Beiträge von caficon

    Es ist zwar kein "Tool" in diesem Sinne, aber zur Vorbereitung auf diverse Wege könnte es sich auch lohnen, mal auf dem Blog unseres geschätzten Mitgliedes kantoreck vorbeizugucken. Er hat einiges an Wegen - und es sind viele! - die er selber im Laufe der Jahre gelaufen ist, mit POIs, Tracks und so aufbereitet. Ich habe mir gerade einen Weg, den ich selber gegangen bin, durchgelesen - wunderbar!

    (Natürlich sollte man gucken, wie alt der Bericht ist und ggf. Einkaufsmöglichkeiten, gastlichen Stätten und Bahnverbindungen noch mal nachrecherchieren.)

    Um warme Füße zu bekommen braucht es wirklich kein kochendes Wasser. Das soll man ja noch nicht einmal in "echte" Wärmflaschen füllen. Heißes Wasser reicht vollkommen aus - und das kommt bei mir in die jeweils neueste Platypus-Literflasche.

    Bei kochendem Wasser hätte ich erstens Angst, mich selber zu verbrühen, und zweitens, dass die Kunstfaser-Schlafsackmaterialien unter der Hitze leiden.

    Vielleicht ein bisschen OT, aber wem hier in der Diskussion ist eigentlich klar, dass auch unser Forum von einem Verein betrieben wird?

    Und hier im Forum: Wir machen hier in unserem lockeren Forenbetrieb genau das, was in den Staaten immer wieder als „give back to the trail“ bezeichnet wird. Das Forum lebt vom Helfen und Mitmachen.

    Ob Wandervereine nun noch zeitgemäß sind - wer sonst sollte die Hütten / Hohen Häuser betreiben, im Sinne von Wanderern lobbyieren - und sei es auf kommunaler Ebene - oder die ehrenamtliche Arbeit im Gelände übernehmen? Gerade am Wochenende bei Brandenburg den eigentlich wirklich schönen Grägertweg ca12 km von Kirchmöser nach Brandenburg spaziert - da scheint sich niemand mehr verantwortlich zu fühlen. Da bräuchte es zivilgesellschaftliches Engagement, wenn es die Gemeinde nicht mehr interessiert.

    Zur Frage, ob heute noch Wegmarkierungen sinnvoll sind, wo man doch alles auf dem Phone hat: Ja, im Sinne des Naturschutzes finde ich schon. Je besser ein Weg markiert und je besser er gebaut ist, desto mehr Leute benutzen ihn auch und rennen nicht überall durch. Das kommt allen zugute: denen, die dann auf den Wegen unterwegs sind, weil das Angebot stimmt, den Tieren - und auch denjenigen von uns, die auch mal bewusst abseits von touristischer Infrastruktur unterwegs sind.

    ich habe hervorragende Erfahrungen mit Knöchelbandagen in Kombi mit normalen Trailrunnern gemacht.

    Super interessanter Gedanke. :)

    Ich befürchte aber, dass mir dann ein wenig Schutz vor Stößen o.ä. fehlen könnte, da ich in Blockfeldern leider ab und zu abrutsche:/

    Du meinst so fies an den Knöcheln, oder? Vor langer Zeit hat mal jemand im Blauen den Tipp gegeben, die Knöchel mit Blasienfolie abzupolstern, einfach unter die Socken.

    Ich stell es mir nicht superbequem vor, aber muss man ja nicht die ganze Zeit tragen, sondern nur bei den entsprechenden Abschnitten.

    Bandagen: Ich finde mittlerweile diese selbsthaftenden Bandagen klasse.

    Zum Beispiel hier

    Ein entsprechendes US-Produkt hat mir diesen Sommer sehr geholfen, als ich mir mal wieder den einen Knöchel etwas verdreht hatte. Eine Woche jeden Tag abends abwickeln und morgens wieder anlegen hat die locker (ohne stinken) mitgemacht, länger hab ich sie nicht benutzt, verrutscht nicht, trägt kaum auf.

    Meiner ist genau der von dir Verlinkte von cocoon, (Rechteck,Seide ripstop). Ich verwende ihn immer als Innensack.
    Ich bilde mir zumindest ein, dass Ripstop tatsächlich länger hält. Ist aber auch kein Ewigkeitsmaterial.
    Rechteck hat etwas mehr für "Unterm-Kopf"; das dürfte im Massenlager sicher angenehm sein (ich habe das abgeschnitten, weil ich es im Zelt nicht brauche).
    Rechteck hat viel mehr Beinfreiheit -> man kann den einen Fuß zum Wärmen in die Kniekehle legen, wozu die Mumie zu eng ist.

    Ich verschleiße einen Sack in 3 Jahren. Irgendwann reißt das Material neben den Nähten. Dann sofort mit Stoffpflaster (Leukoplast, zumindest das braune Hansaplast funktioniert aber auch) vor Weiterreißen schützen, und es hält noch ein paar Wäschen / mehrere Wochen Dauernutzung... wird, wenn es erst einmal dünn geworden ist, halt immer mehr Leukoplast.
    Pflege: eigentlich Hand- oder Schonwäsche - ich wasche es im Wäschesack, bzw. unterwegs im wasserdurchlässigen Schlafsack-Kompressionssack mit den anderen Wandersachen. Bei Handwäsche: wirklich nicht auswringen!

    Ach ja: Das Schild unbedingt vorsichtig rausschneiden, dabei aufpassen, dass nichts übrigbleibt an Ecken oder harten Kanten - die reiben oft das erste Loch. Die beiden Klett-Teile habe ich aus dem gleichen Grund ebenfalls rausgetrennt. Außerdem verträgt sich Klett nicht mit Alpha.

    Probiere es doch mal ganz anders - mit "Mehrzonenmatratze plus Seitenschläferkissen"

    Ich bin auch Seitenschläferin. Ich habe je nach Jahreszeit eine nahezu beliebige Schaumstoffmatte oder eine meiner TAR Prolites (also so eine selbstaufblasende, etwa 2cm dick) und ein aufgepustetes Kopfkissen und schlafe darauf bis zu 10 Stunden und wache ohne Rücken-, Schulter oder Hüftprobleme auf. Und mein Rücken hat schon ein paar Jährchen gebuckelt! Jetzt zu meiner Methode:

    Mit etwas Glück und Geschick bei Zeltplatzwahl und Zeltaufbau habe ich ungefähr in der Mitte eine kaum wahrnehmbare Kuhle - 1cm tief reicht. Da kommt die Hüfte hin - und schon ist die Taille abgestützt. Wenn das nicht klappt, lege ich irgendwas unter die Isomatte auf Taillenhöhe - z.B. die Tagessocken. Das ist die Mehrzonenmatratze. Oder das Mehrzonenlattenrost.
    Und nun Methode Seitenschläferkissen: Unter dem oberen Arm habe ich meinen Schlafsackbeutel mit den Tagesklamotten (immer ohne die Socken) - so wie Kinder den Teddy haben - das nimmt Gewicht von der unteren Schulter. Unter dem oberen angewinkelten Bein liegt ggf. auch noch irgendetwas, was übrig ist, das entlastet die Hüfte.

    Ja, wenn ich mich umdrehe in der Nacht, muss ich den "Teddy" mitnehmen. Aber ich liege so gemütlich und bequem, dass ich das das in den meisten Nächten nur so 1-2mal bewusst tue. Und da muss ich unter Umständen sowieso mal raus.

    Futter rund um den Rumpf im Alphahoodie - ich glaube, da braucht man einen dehnbaren Stoff. Du musst es ja über die Schultern bekommen und dann auch noch die Arme rausziehen können. Und am Morgen über den Kopf ausziehen, ohne im UL-Shelter alles Kondens abzustreifen. Probier mal mit einem zu großen Hemd, wie weit es geschnitten sein muss, damit das klappt.

    ich würde dafür wahrscheinlich einfach mein Merinohemd drunterziehen - das funkt so schön, wenn man eine Schicht nach der anderen auszieht:)

    Wenn man irgendwo das "echte" Leukotape findet: Das klebt wirklich klasse, aber es gibt wohl relativ häufig allergische Hautreaktionen - also vorher mal ausprobieren, ob die eigene Haut was dagegen hat - am Fußrücken ist die Haut oft empfindlicher als an der Sohle.
    Ich finde, das entsprechende Hansaplast - Fixierpflaster klebt nicht so gut, und ihm fehlt die Diagonal-Dehnbarkeit, die das echte Leuko hat.
    Kinesio-Tape wiederum ist diagonal-dehnbar, geht gut in trockenen Schuhen und Strümpfen - bei mir hat es sich bei Nässe abgelöst.

    Ich verstehe das nicht:
    Wir nutzen doch schon immer die die verschiedenen Layer, und das (seit ein paar Jahren) "neue" ist doch nur, dass der "second layer", von manchen vielleicht auch auf der bloßen Haut getragen, jetzt häufig aus Alpha besteht.

    Der Vorteil von Alpha-Pullis besteht doch gerade in dem weiten Temperaturbereich, den sie abdecken - je nachdem, ob man sie allein oder mit Windjacke verwendet.
    Warum sich dieses Vorteils berauben dadurch, dass das Alpha mit der winddichten Außenschicht vernäht ist, derray ?
    Oder sich die Möglichkeit des üblichen Dual-Use als Tags-Isolation und als Nachts-Isolation zu nehmen, indem ich einen Nacht-First-Layer reinnähe? Nimmst du dann für Tagsüber einen zweiten Pulli mit?

    Zu Hosen kann ich nichts sagen - aber Innenoberschenkelhaut und Alpha - mich schaudert es allein bei der Vorstellung!

    dermuthige
    Monofil ist doch nicht elastisch, sodass es - vernäht mit dem Alpha - dessen Dehnung beim Anziehen nicht mitmacht. Wie willst du das dann vernünftig anziehen?

    Welchen Sinn siehst du darin, das Material für zwischen-Haut-und-Alpha mit dem Alpha zu vernähen, anstatt wie sonst auch First und Second Layer einfach übereinanderzuziehen?

    Oder mache ich gerade einen Denkfehler?