Beiträge von Schwarzwaldine

    Geht es um Solotouren? Mir hilft nicht Autosuggestion, sondern Akzeptanz, dass der Schlaf insbesondere in der ersten Nacht allein im Wald nicht so tief und störungsfrei ist wie zu Hause. Ich freue mich einfach, es mal wieder in den Wald geschafft zu haben, lasse mich leicht schaukeln (der Umstieg auf oder besser gesagt in die Hängematte hat grundsätzlich die Schlaf- und Liegequalität schon deutlich verbessert), döse/schlafe zwischendurch immer wieder ein, wache aber häufiger auf. Das ist einfach so und es ist okay. Mit der Hängematte habe ich allerdings bisher nur Overnighter gemacht. Mehrtagestouren kann ich derzeit nur mit dem Fahrrad machen, da bin ich dann mit meinem Mann im Zelt und meistens auf Campingplätzen - in dem Zusammenhang ist das Einschlafen kein Thema, ich wache aber häufiger auf, weil ich mich liegepositionsbedingt umdrehen muss, die Liegequalität auf dem Boden ist im Vergleich zur Hängematte einfach deutlich schlechter.

    Edit: ach so, "zunehmendes" Alter trifft bei mir auch zu, ich sehe aber keinen Unterschied zwischen den ersten Touren und jetzt, jedenfalls nicht in Deutschland. In Norwegen, wo ich ein paar Jahre gewohnt habe, habe ich tatsächlich häufiger auch in der ersten Nacht (noch ohne Hängematte) ruhiger geschlafen (Ausnahme: in den "weißen" Nächten im Mai/Juni, weil ich die so geliebt habe und es einfach genossen habe, dass auch in Oslo nicht richtig dunkel wurde), da scheint sich das Jedermannsrecht beruhigend auf die Psyche ausgewirkt zu haben - in D träume ich auch immer wieder, entdeckt zu werden, in N war das nie der Fall.

    Es bleibt ja aber nicht lange so heiß, ich zumindest mache mir meine Wärmflaschen, wenn ich am Kochen bin und das ist einige Zeit vor dem Zeitpunkt, bevor ich in den Schlafsack krieche. Ich hätte vielleicht noch die Situation dazu schildern sollen, denn kochendes Wasser für die Wärmeflasche gibt es nur, wenn ich das mit dem Hobo im Feuerbetrieb machen kann, und das ist dann auch der Fall, dass es richtig kocht, alles andere wäre Brennstoffvergeudung. Mit dem Hobo koche ich aber wiederum nur an geeigneten Stellen, sei es im Steinkreis in der Nähe meiner Lieblings-Abhängestelle oder auf einem Grillplatz im Umkreis.

    Platypus-Faltflaschen halten ebenfalls heißes/kochendes Wasser aus, hatte ich auch schon als Wärmflaschen benutzt - bis ich übers blaue Forum mal zwei Titanflaschen erwerben konnte, seitdem dienen die diesem Zweck. Grund: siehe schrenz , ist auch eine Kopfsache.

    In Norwegen hatte ich für Tageswanderungen gerne eine große Hüfttasche von Osprey (Talon 8 ) dabei. Mit zwei Flaschenhaltern, großem (10-15l) und Schnürgummi, um z.B. den Poncho noch außen drauf zu schnallen, und noch zwei Hüftgurttaschen für den Kleinkram hat da gut was reingepasst.

    Nur für den Pico 239 plus Topf war sie zu klein, wenn also unterwegs Kaffee gekocht oder gegrillt werden sollte, war ein Rucksack die erste Wahl.

    Zur Overlock: Obacht, als alleinige Maschine kommt man mit der nicht weit. Einfache Sachen wie T-Shirts oder Schlupfhosen können komplett an der Overlock genäht werden, wenn man den Saum als Rollsaum näht. Aber sobald auch nur eine Naht abgesteppt werden soll, ist die Ovi am Ende, die kann halt nur an Kanten nähen. Möchte sie aber trotzdem nicht wissen - aber falls der Platz nur für eine Maschine reicht, dann eher eine normale Nähmaschine. Alpha ist nicht verkehrt als Einstieg, die Zotteln verzeihen viel.

    schwyzi : der Nomadic dürfte der Nachfolger vom Bushbuddy UL sein - Aussehen und Gewicht stimmen jedenfalls überein.

    Das Rußproblem löse ich für mich, indem ich einen Toaks 1l nur für die Hobos habe - der wird nicht sauber gemacht, sondern verschwindet im Packbeutel, mit BB drin. Einzig, dass der Topfinnenraum nicht mehr oder nur sehr bedingt nutzbar ist, stört mich etwas.

    Wenn es die Bedingungen zulassen, dann nutze ich die Hobos sehr gerne als Holzverbrenner (sonst hätte die Pyromanenseele ja nix davon). Beim Pico 239 idz das Starten auch mit feuchtem Holz kein Thema, beim kleinen und erst recht beim Bushbuddy ist etwas schwieriger. Im Schwarzwald gibt es eigentlich immer Tannen/Fichten mit abgestorbenen Ästen am Baum, die auch in längeren Regenperioden trocken genug bleiben - und um die notwendige Starttemperatur zu bekommen, verwende ich als Anzündhilfe beim Bushbuddy gerne einen halben Esbitwürfel, dann funzt das ganze zuverlässig und ohne Streich-Abholzerei auf Anhieb und es entwickelt sich genügend Hitze, um auch feuchteres Holz verheizen zu können.

    Hier kommt, wenn die Bedingungen stimmen, entweder der kleine Picogrill oder der Bushbuddy Ul zum Einsatz. Aus der Vor-Ul-Zeit habe ich auch noch den großen Pico und der war unterm Strich am häufigsten im Einsatz, da ich zu dieser Zeit noch in Norwegen gelebt habe und der Betrieb wesentlich unproblematischer war.

    Ich bin eine leidenschaftliche Pyromanin und mag sogar den Rauchgeruch und schleppe von daher das Mehrgewicht gerne. Da ich in den letzten Jahren nur Overnighter machen konnte, amortisiert sich das Gewicht gegenüber Spiritus auch nicht, insbesondere, da ich fürs Frühstück meistens doch noch einen Dosenkocher und ein paar Milliliter Spiritus mitnehme.

    Sleipnir : So ähnlich sieht es bei mir auch aus, nur, dass meine Sigma etwas kleiner ist. Die Befestigung der Lampe stört mich nicht weiter, ich greife selten unten und fahre insgesamt auf Bikepacking-Touren nur selten und/oder kurze Strecken in der Nacht, da braucht es das nicht.

    Ich bin seit Jahrzehnten beim ADFC-Dachgeber. In den ersten Jahren habe ich das Verzeichnis auch gern aktiv genutzt, bis auf wenige Ausnahmen waren das immer tolle Erfahrungen. In den letzten Jahren haben mein Mann und ich es bei der ersten gemeinsamen Tour nutzen wollen, nur einmal Erfolg gehabt, auch das war sehr schön, und ansonsten mehrere Absagen erteilt bekommen. Da wir aber ungern vorplanen, ist uns das Verzeichnis insgesamt zu unspontan und es fällt daher für uns so gut wie immer weg.

    Als Dachgeber bekommen wir im Normalfall 3-5 Anfragen im Jahr, die wir so gut wie immer annehmen, wenn es möglich ist, sprich, wenn wir da sind (in diesem Jahr komischerweise aber bisher nur eine, bei der wir selbst unterwegs waren). Hier fällt auf, dass fast alle schon mehrere Wochen vorher anfragen, nur einmal haben zwei Abiturienten die vorgesehene Frist vom Vortag eingehalten. Bis auf ein Pärchen (Pedelecer ... :/), die das Verzeichnis irgendwie mit einer kostenlosen Pension verwechselt haben (keine Schlafsäcke dabei gehabt, das auch nicht kommuniziert, ziemlich fordernd nach Bettzeug und -wäsche gefragt, Frühstückswünsche bestellt :rolleyes:), waren die Begegnungen immer nett. Wir bieten im Normfallfall auch eine Rundum-Versorgung an.

    Die Hängematte habe ich nachts minimalistisch ohne Tarp genutzt, denn der Regen sollte erst gegen 9 Uhr einsetzen.

    Das nenn ich wahren Glauben an die Wettervorhersage 😄.

    Danke für die schönen Bilder.

    Die Stelle ist mir auch sofort ins Auge gesprungen. So gern ich ohne Tarp schlafe - aber die Wettervorhersage ist hier mittlerweile so grottig und ungenau, dass ich es nie und nimmer wagen würde, das Tarp wegzulassen, wenn Regen für den Morgen angesagt ist. Da hilft allerdings auch das Xfoil-Tarp, weil das den Blick in den Wald nicht versperrt. Auf meinem letzten Overnighter hätte es laut Wetterapp eine sternenklare Nacht geben sollen und das war auch am Abend noch der Fall. In der Nacht wurde ich dann von einem Donnerrumpler geweckt und bevor ich noch denken konnte, dass ich angesichts dessen vielleicht gleich zum Pinkeln aufstehen sollte, bevor es regnet, kam schon ein Wäscher runter, bei dem mir gar nichts anderes übrig blieb als aufzustehen, die Hängematte zusammenzuraffen und höher zu halten, weil das Xfoil-Tarp mit seiner Breite von 1,60 natürlich zu schmal ist, um einen vernünftigen Wetterschutz zu bieten.

    Edita fügt noch ein Danke für den schönen Bericht hinzu. Bei der Glienicker Brücke bin ich wenigstens mal zu Fuß rumgestapft, damit habe ich eine Vorstellung von dem Gebiet.

    Vielen Dank für deinen Bericht! Meinen Packa konnte ich ja tatsächlich noch nicht ausprobieren, weil mir Corona und die vermutlich daraus resultierende beidseitige Achillessehnenentzündung einen Strich durch sämtliche Fußovernigther gemacht hat. Dein Eigenbau ist aber beeindruckend leichter, das können ja nicht nur die Pitzips sein (meiner wiegt 294)?