Glück gehabt. Vom Seminarraum aus: Orkänchen✌️
Beiträge von nach 3 tagen wieder da
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Edit: eben noch trocken, jetzt der angesagte Orkan.
Hoffentlich überstehts neue Zelt das Zelttestwetter. Ich Herberge, Dusche, Frühstück, Fortbildung.
Ideales Multi-Use-WE.
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edit 25.10.: nach 2 tagen weiterhin ein ziemliches musterhaus. 4,5 von 5. 0,5 abzug weil schwer und grosse stellfläche.
kann wind deutlich besser als gedacht. hatte jetzt 2 laute nächte, brausende, sich aufbauende, tosende und rüttelnde böen, small scale gale an der weser.
liegelänge besser als im IZ von unserem hapi (also 1,93 plus matte bequem machbar).
bodentiefer aufbau geht.
die ösen in den spitzen funzen prima mit den durston stöcken. IZ-Aufhängung rutscht nichts durch.
sagg im normalen bereich.
die eingänge super komfortabel.
"mit 4 heringen" (durston, hat sich eingeprägt) geht eher nicht. aufbau intuitiv und zügig hingeschlunzt. aber bodentief und straff.
hat 6 sturm-abspannungspunkte, stand gut mit nutzung von 4 (hatte nur 4 strippen mit).foto ist windrichtung, west nach ost, letzte sonne vorm wind, in meinem rücken schon dunkler himmmel. solo aufbauen im sich ankündigenden wind kein ding.
Heute dann noch orkanartig nass und windig überstanden. Voll in Ordnung das Zelt. Haltbarkeitsdauer sil k.A., wirkt ok. Fotos:edit 26.10.: PositivDenken IZ hängt nicht durch, Schuhe ins Fussende, Umhängetasche ans Kopfende (4. Bild, das Graue daneben ist der Packsack von Kopfkissen mit nur den Zeltpacksäcken drin) und dann alles straff einschliesslich 90° Bodenwanne (die hat so 8 cm -Stiffener in den Ecken eingenäht) und es war genug Abstand IZ - AZ. Rechts die Tür steht am höchsten vom Boden, da ist einerseits ne kleine Vertiefung gewesen, andererseits hätte man beim Nachspannen auch weiter runterziehen können, ich habe aber lieber die Ecken bis auf den Boden gezogen und die Distanz zum Lüften genommen, bei offenen Lüftern war das Zelt unruhiger (testweise mal auf- und gleich wieder zugemacht). Der oben genannte Lärm war der Wind, das Zelt war "ruhig". Das Video kenne ich nicht, hast Du nen Link?
"RV unter Last" und "Lifter als Abspannpunkte" meinten das NH, nicht das Asta, richtig?
Den Boden muss man mal beobachten, ist modern UL-dünn, wirkt aber fester als bei den BigSky-Zelten, die ich kenne (und ist definitiv weniger rutschig). Kann ich nicht wirklich sagen, bin ja sonst mit dcf-Boden unterwegs.
Innen alles trocken geblieben, kann ich noch mitteilen. Auch die Innenseite vom AZ. Bei schönem Wetter war ich am gleichen Ort in einem 1 P. semi-singlewall-Zelt schon mal tautropfnass aufgewacht. Naja, bei dem Wind. Und heftig geregnet hat es erst am zweiten Morgen von nach 7 bis 12 (Abbau).
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Ja, mach doch mal "Aufstelling" 😜
werde mich ggf. zeit- und bodennah bemühen.
Gewicht: war keine weitere Zugabe drin. Die Schnallen zu den Bändern, an denen das IZ ins AZ geclippt wird, halten nur in einer Position und rutschen in der anderen durch (lässt sich bei weiterem Unpacking feststellen), habe also fürs WE noch zwei ali Mini-Klammern a je 1 gr eingepackt (mit denen man theoretisch zusätzliche Abspannpunkte anklippen können soll, die aber zu scharf für silnyl sind). Ausserdem längere Sturmleinen und andere Heringe. Die doppelten Ösen in Gurtband, um die Spitze von irgendwelchen Aufstellstangen in den beiden Spitzen vom AZ unterzubringen, erscheinen mir störend und überflüssig. Werde sie aber frühestens nach erstem Aufstelling entfernen. Ob ich jetzt dazu komme, ist aber sturm- und gruppenvergnügungsabhängig. Da ist zwar eine beste Zeltwiese neben der Hütte, aber wir sind nicht aus Outdoorgründen da, sondern beruflich. Nb: haptischer Gesamteindruck von dem Teil beim Unpacking/Befingering ist: super! Besser als das Silpoly der Vorlage, auch farblich und es stinkt nicht!
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Laut Kippen-Dealer erst seit kurzer Zeit auf dem Markt
und nach meiner Wiegung 2 Gr leichter als BIC mini. Weniger Gramm bezahlt man wie üblich relativ teurer.
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Alles vor mir richtig ausser die leider zu positive Vermutung im zweiten Halbsatz vom ersten Satz von RaulDuke. Da ist die letzten beiden Jahre leider dies und jenes gebaut worden, was nun langsam in Betrieb kommt und ab Juni 2026 gilt die neue Fassung vom GEAS, über die die Regierung schon deutlich hinaus ist (einschliesslich diverser Landesregierungen einschliesslich SPDBSW-Brandenburg, die 2 Jahre Lager am Arsch der Welt vorsehen, bevor man ins "Stadtbild" darf). Aber ich soll hier ja nichts Politisches sagen. Man weiss ja auch nicht, wieviel davon wieder "nur" "Diskursverschiebung" ist und was sie tatsächlich auf die Reihe kriegen. Für schlechtere Laune ist so oder so gesorgt - sofern man den ganzen Scheis nicht einfach ignoriert / ignorieren kann.
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Mein neues Yun Chuan 2 / 4 seasons ist angekommen. Falls nicht neu genug für diesen Thread bitte gerne verschieben. Doppelt sil mir lieber als das neumodische Zeugs. Unboxing:
AZ / IZ / Beutel mit 12 Heringen und 4 Abspannungen
Hering / 4 Haken für iwo / Beutel für alle Beutel
einzelne Abspannung.
Ob in irgendeinem der Beutel AZ / IZ noch ein Groundsheet drin ist oder sonst ein verstecktes Geschenk oder ein umfangreichstes Repair- und Abschmier-Set, das die Gewichtsdifferenz zum Etikett erklärt, habe ich noch nicht nachgeguckt. Finde ich auch eher egal. Test kann dauern. Bin zwar am WE an einer Zeltwiese im Norden, die mir aber schon letztes Jahr bei schönem Wetter schon zu nass war und bin nicht zum Zelttesten da. Obwohl...
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Hoffentlich habe ich da nicht zu viel vorweggenommen oder die Bilder sind vergessen bis dahin. Hab gerade mal nachgeguckt: soweit wir immer mal wieder kurze Stücke auf der gta waren, haben wir ja dauernd die gta-Richtung gewechselt. Dass Oropa da auch angelaufen wird, war mir bis eben entgangen, eigentlich ein höchst overtouristischer Ort, der dem Konzept entgegensteht.
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Biella und das untere Valle Cervo geprägt von stillgelegten Textilfabriken,
zum Teil kilometerlang an Fluss und Strasse.
Nur Cerruti noch da, hier Blick aufs Outlet und Produktionsstätte, alles ziemlich schrecklich schweres Zeugs
Obendrüber die Palazzi, einer der ganz alten Palazzi oben auf dem Alt-Altstadtkamm kleines Museum für gute neue Kunscht, unten am Fluss Michelangelo Pistoletto mit einer ausgesuchten Schar junger künstlerischer Zwischennutzer.
Am Rathaus noch Verfassungspatriotismus, der sozialliberale Antifaschismus des Juraprofessors aus der Resistenza, während drin ein Fratelli den Chef gibt, dessen Jugendorganisation Plätze nach alten Faschisten umbenennen möchte.
Chef mit längerer einschlägiger Karriere in dem schönen Dorf Rosazza, Wanderdorf mit netter Bar, die wie der kleine Alimentari nebenan morgens um 8 zum ersten Bus schon auf hat und frequentiert ist, ich erwerbe dort ein Buch einer alten Dame, die über ihre Wanderungen schreibt, schon auf den ersten Blick ein Wandern, wie wir es mögen.
Wir sammeln so ungefähr zwei Kilo Kastanien vom Weg auf.
und dann Blick vor
zurück und
Rif Madonna della Neve ... wieder so ein Spot, an dem man stundenlang und immer wieder begeistert hocken kann, befreiend, weit, leicht.
Gute Stunde Gehzeit von Rosazza und nach Piedicavallo, ein junges Paar liegt schon auf dem Hügel und wir bleiben nicht die einzigen Hänger und Hocker.
Da unten die letzte neue Bar der Tour, am Kirchplatz, angrenzend eine alte katholische und eine alte protestantische Kirche, bergsteigerdorfprämierungsgeeignet, Aussichtsterrasse, Kifferloungemusik, wir kriegen unaufgefordert ne Platte frisch produzierter Snacks und mein letzter neuer Freund vor Bus und nächsten Tag viel Zug ist schnell gemacht. Ciao bello.
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Überflüssiges Gepäck: Crux statt KS (weil ungeschnittene Schaummatte versucht im KS unterzubringen und im letzten Moment vor der S-Bahn stattdessen die Klymit und alles in den Crux geschmissen). Lange U-Hose, Handschuhe, Spikes nicht gebraucht. Ziemlich gut für meine Verhältnisse.
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Ich benutze diese hier: .tw/shop/mountainfun/product/06suzn01c/ (rakuten.com vors tw), ohne "static" und "zion" dazu. Wiegt tatsächlich nur die dort angegebenen 337 Gr., 20 D. Besser als alle selbstaufblasenden und besser als Neoair. Wenn man sie nicht zu stark aufbläst.
Gut an der Konstruktion ist auch, dass der äussere Wulst sich hochstellt (hochklappt), wenn ich nachts gegen die Mittelstange rutsche.
m.E gibts die leider seit Jahren nicht mehr.
OT: Mit 0,5 cm Schaummatte und dem <500 Gr SchlaSa komme ich grundsätzlich auch klar bis knapp unter Null, solange ich ein Kopfkissen habe. Aber ich kriege die jedesmal nicht vernünftig ungeschnitten in den Rucksack (KS 50). Ungeschnitten und im Rucksack sind aber meine Bedingungen. War auch jetzt bei meiner kleinen Oktobertour wieder ein Drama nächtlichen Packens. Matte 1,90 x 50 zurechtgeschnitten und in den Rucksack gepresst = doof. Mehrmals. Als meine Freundin schon zur S-Bahn drängelte, den 800 Gr schweren Crux gegriffen ("da können dann auch alle Lebensmittel rein, die wir für zuhause kaufen"), die Klymit und alles reingeschmissen und los. Natürlich hatten wir auf dem Rückweg dann so ne Supermarkt-Riesentasche dabei. - Man sieht: Lernprozesse bei mir sehr langsam. Obwohl 2019 2 Teile geschnitten völlig ok war.
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Morgens nur kleinste Portion Tee
und vorletzter Blick zurück auf die ca. 10 Minuten Gehzeit, die wir seit gestern Mittag bewältigt haben.
Auch das Materhorn ist noch da. Edit: der Tippfehler bleibt.
Monte Mars sieht morgens viel freundlicher aus.
Sich etwas in die Länge ziehender Hatsch den Hang lang, in den die Sonne voll reinknallt, so dass sich Oktober anfühlt wie mindestens noch Anfang September.
Das Haus da dann endlich als nicht abgerissene Seilbahnstation erkennbar, die Masten stehen auf der anderen Seite auch noch teilweise und Passhöhe, Blick auf
weitere, auch nicht mehr ganz frische Seilbahnstation, Liftstation, Rif. Rosazza unten drunter,
Abstieg, Boulderfelsen "Dach der Pisse" am ausgebauten Forstweg und
Monumentalbau im Wald, riesiger, sich immer weiter in die Länge ziehender, beeindruckender Komplex mit unserem dritten Heiligenberg, am ersten in Orta San Giulio waren wir noch achtlos vorbeigelaufen
so um die 10 Restaurants in den Wallfahrtskomplex Oropa integriert, alte Basilika
mit schwarzer Madonna und eine Ausstellung über den jüngsten Heiligen, einen Bergsteiger,
dessen Namen ich noch nicht kenne, als ich mich frage, ob das die Ausschilderung zum Speisesaal sei. Preiswerter Hotelbetrieb, Picnic-Area am Wanderweg mit edit: Biwakierverbot!, botanischer Garten, wir bleiben, aber der Garten ist off season geschlossen.
Die Ausstellung über den jung verstorbenen Heiligen ist ausgesprochen gut (der Heilige hier mit Kappe).
Und hier als Bergsteiger. Seelig und heilig gesprochen, weil er als reicher Erbe nicht das Zeitungsimperium des Vaters übernehmen wollte, sondern, womit er sich an der Uni schwertat, Bergbau-Ingenieur werden wollte, um "so" mit den Armen zu arbeiten, solidarisch zu sein. Hier in der Gegend seine Berge, vor 100 Jahren mit noch nicht mal Mitte 20 verstorben, zu seiner Beerdigung erschienen, überraschend für die nichtsahnende Familie, mehrere tausend Arbeiter:innen. Katholisch antifaschistisch, sowohl Vater als auch Sohn.
In den Lanzo-Tälern war er selbstverständlich auch. Und es ist nicht nur das ganze Mindset völlig gegen den Trend 100 Jahre später, sondern auch eine Ausstellung über Einfachheit und Draussen-Sein. Greifbar = ergreifend. Auch für so verstockte Atheisten wie mich.
Bis Ende der 1950er Jahre fuhr mal ne Strassenbah hier hoch. Schade, dass es sie nicht mehr gibt, wir laufen auf dem stillgelegten Schienenstrang bis nach Favaro und nehmen ab da den Bus.
Bergarbeiter- und Bauernort. Die Mine Museum. Die Bar im Zentrum trägt den Namen der Kooperative des Ortes, von der sie betrieben wird, Cooperativa Favaro 1872, die Kirche steht unterhalb vom Ort (auf ihrem Gelände eine KiTa), zwei verbliebene soziale Orte des öffentlichen Raums. Und ÖPNV in die Stadt.
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Für mich sind die dünnen (d.h.: SL genannten) Matten von Klymit die mit Abstand am bequemsten. Habe eine breitere für Notübernachtungen im Büro und die ganz leichte für unterwegs = Frühjahr und Herbst. Seitenschläfer. Schmal. SchlaSa-Nutzer. Leider gibts keine "halb"lange Version von der UL-SL-Version, die es mal gab (und die ich habe, die lange).
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Moin,
wie rum stellt man ein "Nemo Hornet" in den Wind und wieviel Wind hält es? Im Vergleich mit dem Escapist Tarp von STS? Dem Rainbow von TT?
Ich nehme ja an mit der schmaleren kurzen Seite, aber flattert dann nicht das AZ hoch?
Was ist von dem Osmo-Material zu halten?
Ich "brauche" noch ein leichtes Schönwetterzelt mit viel Platz für zwei für Radtouren und bin am Gucken...
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Moin, "Beleidigung oder nicht" ist die falsche Diskussion, finde ich.
whr hat oben in #6 und #8 umfassend dargestellt, dass das Verständnis von Meinungsfreiheit in den USA verfassungsrechtlich weiter ist als in Europa.
Die ist so weit verstanden, dass dort das, was hier unter den Straftatbestand der Volksverhetzung fällt bzw in Österreich unter Wiederbetätigung, geäussert werden darf. Mit Ausnahmen: Diffamierungen und (konkrete) Drohungen, rassistische Beleidigung am Arbeitsplatz etc.pp. sind strafbar und gegen diese und jene Äusserung kann man zivilrechtlich vorgehen, wenn diese persönlich gegen einen gerichtet ist. Wer sich selbst "meinungsstark" äussert, muss auch "meinungsstarke" Gegen-Äusserungen hinnehmen, ist dann wieder ein Grundsatz, der hier wie dort in Urteilen zu finden ist. Was Sixtus über Kirk schreibt, dürfte nach US-Rechtsverständnis zulässig sein, nach deutschem Rechtsverständnis grenzwertig, aber noch zulässig und weniger grenzwertig als die Propaganda, mit der Kirk "beruflich" unterwegs war. Zum Visums-Widerruf reicht die Äusserung, weil der für sie influencende Kirk von den herrschenden Autoritären zum Staatsheiligen erklärt wurde und demokratischer Opposition systematisch Staatsfeindschaft, Hochverrat und Terrorismus zugeschrieben werden und ebenso systematisch mit einer Politik der Drohungen und Diffamierungen gearbeitet wird, die u.a. durch die Abschiebebehörde ICE bar jeden rechtsstaatlichen Verständnisses ubiquitär inszeniert wird.
Visums-Verweigerungen und -Widerrufe, die (z.B. und hier insbesondere) auf Zuschreibungen von Staatsfeindlichkeit beruhen, gab es, soweit wiederum "normal", auch lange vor Trump schon immer mal wieder (und selten). Sie sind -hier wie dort- einfach zu realisieren, stehen -hier wie dort- im Ermessen auch der Einreisekontrollbehörden und es gibt in der Situation der Einreiseverweigerung erstmal kein unmittelbar realisierbares Rechtsmittel. Unterschiede bestehen dabei aber z.B. hinsichtlich der Fragen, ob man wegen eines "Likes" dann im Knast bleibt, ob man in Abschiebehaft gerät und unter welchen Bedingungen, ob man abgeschoben wird und wohin oder ob man halt selbst zurückreist und ob man ein Verfahren auf Feststellung der Rechtswidrigkeit der Massnahme betreiben oder schlicht mit dem nächsten Visumsantrag erfolgreicher sein kann. Man sieht den Wert des Rechts und den Wert des Rechts auf visumsfreies Reisens. Zunehmend geringer werden die Unterschiede bei der Frage, auf welche von einreisenden Personen mitgeführten Daten mit welchen Mitteln bei Einreisekontrollen ggf. zugegriffen werden darf (was noch nicht heisst: wird). Existenz und Menschenrechte ("anständig behandelt zu werden"), sind prekärer geworden, insbesondere auch beim Reisen.
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Ab der 4. Ebene ab Tal (das letzte Bild im Post hier drüber), auf der wir gerade angekommen sind, werden die Blicke wieder interessanter: Alm Clarisey, knapp unter 2000, der See ausgetrocknet, Grasfläche. Man sieht zurück aufs 3. OG, obendrüber, ein paar Rippen dahinter, Monterosa.
Den Pilz (drittletztes Foto vorhergehender Post) werden wir noch von oben sehen, als Zunge mit See und zwei weiteren Almhäusern.
Wenig oberhalb der Alm gibts das letzte Wasser vorm Kamm, auf dem wir kurz lang wollen. Also ausgetrunken und aufgefüllt. Je ein 0,5 Fläschchen. Auf dem Kamm übernachten? Kurz drüber nachgedacht, eher nö, ist ja erst zwei und noch 5 Stunden hell, die Faltflaschen bleiben im Rucksack.
Unspektakulärer, einfacher Weg auf die Passhöhe.
Aber der Colle sehr schick.
Monte Mucrone und Biella.
ein einfacher Kamm,
Blick zurück (gewesener See, Almhütte verdeckt).
Hinhocken, gucken, Mittag. Geht in beide Richtungen weiter.
Mal eben auf den Monte Mars geht nicht, stellen wir fest. Gelesen und auf der Karte gesehen hatten wir das schon.
Dann geht auch schon das grosse Kino los, viertel nach vier. Wir nehmen Platz im Lichtspielhaus, für einen nicht mal besonders spektakulären Sonnenuntergang.
Zwischendurch übers Blumenbeet gestolpert.
19.30 in die Falle, Schlafen in Erwartung des Sonnenaufgangs.
(kurz davor).
Aber man sieht so viel mehr und weiter mit den Augen als ein Foto festhalten kann.
Und weiter wollten wir ja auch.
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Mit dem letzten Bus von Kressenau kommen wir in Eischeme (Issime) an, wo die Königin auf dem Weg zu ihrem Schloss zwischenzuübernachten pflegte.
Wir ersten Bus morgens bis Gressoney-La-Trinite (Staffal), volle touristische Infrastruktur, aber nicht nur die diversen Seilbahnen zu, sondern auch alle Bars.
Ok, wir wollen aus bestimmten Gründen eh nur mal kurz Stück weiter rauf gucken gehen (links vom Foto) und dann mit dem nächsten Bus durchs ganze Tal, runter nach Pont (Pont-Saint-Martin), um durch Pont zu wandern.
Pont, Piazza IV Novembre, die Brücke
das Panorama
und einer der schönsten Aussenbereiche einer Bar überhaupt.
Stück weiter in die Stadt rein ne Treppe am Hang rauf
Die 15 Höhenmeter sind in der Sonne schon ne Anstrengung
Aber falsche Treppe und von unten neu gucken:
Gärten
ein Pilgerweg führt hier lang
Aber die schöne Billig-Immobilie aus dem Internet steht noch 150 Meter höher, da wäre autofrei leben zu schwierig, selbst wenn wir das Geld hätten.
Schon ok. So wie der alte Dorfkern von Gressoney-Saint-Jain und Gaby, Issime, Fontainemore.
(Issime, statt aller vier).
Nächsten Morgen Bus nach Fontainemore und wandern.
In der Saison kann man sich einige hundert Höhenmeter durch den Trekkingbus sparen. Auf unserer Route bis zum (immerhin naturnahen) Freizeitpark Courmarial.
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Der Lyskamm gehört zur Monte-Rosa-Gruppe und ist so der Berg, den man im Rahmen einer Ausbildungstour einer DAV-Sektion sicher nicht begeht.
Die wegen des Essens auf den Hütten sogenannte "Spaghetti-Tour" (ich glaub 12 Viertausender in einer Woche oder so) habe ich mal mitgemacht. Tatsächlich ist es eine Nudeln-mit-Tomatensosse-Runde.
Am schwierigsten ist dabei der "Nasenweg" am Fuss des Lyskamm, weil es ein paar Meter steil hoch geht. Da oben war ich also mal und hatte mich fürs unten nicht interessiert.
Im übrigen lief man durch weite weisse Landschaften
und konnte den Grat zum Castor auch im Reiter:innensitz nehmen. (Wenn das denn mal der Grat zum Castor war, man weiss irgendwann nicht mehr, wenn mans nicht aufgeschrieben hat).
Rechts oben auf dem Langen (Signalkuppe) müsste dann die Capanna Regina Margherita sein.
Von deren Terrasse es so knapp 2,5 Km ziemlich senkrecht runtergeht nach Macugnaga. Auf dem Terrassengeländer zugekiffte spanische Punks am Rumturnen. Ich nach zu viel Wein noch raus zum Rauchen und den nächsten Tag ziemlich wackelig auf den Beinen. Ist, was mir in Erinnerung geblieben ist.
Die Hütte kann man auch vom Rif. Pastore (Alagna) aus sehen. Mit Fernglas. Und von hier und da diese Tour.
Das Stück hier ist glaub ich später mal abgebrochen und gehörte zum Standardweg von allen.
Die Hütten alle zum Bersten voll und am stinken. (Das war ich. Eine Woche vorher angereist, um mangelnde Fitness durch gute Akklimatisierung auszugleichen. Aber keine Wechsel-Klamotten mitgenommen, weil das Gewicht vom Eiszeug ja schon drückt).
Selbstverständlich hatte ich da noch keinen Fotoapparat. Aber die Fotos hier darf ich mal zeigen.
Edit: oh. Ich bin ja mit drauf. Man konnte da eher schlecht aus dem Weg gehen.
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Paar Schritte weiter geht die GTA links ab, wir folgen dem SI.
Auf der Passhöhe kann man sehr schön nach links und rechts weiter. Nordseitig ist trotz schönster Sonne auf 2300 der Restschnee noch hartgefroren.
Wir hocken uns erstmal in eine windgeschützte Ecke und blicken zurück
und vor
Weit unten wartet die AVS-Hochburg
Was das?
Und oje.
Erster Blick auf Gressoney (-Saint-Jean, Ortseingang). Von unten vielleicht weniger schlimm, aber auf keinen Fall bleiben wir da, so sehr im Flow sind wir noch nicht.
Um die Ecke lernen wir, was wir vorher nicht gelesen haben. Dass wir im Lys-Tal sind:
Die Bushaltestelle mit 6 usb-Steckdosen (Gr-Trinite dito). Laut aushängendem Fahrplan kommt kein Bus mehr, laut Internet schon.
In der Bar ein Konzert, ne Elektro-Band und rappelvoll. Die Bushalte Treffpunkt für jung und etwas älter, Windschutz, Rauchen, Quatschen, Handy aufladen.
Selbstverständlich kommt noch ein Bus und fährt das Tal runter.