Beiträge von Christian Wagner

    Ich würde die Guardian Konstruktion nicht als Firstzelt sehen sondern eher als eine double-Mid Konstruktion.

    Da kann ich dir nicht folgen. Der Fadenverlauf der Panele zwischen den Stangen ist genau so wie bei einem Firstzelt. Der Catenary Cut ist zugegeben beeindruckend, das war es aber auch schon IMHO. Von der Mittelnaht im Panel würde ich mich nicht beeindrucken lassen, die ist wohl dafür da dass die Flächenabspannung etwas hat woran sie ziehen kann. Locus gear hatte Mal eine riesige Doppelpyramide, die war tatsächlich wie zwei Pyramiden geschnitten. Da gab es im Mittelteil dann auch schräg verlaufende Nähte. Allerdings hat sich mir der Vorteil da auch nicht wirklich erschlossen. Ecknähte mit schrägem Fadenverlauf erhöhen nur marginal die Stabilität in dieser Richtung, senken allerdings die Wasserdichtigkeit.

    Ja, genau, deswegen oben die Aussage, fass man mindestens zwei Heringe braucht.

    Man könnte da ja unten quer noch einen Gurt als Stoplerfalle einbauen, dann wären auch diese Heringe eliminiert. Allerdings sollte ein Kuppelzelt immer irgendwie am Boden befestigt sein. Es gab da mal einen lustigen Cartoon in dem ein Hiker seinem kullernden, aufgebauten, aber noch leeren Kuppelzelt den Berg runter nachgerannt ist, nachdem es vom Wind fortgetragen wurde.

    Mir sind vor Jahren Mal ein Paar suizidale Schlittenfahrern mit aufblasbaren Schlittenkeilen (so ähnlich wie diese hier) entgegen gekommen. Schnell waren die, aber als wir die trafen war es auch ordentlich steil am Forstweg.

    Ansonsten schifahren lernen... Schneeschuhe bringen IMHO beim bergabgehen die gleichen Nachteile wie zu Fuß gehen (es rutscht halt nicht).

    LG, Christian

    Dann müssten die Abspannpunkte innen befestigt sein und beim plazieren der Heringe muss der Schneelatz hochgeklappt werden?

    Der Schneelatz müsste ja auch nicht durchgehend sein. An den Abspannpunkten könnte man ja auch eine Lücke lassen. Da ist dann, sollte man eine vollständige Abdichtung wünschen schnell eine Schippe Schnee hingeschaufelt. Wobei ich die Abspannpunkte an den Enden der Bögen eigentlich nie benutze. Wichtiger sind dort die Abspannschnüre die den Bogen in Form halten.

    Sevenfifty Danke für deinen Input, HS heißt wahrscheinlich Hexensteig gelle? Und mit den beiden letzten Etappen meinst du wahrscheinlich die östlichen Richtung Thale oder? Wir werden wegen der einfachen Logistik wohl einen Rundwanderung unternehmen, aber Teile des Hexensteiges könnte man da ja locker einbauen.

    Ahoi, ich habe Anfang Februar das Glück mit einem Bekannten den Harz (oder irgendwas da in der Nähe) unsicher machen zu dürfen. Wir haben 4 Tage Zeit und null Ahnung von der Gegend.

    Hat jemand einen Tipp für mögliche Routen, eventuelle Start- und Zielpunkte, Lagerplätze die um die Jahreszeit geöffnet haben?

    Vielen Dank schonmal für eure Hilfe, Christian

    Wie weit kann man es mit dem Design wagen? Enstehen irgendwann Kältebrücken an der Punktsteppung?

    Ich habe das bei meinem 400 gr. Sommerquilt so realisiert. Außerdem hat meine Frau einen bekommen mit deutlich mehr Daune. Der ist schon muckelig. Die Punkte sind natürlich eine Kältebrücke. Andererseits wiegt das Konstruktionsgedöns bei einem punktgestepptem Quilt eben genau null Gramm, im Gegensatz zu allen anderen Konstruktionen. Das gesparte Gewicht kannst du dann eben in mehr Daune investieren. Der Bauaufwand bei Punktsteppung ist deutlich reduziert und die Nachteile sind, zumindest bei Sommerquilts IMHO locker händelbar. Rutscht die Daune zur Seite, dann kriegst du das innerhalb von Sekunden wieder richtig hingeschüttelt. Das ist bei mir einmal alle Paar Nächte notwendig, keinesfalls mehrmals pro Nacht.

    Auch wenn du jetzt bald Ersatz hast, würde ich trotzdem deinen alten Quilt noch mit zusätzlichen Stepppunkten an der Außenkante versehen.

    Ein Sommerquilt kommt sowieso. Hatte auch mal darüber nachgedacht den mit 133/167er Apex zu nähen wegen eben jenen Layering für den WInter.

    Das Problem ist, wenn man mal mit Daune angefangen hat, dann ist Kufa einfach sinnlos. Ein 167 er Quilt wiegt auch wieder an die 500 Gramm, ist aber deutlich kälter als dein Daunenteil. Einzig die Taupunkt Problematik im Winter wäre ein Argument für Kufa, aber wann mache ich schon Wintertouren (fast nie), Sommertouren aber ständig.

    Andere Kammern: Karo-Step an sich funktioniert ganz gut

    Meinst du damit sowas? Falls ja, dann würde ich vorschlagen an den äußeren "Kammern" noch zusätzliche Stepppunkte zu machen damit da die Daune nicht hin verschwindet.

    Ansonsten würde ich nicht den "gleichen" Quilt mit ähnlichem Anwendungsprofil bauen. Da hast du nochmal die gleiche Arbeit und bis auf 50-100 gr. weniger Gewicht kaum Mehrgewinn. Mach dir lieber einen krass leichten Sommerquilt, das bringt dir einen echten Mehrwert, zumal du ihn ja dann mit dem alten kombinieren kannst und so schon etwas in den Winter hinein kommst. Für Version drei machst du dir dann ein 1 kg Wintermonster. So hast du drei Quilts mit deutlich getrennten Anforderungsprofilen.

    Zu Befestigungssystemen weiß ich nix, ich verwende keine, wie ja zu Hause auch. I'm Sommer habe ich sie auch noch nicht vermisst.

    Ist das jetzt in deinen Augen viel oder wenig?8o

    Mein Duplexclon hat 1,2m Alu Stangen mit 10 mm DM. Dem traue ich einiges zu. Würde ich damit nach Island? Nö. Trotzdem sind das in meinen Augen bombenfeste Stäbe.

    Bei meinem original Tarptent hatte ich 8 mm Alu bei 90 cm Länge. Auch das war IMHO völlig ausreichend für Nordschweden. Da war aber das Zelt halt winzig und hat dementsprechend wenig Angriffsfläche geboten.

    Das leichteste was ich mal gemacht habe war 6 mm Carbon mit Aussenhüllen. Die waren glaube ich 1m lang. Das war gefühlt nur was für Schönwetter.

    Roger Caffin nimmt ebenfalls 6 mm Pfeilschäfte aus Carbon, allerdings nicht im Trekkinstockzeltmodus, sondern für Tunnelzelte und die können wohl einiges ab.

    Kommt halt darauf an auf was man hin optimieren will. Bei 90% meiner Unternehmungen brauche ich keinen Sturmbunker.

    Im Myog/ Cottagebereich basiert IMHO vieles auf Gefühl, bzw. Erfahrungswerten. Wer weiß schon wirklich wie viel Newton Biegebelastung der Stock, mit ein Paar Mikrometer Spiel in den Verhindern, abkönnen muß wenn der Wind mit X Knoten auf die Zeltbahn trifft und den Stock dann mit Y Newton staucht. Vielleicht hat sich bei Patagonia mal wer die mühe gemacht das zu untersuchen. Die übrigen nehmen halt einen Stock der ungefähr so dick ist wie der beim Mitbewerber.

    Das mit dem Produktionsaufwand ist im professionellen Umfeld nicht wegzudiskutieren und so sind solche Sonderwünsche natürlich nur mit Aufpreis möglich.

    Als Myoger habe ich diese Einschränkungen halt nicht. Da ist es am Ende egal ob ich einen Abend länger an der Nähmaschine sitze, im Gegenteil, ist ja Zeitvertreib. Wobei ich jetzt als Familienväter deutlich mehr mit meiner Zeit Haushalten muß als früher ;).

    OnT: Gibt es eigentlich eine Zweierpyramide die Viertelabspannungen hat? Kircheimdorflass'...

    Man braucht doch bloß zwei Klemmen / Federstecker jeweils am Ende des breitesten Rohrs.

    Bei Alu stimme ich dir zu (wobei die Bohrung ja wieder eine Schwachstelle darstellt, gerade an der höchstbelasteten Stelle), aber bei Carbon steht das Rohr dann da punktuell an und wird im Laufe der Zeit zerbröselt. Versuch macht klug, aber mir war es für die Paar Gramm zuviel konstruktiver Aufwand.

    Bis heute verstehe ich nicht, warum bei gewichtsoptimierten Zeltstangen nicht das mittlere Element, im Durchmesser einfach eine Wandstärke größer gebaut wird.

    Ich hatte da mal mit (gedanken-) experimentiert, das Problem das ich hatte, war die äußeren Stangen am reinrutschen zu hindern. Da müsste dann ein Rohrabschnitt entweder innen in das größere Rohr, oder aussen auf das kleinere Rohr geklebt werden. Die gesamte Belastung wird dann von der Verklebung gehalten. Das sauber und leicht hinzukriegen habe ich mir als Hobbyist nicht zugetraut. Wie man bei Easton sieht ist das ja anscheinend auch bei Profis ein Problem, und da wird die Verklebung ja überhaupt nicht axial belastet. Letzenendes spart man kaum Gewicht und hat bei durchgehen größerem Durchmesser viel mehr peace of mind da da eben die Stangenabschnitte schön aufeinander stehen.