Beiträge von nach 3 tagen wieder da

    Ich benutze diese hier: .tw/shop/mountainfun/product/06suzn01c/ (rakuten.com vors tw), ohne "static" und "zion" dazu. Wiegt tatsächlich nur die dort angegebenen 337 Gr., 20 D. Besser als alle selbstaufblasenden und besser als Neoair. Wenn man sie nicht zu stark aufbläst.

    Gut an der Konstruktion ist auch, dass der äussere Wulst sich hochstellt (hochklappt), wenn ich nachts gegen die Mittelstange rutsche.

    m.E gibts die leider seit Jahren nicht mehr.

    OT: Mit 0,5 cm Schaummatte und dem <500 Gr SchlaSa komme ich grundsätzlich auch klar bis knapp unter Null, solange ich ein Kopfkissen habe. Aber ich kriege die jedesmal nicht vernünftig ungeschnitten in den Rucksack (KS 50). Ungeschnitten und im Rucksack sind aber meine Bedingungen. War auch jetzt bei meiner kleinen Oktobertour wieder ein Drama nächtlichen Packens. Matte 1,90 x 50 zurechtgeschnitten und in den Rucksack gepresst = doof. Mehrmals. Als meine Freundin schon zur S-Bahn drängelte, den 800 Gr schweren Crux gegriffen ("da können dann auch alle Lebensmittel rein, die wir für zuhause kaufen"), die Klymit und alles reingeschmissen und los. Natürlich hatten wir auf dem Rückweg dann so ne Supermarkt-Riesentasche dabei. - Man sieht: Lernprozesse bei mir sehr langsam. Obwohl 2019 2 Teile geschnitten völlig ok war.

    Morgens nur kleinste Portion Tee

    und vorletzter Blick zurück auf die ca. 10 Minuten Gehzeit, die wir seit gestern Mittag bewältigt haben.

    Auch das Materhorn ist noch da. Edit: der Tippfehler bleibt.

    Monte Mars sieht morgens viel freundlicher aus.

    Sich etwas in die Länge ziehender Hatsch den Hang lang, in den die Sonne voll reinknallt, so dass sich Oktober anfühlt wie mindestens noch Anfang September.

    Das Haus da dann endlich als nicht abgerissene Seilbahnstation erkennbar, die Masten stehen auf der anderen Seite auch noch teilweise und Passhöhe, Blick auf

    weitere, auch nicht mehr ganz frische Seilbahnstation, Liftstation, Rif. Rosazza unten drunter,

    Abstieg, Boulderfelsen "Dach der Pisse" am ausgebauten Forstweg und

    Monumentalbau im Wald, riesiger, sich immer weiter in die Länge ziehender, beeindruckender Komplex mit unserem dritten Heiligenberg, am ersten in Orta San Giulio waren wir noch achtlos vorbeigelaufen

    so um die 10 Restaurants in den Wallfahrtskomplex Oropa integriert, alte Basilika

    mit schwarzer Madonna und eine Ausstellung über den jüngsten Heiligen, einen Bergsteiger,

    dessen Namen ich noch nicht kenne, als ich mich frage, ob das die Ausschilderung zum Speisesaal sei. Preiswerter Hotelbetrieb, Picnic-Area am Wanderweg mit edit: Biwakierverbot!, botanischer Garten, wir bleiben, aber der Garten ist off season geschlossen.

    Die Ausstellung über den jung verstorbenen Heiligen ist ausgesprochen gut (der Heilige hier mit Kappe).

    Und hier als Bergsteiger. Seelig und heilig gesprochen, weil er als reicher Erbe nicht das Zeitungsimperium des Vaters übernehmen wollte, sondern, womit er sich an der Uni schwertat, Bergbau-Ingenieur werden wollte, um "so" mit den Armen zu arbeiten, solidarisch zu sein. Hier in der Gegend seine Berge, vor 100 Jahren mit noch nicht mal Mitte 20 verstorben, zu seiner Beerdigung erschienen, überraschend für die nichtsahnende Familie, mehrere tausend Arbeiter:innen. Katholisch antifaschistisch, sowohl Vater als auch Sohn.

     

    In den Lanzo-Tälern war er selbstverständlich auch. Und es ist nicht nur das ganze Mindset völlig gegen den Trend 100 Jahre später, sondern auch eine Ausstellung über Einfachheit und Draussen-Sein. Greifbar = ergreifend. Auch für so verstockte Atheisten wie mich.

    Bis Ende der 1950er Jahre fuhr mal ne Strassenbah hier hoch. Schade, dass es sie nicht mehr gibt, wir laufen auf dem stillgelegten Schienenstrang bis nach Favaro und nehmen ab da den Bus.

    Bergarbeiter- und Bauernort. Die Mine Museum. Die Bar im Zentrum trägt den Namen der Kooperative des Ortes, von der sie betrieben wird, Cooperativa Favaro 1872, die Kirche steht unterhalb vom Ort (auf ihrem Gelände eine KiTa), zwei verbliebene soziale Orte des öffentlichen Raums. Und ÖPNV in die Stadt.

    Moin,

    wie rum stellt man ein "Nemo Hornet" in den Wind und wieviel Wind hält es? Im Vergleich mit dem Escapist Tarp von STS? Dem Rainbow von TT?

    Ich nehme ja an mit der schmaleren kurzen Seite, aber flattert dann nicht das AZ hoch?

    Was ist von dem Osmo-Material zu halten?

    Ich "brauche" noch ein leichtes Schönwetterzelt mit viel Platz für zwei für Radtouren und bin am Gucken...

    Moin, "Beleidigung oder nicht" ist die falsche Diskussion, finde ich.

    whr hat oben in #6 und #8 umfassend dargestellt, dass das Verständnis von Meinungsfreiheit in den USA verfassungsrechtlich weiter ist als in Europa.

    Die ist so weit verstanden, dass dort das, was hier unter den Straftatbestand der Volksverhetzung fällt bzw in Österreich unter Wiederbetätigung, geäussert werden darf. Mit Ausnahmen: Diffamierungen und (konkrete) Drohungen, rassistische Beleidigung am Arbeitsplatz etc.pp. sind strafbar und gegen diese und jene Äusserung kann man zivilrechtlich vorgehen, wenn diese persönlich gegen einen gerichtet ist. Wer sich selbst "meinungsstark" äussert, muss auch "meinungsstarke" Gegen-Äusserungen hinnehmen, ist dann wieder ein Grundsatz, der hier wie dort in Urteilen zu finden ist. Was Sixtus über Kirk schreibt, dürfte nach US-Rechtsverständnis zulässig sein, nach deutschem Rechtsverständnis grenzwertig, aber noch zulässig und weniger grenzwertig als die Propaganda, mit der Kirk "beruflich" unterwegs war. Zum Visums-Widerruf reicht die Äusserung, weil der für sie influencende Kirk von den herrschenden Autoritären zum Staatsheiligen erklärt wurde und demokratischer Opposition systematisch Staatsfeindschaft, Hochverrat und Terrorismus zugeschrieben werden und ebenso systematisch mit einer Politik der Drohungen und Diffamierungen gearbeitet wird, die u.a. durch die Abschiebebehörde ICE bar jeden rechtsstaatlichen Verständnisses ubiquitär inszeniert wird.

    Visums-Verweigerungen und -Widerrufe, die (z.B. und hier insbesondere) auf Zuschreibungen von Staatsfeindlichkeit beruhen, gab es, soweit wiederum "normal", auch lange vor Trump schon immer mal wieder (und selten). Sie sind -hier wie dort- einfach zu realisieren, stehen -hier wie dort- im Ermessen auch der Einreisekontrollbehörden und es gibt in der Situation der Einreiseverweigerung erstmal kein unmittelbar realisierbares Rechtsmittel. Unterschiede bestehen dabei aber z.B. hinsichtlich der Fragen, ob man wegen eines "Likes" dann im Knast bleibt, ob man in Abschiebehaft gerät und unter welchen Bedingungen, ob man abgeschoben wird und wohin oder ob man halt selbst zurückreist und ob man ein Verfahren auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Massnahme betreiben oder schlicht mit dem nächsten Visumsantrag erfolgreicher sein kann. Man sieht den Wert des Rechts und den Wert des Rechts auf visumsfreies Reisens. Zunehmend geringer werden die Unterschiede bei der Frage, auf welche von einreisenden Personen mitgeführten Daten mit welchen Mitteln bei Einreisekontrollen ggf. zugegriffen werden darf (was noch nicht heisst: wird). Existenz und Menschenrechte ("anständig behandelt zu werden"), sind prekärer geworden, insbesondere auch beim Reisen.

    Ab der 4. Ebene ab Tal (das letzte Bild im Post hier drüber), auf der wir gerade angekommen sind, werden die Blicke wieder interessanter: Alm Clarisey, knapp unter 2000, der See ausgetrocknet, Grasfläche. Man sieht zurück aufs 3. OG, obendrüber, ein paar Rippen dahinter, Monterosa.

    Den Pilz (drittletztes Foto vorhergehender Post) werden wir noch von oben sehen, als Zunge mit See und zwei weiteren Almhäusern.

    Wenig oberhalb der Alm gibts das letzte Wasser vorm Kamm, auf dem wir kurz lang wollen. Also ausgetrunken und aufgefüllt. Je ein 0,5 Fläschchen. Auf dem Kamm übernachten? Kurz drüber nachgedacht, eher nö, ist ja erst zwei und noch 5 Stunden hell, die Faltflaschen bleiben im Rucksack.

    Unspektakulärer, einfacher Weg auf die Passhöhe.

    Aber der Colle sehr schick.

    Monte Mucrone und Biella.

    ein einfacher Kamm,

    Blick zurück (gewesener See, Almhütte verdeckt).

    Hinhocken, gucken, Mittag. Geht in beide Richtungen weiter.

    Mal eben auf den Monte Mars geht nicht, stellen wir fest. Gelesen und auf der Karte gesehen hatten wir das schon.

    Dann geht auch schon das grosse Kino los, viertel nach vier. Wir nehmen Platz im Lichtspielhaus, für einen nicht mal besonders spektakulären Sonnenuntergang.

    Zwischendurch übers Blumenbeet gestolpert.

    19.30 in die Falle, Schlafen in Erwartung des Sonnenaufgangs.

    (kurz davor).

    Aber man sieht so viel mehr und weiter mit den Augen als ein Foto festhalten kann.

    Und weiter wollten wir ja auch.

    Mit dem letzten Bus von Kressenau kommen wir in Eischeme (Issime) an, wo die Königin auf dem Weg zu ihrem Schloss zwischenzuübernachten pflegte.

    Wir ersten Bus morgens bis Gressoney-La-Trinite (Staffal), volle touristische Infrastruktur, aber nicht nur die diversen Seilbahnen zu, sondern auch alle Bars.

    Ok, wir wollen aus bestimmten Gründen eh nur mal kurz Stück weiter rauf gucken gehen (links vom Foto) und dann mit dem nächsten Bus durchs ganze Tal, runter nach Pont (Pont-Saint-Martin), um durch Pont zu wandern.

    Pont, Piazza IV Novembre, die Brücke

    das Panorama

    und einer der schönsten Aussenbereiche einer Bar überhaupt.

    Stück weiter in die Stadt rein ne Treppe am Hang rauf

    Die 15 Höhenmeter sind in der Sonne schon ne Anstrengung

    Aber falsche Treppe und von unten neu gucken:

    Gärten

    ein Pilgerweg führt hier lang

    Aber die schöne Billig-Immobilie aus dem Internet steht noch 150 Meter höher, da wäre autofrei leben zu schwierig, selbst wenn wir das Geld hätten.

    Schon ok. So wie der alte Dorfkern von Gressoney-Saint-Jain und Gaby, Issime, Fontainemore.

                                       

    (Issime, statt aller vier).

    Nächsten Morgen Bus nach Fontainemore und wandern.

    In der Saison kann man sich einige hundert Höhenmeter durch den Trekkingbus sparen. Auf unserer Route bis zum (immerhin naturnahen) Freizeitpark Courmarial.


    Der Lyskamm gehört zur Monte-Rosa-Gruppe und ist so der Berg, den man im Rahmen einer Ausbildungstour einer DAV-Sektion sicher nicht begeht.

    Die wegen des Essens auf den Hütten sogenannte "Spaghetti-Tour" (ich glaub 12 Viertausender in einer Woche oder so) habe ich mal mitgemacht. Tatsächlich ist es eine Nudeln-mit-Tomatensosse-Runde.

    Am schwierigsten ist dabei der "Nasenweg" am Fuss des Lyskamm, weil es ein paar Meter steil hoch geht. Da oben war ich also mal und hatte mich fürs unten nicht interessiert.

    Im übrigen lief man durch weite weisse Landschaften

    und konnte den Grat zum Castor auch im Reiter:innensitz nehmen. (Wenn das denn mal der Grat zum Castor war, man weiss irgendwann nicht mehr, wenn mans nicht aufgeschrieben hat).

    Rechts oben auf dem Langen (Signalkuppe) müsste dann die Capanna Regina Margherita sein.

    Von deren Terrasse es so knapp 2,5 Km ziemlich senkrecht runtergeht nach Macugnaga. Auf dem Terrassengeländer zugekiffte spanische Punks am Rumturnen. Ich nach zu viel Wein noch raus zum Rauchen und den nächsten Tag ziemlich wackelig auf den Beinen. Ist, was mir in Erinnerung geblieben ist.

    Die Hütte kann man auch vom Rif. Pastore (Alagna) aus sehen. Mit Fernglas. Und von hier und da diese Tour.

    Das Stück hier ist glaub ich später mal abgebrochen und gehörte zum Standardweg von allen.

    Die Hütten alle zum Bersten voll und am stinken. (Das war ich. Eine Woche vorher angereist, um mangelnde Fitness durch gute Akklimatisierung auszugleichen. Aber keine Wechsel-Klamotten mitgenommen, weil das Gewicht vom Eiszeug ja schon drückt).

    Selbstverständlich hatte ich da noch keinen Fotoapparat. Aber die Fotos hier darf ich mal zeigen.

    Edit: oh. Ich bin ja mit drauf. Man konnte da eher schlecht aus dem Weg gehen.

    Paar Schritte weiter geht die GTA links ab, wir folgen dem SI.

    Auf der Passhöhe kann man sehr schön nach links und rechts weiter. Nordseitig ist trotz schönster Sonne auf 2300 der Restschnee noch hartgefroren.

    Wir hocken uns erstmal in eine windgeschützte Ecke und blicken zurück

    und vor

    Weit unten wartet die AVS-Hochburg

    Was das?

    Und oje.

    Erster Blick auf Gressoney (-Saint-Jean, Ortseingang). Von unten vielleicht weniger schlimm, aber auf keinen Fall bleiben wir da, so sehr im Flow sind wir noch nicht.

    Um die Ecke lernen wir, was wir vorher nicht gelesen haben. Dass wir im Lys-Tal sind:

    Die Bushaltestelle mit 6 usb-Steckdosen (Gr-Trinite dito). Laut aushängendem Fahrplan kommt kein Bus mehr, laut Internet schon.

    In der Bar ein Konzert, ne Elektro-Band und rappelvoll. Die Bushalte Treffpunkt für jung und etwas älter, Windschutz, Rauchen, Quatschen, Handy aufladen.

    Selbstverständlich kommt noch ein Bus und fährt das Tal runter.

    Varallo ist ein angenehmes Städtchen, viel lebendiger als erwartet. Die hohen Berge weiter rechts.

    Hier oben auf dem Hügel eine Basilika und 45 Kapellen mit ca. 800 Statuen aus dem späten 15. bis frühen 17. Jahrhundert. Der älteste und wahrscheinlich interessanteste der Sacri Monti. Oft genug hatte ich staunend vor Bildern von Hieronymus Bosch gestanden, aber wie konnte ich nur keine Vorstellung haben, dass es so etwas wie hier gibt?

    Die Bedeutsamkeit des Hingestellten hat auch eine Leichtigkeit.

    1486 fing hier jemand an, "Jerusalem" nachzubauen und es gibt weite Blicke beim Gehen zwischen den Bildfolgen.

    Hier ist er hingelegt, zu dem man kriechen kann

    oder andersherum durch eine Kapelle gehen kann. Diese erste 1492 fertiggestellt.

    Die Statuen mit den Wandbildern dahinter guckt man durch so Gucklöcher an.

    Je nachdem, von wo und wohin man guckt, sieht man andere Teile der sich wiederholenden Geschichten. Es ist wahnsinnig viel los, Perspektiven, Farben, Figuren.

    Es wird auch viel diskutiert, aber nicht von allen.

    Ständige Wiederholung führt zu "eigener" Erinnerung, denke ich mir. So ähnlich wie Tiktok. Viel langsamer, statisch. Aber körperlicher, weil man ja erst noch den steilen Berg hoch muss und oben von Bild zu Bild geht, sich recken und strecken muss beim gucken. Ich stelle mir vor: und in Gruppen den Berg hoch, betend, singend, Lasten tragend, auf Knien. Und dann dieses Feuerwerk an Eindrücken.

    Die Fahne wohl Erinnerung an die Kreuzzüge, 200 Jahre früher und früher. Man kann Wasser schöpfen.

    *


    Unten. Das Museum des Bastelns lassen wir aus, Bus und Alagna.

    (Pedomonte, Weiler hinter Alagna)

    Tageswanderung:

    nach 3 tagen wieder da
    3. Oktober 2025 um 19:30

    Der Camping ganz lauschig so leer. Die Platzwartin hat uns den Platz gezeigt, an dem morgens die Sonne zuerst durchkommt. Leider ist die Lampe die ganze Nacht an. Aber zum Carrefour nur 100 Meter.

    Col d Olen wäre von beiden Seiten Skigebiet. Wir entscheiden uns für die einfachsten Wege. Das ist hier der nach Riva Valdobbia und schon wieder ein Stück gta.

    Der Ort hat einen wunderschönen Platz mit Panorama, drei Seiten werden Samstagvormittag draussen von der Bar genutzt, alle Städter mit Ferienhaus im Ort anwesend, Wochenende.

    Der letzte Weiler im Tal vor uns

    und hinter uns. Vorm Haus macht ein Junge, vielleicht 15, 16 Jahre alt, sich fertig zur Jagd, Flinte, zwei dackelartige Hunde, etwa doppelt so gross, die ganze Familie um ihn rum am Wuseln, zwei Kleinkinder, Eltern, Hütehunde.

    Here we go.

    Plan Zero: selbstverständlich wieder Anfang Oktober Norditalien. "mal gucken".

    Plan 1: das erste Seitental vom Aostatal, absolute Hochburg der AVS bei den Europawahlen, über 20 %. Müssen wir angucken. Reisen nach Zahlen.

    Plan 2: Varallo (Valsesia), wegen der Reportage in der SZ.

    Plan 3: das ist ja ganz hinten die Fortsetzung der 4000er von der italienischen Seite (wenn man schon mal im oberen Anzascatal war). Yeah. Selbstverständlich nur von unten.

    Realisierung: nachts packen, ungeschlafen morgens losfahren. In Domodossola steigen wir um und rauschen am Val Grande vorbei.

    Erstmal ausschlafen und Ortasee angucken.

    Im Zug geklärt, dass wir nicht in Omegna loswandern, sondern gleich nach Alagna wollen. Allerdings über Varallo. Rome2Rio hat die wesentlichen Fahrpläne, aber nicht für alle Busse alle Tage vollständig. Auf der Fähre, die zum ÖPNV gehört, sind wir bis zur berühmten Insel San Giulio die einzigen Fahrgäste, Nebensaison und noch vorm Frühstück. Statt auf die Füsse achten wir auf die Hände.

    Auf der Anreise finden wir noch eine einsame Gasse im touristisch gut besuchten und naturalemente pittoresken Städtchen Orta San Giulio. Und den kleinen Bahnhof der oberen Ortschaft, an dem der nächste Zug erst in 2 Stunden ankommt, aber überraschenderweise ein Bus in die richtige Richtung, bevor wir in der Bar was bestellen können. Knappe 3 Stunden später laufen wir durchs nicht weit entfernte Varallo, wesentlich interessanter anzuschauende Kleinstadt und wissen noch nicht, dass der manifesteste Katholizismus der Gegenreformation auf dem Hügel wartet. Welterbe.

    Wandern kommt nach der Anreise.

    (...)

    Ich stelle mir das auch cool vor mal einen Weg über eine Zeit zu "pflegen".

    Ich auch. Wenn ich in den Bergen lebte, wäre ich da mit dabei. Auch Hütte aufräumen, Winterraum herrichten und solche Sachen, schleppen, hilfsarbeiten, umsichtig rumlaufen, Gedenkorte pflegen, Müll mitnehmen, Steine richten, Naturschutzschildchen hinstellen.

    Aber ich glaube das sollte man mit einer Motorsäge umgehen können, oder?

    Naja, das machen halt die Leute, die damit umgehen können. Eher die Waldarbeiter. Grundsätzlich reicht mit Farb-Eimerchen und Pinsel rumlaufen zu können, auch wenn schon etwas mehr ist. War ich mal 2 Tage mit dabei, mit Spitzhacke und Schaufel (als ein Freund in die Pyrenäen gezogen war, erst Tischler, dann Waldarbeiter, und immer am Wandern). Ansonsten hin und wieder mal so Gruppen von Freiwilligen gesehen.

    Die "Urlaubsvereine" können sich vor Mitgliedern nicht retten. Die Sektion Berlin des DAV hat ... 28.000 Mitglieder, zur Mitgliederversammlung kommen ... keine 100 (war letzten Mittwoch auch nicht da). Man kommt in die Hütten (war seit deutlich über 10 Jahren in keiner bewirtschafteten Hütte mehr). Mein letzter Ausbildungskurs war Anfang der 2000er, meine letzte Ausbildungstour 2008. Das Vereinsheftchen wird mal nebenher auf dem Klo schnell durchgeblättert und dort auch von Nicht-Mitgliedern gelesen. Bleibt die Versicherung, die ich in jahrzehntelanger Mitgliedschaft noch nie in Anspruch nehmen musste. Theoretisch und wahrscheinlich auch praktisch kann man in diesem Verein seinen Interessen nachgehen. Wenn man konkrete Interessen hat. Versuch scheiterte daran, dass das Vorstandsmitglied, dem ich als Ideenbeauftragter meines entsprechenden Antrags auf einer Mitgliederversammlung zugeordnet war, genauso wenig Zeit hatte wie ich. Wenn Zeit war, war Urlaubsabwesenheit (bei uns beiden). Es kam also nie zu einem Treffen, um zu besprechen, was wer wie wann. Ich wäre bereit gewesen, da Zeit und Urlaubszeit reinzustecken. Passiert - nicht weiter schlimm. Die Idee lebt weiter, eine andere, noch grössere Sektion arbeitet jetzt daran. Keine Ahnung, wie sehr. Um zum üblichen "Vereinsleben" beitragen zu können, steck ich nicht intensiv genug drin "in den Materien". Weil meine Zeiteinteilung anders geprägt ist. Wenn ich jeden Tag Wandern gehe und da Leute vom Verein treffe, kann ich auch noch was für den Verein machen. Wenn. Ansonsten: die Sektion tut was für die Inklusion von Menschen mit Behinderung. Es gibt mehrere Gruppen. Da habe ich mehrmals Leute hinempfohlen, die beruflich bei mir auftauchten und neu hier waren.

    Wofür der Verein gut ist: man könnte eine Gruppe gründen. Eine Weitwandergruppe zum Beispiel. Oder eine Biwakiergruppe. Also sich austauschen und organisieren (soweit also das, was hier passiert) und mit Briefkopf des Vereins versuchen, hier und da Zugänge zu organisieren. Jemand könnte eine Ausbildung als Wanderführer machen und hätte eine Wanderführerhaftpflichtversicherung vom Verein optimalerweise. Da steht dann leider schnell das Problem von mars_hikes im Weg: "Weitwanderer" machen ja mehr als nur Wandern. Jedenfalls vermutlich mehr Sachen, als ein ausgebildeter Nur-Wanderführer verantworten dürfte. Braucht man also eine Weitwanderausbilder-Ausbildung dafür, mindestens so ein bisschen ins Alpine rein vermutlich. Dafür kann man sich einsetzen. Zum Beispiel.

    Ich bin dann noch seit Ewigkeiten Mitglied in einem kleinen Wander- und Hüttenverein, der in den 2000ern eine kleine, traditionsreiche Wanderhütte für kleines Geld erworben hatte. Die wird seitdem Stück für Stück saniert, man bekam Anerkennung dadurch, dass Denkmalschutz gewährt wurde und macht Veranstaltungen zum Tag des Offenen Denkmals. Nur Übernachten geht weiterhin nicht und auch Zelten an der Hütte geht nicht ausser ca. einmal im Jahr zur besonderen Gelegenheit. Behördengestrüpp und rechtliches Gestrüpp. Der Verein wird getragen von den Leuten, die in der Nähe wohnen und da quasi täglich bzw. ziemlich jedes Wochenende vorbeikommen. Ich bin auf der Mailingliste und auch hier ein völlig passives, mit Sympathie beobachtendes Mitglied.

    Dann ist da noch ein Verein, der einen Jazzclub betreibt. Seit den 90ern. Ursprünglich war das kein Jazzclub, hätte aber trotzdem gut in die Helge-Schneider-Filme gepasst. Der Verein wird getragen von den wenigen, alle einige Jahre neuen sehr engagierten Leuten, die (ehrenamtlich) das Programm machen. Zur Mitgliederversammlung werden immer noch die Gründungsmitglieder mobilisiert, damit Beschlussfähigkeit erreicht wird. Da bin dann sogar ich wichtig. Was objektiv wichtig ist: ein offener Raum, Offenheit für neue Leute, die da was machen wollen. Und alle paar Jahre bin ich mal zu einem musikalischen oder Vortrags-Event im Club anwesend. Viel teure Technik aus Lottomitteln, grundsätzlich interessante Veranstaltungen und man kann den Raum auch für eigene oder private Veranstaltungen haben.

    Will sagen: wenn das Dein Ding ist, mach. Jedenfalls ist Ausprobieren besser als Nicht-Ausprobieren.

    FYI

    "Die Gefahr, von einem Wolf angegriffen zu werden, liegt nahezu bei Null. Die Wahrscheinlichkeit, dass einem beim Spaziergang im Wald ein Ast auf den Kopf fällt, ist dagegen weitaus höher."

    Was mache ich, wenn ich einem Wolf begegne? - WWF Österreich
    Was mache ich bei Wolfsbegegnungen? Kaum jemand wird es bemerken, wenn Wölfe in der Nähe sind. Grundsätzlich sollte man Ruhe bewahren.
    www.wwf.at

    Im März (24) hatte nicht nur der Shop, sondern auch das Cafe in Elgol zu (Saison ab April). In Torrin gibts ein Cafe (tagsüber paar Stunden auf aber nicht täglich). Glenbrittle aufm Camping gibts auch so rudimentär Lebensmittel (ab April auf). In den Bothies spare food ... eigentlich immer paar Nudeln da :)

    300 aufwärts, Wahnsinn. Nachgeguckt: März 24 war 54 Euro für 1 Übernachtung in airbnb Wohnung. Gleiche Bude März 26 wäre 130 E die Nacht. Das war die Billig-Bude. Scheint mir nicht nur auf Skye und nicht nur in UK so. Komfort-Zone nicht mehr leistbar als Nicht-Eigentümer.