Beiträge von notenblog

    Hier mal mein Kulturbeutel deluxe, gut geeignet für alle Art von Urlauben und Dienstreisen. Und für ausgedehnte Spaziergänge von Gasthaus zu Gasthaus (a. k. a. Fernwandern ohne Zelten).


    Für die Zahnpflege so ein Zahnseidenstick, den habe ich nie gewogen. Ajona wird mit der liebsten Wanderbegleitung geteilt und ist je nach Tour auch die 5g Variante. Die Zahnbürste verliert eigentlich nach zwei Nutzungen den Deckel und wiegt dann 11g. Für die Haarpflege gibt es den Kamm, die 8g sind allerdings ein Brett (aber den leichteren habe ich verloren). Shampoo ist zeitgleich für alle anderen Waschsachen nutzbar, die Flasche fasst 80ml und wiegt leer auch 8g.

    Die zwei Dosen fassen 20ml, wiegen ebenfalls 8g leer, darin ist eine spezielle Hautcreme und Rasiercreme (je nach Tourlänge gefüllt). Eine dritte Dose folgt für Deocreme, die dann den sackschweren Deostick ersetzt und ebenfalls für zwei gefüllt wird. Es sind Babycremedosen von Bübchen. Die Tropfflasche (10ml) ist von Muji, darin ist Rasierwasser (Kultur!)(2g). Den Rasiergriff gab es mal bei Denn's und wiegt 9g. Den muss ich gut pflegen, der ist nicht mehr im Programm. Dazu passen Zwei-Klingen-Aufsätze, davon wiegt eine 1g, der Tray 3g.

    Persönlicher Luxus ist eine Nagelschere und eine Pinzette, geht nicht ohne. Dank des Noaks-Beutels mache ich keine Löcher mehr in die Tasche oder an Kabel. Apropos Tasche: die ist eine EagleCreek XS und wiegt 13g. Toll, weil man sie aufhängen kann. Toll auch, dass die gesamte Erste-Hilfe und Ladegerät mit Kabel für's Telefon Platz finden.

    Stabilitätsvergleich zu den üblichen Drogerieschirmen

    Vor dem Doppler hatte ich einen von Tschibo, die sind ziemlich vergleichbar, allerdings wiegt der Doppler die Hälfte. Was ich ok finde, ist, dass er sich schnell und unfallfrei zurückschlagen lässt, wenn er umklappt, d. h. das Gestänge hält es nach drei Jahren Nutzung gut aus.

    Ich seh' ihn eher als Notfallschirm, wenn das Wetter unbeständig ist. Wenn richtige schwere Regenphasen angekündigt sind (also auf langen Trails) ist er wohl nicht so richtig geeignet. Dann bin ich aber auch eher Fan von Regenjacke und -hose.

    Für mich ist ein wichtiger Unterschied die Schuhe, wenn man die Tour fast ausschließlich in Höhen ab 2000m läuft. Ab ca. 2500m fühle ich mich in Trailrunnern oder Minimalschuhen nicht mehr wohl, da habe ich gerne eine ausgeformte Hacke, wie z. B. bei Zustiegsschuhen. Außerdem sind dann immer Stöcke dabei. Zelt wird dann überflüssig, weil in den Alpen dann doch erstaunlich viel Naturschutzgebiet ist (zurecht) und Hütten/Biwaks wichtiger werden (aber ich zelte eh nicht gerne). Kleidung für jede Witterung ist dann ja klar. Über 3500m kann ich nicht mehr mitreden, ab da wird's mit zu ausgesetzt. Die Touren gehe ich aber auch nur im Sommer, wenn der Schnee möglichst weg ist.

    Mein eigenes (geringes) Grundgewicht. Die erste Mehrtagestour habe ich mit einem 22L Rucksack gemacht, hoffnungslos überladen mit einer Kulturtasche aus Zeltplane, Elektrorasierer und Rasierwasser und Deo in Glasflaschen. Immerhin aber nur eine Hose für tags und abends, einem Paar Schuhe und auch sonst nur notwendige Bekleidung. Für die erste lange Wanderung wurde dann gekauft, immer auf Empfehlung der Rother Wanderführer und des Outdoorladens. Viel Zeugs, von dem die Hälfte nicht benötigt wurde. Ich mochte das Wandern, ich mochte die Ortswechsel, ich hasste das Gewicht. Also nach der Tour im Internet geguckt und auf UL gestoßen. Es war eine Bestätigung, dass meine Ur-Idee gar nicht schlecht war, es nur an Wissen fehlte. Im Grund versuche ich also ein optimiertes Back-to-the-roots, womit ich dann auch den empfohlenen 5-10% (oder waren es 10-15%?)vom Körpergewicht erfülle.

    Hui, da komme ich ja mit allerlei Allergien gegen diverse Obst- und Gemüseschalen, dem üblichen Hausstaub/Milben/Gräser/Pollen und den resultierenden Kreuzallergien ja gut weg. Immerhin weiß ich inzwischen, welche Stoffe meine Haut verträgt. ;)

    Dazu noch ein wenig zu schwache Kniemuskulatur, die immer mal wieder Training braucht, zum Glück nur auf einer Seite, die andere Seite wurde mal komplett neu aufgebaut nach Kapselriss. Sonst geht's aber gut!

    Ich find's ja spannend, warum Menschen Dinge tun, die sie tun. Das ist ja auch das tolle an Stammtischen, weil man dort so unterschiedliche Beweggründe hört, warum wer welche Tour macht.

    Bei mir ist's einfach: Ich gehe schon immer gerne zu Fuß, lieber noch als Radzufahren oder mich auf Öffis verlassen zu müssen. Auto ist auch so eine Sache, geht ja leider oft nicht anders. Wenn ich also Zeit habe, gehe ich. Und ich hab immer ungern zu viel Krempel dabei. Und ihr so?