich drehst, ist der Rücken kalt.

    Als Quilt ist die Kapuze wiederum unnütz. Wenn du dich drehst, bleibt sie still.

    Der Quilt 450, mit dem du den Aerial vergleichst, ist zwar schwerer, aber geräumiger und darin kannst du dich drehen.

    Habt ihr schon mal überlegt, das Kamerastativ zum Aufbau des Zeltes zu verwenden? Mit einer auf dem Stativkopf angeschraubten Rohrverlängerung dürfte das ja sogar halbwegs gut klappen?

    Ich find alle Zeltstock-Kamerastativ-Kombinationen immer recht fragwürdig. Sobald es im Zelt verbaut ist, kann ich das Stativ nicht mehr für die Kamera benutzen. Aber gerade dann, wenn das Zelt aufgebaut ist, brauche ich das Stativ am meisten – wenn es dunkel ist oder gerade dunkel wird. Dank Bildstabilisierung (Sensor + Objektiv) komme ich tagsüber, wenn das Stativ wieder verfügbar ist, wiederum sehr gut ohne zurecht. Wer hingegen an der schönen Abendstimmung und dem Sternenhimmel nicht interessiert ist ... für den*die könnte das eine Option sein. ^^

    Diese Trekkingstock-zu-Stativ-Adapter wirken auch immer ganz spannend. Aber wenn man sein Zelt mit den Stöcken aufbaut, hat man das gleiche Problem. Nun hat man zwar den Adapter, aber keinen Stock mehr ...

    Ich habe mal ein anderes Dual-Use-Projekt getestet: Ich habe das unterste kurze Segment meines leichten Stativs durch längere Carbon-Rohre ersetzt, um mit wenig Zusatzgewicht mehr Höhe zu erreichen. Tagsüber haben diese Verlängerungen als Rahmen meines Rucksacks fungiert, abends kamen sie heraus, um das Stativ zu verlängern. Hier funktioniert das ganze: Den Rucksack brauche ich tagsüber, aber nicht abends/nachts. Anders als beim Zelt.

    Passt dieser? Gäbe es im bevorzugten gelb... https://www.extremtextil.de/challenge-rbc4…et-178g-qm.html

    Kenne den Stoff nicht, aber kann mir vorstellen, dass es passt. Bei dem Preis kann ja auch nicht allzu viel schief gehen!

    Sonst ist im MYOG-Bereich natürlich sowas wie Ecopak beliebt, auch in gelb verfügbar:

    extremtextil
    ✔ Stoffe Meterware ✔ Bänder ✔ Kordeln ✔ Klettband ✔ Reißverschlüsse Spezialist für Outdoor- und Sportausstattung
    www.extremtextil.de


    Auch das gute alte X-Pac VX21 hat ExTex in gelb da:

    extremtextil
    ✔ Stoffe Meterware ✔ Bänder ✔ Kordeln ✔ Klettband ✔ Reißverschlüsse Spezialist für Outdoor- und Sportausstattung
    www.extremtextil.de

    ozeana Ja, wie Bohnenbub sagt, geht das auch meiner Erfahrung nach bei Apple/Android problemlos und offline. Ich persönlich habe auf meinem de-googled Pixel eine Open-Source-Lösung installiert, die ist weniger treffsicher. Da muss ich dann nach der Tour ab und zu was interpretieren, aber mein Gedächtnis hab ich ja auch noch. ^^

    Noch interessanter wäre vielleicht eine App, die die Audio-Notizen wahlweise auch nachträglich in Schrift umwandeln könnte, gibt's da was? Ist aber mittlerweile noch mehr OT...

    Gibt es sicherlich. Die Suchanfrage "audio ai transkription" führt zum Beispiel zu https://speechtext.ai/de.

    Sprachnotiz aufs Handy.

    Ich möchte das erweitern: Diktierfunktion. Dann muss ich später nix anhören, sondern kann direkt lesen. :)

    OT, da für den Faden Smartphones ja nicht gefragt waren. Aber falls andere darauf stoßen. Seitdem ich nicht mehr lästig ins Handy eintippe, halte ich deutlich mehr Erinnerungen fest!

    Oh, ein Faden für mich! Also ich sag mal so:

    Ich schleppe teilweise mehr Kameraausrüstung mit als manche XUL-Leute SUL-Leute im Baseweight haben. =O

    Dafür lassen sich Wandern und Fotografieren einfach zu schön verbinden. Und ist für mich ein sehr wichtiger Grund, überhaupt loszuziehen. Und mit der restlichen Ausrüstung UL zu sein.

    Im Vergleich sind alle andere mögliche Sünden gar nicht mehr erwähnenswert. :D

    Zum MYOGen steht bei mir weiter Ultra ganz oben. Man bekommt es auch als Normalsterblicher, man kann es einfach nähen und easy tapen und ist somit wasserdicht. Aluula scheint man nur schweißen zu können, wenn es wasserdicht sein soll und Teijin Steel scheint sich mehr wie ein PU-Nylon zu verhalten.

    Ja, ich denke das ist die richtige Zusammenfassung!

    Ich werde das auch weiter im Auge behalten, aber bin nicht unmittelbar daran interessiert, es zu testen. "Somewhat loose weave" (aus dem zuvor zitierten Reddit-Kommentar) sowie nicht tape-bar lassen es aktuell nicht wirklich interessant wirken. Aber da wird bestimmt fleißig weiter entwickelt.

    Bei den Preisen von Ultra 100 X würde Konkurrenz sicherlich nicht schaden ^^

    /u/dextergr hat uns im erwähnten Reddit-Thread weiter erleuchtet:

    Zitat

    The Teijin Technoforce is a very nice fabric. They have two versions, coated and calendered. Essentially, the coated is just light pu coated without any calendaring. This is the heavier version. The Calendered version is calendered first, thus making the WP coating unable to adhere. Less weight due to less PU, also even less water protection, "calendaring first, fabric surface becomes more flat and smooth and the gaps between each yarn gets tighter, it leads to lower pickup of coating amount."

    Very supple as there is no 'film' and becomes more pliable as you work with it much the way of any woven UHMWPE material. Sewing with the fabric, you can easily 'work' it into curves and shapes. It appears to be a somewhat loose weave with little structure among the bias, so consider that into your designs. NOT tapeable with the adhesives ive tried based on a couple tests.

    To my knowledge, this fabric is still very much in development and may not be quite ready for tons of promotional material. However, it has been touted for over a year now to the outdoor world/manufacturers. Yamatomichi is currently using it, the coated version.

    Die Google-Suche spuckt außerdem diesen Yamatomichi-Rucksack aus, der das Material für die Front- und Seitentaschen verwendet:

    samplus auf Instagram: ". Yamatomichi ONE Technoforce® Steel 面料: Body:70D HT PC Coated RipStop Nylon 106g/m² 30D HT Silnylon 46g/m² Front / Side Pocket :Technoforce® Steel Bottom:ECOPAK EPX200 200g/㎡ Back Panel:200D HT PC Coated Ripstop Nylon…
    71 likes, 0 comments - samplus_taipei am August 27, 2024: ". Yamatomichi ONE Technoforce® Steel 面料: Body:70D HT PC Coated RipStop Nylon 106g/m² 30D HT…
    www.instagram.com

    Update: Ja, das macht Yamatomichi bei Custom-Packs:

    ONE Custom Edition | Yamatomichi U.L. HIKE & BACKPACKING
    We are hikers. We make and use our own gear.
    www.yamatomichi.com

    Auch Ripa Bags hat damit schon gearbeitet:

    ripa (@ripa_bags) • Instagram-Fotos und -Videos
    6,454 Follower, 1,158 gefolgt, 3,948 Beiträge – Sieh dir Instagram-Fotos und -Videos von ripa (@ripa_bags) an
    www.instagram.com

    Weiter auf Instagram findet sich diese Materialankündigung mit folgender automatischer Übersetzung:

    Externer Inhalt www.instagram.com
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    Zitat

    Ankündigung aus dem Yoshinaga Shop ★
    TECHNOFORCE® STEEL ist jetzt verfügbar! 💪
    Hochdichte Textil aus 100% Tateyoko, der stärksten Faser aus Ultrahochmolekulargewicht Polyethylen.
    Zusätzlich ist sie durch das Auftragen einer speziellen Beschichtung leicht und langlebiger im Vergleich zu normalen Beschichtungen, hat ein ausgeprägtes Festigkeitssinn und Falten, die ein gutes Gefühl hinterlassen, und zeichnet sich durch eine Formgedächtnisfunktion aus, die Falten hinterlässt
    Und auf jeden Fall ist seine Stärke die Stärkste der Stärksten. Verspannungs-, Riss- und Verschleißfestigkeit in hohen Dimensionen erreicht! Stärke in einer anderen Dimension sollte beim Urteil überprüft werden. (Es gibt nichts Unmögliches zu beurteilen, aber es ist wahr, dass es schwer zu schneiden ist. )
    Verkaufseinheiten sind 0,5m, Erweiterung beginnt nur mit schwarz. Wir werden auch Muster anbieten, sobald sie fertig sind. Bitte probiert es alle aus!

    --> Also doch beschichtet? Ja, sehr schön wasserabweisend:

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    Unbestätigte Info aus dem Reddit-Thread:

    Zitat

    From what I could gather they coat the UHMWPE yarn, weave it, then coat it again to bond everything together.

    Von Teijin Frontier USA's Facebook (https://www.facebook.com/p/Teijin-Front…00068412069081/)

    Zitat

    Made with UHMWPE, a lightweight yet extremely strong fiber, this new material is densely woven to achieve high levels of tensile strength, tear resistance, and abrasion resistance. TECHNOFORCE™ STEEL boasts both lightweight and high strength when compared to other leading outdoor fabrics. In terms of tear strength, performance is 3 to 5 times stronger than leading brands.

    Der IG-Kanal des japanischen Händlers ist bisher am ergiebigsten: https://www.instagram.com/yoshinagashoten_fabric/

    Hier zum Beispiel ein Durchstichtest im Vergleich zu 2.9 DCF. Die Wage ist leider nicht im Bild. Was sagt wilbo dazu?

    Externer Inhalt www.instagram.com
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    Moin zusammen!

    Über einen Post auf /r/MYOG bin ich gerade über "Teijin Technoforce® Steel" gestolpert. Es scheint ein neuer UHMWPE-Rucksackstoff zu sein. (?)

    Hier gibt's das in den USA zu kaufen: https://thinkecofabrics.com/products/super…ic-uhmwpedd1191

    Oder in Japan: https://yoshinaga.base.ec/items/87315075

    Wirkt wie ein Gewebe aus 100 % UHMWPE, nicht nur zur Verstärkung (wie bei UltraGrid) und auch nicht als Laminat (wie bei Ultra oder DCF). Gewicht liegt bei nur 104g/m2.

    Die Produktinformationen:

    Bisschen verwirrend finde ich den Teil:

    Zitat

    "It is suitable for both hard composite reinforcement and flexible composite material."

    Was heißt das? Soll der Stoff doch nur die Basis für ein Laminat liefern? (Bisher war auch eh mein Verständnis, dass es nicht so einfach wäre, ein reines UHMWPE-Gewebe zu entwickeln.)

    Habt ihr davon schon gehört? Was denkt ihr dazu?

    How to Stake and Guy Your Tent: Snow, Rock, Sand, Platforms and More — Slower Hiking
    Tent stakes and anchoring techniques for different substrates, what guylines to use and how to choose which tent stakes to take on your next hike.
    slowerhiking.com

    Unter dem Stichpunkt "3. Anchoring on Tent Platforms" gibt es hier ein paar Ideen. Auch da der Tipp, extra viel Schnur mitzunehmen und je nach Plattform mit normalen Heringen kreativ werden.

    Allerdings bleibt fraglich, ob DCF für Rucksäcke wirklich ausreicht, oder ob nicht UHMWPE besser wäre? Was ist hierzu die Meinung von unseren Textilexpertinnen- und experten?

    Soweit ich weiß, ist DCF doch auch mit UHMWPE, halt nur unter der "Dyneema"-Brand.

    Exakte Variante hab ich nicht angegeben gefunden, nur 174g/m2. Gehe davon aus, dass es Woven/Hybrid ist, wie auch immer das genau heißt. Also außen durch (reines) Polyester-Gewebe verstärkt.

    Der Vorteil von Ultra ist, dass die UHMWPE-Fasern direkt außen mit eingewebt sind. Das heißt, die ganzen reißfesten/abriebsfesten Qualitäten gelten auch dort, wo sie relevant sind, und nicht nur in der Mitte des Laminats.

    Spielt in der gleichen Gewichtsklasse wie Ultra 400 X (178g/m2).

    Wie schön! Tolle Herbstfarben und dichten Nebel kann ich nur bestätigen :love:

    Er hatte die Nacht davor auf der Schmidtburg verbracht und meinte, dass er nicht mehr als 15km/ Tag schafft, obwohl der Rucksack inzwischen keine 20kg mehr wiegt.

    War ein netter Typ. Wir haben zwei Nächte später an der Lauschhütte länger geplaudert. Ich glaub, der wandert nicht so viel, er hat das entspannt über 6-7 Tage gemacht. Die letzte Etappe mit 18km hat ihm dann ein paar Sorgen bereitet – als ich meinte, Komoot spuckt mir dafür 5h aus, hat er ziemlich ungläubig geguckt. Aber ich konnte ihn trösten, dass es ja nur noch bergab ginge ^^

    Witzig, das Motiv ist mir auch ins Auge gesprungen! Die nassen Spinnenweben waren für mich ein Highlight des Trails. (Mir fehlten durch den Nebel ein bisschen die ferneren Aussichten. :D)

    Den Aussichtsturm zu erklimmen habe ich mir auch gespart ^^

    Der war tatsächlich geschlossen. Da hatte ich endlich mal die Chance auf einen grandiosen Blick mit Nebel im Tal, aber Hügelkuppen im Morgenlicht. Nix da. Wurde ein Metallgestell mit Tür samt verriegeltem Vorhängeschloss vor den Aufgang gesetzt :S

    Wer wissen möchte was in dem kleinen Lila Rucksack war: Klick

    Danke dafür! Das gibt mir wieder ordentlich Grübelgrundlage – Shelter, Rucksack und Kleidung. Gerade der direkte Vergleich zur gleichen Jahreszeit und den gleichen Konditionen – top!

    Evolutionsstufe 4: Rolltop-Kameratasche – von Grund auf neu

    So. Und dann habe ich eigentlich noch mal alles über den Kopf geschmissen und die Tasche von Grund auf neu entwickelt. ^^

    Äußerlich ähnlich ...

    Aber neu konstruiert und in verschiedenen Größen:

     

    Dabei habe ich mir vier Design-Prinzipien zu Herzen genommen, die jede Entscheidung geleitet haben:

    • 1. Ultraleicht: Leichte Materialien, nur die nötigsten Features, gewichtssparende Konstruktion
    • 2. Wasserdicht: Die Kameraausrüstung soll immer geschützt sein. Nicht nur vor einem kurzen Schauer, auch vor tagelangem Regen. Und vor Schnee, Staub und Sand.
    • 3. Schnellzugriff: Die Kamera soll so schnell möglich erreichbar sein, um keinen Moment zu verpassen. Ob schönes Licht oder ein Tier in der Landschaft.
    • 4. Flexibilität: Die Tasche soll flexibel am Rucksack befestigt werden können, um verschiedenen Menschen und Situationen gerecht zu werden.

    Also, was habe ich verändert?

    • Neues Design für den Schnellzugriff: Nach dem Einhaken werden die Taschen standardmäßig entrollt. Zwei Magneten im Saum halten die Öffnung geschlossen. Anschließend klappt man den aufgerollten Rolltop nach vorne und ein weiterer Magnet hält die Öffnung zugeklappt an Ort und Stelle. Das heißt: Um die Kamera zu zücken, muss man nur den Deckel hochklappen. Unterwegs halten die Magneten die Tasche sehr stark dicht, öffnet sich auch nicht beim kurzen Joggen.
    • Das komplette Schnittmuster der Außentasche. Ziel: Die Befestigungspunkte in der Naht fixieren und gleichzeitig die Gesamtlänge der Nähte aufs mögliche Minimum zu reduzieren. Denn jede Naht birgt extra Gewicht und führt zu weiteren Löchern, die abgedichtet werden müssen. Die Taschen bestehen final aus zwei Schnittteilen Ultra: Eins für die Vorderseite und Seiten, eins für die Rückseite und den Boden.
    • Ich habe die Befestigungspunkte zurück in die vertikale Naht gesetzt und auf die gesamte Höhe gestreckt. In der Regel hängt das gesamte Gewicht der Kameraausrüstung an nur zwei Punkten, sodass es hier zur höchsten punktuellen Belastung kommt. Ultra erfordert gut überlegte Nähte, da der Plastikfilm, der zur Integrität des Stoffes beiträgt, durch jede Naht durchlöchert und geschwächt wird. Belastete Nähte sollten durch zusätzliche Lagen Stoff verstärkt werden. Doch bevor ich Gewicht hinzufüge, nutze ich lieber die bestehende Nahtzugabe als Verstärkung. Ich verwende nun außerdem Gurtband mit integrierten Kordel-Schlaufen als Befestigungspunkte, um die Last noch besser über die Naht zu verteilen.
    • Die Rolltop-Höhe festzulegen fand ich besonders schwierig. Eine ausreichende Länge ist notwendig, um die Wasserdichtigkeit zu gewährleisten. Gleichzeitig darf sie nicht zu hoch sein, um den Zugriff nicht zu behindern, insbesondere wenn die Tasche vor der Brust getragen wird. Der Saum ist mit 15 mm Gurtband verstärkt und kann gute 3-3,5 Mal gerollt werden. Eine feine Balance zwischen schnellem Zugriff und Wasserdichtigkeit unterwegs. Damit ist die Tasche aber nicht zum Untertauchen gemacht. Für Wassersport würde ich auf einen separaten Drybag zurückgreifen.
      (schönes Bild, oder ^^)
    • Konstruktion der Polsterung: Ich klebe die Seiten der Evazote-Polsterung nicht mehr einzeln in die Außenhülle ein, sondern verbinde sie zunächst mit Kontaktkleber zu einer steiferen Box. Diese Verarbeitung ist in der Cosplay-Szene üblich und sorgt für eine extrem starke Bindung von EVA-Schaumstoffen (das Material reißt eher als die Klebenaht). Allerdings finde ich Pattex Kontaktkleber deutlich besser als die online beworbene Variante eines Cosplay-Shops. Die fertige Box verleiht der Tasche mehr Form/Steifigkeit.
    • Bei den kleinen Taschen verwende ich weiterhin 4 mm Schaumstoff. Das halte ich nach wie vor für eine solide Wahl, die der Tasche Form gibt und gleichzeitig die Kamera vor Stößen schützt. Für die größeren, breiten Taschen bin ich standardmäßig auf eine doppelte Lage, also 8 mm umgestiegen. Das treibt das Gewicht der Taschen leider in die Höhe, gibt aber ein viel solideres Gefühl, mehr Schutz und Steifigkeit, die Tasche behält gut ihre Form. Ich würde aber sehr gern mit 6 mm testen oder 4 mm plus eine Plastik-Versteifung, aber da muss ich noch gute Quellen für finden.
    • Neuer Liner für die Polsterung: Am leichtesten wär's, die Padding-Box einfach so in die Tasche zu geben. Leider bleibt da noch immer das Problem, dass Gummiteile der Kamera/Objektive an der gummiartigen Oberfläche des Schaumstoffs gern hängen bleiben. Es braucht also eine rutschigere Schicht oben drüber. Die bereits geklebte Box kann ich schwierig weiter vernähen und Tackern hat auch nicht gut funktioniert. Da ich die Box anschließend ohne Naht eh in die Außenhülle kleben möchte, greife ich hier auf DCF zurück und klebe eine kleine Innenschicht zusammen. Diese klebe ich auf die Box und klebe dann die Box mit Tape in der Außenhülle fest. (So zumindest bei den kleineren Taschen – die größeren breiten Taschen mit den internen Trennern konstruiere ich anders, aber das würde hier etwas den Rahmen sprengen :D)
    • Noch ein paar erwähnenswerte Punkte: Ich habe andere Karabiner gefunden, die nicht mehr immer im Gurtband des Schultergurts hängen bleiben. Außerdem teste ich passende Befestigungspunkte am Rucksack, die die Verwendung noch einfacher und flexibler machen. Und der Rolltop-Verschluss eignet sich ganz gut als Griff (alternativ lässt sich ein Band zwischen zwei Befestigungspunkten spannen).

    Und so sieht das ganze dann im Einsatz aus :)

    Kommen wir schließlich zum Gewicht: 
    (inklusive Karabiner)

    Kleine Tasche (Kompaktkameras wie die Sony RX100): 32 g
    Mittlere Tasche (DSLR-/spiegellose Kameras): 63 g (klein), 76 g (groß)
    Große Tasche (DSLR-/spiegellose Kameras + Objektive): 180 g (klein), 200 g (groß)

    Gerade mit dem Gewicht der mittleren Tasche bin ich sehr zufrieden. Bei der ganz kleinen würde ich gern nochmal mit echt minmalem 2 mm Padding experimentieren. Und die größte Tasche wird mit 200 g natürlich recht schwer, auch wenn sie im Vergleich zu klassischen Modellen immer noch ein Leichtgewicht ist. Dennoch werde ich mir als nächstes für meine eigenen Touren eine maßgeschneiderte Tasche mit 4 mm Polsterung nähen und bin gespannt, wieviel Gewicht ich damit sparen kann!

    Ergänzung:
    Das Gurtband mit den integrierten Schlaufen find ich echt super:

    Cord Loop Webbing - Adventurexpert
    11mm nylon webbing with interwoven 2,3mm cord. Can be used for attachment points on backpacks, bikepacking bags, etc. Distance between loops: 10-12mm Loop size…
    www.adventurexpert.com