Beiträge von mars_hikes

    Ich hatte nie Probleme mit den Leinen, wohl aber mit den Struts. Diese einzufädeln ist bei Dunkelheit schlicht unmöglich.

    Natürlich kannst Du bei den Leinen des Dipoles ca. 3 cm aus den Spannern ragen lassen, wenn es dir beim Abspannen hilft. Ohne höhere Ausbildung in 3D-Geometrie und einem Laser mindestens von Bosch-Blau und sehr viel Zeit hast Du aber keine Chance, das Zelt einigermassen ordentlich irgendwo aufzustellen. Durstons X-Mid ist dagegen beispielhaft einfach. Fairerweise muss man sagen, dass Tarptent sämtliche Gewichte auflistet.

    Ich sehe keinen Sinn darin, irgendwas von Naturehike zu kaufen, solange ein Durston X-Mid (ohne DCF) 195 CHF kostet. Ja, es gibt immer Zölle, Porto etc. aber wegen 60 Euro gewisse Hochqualitätshändler unterstüzen?

    Zeltchecktag kurz vor der Abreise... oops:

    Was tun?

    War wohl überspannt. Der Riss geht bis an die Naht vom Patch, was da zur Verstärkung eingenäht ist.

    DCF altert einfach ziemlich schnell. Normalerweise merkt man es einfach nicht, da der DCF Artikel schon hinüber ist, bevor die Alterung einsetzt. Mein schickes DCF Täschchen hielt an der Sonne ca. 30 Tage, danach war es zwar noch brauchbar, sah aber eindeutig nach Hikertrash aus - es wanderte in den Müll. Wahrscheinlich hätte ich es teurer als Neupreis losschlagen können, soll ja Leute geben, die wie Trash aussehen wollen.

    Egal welche Matte: Selbst ohne Pumpe kann man diese dermassen mit Luft füllen, dass sie sich anfühlen, wie ein Sitzball. Bei jeder Drehung muss man dann ziemlich aufpassen, dass man nicht davon federt. Erstaunlicherweise kann man aber derartige Matten relativ "schlaf" befüllen, ohne dass die Hüfte in der Seitenlage den Boden berührt - das wäre dann wirklich unangenehm. Der Komfortgewinn durch eine weichere Matte ist doch erheblich. Dann fällt man eben auch nicht mehr so rasch runter. Wenn man eine Luftmatte wirklich hart aufblässt, ist der Komfort dahin, es füllt sich dann an wie ein Brett.

    Maxi88 Der große Trip - Wild, wurde verfilmt :).

    Normalerweise ziehe ich bei Reiseberichten Bücher vor, aber Wild ist m.M. nach tatsächlich sehenswert. Und das gleich mehrfach, also, wer sich nicht entschließen kann, nur zu streamen, oder kaufen, dem empfehle ich eher zu kaufen. Gibt's bei den üblichen Verdächtigen, Amazon, Apple TV etc., auch als Blu-Ray mit gutem Bonus Material. Wie ich in einem PCT eBook gelesen habe, wird der Film wohl auch zur Motivation in Hostels oder Camps geguckt. Kann mir gut vorstellen, dass schon die Szene mit Reese Witherspoon, wo sie versucht, ihren sackschweren Rucksack zu schultern, für Heiterkeit sorgt :). Wo wir wieder bei UL sind, diese Szene animiert für sich schon, sich als Einsteiger, am besten gleich mit UL einzusteigen.

    Es ist nur leicht unrealistisch. Selbst wer die gute alte REI Beratung genossen hat, trägt niemals soviel herum.

    Hat sich schon mal jemand hier daran versucht, DCF zu verschweißen, wie bei diesem ounce design tarp? Höre ich zum ersten Mal...

    Durston sagt, sein X-Mid Zelt sei geklebt. Ich finde jedoch nicht eine einzige Spur von Klebstoff. Wahrscheinlich ist es tatsächlich Ultraschall geschweisst - und ja, es hält Hasselnuss-Grosse Hagelkörner aus. Natürlich sind nur ein paar Nähte geklebt oder geschweisst, das Mückennetz ist genäht.

    Zwar nicht DCF, aber definitiv sehr geschweisst sind die Teile von Yamatomichi, sogar mit gleichmässiger Struktur. Ist wohl äusserst UL!

    Der Mix aus Hiking-Infrastruktur, Landschaft und Freundlichkeit der Leute - und bis vor kurzem die problemlose Einreise.

    Die Ortschaften in der Nähe der Trails sehen Hiker als willkommene Einnahmequelle, ohne diese mit Mondpreisen zu vergraulen - es gibt nur wenige hikerspezifische Läden, da kostet ein Briefchen Starbucks Cafe dann 2 Dollar (not for individual re-sale).

    Man kann kaum den Daumen nach oben halten und schon hält ein Auto. Plus Trailangels etc. Natürlich kann man vom Nordkap auf die Philippinen gehen, nur gibt es bisweilen Probleme, die man so in den USA eher nicht hat (von gewissen Ausnahmen abgesehen).

    Es gibt entlang der grossen Trails tatsächlich eine Art Thru-hiking Kultur und die Trail Towns richten sich in der Hiking Season darauf aus. Ausserdem werden sehr viele Hikerhostels von Leuten geführt, die selber ex-Thru hikers sind. Die wissen dann weshalb ein 1m2 Pizza höchsten für 2 Personen reicht.

    In Europa? Ev. entlang dem Camino, aber da muss man in diesen Albergues übernachten oder quält sich mit sonderbaren Phänomenen wie in Italien. Skandinavien ist auch hübsch aber verglichen mit den USA halt klein.

    Falls Du irgendwie Zugriff auf eine Mühle oder einen Lebensmittel-Mörser hast, würde ich das Müsli zunächst fein mahlen. Danach wie oben mit Honig mischen etc, es nimmt ja dann auch einen anderen Geschmack an. Wenn Du grobe Flocken direkt in einen Riegel verwandelst, besteht doch die Gefahr des Kratzens im Hals oder schlimmer.

    X-Mid Pro 1, mit Dyneema Boden und Groundsheet, mit den passenden Poles, die es auch auf derselben Seite gibt. Sorry Henry, aber Dan kommt ohne diese komischen Struts aus, die ständig irgendwie im Weg sind und aufwändig gerichtet werden müssen. Ausserdem kann ich mir nicht merken, wie hoch ich nun die Poles einstellen soll, damit das Zelt nicht wie ein zerknautschter Müllsack aussieht. Die Reisverschlüsse an den Türen sind auch besser bedienbar und die Ablagefächer im Innern sind in der Höhe angeordnet, lauter kleine aber feine Details.

    Ausserdem trägt das Zelt "Pro" im Namen, Dinge die nicht "Pro" heissen, sind nicht für mich. Mein Shampoo heist sogar "Pro Expert", es kann also gar nichts mehr schiefgehen

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    Nach über einem Jahrzehnt Orientierungslauf, auch in kartentechnisch sehr schwierigem Gelände, wage ich zu behaupten: GPS Navigation auf neueren Smartphones ist in Krisensituationen wesentlich sicherer als Papierkarten (auch wenn diese auf wasserdichtem/einfach zu reinigendem Papier gedruckt sind).

    Karten auf Papier nutzt mensch wegen der Haptik und der Freude an der Navigation. Auch mit dem Sextant zu navigieren macht wohl Freude, genau so wie Dampfzugfahren oder historische Automobile. Lamborghinis Countach gilt heute noch als Kultobjekt, manche bezahlen Mondpreise dafür. Zum herumfahren eignen sich die Dinger weniger.

    In der Nacht, wenn die Sicht nicht gerade berauschend ist, z.B. infolge Nebels, ist mit der Papierkarte schnell mal Schluss. Nur muss man hin und wieder auch mal weniger planmässig wieder runter vom Berg etc.

    Hier in der Schweiz gibt es die Landestopographie, die machen wirklich gute Karten, in Kombination mit deren App ist das unschlagbar. Innert Sekunden weiss mensch wo mensch ist. Kartennavigation auf langen Touren ist wenig praktikabel.

    Natürlich, vor 150 Jahren schlug mensch sich auch irgendwie durch, nur kam damals wirklich niemand schnell vorwärts. Vor noch längerer Zeit klaute man einem Bären die Haut und den Pelz, das war dann wohl eine riskante Angelegenheit.

    Es gibt immer wieder Diskussionen, um das "echte" Wandern, die meisten davon sind schlicht und ergreifend gaga. Es gibt immer noch Leute, welchen anderen Vorschreiben möchten, wie man wo unterwegs zu sein hat. Wehe die Hose steht nicht von selbst, weil sie unzureichend gewachst worden war. Als nächstes wird wahrscheinlich der Troppenhelm wieder eingeführt. Für diese Kollegen sind schon kolorierte Karten moderner Quatsch.

    Ausserdem lassen sich GPS-Apps eben mit Schwarm-Intelligenz kombinieren. Und schon erspart mensch sich 5 km Roadwalk, weil das Hotel eben wegen zu geschlossen ist etc.

    Die "Sicherheitstechnik" hat seit Garmin auch grosse Fortschritte gemacht. Mit zeitgenössischen SP kann u.a. zu Onkel Elons Satelliten eine Verbindung aufgebaut werden. Offenbar funktionieren diese wie normale Antennentürme weshalb keine dezidierte Antennenhardware seitens SP mehr notwendig ist. Resultat: Auch mit dem Iphone 13 hat man nun eine Satellitenverbindung.

    Ganz sicher ist dies nicht in jedem Fall billiger, besser oder toller als Garmin, aber ich denke, es ist generell trotzdem sicherer als Garmin und Co. Dies liegt an den Gewohnheiten von typischem Hikertrash. Wenn das SP nicht mehr läuft, gibt es eine Tourunterbrechung oder Abbruch, wenn der Garmin nicht mehr tut, ist man versucht weiterzugehen (und zumindest die Mini Geräte hatten oder haben immer noch die Tendenz sich einfach zu verabschieden).

    Garmin versucht zudem, die Zitrone wirklich noch ganz auszupressen und verlangt nun für den Edelmessenger ca. 500 Euronen. Ist allerdings gerade im Sale auf der US Seite, also los, 100 $ gespart, warum wohl... Damit kann man Bilder über das Iridium Netzwerk verschicken - wers braucht hat seinen Goldesel zumindest ordentlich gemästet. Andere, wie Zoleo, verkaufen Hardware mit USB-A Anschluss und nein, dies hält nicht besser als USB-C und wenn auch, das hilft höchstens in der Theorie oder als Diskussionspunkt auf anderen Foren, in der Praxis habe ich lieber 2 Kabel für alles dabei, statt 4 oder 6 Kabel (jeweils ein Ersatz pro Anschluss).

    Neuere Smartphones haben nun sogar dezidierte Antennen an Bord, damit kann man sich auch auf traditionellere Satellitennetzwerke verbinden, abseits von Starlink. Plus Sensoren, welche zumindest versuchen, Unfälle zu erkennen. Auf Skipisten war oder ist dies immer noch mühsam, Apple hat das Feature auch in die Uhren eingebaut, weshalb die Rettungsdienste nicht mehr wussten, welche Alarme nun echt sind.

    Ich unterscheide immer zwischen Dingen die wirklich Langstreckentauglich sind oder eben nicht. Die Post hat mir gerade ein Paket aus Japan gebracht, die Dinge sind wunderbar leicht aber eben eher nicht tauglich, um im September in der Windriver Range herum zu laufen. Egal ob ich nun mit dem "grössten" Pro SP herumlaufe oder nicht, es gibt auch sowas wie Versicherungsregress. In der Schweiz kann man dies ev. mit der REGA Mitgliedschaft umgehen, die Bergwacht in Österreich soll aber die Schraube angezogen haben.

    Das komplizierte Aufstellen des Tarps ist der Grund, weshalb ich es nicht mehr verwende. Will mensch ein Tarp, dass dieselbe Funktionalität wie ein Zelt bietet, fällt der Gewichtsvorteil flach oder verkehrt sich ins Gegenteil. Nimmt mensch ein kleineres Tarp, so bleibt halt ständig eine Seite offen. Bei meinem Glück dreht der Wind dann auch zuverlässig. Ausserdem kann man einigermassen durchdachte Zelte mit den Trekkingpoles aufstellen. Bei Tarps braucht es ständig zusätzliche Leinen, Stecken usw.

    In Deinem UL-Fall würde ich wohl tatsächlich lieber ein Fitbit tragen (wird einem von Google nahezu hinterher geworfen, kostet die Hälfte eines Gurtes).

    Diese Gurte sind ja auch ziemlich massiv und so unter dem Rucksack kannst Du dir damit einen ganzen Haufen Probleme einhandeln. Die Präzision der Herzfrequenzmessung ist zwar unübertroffen, jedoch trägst Du damit massiv Gummi herum.

    Während die Aussenseite beim Polar in Textil erscheint, ist eben die Innenseite vorne quasi durchgehend Gummi. Um ein Rutschen des Gurtes zu verhindern ist er sogar hinten mit hübschen Nopen versehen. Damit möchte ich jedenfalls nicht längere Touren angehen.

    Der Garmin HRM hat wenigstens eine krasse Batterielaufzeit.

    Nach eher ernüchternden Resultaten mit Topo Schuhen bin ich Ende 2022 auf Hoka Tecton gewechselt. An anderer Stelle hatte ich mal geschrieben, ohne die Wings an den Carbon Streifen im Tecton X3 traue ich mich nicht mehr aus dem Haus.

    Wohlan, vor ein paar Wochen habe ich mir welche bestellt und sie in meinem geliebten westschweizer Jura ausprobiert. In der Zwischenzeit hatte ich Hoka Speedgoat verwendet. Nach 400 km sind die jedoch reif für die Tonne. Die schönste Gummimischung nützt wenig, wenn die Stollen aufgrund ihres Designs schmelzen wie Käse auf der Pizza.

    Resultat meines Tecton X3 Tests: Ebenfalls ernüchternd. Ich bin versucht zu sagen, es geht erstaunlicherweise auch ziemlich gut ohne diese Wings. Gewiss, der Schuh trägt sich überbequem, jeder Schritt ist eine Wohltat für die Füsse, dank dem speziellen Oberschuh fühlt man sich wenigstens fusstechnisch auch nach 10 Stunden noch frisch, aber die Schuhe vermitteln gar kein Gefühl für den Boden mehr.

    Schlimmer noch: Während man mit den "billigen" Hoka Speedgoat die Winkel noch einigermassen abschätzen kann, hilft bei den Tecton X3 nur noch raten. Häufiger als normal rutscht der Fuss irgendwo hin. Nicht so toll. Da man die Schuhe wie Socken anlegt, benötigt man für minimalen Anzieh-Komfort ein Glampingzelt mit Stehhöhe auch im Vorzelt. Wenn man das Zelt höchstselbst durch die Gegend buckeln darf, gerät man hier schnell in den Konflikt mit der UL-Polizei, ausserdem schlägt dies rasch auf die Gelenke. Lieber nicht.

    Hoka bietet den Tecton X2 übrigens weiterhin an, nun unter dem Label "Lifestyle" und in angeblich modischen Farben. Die haben echt keine Ahnung. Aus modischen Gründen trägt man wenn schon das hier.

    Nun denn: Geben wir uns also den Arc'teryx Norvan LD 4.

    Ebenfalls mit Vibram Megagrip in der Litebase Version, wer will schon zu viel Gummi durch Feld, Wald und Wiese schleppen? Die Sohle ist superbequem. Ein ähnliches Dämpfungserlebniss such man bei Altra und Topo vergebens, egal ob frisch aus dem Paket oder nach 200 Meilen. Gleichzeitig wabbelt aber nichts.

    Bei den Klopfern von Hoka ist dies ein Problem. Natürlich schwört jeder hochbezahlte Hoka High-Tech Ingenieur, dass die Schuhe ein Rebound Verhalten haben, besser als Barfuss, wenn man nicht aufpasse, hebe man ab (Fly human fly!), aber das Ausbalancieren nach der Landung kostet eben auch Energie.

    Die Arc'teryx Aerios wurden im Gegensatz zu den Norvan als klassische Wanderschuhe angepriessen, hielten sich jedoch nur ca. 2 Saisons im Line-Up. Der Nachfolger heisst nun Kopec, allerdings gibt es ihn momentan nur mit Goretex. Diese Wanderschuhe von Arc'teryx sind jedoch bretthart. Da wabbelt auch nichts, dafür schlägt es einem fast die Plomben aus dem Gebiss, zumindest bei Versuch, damit lange Touren zu laufen. Da kann man gleich zu Everest-tauglichen Stiefeln greifen.

    Der Mehrpreis der Arc'teryx gegenüber den Altra Lonepeaks und den Topos lohnt sich aufgrund der besseren Verarbeitung und IMHO der besseren Haltbarkeit.