Beiträge von Schwarzwaldine

    Als ich noch vor 12 Jahren in Norwegen noch "richtig" barfuß unterwegs war, hatte ich Surffüßlinge als Notfall-Schuhe dabei, mit der Kombi bin ich auch Tagestouren in der Hardangervidda gegangen. Auch mein damaliger Hausberg Kolsås war zwar nicht hoch, hatte aber verflixte Kletterpfade dabei und ich kann deine Erfahrung bestätigen, GirlOnTrail , gerade bergauf ging es so viel leichter und weniger ermüdend als in schwerem Schuhwerk, ich bin meiner Pudeldame einfach hinter her gehüpft und wir haben ziemlich oft staunende Mitwanderer hinter uns gelassen. In den Alpen war ich schon ewig nicht mehr und hätte jetzt vermutlich ähnliche Probleme, schweres Gerät an den Füßen und Fortbewegen, das ist eine Kombi, die nicht mehr funzt.

    Welche Stöcke hast du genau, WeitWanderWade ? Ich habe mir zwar erst neue, höhenverstellbare Walkingstöcke von Leki geholt, aber faltbare Trailrunner könnten eventuell auch die alten Trekkingstöcker ersetzen. Ich trainiere ja auch liebend gerne Höhenmeter und ja, die Stöcke geben da ordentlich Schub. Auf Schotterwegen finde ich es noch ok, aber Asphalt geht gar nicht und ständig diese blöden Puffer dran machen, die dann wiederum am Berg stören, möchte ich auch nicht. Deshalb trage ich sie bei Asphaltstrecken auch einfach in der Hand, das Ausklick-System von Leki finde ich dafür äußerst praktisch.

    Ich war von gestern auf heute für einen Hängematten-Overnighter unterwegs, gehört also qua meiner eigenen Definition gar nicht hier her - und oh weia, die "paar Höhenmeter mehr" haben mich ganz schön in Schnappatmung versetzt, auch, wenn ich die gewohnte Strecke langsamer angegangen bin als bei den bisherigen Trainingstrecken. Am Ende von einer solchen hatte ich trotzdem noch einen Schnitt von 5 km/h, was sich in Folge gnadenlos gerächt hat, denn dann bin ich nicht wie sonst auf eine leichte Bergab-Strecke abgebogen bis zur nächsten Steigung, sondern es ging weiter steil nach oben, weiterhin mit weit über 10%. Puh! Aber belohnt wurde ich mit einem wunderschönen Kammpfad, den ich seit Jahren nicht mehr gelaufen bin. Die umgekehrte Runde (hat dann nicht ganz so viele Höhenmeter am Stück) zu schaffen, ist mein nächstes Trainingsziel. So schön! :love:

    DukNukem : versuch dich mal am Stockeinsatz - das für mich ausschlaggebende Argument ist das Oberkörpertraining, das ich damit "in einem Aufwasch" dazu bekomme - Brust-, Schulter- und Nackenmuskulatur ist deutlich entspannter, seitdem ich das wieder machen kann. Dazu ist der korrekte Stockeinsatz aber notwendig. Ich hatte mal vor Jahren einen Schnupperkurs in Nordic Walking, davon profitiere ich immer noch.

    Gerade unter der Woche wird es insbesondere im Winter aber durchaus immer mal wieder schwierig, die Runde unterzubekommen, je nach dem, was bei der Arbeit los ist.

    Ich bin (leider) bisher in den (Vor)wechseljahren noch nicht bei dem Angenehmen ausbleiben der Periode angekommen. Dafür aber andere Merkliche unterschiede festgestellt und mich Schritt für Schritt damit angefreundet bzw. auf dem Weg mich damit anzufreunden. : - )
    Zum Thema Entzündungen: mit Reizdarmsymptomatik habe ich für mich eine 90/95% Regel gefunden. Ich achte im Alltag meist sehr gut auf all das was ich vertrage und die 5-10% Ausnahmen vertrage ich dann ganz gut. Häuft es sich zu sehr mit den Ausnahmen spüre ich das und fahre dann wieder zurück. Bei Mehrtageswanderungen verkraftet mein Körper Ausnahmen oft sogar besser. Bei Sportlichen Herausforderungen die mehr Belastungen haben wird er jedoch wieder zur Mimose und braucht noch mehr Pflege. > Was ich damit sagen will. Es lohnt sich so ein bisschen herauszufinden was wie geht und was eben nicht.

    Ja, ich hoffe auch, dass diese starken Einschränkungen nicht ewig sein müssen und irgendwann kleine Ausnahmen wieder möglich sind. Im Moment bin ich aber noch extrem vorsichtig, nachdem ich einmal schon bei einer einzigen Dattel das Gefühl hatte, die Rechnung dafür am nächsten Tag präsentiert bekommen zu haben. Möglich, dass das Einbildung war, aber nach fast 1,5 Jahren und den erfreulichen Fortschritten der letzten Monate will ich nichts mehr riskieren, bis die Genesung einigermaßen stabil ist.

    Edit: Und ja, verbeißen bringt nichts. Lieber genießen, was wieder geht, im wahrsten Sinn des Wortes!

    Ich würde mich auch einfach mal unter (dieses Tolle Wort musste ich klauen) Trailwanderrunning - tranierende einordnen.

    Ich habe es bisher aus Mangel an einem Wort unter Speedhikuing sortiert. Aber mir gefällt Trailwunderrunning viel besser. : - ) Und es beschreibt die Sache zu 100 %.

    :love: Das ist eine noch schönere Kreation (wenn auch vermutlich auch unbeabsichtigt). Kleine, bisher noch sehr kurze Laufeinheiten lege ich seit zwei Wochen auch ein. Nur schnelles Gehen, auch bergauf, hat nach meinem Eindruck die Sehnen nicht mehr genug herausgefordert. Und früher, in der guten alten Zeit, in der ich mich draußen ohne Einschränkungen und Nachdenken bewegt habe, habe ich Trailrunning schon geliebt, bevor ich wusste, dass es so genannt wird.

    Antonia2020 : Oja, die Peinlich-Phase hatte ich auch. Aber mittlerweile hat sich das gelegt und so langsam gibt es auch kleine Erfolgserlebnisse, z.B. habe ich bei der letzten Tour an einer längeren steilen Bergauf-Passage Radfahrer eingeholt. Peronealsehne musste ich jetzt erstmal nachgucken - puh, so ganz hasenrein ist diese Stelle bei mir auch nicht, habe ich bisher immer unter Achilles-Umkreis verbucht. Wechseljahre sind echt besch... - nur das Ausbleiben der Periode ist für Outdooraktivitäten ne feine Sache. Vielleicht sollten wir für diesen Bereich einen eigenen Thread aufmachen?

    Melwen : Guter Spruch! Und ja, Bewegung an der frischen Luft tut einfach nur gut. Mental, mit entsprechenden Auswirkungen auf die Physis, aber auch direkt.

    Alkohol geht bei mir zum Glück. Ich trinke wenig, aber in den letzte Wochen tendenziell wieder etwas mehr - seitdem ich auch noch herausgefunden habe, dass ein bestimmter, fies juckender Hautausschlag nur in Zusammenhang mit Kuhmilcheiweiß auftritt und ich folglich auf Kuhmilcheiweiß-Unverträglichkeit tippe und damit noch mehr Lebensmittel rausgeflogen sind (unglaublich, wo überall Milchpulver drin ist! Aber wenigstens gehen Roh- und Urmilch plus fette Milchprodukte, abgesehen von Schaf- und Ziegenmilchkram), merke ich, dass ich gelegentlich Kompensation in Form von einem Glas Wein oder auch mal ein Bier "brauche", zu viel Verzicht ist einfach nur Schrott.

    Ja, tapen hat bei mir auch schon geholfen. Ich mache es etwas anderes (hat mir vor Jahren bei einer ersten Runde mal eine Physiotherapeutin gezeigt), auf längeren Touren greife ich sicher wieder darauf zurück.

    Zuckerkonsum: Ich hatte schon länger den Verdacht, dass Zucker (leider auch Zucker in Obst) bei mir derzeit Entzündungen befeuert, in den Wechseljahren sind ja viele Frauen dafür besonders anfällig. Ich ernähre mich schon lange zuckerarm, hatte aber immer mal wieder Ausnahmen, im Urlaub oder bei Besuchen und das waren rückblickend immer die Zeiten, in der die langsame, aber stetige Verbesserung der Sehnen entweder aussetzte oder sogar wieder schlimmer wurde. Seitdem ich auf fast 0 gegangen bin, kam das nicht mehr vor. Eine weitere Dauer-Entzündungsbaustelle seit Beginn der Wechseljahre war das Zahnfleisch, auch hier habe ich keine Probleme mehr seither. Ist für mich Beweis genug, auch, wenn es mir immer wieder schwerfällt, gerade unterwegs, z.B. mal ein Eis oder Schokolade ...

    Melwen : da sind wir nicht so weit von einander entfernt, nur, dass ich mich wieder an Mehrtagestouren rantaste, die mir in den letzten 12 Jahren aus höchst unterschiedlichen Gründen immer wieder verhagelt worden sind, zuletzt eben durch den beidseitigen Achillessehnenmist nach einer Coronainfektion.

    Seitdem dem Knacken der 7-Kilometer-Grenze macht mir die Sache auch deutlich mehr Spaß, da ich mit der Streckenlänge ab Haustür an den Schwarzwaldrand komme und nun zunehmend mehr Singletrails im Wald unter die Füße nehmen kann. Vorher durch die Weinberge war das nur für kurze Abschnitte möglich und auch nur durch Mehrfach-Schleifen. Längere Asphaltstrecken mag mein Fahrgestell gar nicht, da machen dann schnell die Muskulatur und Faszien an den Oberschenkeln dicht.

    Kay und WeitWanderWade : na klar, beides! "Ohne Rucksack" meint: ohne Übernachtungsgepäck. Ich schiebe meine Siebensachen und die Trinkflasche in eine Gürteltasche, finde ich weniger schwitzig als einen Rucksack.

    Und auch bei mir sind die einzelnen Passagen unterschiedlich schnell. Ich trainiere ja vorsichtig, um meine angefressenen Achillessehnen zu entfressen und seitdem ich gleichzeitig Zucker (bis auf absolut homöopathische Dosen wie eine Matschbanane auf 12 Haferflockenmuffins) komplett weglasse, geht es voran. Letzten Sonntag habe ich die 11-km-Marke geknackt, ich muss regelmäßig an die Schmerzgrenze ranlaufen, dann diese Länge für ein paar Mal halten und/oder die Höhenmeter erhöhen und es geht wieder weiter. Einmal pro Woche ein längere Strecke und einmal, aus Zeitgründen eher kurz und dafür Geschwindigkeit trainieren, hat sich bewährt.

    Was macht die Quilt-Planung, Kay ? Bin grad mal wieder drüber gestolpert, dass die Stofffrage noch offen ist, es ist der hier (die Farbauswahl ist gerade etwas mau).

    In den Osterferien war ich nochmals mit dem Quilt unterwegs, bei geschätzen 1° mit Lynx 20F°/Underquiltprotector plus doppelt gelegte Robens ZigZag UL von unten und 300g-Daunentüte mit PLG-Quilt von oben und es war eher zu warm, wodurch die Wechseljahrswellen kräftig zugeschlagen haben. Falls es mir jetzt über den Brückentag zu einer Waldnacht reicht, möchte ich mal den Quilt alleine ausprobieren.

    nats : danke für die Erinnerung, über die KSO Trek aus Leder bin ich neulich auch gestolpert, habs dann aber wieder vergessen. Ich trage seit mehreren Monaten fast nur noch Fivefingers, weil die für mich den besten Kompromiss aus "barfuß" und leicht gedämpft bieten, da freuen sich die (mittlerweile nur noch leicht) angefressenen Achillessehnen - mittlerweile hat sich meine Mitwelt und ich selbst an den Look gewöhnt. Die luftigsten sind die Vi-B komplett aus Mesh, da müsste MANN halt drüber stehen können, dass es Damenschuhe sind und klein genuge Füße haben. 8o

    Das Originalfootprint müsste dieses Problem - zumindest theoretisch - lösen können. Wir haben das Tigerwall 3 und das lässt sich mit dem Footprint auch nur mit dem Außenzelt aufbauen und vermutlich müsste es dann möglich sein, das Innenzelt von innen noch reinzupfriemeln. Habe ich aber noch nie ausprobiert, denn auch bei uns ist es ein Schönwetterzelt, da mein Mann bei Regen streikt und ich das Tigerwall nie alleine verwende.

    Kleben ... wenn du so schmerzbefreit bist wie ich, mit Leukoplast (das war während einer Tour ... hat super gehalten, hält immer noch). Ansonsten gibt es farbige Klebepatches für Outdoorreparaturen, vielleicht sogar irgendwo in Lila (oder ist das Blau? Dann hast du bessere Chancen ...). Meine sind von Feinkost Albrecht und halten dafür ebenfalls erstaunlich gut (meinen Primaloft-Quilt musste ich verkleben, bevor er überhaupt fertig wurde ... :saint:).