Beiträge von Christian Wagner

    Hm, die Studie von Slingfin ist ja schon länger bekannt und hat was die UV- Beständigkeit angeht bei mir auch eher Fragen aufgeworfen als Antworten geliefert.

    Das hochgelobte 10 D Material von Slingfin scheint ja hoch UV- stabil zu sein, hat aber, der niedrigen Fadenstärke geschuldet, insgesamt schon eine sehr geringe Zugfestigkeit. Sowohl im Neuzustand als auch nach den 200 Tagen UV- Exposition. Nur die relative Änderung ist eben sehr gering.

    Die Fadenstärke ist zumindest im Neuzustand noch einigermaßen direkt proportional zur Zugfestigkeit. Alles andere hätte einen ja auch gewundert. Nach 200 Tagen UV ist das aber nicht mehr so. Da weis aber Slingfin offenbar auch zu wenig über die einzelnen Stoffe (zusätzliche Ausrüstung o.Ä.) um da doch noch etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

    Erwartertermaßen sind die Sil/PE beschichteten Stoffe richtig schlecht weggekommen, sowohl im Neuzustand als auch nach 200 Tagen. Interessanterweise war da auch ein Polyesterstoff dabei. Wobei Zugfestigkeit nicht unbedingt Weiterreißfestigkeit ist. Letztere sollte bei PE- beschichteten Stoffen nochmal schlechter sein.

    Disclaimer: Es sind nur zwei PE beschtete Stoffe in der Studie dabei gewesen.

    Krass ist auch das schlechte Abschneiden von Polyesterstoffen insgesamt. Überliefert ist ja eigentlich eine "natürliche", bessere UV- Stabilität von Polyester gegenüber Nylon.

    Auch hier Disclaimer: Es sind nur zwei Polyesterstoffe in der Studie dabei gewesen.

    Was lernt da nun der geneigte MYOGer der keine Kapazitäten hat solche Tests selber durchzuführen?

    Zelte nicht unnötig in der Sonne stehen lassen, auf Sil/Sil- Beschichtung achten und auf ausreichend hohe Fadenstärke (Denier) achten.

    Ich hätte gerne Mal noch mehr Versuche mit noch mehr silikonisierten Polyesterstoffen gesehen. Die Ergebnisse sind hier doch sehr überraschen.

    Mit leicht verwunderten Grüßen, Christian

    Hat mich auch gewundert, bis ich dann mal bei Decathlon über eine Rash Vest gestolpert bin die ein mehrseitiges, mehrsprachiges Büchlein mit Safetyhinweisen eingenäht hatte. Netterweise war das aber an einem winzigen Stofffizelchen angenäht was man easy durchschneiden konnte.

    https://backpackinglight.com/quilt-pad-conv…t-loss-zenbivy/

    "How does a Quilt’s Pad Attachment System Influence its Heat Loss Resistance?"

    Kürzlich erst entdeckt und gestern erst gelesen (my 2 cents):

    So wie ich das verstanden habe hat Backpackinglicht einen 10F Zenbivy mit einem 20F HMG Quilt verglichen. Gesponsort ist das ganze übrigens von Zenbivy gewesen. Hätten die das oben hin geschrieben, dann hätte man genau da auch das lesen aufhören können IMHO.

    Man hat dann einen warmen Wassersack in die Quilts reingelegt und geguckt wie schnell dieser die Wärme verliert. Das hat man dann einmal mit und einmal ohne Seitenwind Ventilator gemacht. Das wäre im Prinzip ein gutes Setup gewesen und wäre eventuell etwas für unsere Rettungsdeckenversuche falls sich da nochmal wer austoben möchte, jedoch für die Messung der Quilt- Befestigungssysteme war das leider nix. Die Kontrolle war nämlich nicht etwa der jeweilig Quilt ohne geschlossenes Befestigungssystem, sondern einfach nur ein Wassersack ohne Quilt. Da kann man dann natürlich gar nix mehr vergleichen.

    Den krassen Wärmeverlust bei sich im Schlaf bewegendem/ drehenden Schläfer kriegt man mit einem Wassersack natürlich überhaupt nicht raus, ich wüsste aber zugegebenermaßen nicht wie man das überhaupt vergleichbar quantifizieren könnte.

    Heraus kam jedenfalls dass der 10F Zenbivy wärmer ist als der 20F HMG. Vergleicht an die Unterschiede mit und ohne Wind, dann kommt man drauf, dass der Zenbivy mit seitlich komplett geschlossenem Befestigungssystem einen weniger stark erhöhten Wärmeverlust mit Wind hat als ohne. Das hätte man sich ja auch schon vorher denken können. Ergebnis jedenfalls ganz im Sinne des Sponsors... not impresssed.

    Falls jemand ein löchriges Sorgenkind zuhause rumliegen hat, kannst Du Dich gerne melden - irgendwo gab es hier ja auch die Möglichkeit, pn zu senden...

    Im Zuge der Erweiterung der forumsinternen Outdoorskills kann ich so etwas ja nicht gut heißen ;). Die Reparatur der eigenen Ausrüstung im Felde ist ein elementarer Skill den jeder Outdoorer beherrschen sollte. Also ran an die Nadeln!

    Vor alem würde ich den Alutopf auf keine Fall in die Spülmaschine geben.

    Danach kann der direkt dem Schrotti übergeben werden.

    Stimmt, Alu in der Spülmaschine ist nicht toll. Schrottreif ist aber etwas übertrieben. Wenn ich scharf darüber nachdenke habe ich meine alten Alutöpfe (und auch das neue hartanodisierte) immer mit der Hand zu Hause abgespült.

    Ich habe gerade auf der Trangiaseite geguckt: Deren gesamtes Geschirr ist nicht spülmaschinengeeignet - uuuupsiiiiie.

    Hiermit dementiere ich und behaupte das Gegenteil!!!!

    Hm, für eine Wochenendtour braucht man IMHO sowieso keine Topfreinigung. Das Ding wird ja eh 2x am Tag sterilisiert und ein Petersilienschnipsel im Morgenkaffee bringt mich nicht um. Zu Hause kommt der Topf dann in die Spülmaschine.

    Stärkere Verkrustungen wurden zu Alutopfzeiten mechanisch mit Dreck und Sand geschrubbt. Auf längeren Touren hat das eigentlich immer gereicht.

    Ob ich das meinem neuen, tollen, hartanodisierten Trangiatopf an tue weiß ich aber noch nicht. Vielleicht nehme ich hierfür in Zukunft ein Zwiebelnetz mit. Hat da wer einen Tipp?

    LG, Christian

    Schönes Teil, ich habe ja auch noch 1,5m von dem Stoff hier rumliegen. Trau mich gar nicht da etwas draus zu basteln. Hmpf.X( So die zündende Idee hatte ich noch nicht, bin jedenfalls auf deinen Erfahrungsbericht gespannt.

    Hast du Mal probiert das Teil mit Spitze nach vorne aufzusetzen, so á la Poncho Villa. Das dürfte für Arme und Popes nochmal mehr Abdeckung bringen.

    LG, ...