Beiträge von janphilip

    Danke schonmal für eure Hilfe und Erfahrungen. Ich bin da einfach im Moment noch etwas lost bei der Menge an Möglichkeiten

    Empfehlung von mir: Kleines Kind und Frau dabei => 100 %tig mit Inner!!

    Ich kenne selber alle Konstellationen: Alleine, zu zweit, zu zweit mit Kind, alleine mit Kind. Ich gehe nur alleine ohne Inner und auch dann nicht überall.

    Zum X-Mid: Ich kenne kein UL-Zelt welches vom Preis-Leistungs Verhältnis besser ist. Ich mag das Zelt sehr und war mit ihm schon mehrmals länger auch oberhalb der Baumgrenze unterwegs. Bei Wind drückt es die Seiten zusammen wie bei jedem A-Frame Style Zelt aber solange die Heringe halten hat man viel Platz, auch zum Kochen, um auch längere Stürme abzuwettern.

    Alles oberhalb von 60°N oder Wintertouren nur mit "richtigem" Zelt. Also kein UL-Zelt.

    Feedback erwünscht:

    1. Wie findet ihr die Usability der Seite? Feedback dazu gerne per DM, wird für die anderen hier nicht ganz so spannend sein
    2. Macht es Sinn, hierfür einen neuen Thread aufzumachen, um die Feedback-Aktion sauber von der finalen Version zu trennen? Ich will das Forum nicht mit Werbung zuspammen, dachte aber, nach der langen Wartezeit schulde ich euch ein Update.

    Ich bin gespannt auf eure Meinung!

    Beste Grüße

    Da du aktiv nach Feedback fragst und ehrliches Feedback von mir gewohnt bist... ;)

    • Die Seite finde ich deutlich weniger schaurig als du sie darstellst bzw. dein Partner sie empfindet. Ich finde sie super performant und strukturiert und das Design sehr ansprechend. Hat mich sofort gereizt bis ganz nach unten durchzulesen.:thumbup:
    • Vom Inhalt her würde ich sie noch mal deutlich überarbeiten. Das was ihr als Material wissenschaftlichen Erklärungen abgebt ist teilweise irreführend formuliert und in anderen Teilen schlichtweg falsch. Da würde ich an eurer Stelle noch mal nachbessern:


    "Durch die homogene Anordnung der Polymerketten (Metallocene) senken wir die Dichte massiv, ohne die mechanische Integrität aufzugeben."

    • Stimmt nicht. Durch die engere Molmassenverteilung wird die Kristallinität erhöht was die Dichte erhöht.
    • Der Dichtevorteil, den ihr bewerbt, resultiert daraus, dass ihr die Materialien bezogen auf das gleiche E-Modul sortiert.


    "Klartext / Das Kettenhemd Prinzip"

    • An dem Text ist so gut wie alles falsch oder irreführend.
    • Die kurzen Ketten brechen mit Sicherheit nicht. Eine kovalente Bindung spaltet man nicht mit irdischen mechanischen Kräften.
    • Das Kettenhemdprinzip impliziert a) ringförmige Moleküle b) eine Verbindung zwischen den Molekülen. Beides habt ihr ja genau nicht im mPE!


    "Deep Tech 

    Mechanische Last konzentriert sich punktuell auf die kurzen Ketten, die früh versagen."

    • Quatsch, was soll an den kurzen Ketten versagen? Siehe oben.
    • Die Kristallinität sinkt durch häufigere Verzweigungen und/oder einer breiteren Molmassenverteilung. Dadurch sinken die Van-der-Waals Kräfte und dadurch ist die mechanische Festigkeit geringer.


    "Das Material wird spröde oder reißt unter Belastung."

    • Falschherum. PE mit hohem amorphen Anteil ist schlagzäher. mPE mit hoher Kristallinität weist eine geringere Schlagzähigkeit auf (der Volksmund bezeichnet das als "spröde".)


    "Bei Zugbelastung verteilt sich die Energie gleichmäßig über das gesamte molekulare Gefüge."

    •  Ist nicht unbedingt falsch aber auch irgendwie nicht richtig.
    • Diese Formulierung würde ich nutzen um den höheren E-Modul bei weit verzweigten PE Typen zu erklären aber gerade nicht bei hoch-kristallinen Typen.
    • Ich würde da zum Beispiel eher das Bild eines Floßes heranziehen welches entweder aus geraden, geschälten Baumstämmen oder aus Baumstämmen mit noch vorhanden Ästen zusammengebunden wurde. (Ist auch nicht das beste Bild aber ein bessere fällt mir gerade nicht ein. ;)


    Bitte als konstruktive Kritik verstehen!

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihr von eurem Partner dazu wirklich alle Infos bekommt denn damit würde er seine Geschäftsgeheimnisse verraten. Wenn er sie selber überhaupt kennt... Polymerisiert der selber? Wahrscheinlich kauft er zu und schäumt dann oder? Von daher wird es wahrscheinlich schwierig die Vorteile eures Materials wirklich im Detail und chemisch korrekt darzustellen. Konzentriert euch auf generelle Hinweise was mPE von PE (insb. PE_LLD) unterscheidet und belasst es dabei. Das wäre meine Empfehlung wenn du mich nach Feedback zur Homepage fragst. :*

    Generell finde ich den Elan den ihr in das Projekt steckt bemerkenswert und freue mich über eurer Innovationskraft und das tolle Material das ihr da gefunden habt! :thumbup:

    janphilip Das überrascht mich sehr, ehrlich gesagt. Niedrigerer Aufbau ist schon einleuchtend, aber von der Konstruktion ist es ja ein klassisches Firstzelt a la Duplex/Triplex/Lunar Duo... mit meinem Triplex (liebevoll Segelbert genannt) würde ich nur ungern in alles über Bf 4 geraten. Aber wie mir im Ramen dieses Threads klar geworden ist, überschätze ich ggf. einfach die Windstabilität größerer Mids. Danke fürs Fragen (hoffe nicht extra meinetwegen=O) und teilen!

    :) Keine Sorge, ich hatte das Guardian im Fokus als ich nach meinem Mid gesucht habe und hatte damals viel Kontakt mit Seak Outside. Es wäre auch fast das Guardian geworden...

    Ich würde die Guardian Konstruktion nicht als Firstzelt sehen sondern eher als eine double-Mid Konstruktion. Es ist von den Nähten und Abspannungen her quasi wie zwei niedrige Mids die man aneinander genäht hat. Das macht es dann auch ziemlich stabil.

    Ich habe gerade das Ultamid 2 auf Schnee aufgebaut. Mit EXPED Downmat und Western Mountaineering Puma hat man bei 2 Personen Nutzung sowohl an Kopf- und Fußende, als auch an der von der „Mittel-Stange-abgewandten-Seite“ durchgehend Kontakt mit dem AZ. Es ist immer wieder krass zu sehen, wie fett richtige Wintersäcke bauen.


    Edit: Und das mit dem Puma meiner Freundin für <180 Personen.

    Im Winter würde ich immer gucken ein 4P Mid für 2P zu bekommen. Selbst wenn man die Fußbox mit ner Jacke oder so vor Kondens schützt werden die Füße bei mir trotzdem immer kalt weil man die Isolierung am Zelt platt drückt...

    Ist das jetzt in deinen Augen viel oder wenig?8o

    Mein Duplexclon hat 1,2m Alu Stangen mit 10 mm DM. Dem traue ich einiges zu. Würde ich damit nach Island? Nö. Trotzdem sind das in meinen Augen bombenfeste Stäbe.

    Bei meinem original Tarptent hatte ich 8 mm Alu bei 90 cm Länge. Auch das war IMHO völlig ausreichend für Nordschweden. Da war aber das Zelt halt winzig und hat dementsprechend wenig Angriffsfläche geboten.

    Das leichteste was ich mal gemacht habe war 6 mm Carbon mit Aussenhüllen. Die waren glaube ich 1m lang. Das war gefühlt nur was für Schönwetter.

    Roger Caffin nimmt ebenfalls 6 mm Pfeilschäfte aus Carbon, allerdings nicht im Trekkinstockzeltmodus, sondern für Tunnelzelte und die können wohl einiges ab.

    Ich glaube auch dass es Sinn macht die Dimensionierung des Stabes und der des Gewebes und der Nähte aufeinander abzustimmen. Bei allem was irgendwie Tipi mäßig ist kommt ja auf die First Nähte ein enormer Druck wenn es richtig windet. Was hilft es wenn die Stange nachher ganz ist aber der First gerissen ist?

    Ich finde die Kombination aus Trekking Stock und Zeltstange immer noch am besten. Da hat man gleich einen probaten Schutz vor verstauchtem Fuß dabei und als Zeltstange ist er dann auch mehr als stabil genug.

    Entschuldigt bitte die späte Antwort, wie immer um Weihnachten gehts gerade drunter und drüber...

    janphilip Danke für die Korrektur (ist übernommen) und für den Hinweis zum Guardian. Hatte mir das angeguckt aber aus der Auswahl gekegelt, da mir das eingeschnittene Firstdach und die vermutlich geringere Windstabilität nicht so zugesagt hat. auch das Inner ist an den Enden recht schmal (119cm). Dennoch Danke für den Tipp und auch die Einschätzung zum Supermid:)

    Ich hatte bei Seek Outside angefragt bezüglich der Windstabilität des Guardian. Dort schätzt man sie höher ein als beim Cimarron. Begründung: Aufbau nicht so hoch, mehr Stoff dicht am Boden wo die Windgeschwindigkeit deutlich niedriger ist. Eine Argumentation der ich folgenden kann.

    Wenn du viel Platz im Innenzelt und einen regensicheren Eingang wünscht dann guck vielleicht noch mal beim Seak Outside Guardian. Gibt es als Hot Tent Bundle und erfüllt dann alle deine Wünsche. Mit dem 2 Stangen Setup kommt es deinen Wünschen nach der Innenraumaufteilung glaube ich besser nach als ein 1-Stangen Mid. Der Stoff von Seak Outside ist stabil und das Guardian hat keine Zipper die kaputt gehen können.

    Kleine Korrektur zu deiner Liste oben. Das MLD Supermid ist SilNylon. Der Zipper ist ein YKK #8. Ich habe das Zelt und bin von der Stabilität mehr als überzeugt. Aber hat halt keine Ofenvorrrichtung und es regnet ins Full Inner von daher ist es für deine Anforderungen nicht wirklich der beste Kandidat.

    Ich schicke mal den Link hier rein:

    Simond Sprint 2p

    Wir dürfen gespannt sein! Wenn Simond das zu Simond-Preisen verkauft (spekulationen aktuell: Zwischen 500-600 EUR), dann wird das ein echtes Brett für die kleineren Hersteller. 635g all in und 510g für den Zeltkörper ist, für den Massenmarkt und auch für uns UL-Freunde, eine wirkliche Ansage. Ich bin gespannt!

    Windtunnel getestet. Das gefällt mir sehr. Da steht doch schon ein Preis in dem einen Bild oder? 690€ (incl. tax).

    Das Problem mit dem Akku Tausch hab ich jetzt, die Möglichkeiten sind für 80€ einen Ersatzakku kaufen und selber machen, oder es für 150€ an eine Firma in GB senden die das verbauen und noch ein paar zusätzliche Tests machen. Bin da selber noch am rätseln. (Und suchen, ob es z.b. noch Anbieter in der EU gibt die den Akku Tausch machen)

    Wo hast du gekauft? Ich bei SVB und die machen den Batteriewechsel zwar nicht selber aber man kann den PLB trotzdem dorthin schicken und sie kümmern sich. Bisschen Preise vergleichen ist bestimmt nicht schlecht.

    Zitat

    Antwort vom SVB Kundenservice

    Sven W.| 19.10.2022

    Hallo, wir sind für solche Arbeiten leider nicht zertifiziert. Arbeiten aber eng mit zertifizierten Betrieben zusammen. Gerne können Sie Ihre PLB1 so über uns einschicken lassen. Kontaktieren Sie uns gerne direkt für das weitere Vorgehen. Ihr SVB-Team.

    Bei on-Yacht gibt es auch den entsprechenden Wechselservice: Ocean Signal Batteriewechsel & Wartung vom zertifizierten Service

    Gibt bestimmt noch mehr, die beiden hatte ich noch im Kopf....


    Hast du irgendwo eine Anleitung zum Selbermachen?

    Da man über den Selbsttest hinterher alles testen kann würde ich da keine Bauchschmerzen mit haben...

    PLBs haben ja auch einen deutlich anderen Zweck, primär für die See- und Luftnotrettung entwickelt und eben nur für den (harten) Notfallgebrauch. Kein Rückkanal, um bei kleineren Zwischenfällen spezifische Hilfe anzufordern.

    InReach ist ein Zweiwege-Kommunikationsgerät mit vielen Komfortfunktionen und auch der Notrufmöglichkeit.

    Zu den Preisen: PLB zahlst Du alles auf einmal mit dem Gerätekauf für die Gerätelebensdauer. InReach den Gerätepreis (und die gibt es auch gebraucht deutlich günstiger) plus die monatliche/jährliche Service Fee, je nachdem, was Du willst. Insofern ist ein Vergleich schwierig. Genügt die PLB-Funktionalität und wird diese intensiv genutzt, sind PLBs bezüglich TCO über die 5-7-jährige Nutzungsdauer günstiger.

    Ich habe im blauen Forum vor einigen Jahren einen längeren Post über die Vor- und Nachteile eines PLB vs. InReach o.ä. verfasst.

    Da geht beim Marketing der InReach artigen Geräte leider viel unter was unter Umständen wichtig sein könnte. Ich weiß gar nicht wie wir das hier handhaben aber da ich wenig Lust habe alles noch mal zu schreiben kopiere ich meinen Beitrag mal:

    Das in beiden Designs die Poles quer zum Grunddesign stehen ist auch alles.

    Aber genau dieses Design beeinflusst nun mal maßgeblich den Schnitt. Da das X-Mid für diesen Schnitt nun mal den quasi Standard bildet nennt man es als Referenz. Das tue ich für meinen Teil völlig wertungsfrei.

    Ich verstehe auch die Aufregung nicht wenn man das X-Mid als Referenz nennt. Ich finde es schade, dass das allgemeine Phänomen der aufgeheizten Lagerbildung, welche dieser Zeit überall stärker wird, nun auch Einzug in die Outdoor Gemeinde hält.

    Ich sehe schon auch die Parallelen zum X-Mid.

    Und wenn ich mir angucke was mein X-Mid im Wind macht dann sieht das Protrek irgendwie nicht so aus als wenn es besonders viel davon vertragen könnte und drinnen noch bewohnbar bleibt. Beim X-Mid werden die großen Seitenflächen schon hart eingedrückt wenn es stärker weht aber dort fällt es nicht so sehr auf weil es eher quadratisch ist. Beim Protrek sieht es für mich so aus als wenn sich dann ein fast senkrechtes Segel bildet wenn der Wind von der Seite kommt. Kann mir nicht vorstellen, dass das stabil bleibt...

    Ich würde auch das 9.3 Aluminium wählen. Das ist steifer als das Syclone und damit windstabiler.

    Der Unterschied zwischen Syclone und Alu ist folgender:

    Alu ist steifer und verbiegt wenn der Wind das Zelt platt drückt.

    Syclone ist weniger steif, das Zelt wird also früher platt gedrückt. Dafür verbiegt Syclone nicht sondern stellt sich danach wieder auf.

    Mich hat es bisher aber nie gestört wenn das Gestänge verbiegt. Man kann es vorsichtig wieder halbwegs gerade biegen und nach der Tour ersetzen. Passiert halt auch echt nur wenn es richtig stürmt...

    Moin, welche Zeltstangen würdet ihr empfehlen bzw. habt ihr genommen? Und warum?

    DAC NFL 9.3 Aluminum arch pole: 190 g + DAC NFL 8.7 aluminum top strut: 31 g = 221 g total
    Easton® Syclone arch pole: 204 g + Easton® 3.9 Carbon fiber top strut: 24 g = 228 g total
    Easton® 3.9 Carbon fiber arch pole: 129 g + Easton® 3.9 Carbon fiber top strut: 24 g = 152 g total

    Danke!

    Hier gibt es ein bisschen Info zu den Gestängen:

    Buyer's Guide - Tarptent

    Möglich, vielleicht aber auch nicht.

    Den Unterschied der R-Werte und Widersprüchlichkeit der angegebenen Gewichte erklärt das aber nicht.

    Und Reviews... Wer da den Unterschied zwischen R=7,2 und entsprechenden Abweichungen mit dem Popometer erspürt - oder überhaupt schon bei Temperaturen damit draußen war, bei denen das spürbar gewesen sein könnte...

    Ich hab jetzt noch mal geguckt was du genau meinst. Ich würde nicht bei AliExpress gucken sondern auf der original HP. (Lighttour R Value Camping Sleeping Pad – Light Tour).

    Und man muss zwischen der double und single chamber unterscheiden. Die doppelseitige wird ja auch zwei Ventile haben usw...

    Auf der HP finden sich folgende Werte:

    Doppelt R 7,0 195*62*8 cm = 630 g

    Einfach R 7,5 200*64*10 cm = 650 g

    Klingt für mich erstmal plausible.

    Dass das pinke Modell mit größeren Maßen und höherem R-Wert leichter sein soll, als das silberne ist zumindest schon mal mäßig vertrauenserweckend...

    Und unter den beiden Marken hat die Matte dann auch noch verschiedene Gewichte und R-Werte - so viel können die verschiedenen Logo Aufdrucke dabei doch gar nicht ausmachen? :D

    Naja der Test-Report sieht schon glaubwürdig aus und die Dinger werden auf camperlists.com vertrieben und haben dort ziemlich viele glaubwürdig aussehende Reviews....

    Das TFS "Saga" nimmt Formen an. Leichte Materialien, aber "ultraleicht" nur bei anspruchsvollen Touren.

    Das Video gibt Einblick in die Konstruktion des Zelts und ein paar Verarbeitungstipps/Reißtests.

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    Das dürfte dann halten was das X-Dome verspricht. Entschuldigung, ich konnte mir den Seitenhieb nicht verkneifen 😜😂

    Er ist übrigens 1,80 Meter groß sagte er mal in einem anderen Video.

    Die Nachspannung für die Trekkingstöcke finde ich eine super Idee. Dadurch sollte sich die Stabilität noch mal deutlich erhöhen.

    Das ganze als echtes 2 Personen Zelt würde mich interessieren.

    Allerdings sind die TFS Zelte meistens ziemlich kurz so wie ich das in Erinnerung habe..

    Ich bin seit vielen Jahren in der chemischen Kunstoffindustrie tätig und habe zu dem Thema eine ganz klare Meinung:

    Die Industrienationen sind längst an einem Punkt angekommen an dem wir 90% der Kunstoffprodukte durch umweltverträgliche Materialien ersetzen könnten. Wir müssen es als Gesellschaft "nur" wollen und dann auch einfordern von Politik und Industrie.

    Ein kurzer Exkurs der bei dem Thema wichtig ist.

    Man unterscheidet bei Polymeren zwei Eigenschaften:

    • Biologisch abbaubar oder nicht.
    • Aus nachwachsenden Rohstoffen oder nicht.

    Beide Eigenschaften können auch kombiniert werden. Es gibt also 4 Gruppen von Kunstoffen:

    • Biologisch nicht abbaubar und aus fossilen Rohstoffen. (Derzeitiger Standard für fast alle Kunstoffprodukte.)
    • Biologisch abbaubar aber aus fossilen Rohstoffen.
    • Biologisch nicht abbaubar aber aus nachwachsenden Rohstoffen.
    • Biologisch abbaubar und aus nachwachsenden Rohstoffen.

    Mein Vorschlag wäre ein Gesetz welches, nach einer kurzen Übergangsfrist, das in Verkehr bringen von Einmalartikeln, mit einer erwarteten Lebensdauer von unter einem Jahr, nur dann erlaubt wenn sie biologisch abbaubar sind.

    In einem zweiten Schritt, etwa 5 Jahre später, könnte man dann weiter gehen und für diese Produktgruppe auch die Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen festschreiben. Das hat dann aber eher Klimaschutzgründe und nicht mehr primär den Umweltschutz im Fokus.

    Das gleiche könnte man für die Textil Industrie anstreben wobei dort evtl. längere Übergangsfristen nötig sind.

    Um das Ausmaß der Verpackungsmisere nochmal zu verdeutlichen: Eine "Folie" wie sie zum Beispiel über der Wurstverpackung verwendet wird hat teilweise 11 verschiedene Schichten aus verschiedenen Polymeren die als ein Verbundwerkstoff zusammenfügt sind. Das lässt sich nie alles auftrennen.

    Der gelbe Sack wird in Deutschland nur zu etwa 50% recycelt. Der Rest geht als hoch-kalorie Fraktion in die Kraftwerke.

    Generell sind alle Verbundwerkstoffe prinzipiell ganz großer Mist für jeden Recyclinggedanken.

    Um ein paar Beispiele zu nennen: Reifen, Verpackungsfolie, CFK, GFK (großes Problem der Windkraft), Dyneema, Silnylon etc. pp.