Beiträge von mochilero

    Ist das nicht alles ein bisschen hypothetisch mit der Rechnerei? So viel sich zuführen, wie man eben verknusen kann und reinbekommt und sich noch damit wohlfühlt-?

    Nein. Manche Dinge muss man sich vorher überlegen, weil man sonst irgendwann die Quittung bekommt.

    Also. Ich habe ja oben geschrieben, dass ich mit 4500 kcal/Tag nicht abgenommen habe. Das war auf einigen ca 6 Wochen langen Wanderungen mit milder bis moderater Belastung. Keine extremen langen Tage, keine extremen km-Leistungen oder viele Höhenmeter. Irgendwas zwischen 20-35 km/Tag, irgendwas zwischen 700 und 2500 Höhenmeter Aufstieg. Ich habe auch einen Grundumsatz von ca. 2000-2200 kcal angenommen. Keine kcal-Messung. Wiege zwischen 70-75 kg.

    Das bedeutet: jemand der Rad fährt und wirklich Druck auf das Pedal bringt, der braucht bedeutend mehr. Also so richtig viel viel mehr! Leistungsmässig im Sportklettern auf Geschwindigkeit in schwerem Grad, sicherlich auch (beim Klettern weiß ich das aber nicht und auch nicht wie genau diese kcal-Verbrauchs-Berechnungen sind!)

    Das ist kein Problem, wenn man das nicht viele Tage hintereinander macht, weil man dann genügend Reserven hat (je nach Person mehr oder weniger). Bei mir ist es so, dass ich mich in den ersten Tagen zwingen muss, genug zu essen. Wenn ich das nicht mache, dann fühle ich mich nach spätestens ca. 7-10 Tagen schlapp und verbraucht. Die Beine sind Pudding. Gleichzeitig setzt ein fieser hiker-hunger ein. Das bedeutet, man kann einfach ständig irgendwas essen. Oder man hat eine Stinklaune...

    Mit einer hohen Leistung auf dem Rad über lange Zeit habe ich nicht viel Erfahrung, weil ich einfach nicht so viel Watt auf das Pedal bringe und auch keine Lust habe, mehr als 8 oder 10 Stunden (max) pro Tag auf dem Rad zu hocken. Was ich aber von früher aus den Rennradzeiten noch weiß: wir haben geschaut, dass wir alle 15-20 Minuten etwas trinken und mindestens einmal in der Stunde etwas essen. Das waren Touren bis 220-230 km/Tag. Also nichts extremes. Mehr habe ich noch nicht gemacht. Wenn man essen und trinken hinbekommen hat, ging das eigentlich ganz gut damals. Wenn nicht, dann gab es den richtig üblen Hunger Ast, wo man sich manchmal wirklich geplagt hat oder auf den letzten km nochmal ne Tankstelle suchen musste wegen ein paar Snacks, manchmal wußte man nicht, wie man die letzten 20 km noch schaffen soll - ich hab da echt keinen Bock mehr drauf, das ist nicht schön! Außerdem ist die Erholungszeit zumindest bei mir gefühlt deutlich länger wenn ich so leer gefahren nach Hause komme..

    Dann gab es Dinge, die hat man besser vertragen, andere weniger. Manche waren besser runter zu kriegen, andere weniger. Bei mir war unterwegs die Ernährung tatsächlich ziemlich kohlehydrat-lastig, weil es sich mit Cheeseburger und Doppelwopper im Ranzen einfach nicht gut radeln lässt. Gummibärchen sind einfach leichter verdaulich. Man kann einfach ständig was nachschieben und hat nicht einmal gefühlt drei kilo auf einmal im Magen. Man sollte den Magendarmtrakt wirklich nicht zu sehr überfordern, wenn man den Körper belastet, weil die Verdauung echt viel schlechter funktioniert und man Bauchweh, Blähungen, Übelkeit, Durchfall etc bekommt, wenn man nicht aufpasst. Fett ist aufwendig von der Verdauung (macht Bauchweh) und Protein, Ballaststoffe machen Blähungen (v.a. wenn zu viel). Ich kann schon mal ein paar Pommes unterwegs essen aber insgesamt bin ich mit diesen Dingen eher vorsichtig. Wir haben hauptsächlich mit Riegeln/Gel gearbeitet und halt noch Getränkepulver verwendet. Ich bin mir aber relativ sicher, dass wir damals nicht den gesamten Verbrauch direkt unterwegs ersetzt haben. Da wir das aber nur wenige Tage hintereinander ab und zu gemacht haben war es kein Problem. Wir waren in der Summe ja auch nur wenige Stunden/Tag auf dem Rad, da bleibt genug Zeit vorher und hinterher zum ordentlich was essen. Allerdings hatte ich da auch schon manchmal Probleme mit Sodbrennen nachts o.ä. durch die großen Portionen beim Abendessen.

    Mein Bauch kann ziemlich problemlos 60-80g Kohlenhydrate pro Stunde aufnehmen - auch bei Belastung. Mehr habe ich noch nicht probiert. Im Leistungssport ist man mittlerweile glaub ich schon länger bei 100 oder 120 g - wobei dann oft wieder Fruktose mit benutzt wird und die Leute sich langsam daran gewöhnen müssen.

    Ich habe es jetzt schon mehrfach geschrieben, aber Maltodextrin in der Trinkflasche sind für mich die am leichtesten aufgenommen kcal. Es geht einfach so. Man merkt es nicht, man muss nicht kauen, man hat keine trockenen Krümel im Mund, es schmeckt nicht furchtbar, es fährt einem nicht hinterher im Bauch rum usw. Dazu ist es billig. ABER: großer Disclaimer: ich habe das getestet ob ich es vertrage und verwende es nicht im Dauerbetrieb, weil ich noch nicht weiß, wie sich das gesundheitlich auswirkt. Aber ob jetzt die Snickers-Haribo-Diät so viel besser ist, weiß ich auch nicht... Protein esse /trinke ich abends und nicht unterwegs..

    Das sind jetzt aber nur meine Erfahrungen mit moderater Belastung auf dem Rad oder zu Fuß...

    Wenn man wirklich den gesamten Verbrauch während der Aktivität nachführen will, dann muss man sich wahrscheinlich bei den Leuten umsehen, die sowas wie das TCR oder ähnliche Ultra-Rennen fahren und sich daran orientieren (die müssen mit dem klar kommen was man unterwegs kaufen kann) oder man schaut bei den Profis der Tour de France, wobei ich glaube dass diese Leute trotzdem alle während solcher Veranstaltungen abnehmen...

    Wenn man es schafft, dann nur mit extremer Disziplin und guter Planung. Wahrscheinlich muss man dann ständig essen, wenn man nicht schläft und man das auch gewöhnt sein. Ich könnte nie im Leben am Tag 6000-10000 kcal futtern! Schon gar nicht mit gesundem Essen, weil dann die Portionen echt riesig werden...

    Was oben richtig gesagt wurde: Muskelaufbau und Regeneration braucht auch Energie - das bedeutet, das man zusätzliche kcal aus nicht Protein (also Fett+Kohlehydrate) braucht - on top. Ich denke aber auch, dass bei harter Dauerbelastung wie bei den genannten Rennen es eh nicht möglich ist, alle kcal direkt wieder aufzunehmen und auch gar nicht die Zeit für ausreichende Regeneration ist - aber das ist ein anderes Thema als das hier diskutierte...

    Ich fände es auch interessant, hier mal von jemand zu lesen, der Erfahrung mit harten dauerbelastungen über einen sehr langen Zeitraum hat...

    Allein darauf zu setzen, dass ich über Fettverbrennung dauerhaft gute Leistung erbringe, funktioniert für mich nicht. Joggen auf nüchternen Magen empfinde ich als unnötig anstrengend, zudem ist die Regeneration danach deutlich verlängert.

    Den Fettstoffwechsel kann man durchaus trainieren - was aber nicht von heute auf morgen geht. Nüchterntraining macht man soweit ich weiß heute praktisch kaum noch, weil das die Qualität der Trainings-Session verschlechtert und eben die Regeneration verlängert. Also lieber auf die Trainingsqualität achten (außer in Ausnahmefällen vielleicht).

    Wenn du sowas wie Malto in die Flasche machst, da kannst du locker 60 g in 750 ml auflösen - wenn du es dicker ansetzt und noch eine separate Wasserflasche benutzt, geht bestimmt noch mehr. Maltodextrin ist praktisch reine Glukose (als längere Kette von Glukose-Molekülen). Es ist leicht mitzunehmen, es schmeckt wirklich relativ neutral, ich habe keine Probleme das zu trinken. Es fällt mir so wirklich sehr viel leichter, die Kohlenhydrate aufzunehmen und vertrage es auch gut. Ich mache das aber nur, wenn ich kein oder nicht genug "normales" Essen runter kriege.

    Orangensaft würde ich dafür jetzt nicht nehmen, falls du auch noch Fruktose-Probleme hast. Ich hab es jetzt nicht alles nachgerechnet. Du hast ja gesagt dass du nicht snacken bzw möglichst wenig kauen willst - das was du da jetzt aufführst, ist nicht gerade flüssig ;) Aber ich kann problemlos 4-6 Snickers am Tag essen ;) 200g Schoki esse ich normalerweise nicht am Tag aber Nutella hat ähnlich viel Kohlehydrate wie Schokolade, nur so als Gedanke ;) Gummibären sollten in der Mischung auch nicht fehlen , wenn es vom Fruktose-Gehalt bei dir geht. Dazu verschiedene Riegel oder Gele ohne Fruktose testen...

    Taste dich doch einfach mal ran, was für dich funktioniert. Unbedingt nicht auf der richtigen Tour alles auf einmal ausprobieren, nicht dass es Probleme mit der Verträglichkeit gibt - ich finde es macht schon Sinn, verschiedene Dinge einfach auszuprobieren, damit man weiß was für einen selbst gut funktioniert.

    Ich habe bei mir mal grob einen Grundumsatz ausgerechnet und dann bei Langstreckenwanderungen 2500 kcal oben drauf geschlagen. Ich habe keine Sportuhr und weiß auch nicht wie genau die Messungen da sind. Aber so habe ich jedenfalls auch auf längeren Touren über mehrere Wochen mein Gewicht gehalten, dh ich hatte wohl kein relevantes kcal-Defizit.

    Ich sag es nochmal: ich glaube wirklich nicht dass du diese extremen Mengen brauchst, wenn du nicht 6 Wochen am Stück jeden Tag diese Belastungen hast. Wenn es die gelegentlichen Touren sind, wirst du nicht die ganze Menge direkt nachführen müssen. Dann reicht es während der Aktivität einen Teil zu sich zu nehmen und sich an den Tagen vorher und hinterher gut vollzufuttern....

    Es gibt Ultra Läufer die essen hat nichts während dem Wettkampf. Denen reicht die Energie aus dem Fett.

    Mag sein. Aber dann hat man halt ein Kcal-Defizit. Wenn man abnehmen will, dann ist das ja schön und gut. Will ich aber nicht, weil ich das gegenteilige Problem habe ;)

    Ein Ironman sind 8 Stunden. Ich meinte eher, dass man bei den richtig langen Sachen das Defizit vermeiden muss und deshalb unter Zone 2 trotzdem viel Kohlehydrate braucht - weil man die Energiemengen eben leicht verdaulich zuführen muss - Richtig lang: sowas wie das Transcontinental Race o.ä. - womit ich aber keine Erfahrung habe!!

    Aber haben wir es hier mit einem Elite Klettersportler zu tun ....

    Pasta Party ist ja aus dem vergangenen Jahrtausend. Realistisch sind 50 Gramm Kohlenhydrate pro Stunde in der Zone zwei. Das sind etwa 100ml Orangensaft, 100g Schoko Riegel oder ein halber Liter Cola. Alles kein großes Hindernis, oder?

    Richtig. Habe ich ja auch mehrfach geschrieben, dass die Mengen um die es hier geht, eigentlich kein Problem darstellen sollten - gut, ich hatte 60g KH als Richtwert genommen ;)

    Hatte den Faden nur zum Anlass genommen nachzudenken - sorry wenn ich über das Ziel hinaus geschossen bin ;)

    Vielen Dank, für deine Ideen.

    Gern.

    Zitat

    Ich habe über meine Wanderungen + Nahrungsaufnahme nachgedacht. Bei Touren mit etwas mehr als 2000 kcal, passt alles. Bei Touren bei denen ich auf ca. 3500 kcal laut Uhr komme, esse ich, wenn keine Hütte am Weg liegt zu wenig.

    Ich muss auch aufpassen dass ich nicht zu wenig esse. Und ich nehme auf langen Wanderungen eigentlich immer ab, wenn ich nicht 4000-4500 kcal /Tag esse. Ich bin aber auch eher dünn mit 190cm/72-75kg. Ich bekomme diese kcal-Menge hin, ohne auf Spezialnahrung zu gehen. Wiegt dann ca. 1 kg/Tag.

    Frühstück: Haferflocken, geriebene Mandeln, Erdnussbutter, ein bisschen Pflanzenöl, Nutella, Zucker, Honig (hängt ja auch davon ab was man unterwegs bekommt)

    Snacks: M&M, Nüsse, Snickers, Haribos etc.

    Mittag: Brot, Käse, Wurst, Wraps, Thunfisch in Öl etc pp, Schoggi

    Snacks: s.o.

    Abend: Tüte Trekkingmahlzeit, Doppelpack+ bisschen Öl+extra Nudeln oder bisschen Kartoffelpü usw als Nachtisch Schoggi. Ein Snickers oder zwei geht fast immer ;)

    Das funktioniert ganz gut.

    Du könntest ja schauen, dass du morgens ein dickes Müsli wie beschrieben rein drückst. Ich kann damit eigentlich wirklich ganz okay wandern oder Radfahren und das hält auch gut längere Zeit vor. Da du ja eine Stunde Zustieg hast, sollte das doch passen. Dann kannst du ja meine Snacks zum Teil mit Gels und Malto im Getränk ersetzen und spätnachmittags/abends wieder ein gutes Abendessen - die von dir genannten Mengen müssten problemlos zugeführt werden können..

    Biomediziner Johannes Steinhart von Science Fitness1 erklärt, dass der Körper bei moderatem Training 80 bis 90 Prozent der Energie aus Fett beziehe.

    Für Frage ist, ob diese Leistung so erbringen kannst?

    Also, ich habe das jetzt (noch) nicht gelesen. Fett ist ja schön und gut. Und Fett ist auch wunderbar vom Gewicht/kcal Verhältnis (s.o.) -

    Aber bei höherer Leistung braucht es trotzdem nicht unerhebliche Mengen Kohlehydrate zusätzlich - jedenfalls nehmen Ultra-Sportler auch wenn sie Zone 2 fahren nicht wenig Kohlenhydrate zu sich. Ich denke das hängt damit zusammen, dass man einfach schauen muss, wie man nicht ins Kaloriendefizit kommt. Und wenn man kaum vom Rad absteigt dann fallen auch die großen Mahlzeiten weg und die entsprechende Verdauungszeit wo der Körper das in Ruhe aufnehmen kann - deshalb denke ich nicht, dass es möglich ist, bei höherer Leistung sehr fettlastig unterwegs zu sein...

    Edith: Ich denke auch dass beim Thema Fett meistens die körpereigenen Reserven gemeint sind - nicht die Zufuhr. Wenn wir abends Pasta Party machen, dann füllen wir als erstes die Kohlehydratspeicher in Leber und Muskeln und mit dem Rest bauen wir Fettreserven auf weil das für die langfristige Speicherung effizienter ist.

    Für die Fettverbrennung braucht es immer genug Sauerstoffzufuhr...


    Ich fühle mich jedenfalls nicht wohl, wenn ich zu wenig esse und brauche dann auch viel länger um mich zu erholen. Deshalb ist das A und O: Genug Energie zuführen. Und bei mir zumindest sind die Fett-Mengen, die ich aufnehmen kann begrenzt. Ich kriege einfach irgendwann Bauchprobleme.

    Und ich denke der TO wird in der Wand auch eher Kohlehydrat-lastige Ernährung bevorzugen, denn er will ja schnell Energie zuführen ohne lange zu mampfen - da bieten sich doch einfach irgendwelche Gels an denke ich mal.

    Mir fällt gerade noch ein, habe es aber nie für den Sport getestet: hochkalorische Trinknahrung, zB Fresubin o.ä. - müsste man aber auch erst mal recherchieren ob das für den Zweck zweckentfremdet äh, verwendet werden könnte... Schmeckt nicht so toll aber wenn es nur drum geht, Kalorien und Nährstoffe möglichst einfach und ohne viel zu kauen zuzuführen why not?

    klar, wird während sportlicher Betätigung mehr Fructose abgebaut als ohne. Leider, nicht genug für ein Stück Kuchen.

    Das Problem ist nicht der Abbau der Fruktose sondern dass man sie im Magen-Darm Trakt nicht aufnehmen kann. Und wenn der Zucker dann im Dickdarm, am Wohnort ganz vieler Bakterie, ankommt weil er vorher nicht vom Körper aufgenommen wurde, dann hat man den Salat (ähh, die Blähungen, Durchfall etc). Unter höher Belastung ist der Magen-Darm Trakt noch weniger in der Lage seine Arbeit vernünftig zu machen und dann ist das Problem evtl noch größer. Man muss also testen wie viel Fruktose man selbst persönlich verträgt . Auch unter Belastung.

    Der Vorteil der Beimischung von Fruktose ist, dass andere Transporter benutzt werden um die verschiedenen Zuckermoleküle aufzunehmen. Glukose und Fruktose nehmen also unterschiedliche Wege. Wenn der Glukose-Weg ausgelastet ist, kann man auf dem Fruktose-Weg noch mehr Kohlehydrate pro Zeiteinheit aufnehmen. Deshalb gibt es diese Gels u.ä. Zeug mit unterschiedlichen Glukose/Fruktoseverhältnissen - ob wir das hier brauchen? Ich glaube nicht

    On topic:

    Hier ist zB Mal ein Gel ohne Fruktose verfügbar und auch mit wenig Geschmacksstoffen. Eins davon pro Stunde und dazu noch Energie im Getränk sollte dich doch problemlos versorgen können - erst Recht wenn es nur um das Ende der Tour geht

    (Ich nutze das nicht weil es mir eigentlich zu teuer ist und ich mit Malto in der Flasche und anderen kleinen Snacks gut hinbekomme - ich will keine Werbung machen nur sagen dass es für das Fruktose Problem Lösungen gibt)

    Du kannst ja auch einfach mal versuchen Maltodextrin in einem Behälter warmes Wasser einzurühren und schauen ob du da etwas Gel-artiges hinbekommst - zumindest eine hochkonzentrierte Lösung sollte möglich sein - und dann vielleicht in solche wiederverwendbare Tuben für Marmelade o.ä. einfüllen - das wär vielleicht auch noch eine Möglichkeit..

    (Ich bin immer für keep it simple - deine Rezepte am Anfang des Threads brauchen halt immer etwas mehr Vorbereitung vor jeder Aktion)

    Gesund ist das alles wahrscheinlich nicht gerade aber du isst ja morgens und abends gescheite Sachen

    Gams laut Wikipedia Gämse, Gams, oder Gamswild. :D

    :) ;)

    Aber die kommen mit Gras zurecht und zerbrechen sich nicht so den Kopf wie wir hier ;)

    Blöd ist wenns unterwegs oder generell mal ne neue SIM-Karte braucht (ok, da bietet sich ne eSIM an) oder die Debitkarte/Kreditkarte neu kommt wegen Defekt oder die Bank sie tauscht wegen Sicherheitsproblemen,

    Es gibt doch diese Services wo man für jedes Land eigene kurz laufende Verträge machen kann und dann über die App eine E-Sim zugeteilt bekommt für den Zeitraum für den der Vertrag läuft. Für ausserhalb EU finde ich das durchaus interessant. Saily oder so ähnlich heißt ein Anbieter...

    Für die Bank: wie ist das mit den virtuellen Kreditkarten auf dem Handy oder der Smartwatch, wie funktioniert das bzw hat da jemand Erfahrung? Kann man da dann alles über die Bank App unterwegs regeln? bei mir gibt es evtl. Ende des Jahres mal wieder etwas mehr Freiheit, mal sehen... Muss ich mich bei Gelegenheit mal schlau machen...

    Ich ergänze, da die Plegeversicherung ja auch mit dazu kommt: Es sind (für Kinderlose) ~275€ aktuell.

    Ach kagge... Hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, dass das ja auch noch dazu kommt. Danke für den Hinweis. Aber es sind immer noch nicht knapp 800 Tacken...

    => Ich meine die gesetzliche KV im Mindestbetrag für Selbstständige/Freiberufler kostet aktuell ca. 780€

    Nein. Ohne Einkünfte (wenn man Langstrecke wandert) sind es 220 Euro/ Monat siehe hier

    RaulDuke Ich bin 56 Jahre alt, und werde im Alter von Grundsicherung leben müssen, da ich fast nix eingezahlt habe.

    => Das ist halt so ne Sache, da gibt's so einige Denkansätze zu ... wenn das jeder machen würde ... ist das fair den Mitbürgern gegenüber im funktionierenden Sozialstaat ... funktioniert dieser Sozialstaat (so) auch weiterhin ... gönne ich mir meine Freiheit so auf Kosten anderer ... ... ...

    Finde ich persönlich jetzt nicht so problematisch wenn jemand mit niedrigem Einkommen sich so entschieden hat. Ganz einfach weil sich in den unteren Einkommensschichten Arbeit nicht so richtig lohnt. Besonders nicht im Hinblick auf die Rente. Ich weiß nicht wie es gerade ist, aber man muss im Niedriglohnbereich schon sehr sehr lange ohne Unterbrechung arbeiten um überhaupt höher als Grundsicherungsniveau zu kommen - von daher entscheidet der Kollege doch sehr konsequent. Meins wär das auch nicht weil ich eigentlich möglichst frei und unabhängig sein möchte...

    Ich kenne so viele mit viel, viel mehr Geld, die dann sagen „Ich wünschte, ich könnte das so machen wie du“,

    Höre ich auch oft. Und dann redet man nur kurz über die laufenden Kosten, die Kreditraten für das viel zu große Einfamilienhaus ohne Möglichkeiten später einen Teil davon zu vermieten, die Leasings für ständig neue teure Autos, der zweiwöchige Urlaub der ein Vielfaches von dem kostet, was ich brauche wenn ich zwei Monate weg bin usw....

    Es ist tatsächlich oft so dass man unterwegs auf Langstrecke weniger ausgibt als daheim. Man merkt einfach dass man viel weniger braucht um zufrieden zu sein. Das ist finde ich eine der schönen Erfahrungen beim leicht wandern...

    Zum Maltodextrin:

    1. Man setzt das ja nicht als Grundnahrung ein sondern nimmt es nur gelegentlich

    2. Es schmeckt gerade nicht besonders süß sondern ist ziemlich geschmacksneutral wenn man es mit Cola vergleicht..

    3. Man kann davon relativ hohe Kohlehydratmengen pro Zeiteinheit aufnehmen - und das ganze ist auch einfach zugeführt

    4. Es ist relativ wenig osmotisch aktiv im Magen-Darm Trakt und deshalb gut verträglich

    5. Ja wenn man sich als Hochleistungssportler Kohlehydratreich ernährt weil die Verdauung sonst nicht mitmachen würde dann muss man ständig Nachschub haben (was einfach ist wenn's im Trinkwasser ist) ich habe so weniger Probleme mit Hungerast weil ich beim Radeln eh auf das Trinken achte - ich brauche aber keine extremen Mengen da ich gar nicht so viel verbrauche bei meinem eher niedrigen LeistungsNiveau ...

    6. Wenn der Zucker direkt wieder durch die hohe Leistung verbraucht wird ist es etwas anderes als wenn man auf der Couch hockt

    Bei Langstreckenrennen macht so etwas Sinn - da geht es darum dass die Energieaufnahme ein wichtiger limitierender Faktor für die Aufrechterhaltung der Leistung über eine lange Zeit ist. Ein häufiges Problem sind Ärger mit der Verdauung unter diesen Umständen -

    beim Klettern kann ich das nicht beurteilen. Ich glaube wie gesagt nicht dass man für die 8 Stunden eine extreme Energiezufuhr braucht - jedenfalls auf dem Niveau wie wir das früher betrieben haben ging das problemlos mit kleinen Snacks und vorher und hinterher gescheit essen - wie schon geschrieben

    Ich würde einen geschätzten Energiebedarf einer solchen Klettertour interessant finden. Dann kann besser abschätzen was man überhaupt zuführen muß.

    Aber irgendwas um 60g Kohlehydrate pro Stunde ist sicher ein grober Richtwert. Außer du bist ein absolutes Tier... Mit etwas Malto in der Flasche muss man deutlich weniger festes Essen zu sich nehmen und dann sollte das leicht erreichbar sein...

    Und da sind ja die dicken Mahlzeiten vorher und nachher noch nicht drin...

    50 g Maltodextrin sind ja schon 200 kcal...

    1g Kohlehydrat/1g Protein= 4 kcal 1g Fett= 9 kcal

    Ich bin eigentlich sehr selten krank. Und daher auch auf Tour bisher fast verschont gewesen - bis auf Kleinigkeiten, die entweder nur das weiterlaufen etwas verlangsamt und genervt haben oder die ich halt mal zwei Tage aussitzen konnte... Wie zuhause halt. Wir haben nur zwei kürzere Touren wegen Magen-Darm bei der Frau abgebrochen, weil sich das Warten da nicht gelohnt hätte und eine lange Tour haben wir mal 2 Wochen später gestartet wegen Grippe bei der Frau - das war dann etwas teuer wegen Hotel was uns aber in Anbetracht der lange geplanten Aktion mit Anreise um die halbe Welt egal war... Sonst null problemo..

    Inzwischen bin ich meistens nicht mehr ganz UL unterwegs bzw. ich reize das meistens nicht mehr total aus. Dadurch habe ich ein Zelt und eine bequeme Matte mit und kann dann auch etwas Zeit absitzen.

    Kommt ja auch ein bisschen drauf an, wie abgelegen man unterwegs ist. Ich habe in abgelegenen Gebieten meistens großzügig Essen dabei, meistens für einen Tag mehr als geplant und durch die großzügige Menge könnte ich auch durch Rationierung sicher drei Tage länger irgendwo Unterschlupf suchen (außer es passiert am vorletzten oder letzten Tag)

    Wenn man nicht am Ende der Welt unterwegs ist - was die Mehrheit hier nicht ist - muss man darüber finde ich nicht so viele Gedanken verlieren, soweit man sonst gesund und halbwegs sportlich ist....

    Ich bin auch nicht so der Brot- oder Riegelesser... Keine Ahnung, wie viel Kcal man beim Klettern tatsächlich verbrennt und wie viel Wasser dann auf der Tour dabei ist. Aber wo ist das Problem einfach Malto in die Flasche zu tun? Man kann das ja auch etwas dicker ansetzen und noch eine separate Trinkflasche mit Wasser haben. Vorteil: man kriegt so locker 60g Kohlehydrate pro Stunde rein von der Verträglichkeit her (bei mir zumindest, musst du halt ausprobieren). Schmeckt auch nicht furchtbar schrecklich.

    Dann paar Gummibärchen, M&M, Snickers, Nutella, Erdnussbutter aus einer Tüte whatever sollten ja trotzdem noch runter gehen. Bei den meisten ist die Fruktoseverträglichkeit auch dosisabhängig. Da muss man dann halt (Vorher!) ausprobieren, wie viel der Magendarmtrakt pro Zeiteinheit verknusen kann. Das gilt wohlgemerkt nicht, wenn es eine besondere Stoffwechselkrankheit sein sollte, das ist aber halt selten. In Europa ist in Gummibärchen etc. und Cola eigentlich nicht so viel Fruktose wie zB USA...

    Flüssignahrung im Sinne so etwas ähnliches wie püriertes Müsli: da wäre ich vorsichtig. Das kann so schnell vom Magen in den Darm, dass man ziemlich Hitzewallungen, Bauchweh, Blähungen und durchfall kriegen kann - ist mir mal beim Experimentieren mit derartigem passiert. Die Pampe hat zwar super viel kcal und ist schnell getrunken. Aber: das ganze ist osmotisch aktiv und zieht dann Flüssigkeit in den Darm. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes: Kacke. Wenn man das aber richtig macht kann das aber auch funktionieren. Es gibt Leute , die fahren mit Müsli aus der Tüte das Race Across America...

    Nüsse sind auch prima, weil viel Fett drin ist und daher die Energie-Dichte hoch und das Gewicht pro kcal niedrig. Muss man halt auch probieren, wie viel man davon verträgt, weil die Verdauung davon schon aufwendiger ist. Wenn man stark körperlich aktiv ist, können Fette auch Ärger machen im Ranzen... Flüssige Kohlehydrate sind am einfachsten...

    Es gibt im Radsportbereich mittlerweile auch Gels ohne Fruktose, da bin ich mir relativ sicher. Oder auch herzhafte Mahlzeiten aus der Tüte - musste mal googlen. Wobei mir solches Zeug immer einfach zu teuer ist...

    Wenn man ein gutes Abendessen hatte und vorher gut frühstückt und dadurch eine gute "Basis" hat, dann das Malto in der Flasche und noch ein paar kleine snacks, dann stelle ich mir das irgendwie nicht so problematisch vor - glaub nicht dass man da ne Wissenschaft draus machen muss. 8 Stunden sind jetzt auch nicht mega lang und man kann ja hinterher wieder fett was runterdrücken. Ich kann mir nicht vorstellen dass man beim Klettern 10k kcal verbraucht wie bei der Tour de France oder irgendeinem krassen Ultrarennen...

    Ein Thema, zu dem ich auch unbedingt ein paar Worte schreiben muss - weil mir sehr lange gar nicht klar war, wie einfach das ganze eigentlich ist - zumindest relativ. Wenn man ein paar wenige wichtige Voraussetzungen erfüllt, dann ist das für die meisten Menschen machbar, vorausgesetzt man setzt die Prioritäten entsprechend... Man kann nicht alles haben, dh es muss einem schon wichtig sein und man muss einiges im Leben darauf ausrichten und an anderen Stellen vielleicht auch Abstriche machen...

    Ich habe das 8 Jahre lang so gemacht. Ich bin einige Fernwanderwege gegangen und habe jeden Sommer 2-3 Monate auf dem Boot verbracht. Ich habe überwiegend im Winter gearbeitet und bin im Sommer unterwegs gewesen. Voraussetzungen bei mir:

    - keine Kinder/Familie (geht sicher auch mit aber dann ist es etwas komplizierter, gibt zB genug Familien die jahrelang mit Segelbooten unterwegs sind)

    - guter Job bzw. gutes Einkommen pro Zeiteinheit. Es ist wichtig, das Einkommen pro Arbeitsstunde zu optimieren, denn dann sinkt die Zeit, die man mit Arbeiten zubringen muss ganz erheblich. Ich bin in einem Bereich beruflich aktiv, wo Personalmangel herrscht und habe daher bisher immer den Vorteil gehabt, leicht eine neue Stelle zu bekommen bzw. konnte Zeitweise selbständig arbeiten und mir meine Aufträge so legen wie es mir in den Kram passte. Als Selbstständiger habe ich in meinem Job auch erheblich mehr verdient als in Festanstellung. Auch nach den Abzügen wie Versicherungen, Altersvorsorge etc. Wenn kein Bock auf Arbeit aber Bock auf Unterwegs, dann arbeitet man halt 2-3 Monate nicht. Und dann buckelt man halt wieder 6 oder 8 Wochen. Man muss sich dabei aber auf jeden Fall besser selbst organisieren

    - für den vorigen Punkt ist eine gute Ausbildung in einem gefragten Bereich definitiv sehr hilfreich. Wenn man jung ist und sich für ein solches Leben interessiert, dann sollte das eine Überlegung sein - die Ausbildung kann am Anfang das wichtigste Investment sein (bevor man irgendwelche Aktien analysiert - denn man hat ja eh kein Kapital um zu investieren ;) - hängt natürlich vom eigenen Lebensentwurf ab...

    - ich hatte tatsächlich mal einen 50% Arbeitsvertrag bei dem ich von Oktober bis März arbeiten musste - ganz einfach "O bis O" - wie bei den Winterreifen... Hat nicht das Einkommen maximiert aber es war ziemlich chillig, weil man ja auch dabei noch Urlaubsansprüche hat, dazu noch Überstunden abfeiern, sodass die 6 Monate in Wirklichkeit auch gar nicht 6 Monate waren - fein, weil man sich nicht groß kümmern muss und ständig kommt Geld, Versicherungen etc läuft auch weiter...

    - geht aber auch anders. Ich kenne ein amerikanisches Ehepaar, die segeln seit über 30 Jahren rund um die Welt. Im amerikanischen Winter arbeiten beide in Skigebieten (sie Gastro er technik) und schaffen die Kohle ran für das restliche Jahr. Sie haben ein winziges Häuschen auf dem Land mitten im Wald...

    - niedrige Lebenshaltungskosten sind DER ENTSCHEIDENDE Schlüssel zum Erfolg. Kleine Wohnung, nicht in der attraktivsten Lage, wenig Essengehen und Feiern, Konsum auf das NOTWENDIGE beschränken, Ausgaben streng hinterfragen, unnötige Abos und Mitgliedschaften gnadenlos kündigen (und auch gekündigt lassen ;)

    LAUFENDE KOSTEN müssen niedrig sein, denn jeder Euro der nicht ausgegeben wird, der muss auch nicht vorher verdient werden. Auf jeden Fall macht es Sinn, das eigene Ausgabe-Verhalten einmal genau zu durchleuchten!

    - keine Schulden (auf jeden Fall keine Konsumschulden. Wenn Schulden, dann nur solche, die auch einen positiven Cashflow erzeugen)

    - RaulDuke hat es schon geschrieben: Autos sind echte Freiheitskiller - zumindest für Menschen mit kleinem Einkommen. Die laufenden Kosten sind dermaßen pervers. Sollte jeder mal ausrechnen. Wartung, Unterhalt, Sprit, Versicherung, Steuer - das ist für jeden sofort sichtbar. Aber auch der monatliche Wertverlust ist so erheblich, dass es weh tut, wenn man die Rechnung das erste Mal aufmacht. Ich hatte Jahre mit Autokosten von 7500-8000 Euro. Und das ohne den Wertverlust wohlgemerkt. Das waren Zeiten wo ich das Auto für meinen Job gebraucht habe und das teilweise dann steuerlich geltend gemacht habe - Es soll nur deutlich machen, was es bedeutet, wenn so ein Blechhaufen vor dem Haus steht...

    - Wohnung und Auto sind bei den meisten Menschen die größten Ausgabeposten - das muss einem klar sein. Hier muss man im Sinne der UL-Philosophie ansetzen, weil man hier am meisten sparen kann. Viele jüngere Menschen haben sehr teure Handyverträge.. (jedenfalls die beeinflussbaren Faktoren, Steuern und Abgaben sind oft mit Abstand die tatsächlich größten Ausgabeposten aber leider nur sehr bedingt beeinflussbar - bzw es gibt richtig Ärger wenn man die zu sehr beeinflusst - Lohnt nicht!)

    - gute Sparquote. Man sollte einen erheblichen Anteil des monatlich verfügbaren, freien Einkommens zur Seite legen. Ich hatte oft Sparquoten von 50% und mehr. Genau kann ich es nicht sagen, weil das Einkommen stark schwankte und ich nicht jedes Jahr alles ausgerechnet habe. Es lohnt sich aber, die Sparquote mal auszurechnen. Das Geld kommt dann in verschiedene "Spardosen". Die erste ist auf jeden Fall das "Fuck you money". Das ist in der Regel auf einem Tagegeld-Konto und dient dazu, jederzeit für mindestens 3-6 Monate nicht arbeiten zu müssen. So kann man immer verschwinden wenn einem etwas nicht passt - sehr befreiendes Gefühl... Bei mir sind das in der Regel ca. 12 Monate. Mit leichten Schwankungen. Für das Wanderleben reicht das ja schon so.

    - "Spardose 2 bis xx" Wenn man das etwas breiter aufziehen möchte und die Möglichkeiten hat, dann hat man noch andere Projekte und füttert z.B. ein Depot mit dem Geld was man nicht unmittelbar braucht - denn das wächst dann in der Regel über die Jahre weiter auch wenn man gar nichts tut... Andere kaufen noch Wohnungen mit wenig Eigenkapital, wo die Miete einen Großteil der Raten deckt (Freunde von mir haben das gemacht, mir war das zu riskant, ich habe keine Lust mich zu kümmern und ich hätte mich nicht so frei gefühlt)

    Das ist dann idealerweise die Reserve für spätere Freiheit.

    - die Sparquote bestimmt maßgeblich das Maß an Freiheit, dass man in seinem Leben realisieren kann. Oft ist es einfacher an der Ausgabe-Schraube zu drehen, denn die wenigsten Menschen können beliebig ihr Einkommen steigern - außerdem steigt die Steuerlast. Irgendwann muss man 20k Euro mehr verdienen, wenn man 10k mehr Netto haben will - und das ist ganz schön viel - also lieber die Ausgaben hinterfragen..

    - wenn man in einem Job ist, der in irgendeiner Weise skalierbar ist, dann sind das sehr gute Voraussetzungen, mit der Zeit mehr Freiheit zu erlangen. Wenn man zB eine App programmiert, bleibt die Arbeit gleich egal ob 10 Leute das Ding nutzen oder 200.000 - wenn man es schafft, Arbeitszeit vom Einkommen zu entkoppeln, dann ist das die Freiheits-Masterclass (mir ist da leider noch nichts eingefallen - bin ich wohl zu doof zu)

    - ich war in der Regel max. 3 Monate am Stück weg. Ich hatte meistens eine eigene Wohnung gemietet, die ich auch nicht untervermietet habe. Dort ging die Post weiter hin, wenn ich länger weg war ging ein Nachsendeauftrag zu vertrauten Personen wie Eltern oder gute Freunde. Die haben die Post aufgemacht und die wichtigen Dinger als Scan aufs Handy geschickt - bei mir ließ sich alles so problemlos regeln. Es gibt auch Service-Dienstleister, da kann man die Post hinschicken lassen und die digitalisieren das dann - wäre mir aber datenschutztechnisch nicht so angenehm... Zeitweise war ich bei den Eltern oder bei Freunden gemeldet und hatte die Wohnungen aufgegeben - einmal bekam ich Post vom Meldeamt - also: uffbasse...

    - ein Freund von mir hatte regelmässig seine Mietwohnung in Berlin untervermietet - oft für einen höheren Betrag als er selbst gezahlt hat ("ist ja möbliert" ;) - ich hätte ja ein schlechtes Gewissen gehabt aber für ihn war das eine super Lösung und er hatte auch nie Probleme mit den Mietern - Glück gehabt...

    - die gesetzliche Krankenversicherung ist nicht mega teuer, wenn man den Mindestbetrag zahlt - aber das dürften inzwischen auch etwas über 200 Euro/Monat sein. Falls man in Deutschland ist... Die Krankenversicherung ist das mindeste was man haben MUSS (würde ich jedenfalls sagen). Ich bin in der PKV, das ist erheblich teuerer aber ich kann das für längere Reisen ins Ausland dann tagesgenau auf eine Auslandsversicherung umstellen und dann geht es eigentlich.

    - mit kleinem Einkommen sollte man darüber nachdenken, ob man evtl. Geo arbitrage machen will - sprich: man verdient die Kohle in der Schweiz und haut sie in Kambodscha raus (die ethischen Fragen dabei kann jeder für sich beantworten) - Dieser Hebel macht definitiv Sinn für Menschen, für die sonst die Hürde zu hoch ist...

    - man sollte auch im Kopf haben, dass arbeiten gehen eigentlich ganz schön teuer ist. Man gibt ja nicht nur seine Zeit für die Arbeit selbst, sondern man hat ja oft auch einen Arbeitsweg und andere Ausgaben, die in direktem Zusammenhang mit der Arbeit stehen (Kammerbeiträge, Versicherungen, Auto, Busfahrkarte, Fortbildung, unnötiger Konsum weil man frustriert ist, usw. Usf.). Dadurch sinkt der effektive Stundenlohn ganz erheblich - all diese Kosten fallen weg, wenn man unterwegs ist! Wenn man nur die Hälfte vom Jahr arbeitet, zahlt man in der Regel auch weniger Steuern und Abgaben...


    So Freunde....

    Das ganze hier sind meine persönlichen Gedanken und Erfahrungen zu dem Thema. Es soll nicht irgendwie arrogant klingen oder so. ich will nur jeden der davon träumt ermutigen, so etwas zu versuchen, weil es tatsächlich einfacher ist als man denkt. Es sollten vielleicht für den ein oder anderen Anregungen dabei sein. Man muss auch überhaupt nicht so viel verdienen wie ich - wenn man Mal so unterwegs ist, dann trifft man dermaßen viele Menschen, die das mit viel weniger Geld machen - und dann kapiert man dass man sich eigentlich viel zu viele Gedanken gemacht hat. Man muss nur den Mut haben, die richtigen Prioritäten setzen und es einfach versuchen. Man kann ja klein anfangen und einfach zwischen zwei festen Jobs mal 3 Monate abhauen. Aber die Kündigung ohne neuen Job hat sich bei mir ehrlicherweise nur das erste Mal blöd angefühlt - man weiß irgendwann wie es geht ;)

    Bei Fragen: Fragen.

    Gruß, m

    kantoreck

    Ich kann jetzt gerade nicht erkennen was daran ein "Leichtes Mini Tool" im Sinne des Threads sein soll - vielleicht im neues Thema verschieben? aber okay deine Schellen sind Tools um Kram am Rahmen fest zu tackern.. ;)

    Für manche sicher ein guter Tip weil bei vielen Rahmen leider viel zu wenig Anschraubpunkte vorhanden sind - jedenfalls nicht bei den Bikes die nicht ausdrücklich für Bikepacking vorgesehen sind... Für Carbon Rahmen leider auch nichts...

    Den Wunsch nach einer großen Rahmentasche kann ich voll nachvollziehen und habe das für mich für zwei Räder auch so realisiert und für die Frau auch. Da geht super viel rein, bei mir ist der Großteil der Verpflegung dort verstaut - das Wasser gehört Imho aber irgendwie griffbereiter untergebracht - am Unterrohr wird die Flasche dazu noch richtig eingesaut , wie das an den Sitzstreben ist keine Ahnung..

    Flaschenhalter an der Federgabel mit einer ähnlichen Befestigung hat sich bei mir jedenfalls auch nicht bewährt, da braucht es zusätzlich eine Sicherung weil es sonst ständig die Flaschen raus katapultiert.

    Bei mir wird es beim minimal Setup darauf hinaus laufen dass eine Trinkblase in der großen Rahmentasche unterkommt und wenn viel Essen transportiert werden muss in eine Laufweste ausweichen muss - alternativ mach ich mir noch eine 3/4 Rahmentasche die am Sattelrohr Platz für eine 1l Flasche lässt..

    Es gibt verschiedene Generationen und Varianten davon, die sich in Sensor, Signalverarbeitung und Objektiv unterscheiden.

    Sorry hatte ich vergessen zu erwähnen. Wenn ich mich richtig erinnere dann ist die RX100 V die letzte Version mit dem schönen Objektiv - die neueren setzen auf mehr Zoom...

    Wenn jemand Alternativen zu der Sony mit den Kriterien

    Kompakt, relativ leicht, per USB aufladbar, lichtstarkes Objektiv mit wenig Zoom.

    kennt, dann freu ich mich auch! ;)

    Ich bin inzwischen auch wieder fast nur noch beim Smartphone - leider. Denn hin und wieder ertappe ich mich dabei, dass ich hinterher traurig bin dass es nur Knipse-Bilder und keine schönen Fotos von den Touren gibt.

    Ich habe eine alte Olympus Systemkamera mit mehreren Objektiven. Die Festbrennweiten haben mir Spaß gemacht. Aber das war eben locker 1-1,5 kg Foto Kram.

    Dann habe ich noch eine ältere Sony RX100. Die hatte ich mal gebraucht für kleines Geld bekommen. Die hat schon echt viel mit gemacht. Ich finde das war ein sehr guter Kompromiss. Wenn ich mir nochmals eine Kamera kaufen sollte dann wird es was in dieser Art.

    Kompakt, relativ leicht, per USB aufladbar, lichtstarkes Objektiv mit wenig Zoom.

    So, ich habe heute nochmal ein bisschen an der Route gesessen und habe ein paar kleine Änderungen eingebaut, die teilweise auf die Anregungen von Patirou zurück gehen:

    - vom Bodensee geht es von Rorschach direkt hoch und dann auf die Wildmannli-Bike MTB Route, der Walensee mit der Autobahn wird so ausgelassen

    - der Flüela-Pass als stark befahrener Pass ist raus, dafür kommt der Scaletta-Pass als MTB-Tour rein - hoffe der ist für uns fahrbar/schiebbar

    Die Route ist nun oben im ersten Beitrag in drei Teilen als Brouter-Link geteilt - hoffe das funktioniert...

    Die Strecke Sargans- Chur - Davos könnte noch Teile der Graubünden-Bike Tour erhalten, statt der Gravelpacking-Schweiz Route (muss ich mir noch ein paar Bilder ansehen)

    Ich würde nicht unter 10 mm Durchmesser gehen zumindest für die 1200 er Stange

    Wenn ich am Wochenende Zuhause bin kann ich dir die Segmente der durston Stange messen

    Wenn die Fasern nur längs verlaufen besteht an den Enden die Gefahr dass das Rohr Splittert. Du musst also zb starken Nähfaden drum wickeln und diesen mit Epoxidharz tränken damit das nichts passiert. Steckverbindungen sind da natürlich besonders gefährdet

    Ich habe die Kombi 4mm EVA+ X-lite aus den von fatrat genannten Gründen.

    Ich benutze die Matte auch als Rückenpolster im Rucki. Einfach zusammen gewickelt, da muss man nicht mit dem Lötkolben ran - mir reicht das so völlig. Wiegt auch so um die 100-150 g. Je nachdem wie groß man das Stück macht - unter den Beinbereich kann ja auch noch der Rucksack oder das Regenzeug gelegt werden.

    Ich finde es praktisch, wenn man eine Matte zum Sitzen hat oder zum in die Wiese liegen ohne das man die Luftmatte aufpumpen und dann wegen Durchstichgefahr aufpassen muss...

    Alternativ kannst du zwei Stücke nehmen und dann mit Drucknöpfen o.ä zum Schlafen verbinden. Dann kann ein Teil in den Rucksack als Rückenpolster und ein zweites Teil kann als Sitzpolster griffbereit sein. Ich habe auch eine Matte aus einem Stück z-lite für den Torso und 3 mm EVA für die Beine. Das Stück z-lite ist auch ein gutes Rückenpolster - gibt ja x Möglichkeiten.

    Ich habe vor Jahren zwei Stück EVA 4mm von Extex 100x200 cm für 17/Euro pro Stück gekauft und daraus dann verschiedene Matten zurecht geschnibbelt.. Hält ja lang das Zeug

    Ich habe tatsächlich relativ wenig Probleme mit einer harten Schlafunterlage. Ich hatte relativ lang auch nur eine TAR Z lite. Und ich bin jetzt nicht besonders gut gepolstert mit 190/73-75 kg. Inzwischen habe ich eine 4mm EVA+x-lite. Meine Schwierigkeiten mit der Schaum-Matte sind eher dadurch bedingt, dass der Boden uneben ist oder mir Isolation von unten fehlt und ich daher von unten kalt werde. Abdrücke von der Matte habe ich auch an manchen Stellen, finde ich aber nicht schlimm.

    Ich finde aber es ist tatsächlich auch eine Gewöhnungssache (vorausgesetzt man hat jetzt nicht irgendwelche Gebrechen). Ich schlafe inzwischen teilweise in Dienstzimmern auf dem Boden auf einer z-lite, die ich immer im Auto habe (zum Sport machen), weil ich Rückenschmerzen/ Verspannungen bekomme, wenn ich auf weichen, durchhängenden Matratzen liegen muss.

    Ich persönlich finde, dass sich mein Rücken nachts einfach am besten erholt, wenn ich auf einer harten Unterlage und überwiegend platt auf dem Rücken liegend schlafe. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass es für die meisten Rücken da draußen wahrscheinlich besser wäre, sie würden auf härteren Matratzen schlafen. Allerdings merke ich immer dass ich ein paar Nächte brauche, um mich an die z-lite zu gewöhnen, wenn ich länger nicht darauf geschlafen habe...

    Ich denke, wenn du mit der Exped Flex Mat Plus so überhaupt nicht zufrieden bist, wirst du es wahrscheinlich auch nicht mit einer der anderen Eierkarton Matratzen - denn die von dir genannte ist schon eine der dickeren und damit wahrscheinlich weicheren/bequemeren. Die Kombi mit 4mm EVA plus Luftmatte ist doch auch nicht schlecht. Guter Schlaf auf Tour ist ja auch nicht unwichtig... Mit einer reinen EVA-Matte brauchst du wahrscheinlich eine gewisse Dicke für genügend Isolation und da ist das Packmaße dann schnell ungünstig - das ist ja gerade der Vorteil der Eierkarton-Matten, dass sie relativ viel Dicke für relativ wenig Material bieten

    Alles gut, Patirou , ich freue mich über jedewedes Mitdenken hier im Forum und jede Anregung - wenn ich dazu ein Vorhaben etwas präzisieren muss, damit mich diejenigen, die ich ums Mitdenken bitte auch verstehen, dann mach ich das gern ;)

    Zum Thema Patirou s Walensee-Alternative: Anschauen kann man das ja auch auf jeden Fall mal. Elektronisch und ggf. auch auf einem Scouting-Kurz-Trip. Wenn der Weg reizvoll, die Aussichten lohnend usw. Sind - dann macht es vielleicht Sinn, ein Stück Hike-a-Bike einzuplanen. Auf der Alps Divide gibt es auch Schiebe-Passagen auf Wanderpfaden. An eine Tagesetappe kann ich mich auch erinnern wo wir kurze Stücke tragen mussten, um felsige Steilstufen oder ein kleines Blockfeld zu überqueren - war alles machbar auf der Alps Divide. Ich habe aber Aufnahmen von zB der Heckmair-Transalp o.ä. gesehen und da sind zB Stellen dabei, wo es auch mal ordentlich runter geht, also Absturzgefahr herrscht. Zu Fuß kein Problem, aber voll bepackte Räder möchte ich da nicht rüberschleppen - wenn das bergerfahrene Mountainbiker mit Tagesrucksack machen, dann passt das bestimmt. Für meine Frau und mich aber wahrscheinlich ein bisschen zu viel... Deshalb hatte ich alternativ die Gravel packing Schweiz Route in den Blick genommen...

    Aber du schreibst ja in deinem Edit, dass es eher mit Bike leider doch nicht möglich ist...

    Hehehe bin vor einer Woche meine Haustour gegen die Richtung gejoggt und habe da schon gemerkt, was es für einen Unterschied macht. Ich würde es jedoch nicht einfach verwerfen, sondern mal aufzeichnen und das Profil genauer ansehen. Die Wildmannli-Bike (St-Gallen-Sargans) ist in diesem Fall Profiltechnisch in beide Richtungen sehr gemässigt (kannst Du dir direkt anzeigen lassen). Nachteil, die Route führt im A3 Tal lang und ist noch sehr bewohnt. Die Variante über Walensee/Panixerpass ist dann viel wilder.

    Ich meine damit nicht nur das Höhenprofil!!!!

    Viel relevanter ist oft, dass bei in einer vorgesehenen Richtung geplanten MTB-Strecken die Anstiege zB auf Gravelwegen oder Asphalt stattfinden und es dann auf einem heftigen Trail bergab geht - wenn du den hochschieben musst und dann auf der Straße bergab fährst ist das irgendwie echt nicht soooo geil... Bei viel befahrenen Trails könnte das auch gefährlich sein, wenn die Biker von oben runter geschossen kommen während du da hoch stiefelst. Wir waren zum Glück in der Nebensaison auf dieser Tour in Frankreich unterwegs, haben das dann aber umgeplant, weil es zu schwierig für uns war - und da war eben ein Faktor die falsche Richtung (und zusätzlich: wir sind MTB-technisch wenig erfahren und waren dazu mit vollem Übernachtungsgepäck unterwegs)

    Du fährst ja das Decathlon Riverside 920, das ist ja sowas ähnliches wie mein Cutthroat denke ich. Von daher fährst du wahrscheinlich ähnliche Strecken wie wir mit den Hardtails...

    Wie gesagt, wenn ich die nächsten Wochen mal Zeit habe, bastel ich noch mal an der Geschichte....