Beiträge von mars_hikes

    ...Garmin ist nicht blöd, die werden auch mitbekommen haben, dass sich niemand mehr ein neues InReach holt. Insbesondere, seit man auch an den Uhren Satellitenfunk hat. Schon hat man eine Ausrede, um eine SmartWatch zu kaufen und das Telefon aktuell zu halten (natürlich nur wegen der Farbe - Orange = Sicherheitsgewinn), was kann schon schiefgehen, man hat ja Redundanz. Wie das nun genau mit den Leo Satelliten, SpaceX usw funktioniert, interessiert wohl die wenigsten....

    Garmin weiß, das wer sich auf ne Apple verläßt eh kein Kunde für ernsthafte Sat-Sicherheitslösungen ist.

    Wozu brauchst Du "ernsthafte Sicherheitslösungen"? Ich kann mir keine Situation vorstellen, in der mir in einem klassischen UL Setting ein Garmin gegenüber Apple einen massiven Vorteil bieten würde. Die Fenix Uhren verbinden weniger zuverlässig mit Satelliten als die Apple Watch Ultra. InReach Technology ist nicht gleich dem klassischen InReach über Iridium. Man glaubt es kaum, wird jedoch in diesem Video glaubhaft erklärt. UL-Hiking ist eben nicht zu verwechseln mit Skitouren à la RedBull Werbung oder dem ständigen herum schlurfen auf 6000 m höhe. Sarek im Winter ist sicher schön, aber Winterausrüstung auf dem Level ist eben auch nicht mehr wirklich UL.

    In den crazy USA macht man(n) sich logischerweise einen Sport daraus, sich während einem Jahr beim UL Sport nicht zu rasieren. Manche kombinieren es mit nicht duschen. Je nach ästhetischem Empfinden ist dagegen nix einzuwenden und es ist jeder Person selber überlassen, welche Haare stehen gelassen werden und welche halt nicht (Menschen bezahlen möglicherweise einen Haufen Geld, um auf dem Kopf wieder Haare zu haben). Theoretisch können sich in einem sehr dichten Bart Zecken besser verbergen aber das können sie andernorts auch.

    Ich kaufe seit Jahren direkt in den USA. Die Warnungen im blauen Forum, vor allem von der Marketingabteilung von Hack und Quatsch haben mich darin logischerweise bestärkt. Sorry, aber wer bei denen ein Apacks von vor fünf Jahren zu deren Preisen kauft, bleibt wohl besser zu Hause.

    Von wegen Gewährleistung: Bildet sich jemand ein, Hack und Quatsch würde einem einen ihrer supertollen aber überteuerten Rucksäcke mittels Bundeswehr Hubschrauber innert ca. 6 Stunden an den Kungsleden im Austausch anliefern, wenn es damit ein Problem gibt? Womöglich mit IHM persönlich, damit ER den Rucksack noch schnell korrekt einstellen kann? Wohl eher nicht.

    Irgendwann gibt es vielleicht das Geld zurück, aber das Problem ist nicht das Geld, sondern dass ich dann dort oben sitze und irgendwo einen anderen Rucksack beschaffen muss, zwei Tage meiner kostbaren Lebenszeit und womöglich Urlaubszeit am verbraten, dabei wollte ich nur ein paar Elche beglotzen.

    Sea to Summit sind unzerstörbar. Aber halt nicht so geil wie die hier (die nach ca. 3000 Meilen reif für die Tonne sind, besonders wenn Du auf den besonders abwegigen Gedanken kommst, sie irgendwie aussen am Rucksack zu verwenden). Immerhin habe ich meine zurück nach Europa gebracht, weil ich hier weiss, dass sie in einer High-tech Verbrennungsanlage entsorgt werden.

    ...woher stammen denn diese Werte? Meine Xlite NXT ist schon deutlich über diese "50 Nächte" und hat augenscheinlich noch keinen Ausfall den ich bemerkt hätte. Auch im weiteren Umkreis habe ich, zumindest für diese Matte, da noch nichts vom schnellen Verfall gehört.

    Hast Du deine Matte schon mal bei Sonnenschein ans Fenster gehalten? Ich wünsche es dir nicht, aber deine Matte könnte tatsächlich mehr Ähnlichkeit zu der von Carsten K haben, als eine neue Matte. Im übrigen: von ca. 2 Jahren Wandern in einem Thru-Hiker Set-Up (und mehreren Nächte unfreiwillig ohne Polsterung auf dem Boden wegen der legendären Uberlight - hach, das waren noch Zeiten). Ich wünsche mir ja eine Matte von Durston in der selben Gewichtsklasse wie die Uberlight.

    Wie stabil sind denn die Haribo?

    Es gibt ja bei Nitecore mittlerweile die NB Plus, 5 Gramm mehr als die NB10k 3rd Gen. Steht zwar nicht in deren Werbung, aber offensichtlich wurde die PB auch für Aerodynamik optimiert und hat so ein angenehmeres Flugverhalten. Sehr wichtig bei Wurfanwendungen, z.B. wenn bereits der zweite Bergpuma am Tag den Trail versperrt und das Selfie schon mit dem ersten geglückt ist.

    Für 20 Gramm mehr kann man die 10k PB bei Nitecore auch mit 30 Watt laden, Nitecore verbaut hierzu einen Heatsink und kleidet die PB ganz in Carbon.

    Ich glaube fest daran, Nitecore ist jeden Cent wert, besonders für deren unschlagbare Werbung. Sehr viel früher hielten die tapferen christlichen Märtyrer ein Kreuz in der Hand, wenn Gefahr im Verzug war. Laut den ikonographischen Fotos auf der Nitecore Webseite hält man mann heutzutage schlauerweise eine PB und alles bleibt toll.

    Definitiv kann ich bestätigen, dass die Folie in den TAR sagen wir mal eher mässig für lange Haltbarkeit ausgelegt ist. 99.9 % aller jemals produzierten TAR Matten sehen in ihrem ganzen Leben wohl weniger als 50 Nächte.

    Nur ein paar Spinner versuchen damit im Jahr ca. 200 Nächte abzubuckeln (für die restlichen Nächte nimmt mensch ein jeweils wärmeres Model). Jedenfalls gibt es wohl duzende da draussen, die zwar noch Luft halten, deren Folie innerhalb aber zerfetzt ist und der R Wert deswegen im Keller. Und deren Besitzende an den Allerwertesten frieren und dies auf das Alter oder sonstwas schieben, dabei hat es nur die Folie in der Matte verhauen. Meine aktuelle hat im Schulterbereich auf ca. 30 cm keine Folie mehr.

    Für den Preis - bald sind wir da im Zpacks S&P Bereich, immerhin in Irland zusammengedengelt.

    Wegen dem runterrutschen: Druck in der Matte verringern. Ob nun Schachbrettmuster, längs, quer oder schräg: Problemlos kann eine Luftmatte zu hart aufgeblassen werden. Nicht nur hebt man dann bei jeder Bewegung ab, im Sommer bietet dann eine 3 mm eva fast den selben Komfort.

    Leider ist Exped erst bei den Wintermatten (7R) gewichtsmässig konkurrenzfähig.

    Sieht für mich so aus, als hätte Herr Furrer (der seine Tage offenbar bei Mammut abgesessen hat) sich zu viel auf diesem Forum herumgetrieben. Dabei hat er die Kreationen eines Herrn Wilbo angesehen, einem Webdesigner ein paar Tausend Euro überwiesen und schon war die Laube fertig.

    In der Schweiz wurde auch vor Jahren ein "völlig neuartiges" Zeltkonzept entwickelt, immer für das Höchstgebirge, tauglich bis minus 50 Grad oder so, einziger Schöheitsfehler: Es wog deutlich mehr als ein gemässigter UL Pack inklusive Food und grosszügig Wasser.

    Bevor man damit das Hochgebirge erreicht hatte, war man von seinem Rucksack erdrückt worden. Die haben ihr Venture-Capital u.a. dem Transa überwiesen, damit Transa die Zelte ins Sortiment aufgenommen hat. Mit grösstem Verlaub: Gibts alles schon, wer auf 6000 Metern übernachten will, wird bei der Firma Hilleberg fündig. Wiegt die Hälfte. Herr Furrers Idee ist schon sehr gesucht. Es gibt Bikepacking Zelte wie Sand am Meer.

    Willst Du eine anständige Maschine, um eben Fleece zu verarbeiten, kostet dich das neu tausende von Euronen. Es gibt wie immer sehr schöne Dinge, z.B. von Bernina.

    Je nach Budget möchtest Du aber wahrscheinlich die tausenden von Euronen verwandern und nicht in einer Nähmaschine anlegen. D.h. Du hast eigentlich keine andere Wahl als dir eine JUKI oder eine andere industrielle Maschine gebraucht zu schiessen.

    Sorry, aber das ist faktisch alles falsch was du da schreibst.

    Also falls Ihr Zugriff auf günstige Maschinen habt, die sowas können, umso besser. Meine Off-Brand Bernina schafft das halt nicht. Die "echten" Berninas in meiner Familie können das hingegen schon. Deshalb entweder gebraucht, wieder mal im Lotto gewonnen (Bernina 990, nur für die Zierstickerei...) oder ernsthaft zur Schneiderei des Vertrauens, fallls man auch das Zeitbudget schonen muss.

    Das Problem: Als Outdoor-Interessierte Person willst Du wahrscheinlich eben Outdoor relevante Stoffe verarbeiten. Das Problem an günstigen Nähmaschinen ist deren schwächelnder Motor. Willst Du eine anständige Maschine, um eben Fleece zu verarbeiten, kostet dich das neu tausende von Euronen. Es gibt wie immer sehr schöne Dinge, z.B. von Bernina.

    Je nach Budget möchtest Du aber wahrscheinlich die tausenden von Euronen verwandern und nicht in einer Nähmaschine anlegen. D.h. Du hast eigentlich keine andere Wahl als dir eine JUKI oder eine andere industrielle Maschine gebraucht zu schiessen. Natürlich empfiehlt es sich, zunächst ein altes Laken zu vernähen und den Schnitt zu testen, bevor Du dich an seltenes Polartec wagst.

    Ich gehöre ja zur technophilen Fraktion, aber auf dem Westweg mit Piepton zu navigieren?

    Mehr Km am Tag in die richtige als in die falsche Richtung zu gehen...

    Der Trend ist offenbar auch, Wanderungen mittels KI zu planen. Mindestens jemand hat damit schon SAR ausgelöst, auf dem AT wohlverstanden. Gegen den AT ist unter Linden in Berlin der Amazonas, in jeder Linde lauert eine schlecht gelaunte Anaconda.

    Garmin kann es sich offenbar leisten, einfach alles auf den Markt zu werfen und dann zu schauen, was halt bei den Leuten verfängt. Es gibt nun auch ein neues Handgerät mit sehr grossem Display, den H1i Plus. Mit InReach für schlappe 1000 Euro. Das kann tatsächlich eine Art von Nachrichten und Fotos über Satellit versenden. Da darf man aber dann die tollen Karten von Garmin benutzen. Da ist sogar Apple günstig dagegen.

    Garmin ist nicht blöd, die werden auch mitbekommen haben, dass sich niemand mehr ein neues InReach holt. Insbesondere, seit man auch an den Uhren Satellitenfunk hat. Schon hat man eine Ausrede, um eine SmartWatch zu kaufen und das Telefon aktuell zu halten (natürlich nur wegen der Farbe - Orange = Sicherheitsgewinn), was kann schon schiefgehen, man hat ja Redundanz. Wie das nun genau mit den Leo Satelliten, SpaceX usw funktioniert, interessiert wohl die wenigsten.

    Hier in der Schweiz gibt es die Landestopografie, deren App heisst Swisstopo, damit kann man nun sogar Routen planen und dann die Navigation auf die Apple Watch ziehen. Gratis versteht sich.

    Also Du willst WhatsApp, aber die Uhr nicht zwingend koppeln? Dann brauchst Du was mit Mobilfunk. WhatsApp über Satellit kann soweit ich weiss noch niemand (und es gibt meines Wissens keine Uhren mit Satellitenfunkkommunikation ohne Mobilfunk). Uhren mit Mobilfunk sind leider nicht gerade günstig. Gegen Plastik ist nichts einzuwenden, ev. nicht ganz Bärensicher, also wenn der Bär darauf rumkaut (wenn Du sie hoffentlich nicht am Arm trägst).

    Ich gehöre ja zur technophilen Fraktion, aber auf dem Westweg mit Piepton zu navigieren?

    Warum nicht gleich mit ner Meta-Brille (Oakley Meta Vanguard), ev. musst Du halt Funktionen selber dazu programmieren, aber wenn Du das kannst, reicht es wahrscheinlich zu einer schnittigen Fēnix 8 Pro – 51 mm, natürlich mit MicroLED. Und für Apple Vision Pro, mit 1TB, für Abends im Zelt. Und natürlich für ein 2TB iPhone, in Orange. Dann hast Du immerhin redundante Satellitenkopplung, sogar mit Falldetektor, falls dich ein besonders frecher Bär von hinten umwirft. Ohne dass Du ein Gerät von gestern mitschleppen must.

    Im Netz wird gemunkelt, Apple Watches seien für Sojalatte trinkende Veganer, während Garmin für echte Männer/Athleten so à la Reacher etc. geeignet seien.

    Die Bezahlfunktion mittels ApplePay an der Watch funktioniert immerhin wesentlich schneller als mittels iPhone. Der Akku hält 42 Stunden oder 14 Stunden im GPS/Trainings/Aufzeichnungs-Modus. Dafür kann ich auch im Sleep Fokus meine Hue Lampen steuern. Auf Tour ev. nicht unbedingt erforderlich aber hier in meiner Residenz kann ich die Lampen nicht mit dem Schalter vom Strom trennen, da sonst morgens meine Aufsteh-Automation nicht mehr funktioniert. Leider muss ich Arbeiten, um mir den ganzen Quatsch leisten zu können.

    Auf Tour brauchst Du eigentlich nur einen Timer, damit Du nicht vergisst zu essen. Ich wage zu bezweifeln, dass sich jemand den CDT mittels Piepnavigation gönnt. Daher reicht eine Casio G-Shock. Die kannst Du sogar ebenfalls an dein Telefon hängen und dann der Uhr sagen, wann sie morgens zu fiepen anfangen soll - ist halt komfortabler am Telefon. Du kannst sogar Nachrichten auf einer Casio Uhr lesen.

    Bislang erschliesst sich mir der Vorteil eines Biwaksacks für Wanderungen nicht. Ich habe das selbstverständlich ausprobiert, sogar auf dem PCT. Bei Regen und Wind in der Wüste hatte ich echte Probleme - wenn ich den Sack ganz verschloss wurde es schnell stickig, machte ich hingegen auf bliess es mir den Staub direkt ins Gesicht. Das war wirklich unangenehm. Zudem will man sich ev. die Kleider wechseln. Es gibt halt schon Gegenden mit gesteigertem Moskito-Vorkommen. Und ja, die stechen innerhalb von einer zehntel Sekunde.

    Hier in der Schweiz gibt es den SAC. Einer der grössten, wenn nicht der grösste Verein in der ganzen Schweiz.

    Wanderleiter:innen Ausbildung gibts hier auch, die wird aber von seriösen Fachhoch-Schulen angeboten und inkludiert sogar Fachwissen in den Bereichen Verletztenstabilisierung (geht viel weiter als die Nothelfer-Ausbildung die zum Beispiel im Bereich Autoführerschein notwendig ist), Natur (sogar Ornithologie) und natürlich Dinge wie Wetter etc. Die Wanderleiter Ausbildung sollte nicht mit der für Bergführer:innen verwechselt werden, da diese einem befähigt auch eher durchschnittlich Trainierte auf einen hohen Berg zu bugsieren.

    Der SAC besitzt via seinen Sektionen auch die berühmt/berüchtigten Berghütten. Diese wurden teilweise vor langer Zeit gebaut und dienten ursprünglich als Wetterschutz für Berggänger, die sich mit ihren Nagelschuhen, 3 kg Bergpickel und Holzskier durch den Tiefschnee gewühlt haben. Heute gibt es Dinge wie Trailrunning, rauf und runter innert wenigen Stunden. Die Berghütten sind für nicht SAC-Mitglieder zu Konditionen zugänglich, die selbst Gutverdienende Schweizer:innen nicht mehr als geringe Gebühr bezeichnen würden. Trotzdem kann man die "Hüttenromantik" lieben oder hassen. Menschen die sich längere Wanderungen gewohnt sind, mögen sie oftmals nicht so sehr.

    Mittlerweile lassen auch "normale" Wandernde ihre Lederstiefel zu Hause, aber leichtere Schuhe alleine sind noch keine Garantie für verantwortungsvolles Wandern. Am tollsten sind natürlich die Hütten, die quasi mit dem Auto zugänglich sind. Dort trifft mensch andere Menschen, die gescheiter zu Hause saufen würden.

    Ich bin einmal an einem regnerischen Tag in die Blüemlisalp Hütte einkehren gegangen. Alle dachten, sie seien die grösseren Helden als der alte Messner (mindestens) und wer nicht gefühlt dreimal in der Woche auf dem Mont Blanc und der Zugspitze zugegen ist, hatte dort nicht viel verloren. Als ich sagte woher ich komme, sagten mir alle dies sei eine lange Wanderung, nun hätte ich mir ein Bier verdient, wo es denn morgen hingehe - um 15:00 Uhr. Ich ass ein Stück Kuchen und verabschiedete mich höflich. Natürlich unter grossem Protest, der Weg hinunter sei bei Näse sehr gefährlich etc. Nun ja, diese Art von Paternalismus kann mir gestohlen bleiben, besonders jetzt, wo ich mir doch gröbere Wanderungen zutraue. Der Weg hinunter nach Andermat war eher eine Touristenautobahn als ein Wanderweg.

    Ich habe mir schon überlegt, eine Ausbildung zwecks gescheitem Einsatz von Schneepickeln zu absolvieren. Nur: Falls man als UL-Wanderer seinen Schneepickel benötigt, ist man schon in Regionen unterwegs, die der SAC als lebensmüde bezeichnen würde.

    Was mich aber am SAC am meisten stört: Um möglichst viele Menschen anzusprechen, verstehen sie sich als "Bergsportverein" und nicht als Umweltschutzorganisation. Die lieben Amerikaner sind mit ihrem Leave No Trace Jahrzehnte weiter.