Geht es um Solotouren? Mir hilft nicht Autosuggestion, sondern Akzeptanz, dass der Schlaf insbesondere in der ersten Nacht allein im Wald nicht so tief und störungsfrei ist wie zu Hause. Ich freue mich einfach, es mal wieder in den Wald geschafft zu haben, lasse mich leicht schaukeln (der Umstieg auf oder besser gesagt in die Hängematte hat grundsätzlich die Schlaf- und Liegequalität schon deutlich verbessert), döse/schlafe zwischendurch immer wieder ein, wache aber häufiger auf. Das ist einfach so und es ist okay. Mit der Hängematte habe ich allerdings bisher nur Overnighter gemacht. Mehrtagestouren kann ich derzeit nur mit dem Fahrrad machen, da bin ich dann mit meinem Mann im Zelt und meistens auf Campingplätzen - in dem Zusammenhang ist das Einschlafen kein Thema, ich wache aber häufiger auf, weil ich mich liegepositionsbedingt umdrehen muss, die Liegequalität auf dem Boden ist im Vergleich zur Hängematte einfach deutlich schlechter.
Edit: ach so, "zunehmendes" Alter trifft bei mir auch zu, ich sehe aber keinen Unterschied zwischen den ersten Touren und jetzt, jedenfalls nicht in Deutschland. In Norwegen, wo ich ein paar Jahre gewohnt habe, habe ich tatsächlich häufiger auch in der ersten Nacht (noch ohne Hängematte) ruhiger geschlafen (Ausnahme: in den "weißen" Nächten im Mai/Juni, weil ich die so geliebt habe und es einfach genossen habe, dass auch in Oslo nicht richtig dunkel wurde), da scheint sich das Jedermannsrecht beruhigend auf die Psyche ausgewirkt zu haben - in D träume ich auch immer wieder, entdeckt zu werden, in N war das nie der Fall.