Beiträge von Christian Wagner

    Noch was zu Tarps und Stecknadeln: Es hört sich zuerst Mal widersinnig an am wasserdichten Tarp mit Stecknadeln zu arbeiten, aber das ist weniger tragisch als gedacht. Bei silikonbeschichteten Stoffen verschließen sich die Löcher Recht gut von selbst. Wer doch Bedenken hat der kann die Mittelnäht mit Badsilikon zukleistern. Die Verstärkungen am Rand und der Saum brauchen keine Versiegelung.

    Wenn man beim Nähen bei Null anfängt ist Silnylon schon eine steile Lernkurve. Das Zeug ist so rutschig, das nervt mich heute noch, selbst nach über 30 Jahren MYOG. Aber was will man machen wenn man als Hobby "Zeltebauen" hat und man sowas von keinen Bock hat auf den Preis von DCF - viel mehr als Silnylon oder Silpoly bleibt einem da nicht.

    PU beschichtete Stoffe sind sowas von viel einfacher zu verarbeiten, aber wer will schon Arbeit in ein PU- Polyester Tarp mit ~70-100 gr/qm stecken. Da kommt man bei 3x3m bei knapp unter einem Kilo raus. Das lohnt nicht.

    Die gute Nachricht ist: bei einem 2x3 m Tarp das wilbo vorgeschlagen hat sind das nur 2m Naht und dann etwas Verstärkungen mit Saum rundherum. Probiere halt erstmal mit "normalen" Stoffen, gerne auch erstmal mit Baumwolle (Wieviele Hemden und Hosen müssten bei dir Mal geflickt werden?).

    Das Problem mit Silnylon ist halt dass sich das immer krass gegeneinander verschiebt. Dem kannst du mit vielen, vielen Stecknadeln (gerne alle 5 cm) entgegen treten. Langsam Nähen, dann wird das schon.

    Happy sewing,

    Christian

    geeigneten Nähmaschine

    naja geeignete Nähmaschine hätte ich schon, ist ne Privileg450 Zickzack aus den 60ern, fast alles massiv! (also nix Kunststoff) nur hat sich bei der "Feineinstellung" m.E. was verzogen, bräuchte also einen Nähmaschinenmechaniker damit die Fadenspannung, und das Haken beim Rückwärtsgang etc. wieder funktioniert (das kann ich nicht) - nur ich bin hier in einer Großstadt wo Abzocke normal ist... und hab' leider KEIN Auto um zu einem anständigen, ehrlichen Mechaniker auf's Land oder so zu fahren - heißt wenn du die Maschine hier irgendwo hinbringst kann es zwischen 200-400€ sein (200 seh ich noch ein alles darüber aber nicht), die wollen halt lieber ihr Zeug verkaufen.. oder eben abzocken... :(
    Der Rest (Zeit/Arbeit) etc. ist natürlich weil ich glaub dass es sich lohnen könnte, auch wenn's dann manchmal nicht so klappt wie gewollt (daher auch der Bericht) vllt. hilft es ja wem selbst zu basteln :)
    Viel Glück bei der Suche!! nach der Nähmaschine!!

    Guck mal ob du nicht einen reinen Nähmaschinenmechaniker ohne retail. Wenigstens einen gibt es davon sogar in dem kleinen Städtchen Salzburg. Der rechnet nach Stunden ab plus Material. Vor dem Einbau eines 50€ Ersatzteiles gab es einen kurzen Rückruf ob er das machen soll, und dann war die alte Pfaff nach kurzer Zeit wieder wie neu.

    Ich habe bei meinen letzten Rucksäcken Bottom Pockets eingebaut und finde die Klasse!

    Meine sind nach Palante Art seitlich offen und haben einen Trashport auf der Gegenseite. Ich packe da immer die Snacks rein. Man kommt sogar im Laufen dran ohne den Rucksack absetzen zu müssen. Etwas arbeiten muss ich noch an der großen Öffnung, da fällt ab und an mal was raus. Eventuell ist eine Bottom Pocket a la Nashville Packs besser. Da ist der Eingang von der Rückenseite her und die Tasche ist auch etwas nach oben gezogen. Beim nächsten Rucksack werde ich das mal ausprobieren.

    OT: fettewalze :

    Was mich v.A. getriggert hat war der zweite Post von Konradsky zu Thema.

    Ansonsten kann er meiner Meinung nach auch wegbleiben.

    Ich fand den ersten post schon daneben, aber ich kann halt Englisch und deshalb ist es mir Wumpe in welcher Sprache von nicht Muttersprachlern gepostet wird. Walkin' hat hier mit zig hochklassigen Beiträgen zum Thema Myog beigetragen. Wenn er deutsch nicht kann und Englisch postet ist das für mich völlig in Ordnung. Wenn er in Bahasa postet wäre es mir auch egal. Walkin' hat hier etwas Wertvolles beigetragen, und wenn das bei ihm auf Englisch niederschwellig geht, dann ist das doch gut. Besser als gar nicht posten. Es ist ja auch nicht so dass die posts auf Englisch Konradskys Leben krass zum Schlechten verändern würde. Einzelne posts kann man doch easy ignorieren. Wenn es ein Troll würde ich das ebenso sehen wie Konradsky, aber eben nicht wegen der Sprache, sondern wegen der Qualität der posts. Ich glaube auch nicht das hier ein Dammbruch stattfindet und unser Forum demnächst von "den Amis" gekapert werden würde.

    OT: Krass, ich bin doch immer wieder erstaunt wie wenig ich über Tiere weiß. Ich dachte immer ein Reh wäre eben die Frau vom Hirsch. Wenn die Frau vom Weißwedelhirsch Weißwedelhirschkuh heißt, wie heißt den dann der Mann vom Reh? Rehhirsch?

    Ahnungslose Grüße, Christian

    Komt drauf an was mit "halten" gemeint ist. Die Biegefestigkeit von Carbon-Rohren ist hoch und sie "ver"biegen sich auch nicht permanent sondern brechen/splittern bei Erreichen der Festigkeitsgrenzen.

    ABER sie sind ziemlich schlagempfindlich - wenn die Struktur einmal beschädigt ist können sie erstaunlich schnell an den beschädigten Stellen versagen.

    Stimmt alles, Schlagbelastung halte ich jetzt aber bei dezidierten Zeltstangen für nicht wirklich kritisch.

    Und konstruktionsbedingt können sie an den Ende leicht splittern, wenn sie ungeschickt belastet werden, so z..B. bei ineinander gesteckten Rohren ist bei Biegebeanspruchung der Überlappungsbereich starkt gefährdet, längs aufzureißen.

    Kommt auf die Rohre an. Billige pulltrudierte Rohre halten bei internen Steckhülsen praktisch gar nichts aus und müssen verstärkt werden, aber bei gewickelten Rohren halte ich das für nicht kritisch.

    Schrumpfschlauch reicht nicht, der hält mechanischen so gut wie nichts aus. Auch ist er viel zu elastisch als das er nennenswert Belastung aufnehmen könnte bevor das Epoxy bricht.

    PS. Quetschverbindungen bei ausziehbaren Carbonrohren sehe ich eher kritisch. Die Rohre sind in aller Regel nicht auf Kompression senkrecht zur Längsachse ausgelegt.

    Wenn die Passung stimmt, dann halte ich eine flächiges, zirkuläres Aneinanderpressen für nicht kritisch.

    HTH

    dermuthige Interressanter Punkt. Also müssen wir die Schnittkanten verschmelzen und großzügige Nachtzugaben machen gibt es das mater. Als Stoff für Rucksackaußentaschen stelle ich mir das als sehr gut geeignet vor. Sexy finde ich die 50 gr/sqm. Bei deinen verlinkten Stoffen um die 100 gr. kann man IMHO schon wieder stink normales Polyester nehmen. Das hält auch gut, ist billiger und super easy zu verarbeiten.