Beiträge von Christian Wagner

    Vielleicht, wäre dieser Schnitt ein möglicher Kompromiss.


    Zumindest komme ich damit über Tischkantenhöhe. ;)

    Ziemlich genau das hatte ich gemeint mit der höheren, offenen Aufbauvariante:

    So hättest du immer noch ein Flattarp. So könnte man dann bei richtig gutem Wetter noch eine Aufbauvariante a la Torwald bauen bei der der Stock weiter Richtung Beakspitze wandert und man so zu einem nach drei Seiten offenen Shelter mit guter Sitzhöhe kommen kann.

    Ich würde ohnehin eine Schnur und einen Kordelkanal an der Türkante einnähen, um den Eingang durch raffen zu schließen.

    Also so ein bisschen wie hier.

    Google SketchUp 8.

    Danke! Werde ich mir mal anschauen.

    Als Gegenentwurf werde ich demnächst einfach mal diese minimal Version mit Stangentasche / beak bauen.

    Da hast du in der Mitte lediglich eine überdachte Zelttiefe von 96 cm. Wäre mir zu wenig wenn man das Teil nicht komplett zumachen kann. An Kopf und Fußende, also da wo man es wetterschutztechnisch eh nicht unbedingt braucht, hast du dafür Platz ohne Ende. Hexamid- Tarps sind da IMHO deutlich sinnvoller. An der höchsten Stelle ordentlich tief und an den runtergezogenen Kopf- und Fußenden schmal.

    Zu derray s Entwurf: vielleicht sollte man an Kopf und Fußende mittig noch kleine Struts oder Lifter einbauen um bei der geringen Gesamthöhe noch auf eine ausreichende Kopf- und Beinfreiheit zu kommen.

    Für ein Tarp würde ich Silnylon nehmen. das 30d von Extex ist gut. Das von ESVO kenne ich nicht, aber Wilbo ist ja begeistert. Warum also nicht. Silpoly hatte ich als Tarp noch nicht, allerdings ist das wohl nicht so stretchy und damit wäre es nicht unbedingt meine erste Wahl.

    Kettenlinien am Saum halte ich für ein Marketinggimmick. Das stiehlt dir nur überdachte Fläche und macht einen bodennahen Aufbau zuverlässig unmöglich. Der IMHO einzige Grund für sowas ist ein schnittiges und faltenfreies Katalogbild.

    Ein winziger Catcut (ca. 1 cm) an der Firstlinie kann hilfreich sein falls man das Tarp oft als A- frame aufbaut. Allerdings würde ich das nicht so krass machen das mir all die anderen Flattarp Aufbauoptionen flöten gehen. Bei meinem 3x3 Tarp habe ich keinen Catcut benutzt.

    Warum Trapezform beim Hängemattentarp?

    Hab mal eine andere Idee, die mir schon länger im Kopf herum schwirrt mal grob auf 3m Stofflänge und 1,6m Stoffbreite skaliert. So komme ich auf eine Halbpyramide mit 2,8m Liegelänge, 1,1m Breite, einer Höhe von 0,7m und einem komplett geschlossenen Falteingang, der bei Bedarf als Vordach aufgestellt werden kann.

    Ui, das ist ja mal richtig toll. Ganz anders als die Entwürfe die mir so im Kopf herumspuken. Prima!

    Das mit dem Falteingang finde ich toll, viel einfacher als meine Reißverschlusslösungen.

    Im Prinzip könntest du das ganze Geschnippel an den Rändern auch sein lassen. Du schneidest die Stoffbahn einfach schräg durch und nähst die Stücke an der 1,9m langen Seite wieder zusammen.

    So hättest du immer noch ein Flattarp. So könnte man dann bei richtig gutem Wetter noch eine Aufbauvariante a la Torwald bauen bei der der Stock weiter Richtung Beakspitze wandert und man so zu einem nach drei Seiten offenen Shelter mit guter Sitzhöhe kommen kann. (Wenn man da nicht folgen kann, dann werde ich noch Zeichnungen folgen lassen).

    In der geschlossenen Aufbauvariante wird das Vordach dann mittels zweistufigen wilbo - Beak zum Türpanel. In die Unterkante des Türpanels müsste man wahrscheinlich aufgrund des Fadenverlaufs eine Schnur mit einsäumen, sonst bekommt man keine Spannung drauf.

    BTW, wilbo und derray was verwendet ihr eigentlich als CAD Programm für eure Entwürfe. Ich mache meine 3d Druck Sachen mit FreeCAD, aber ich wüsste nicht wie man da Zelte usw. aufstellen und abwickeln könnte.

    Ich meine ein echtes 4-season Zelt muss alleine, bei Sturm, mit kaum Sicht und Handschuhen möglich sein. Sonst fällt es für mich raus.

    Allerdings wird jedes Zelt seine Grenze haben ab der ein Aufbau eben nicht mehr gelingt. Irgendwann ist es für jedes Zelt "zu spät". Da kommt dann eben wieder der wichtigste Ausrüstungsgegenstand (er befindet sich zwischen deinen Ohren) ins Spiel. Tut gut daran solche Situationen rechtzeitig (!) zu erkennen, ansonsten bleibt eben nur sich ins Zelt einzuwickeln (s. o.).

    Angeblich haben nicht wenige, die wegen Unterkühlung Probleme bekamen ihr Bothy Bag im Rucksack gehabt und halt nicht verwendet. Z. B. weil sie eben noch bis zur Hütte oder Auto durchdrücken wollten, oder schlicht die Situation falsch eingeschätzt hatten.

    Bei der Liegelänge bin ich raus. Ich habe mich jetzt über die letzten Jahre einfach an großzügige Schnitte gewöhnt.
    Mit dem Alter mache ich nicht mehr jeden "fancy minimalism" mit.

    Es ist schon klar das das Bunni kein Palast ist, allerdings empfinde ich die 2,8m an der Hinterkante jetzt auch nicht mehr als wahnsinnig krass. So baut z. B. Z-packs kein Zelt mit mehr als 2,54 m Länge im Aussenzelt. Der Trick ist halt das Teil 20 cm über dem Boden auf zu bauen. Dann klappt es auch mit der Belüftung;). Hyperlite Mountain Gear ist mit seinem Ultamid 2 und 4 bei 2,7m bzw. 2,8m Kantenlänge im gleichen Ballpark, baut aber natürlich, bei deutlichem catenary cut, höher.

    Du könntest bei meinem Entwurf auch die Hinterkante bei 3 m belassen ohne das sich wirklich grundsätzlich etwas an der Gesamtgeometrie ändert. Dann wird der Zuschnitt sogar nochmal simpler.

    Hm, hättest du die Ecken am Dachpanel noch drangelassen dann wäre es auch trapezförmig geworden;(... so isses halt wieder die übliche "Hexamid- Apsis" ;). Dann kannst du auch gleich die Seitenwände wieder parallel machen (+ wenigstens bis auf Höhe des Mittelstabes nach vorne ziehen) und dir so die elend lange Rückwand sparen.

    Inspiriert durch das Ounce Design Bunni habe ich mich Mal dran gemacht einen Schnitt für etwas sehr ähnliches aus Silpoly zu entwerfen. Das Bunni ist im Prinzip ein Holden Tent (manchmal auch als Halbpyramide bezeichnet) mit einem Türpanel vorne quer. Das extrem minimalistische Design macht sich in einem, für ein Pyramidenzelt, irre geringen Gewicht bemerkbar.

    Das Design ist IMHO extrem elegant. Im ganzen Tarp gibt es nur zwei Nähte, davon wird eine für den Reißverschluß genutzt. Über dem Schläfer befindet sich keine einzige Naht. Anders als beim Original würde ich noch an jeder Seite zusätzliche Abspannpunkte vorsehen um Reserven bei viel Wind zu haben.

    Das Original ist allerdings auch winzig. Mein Entwurf ist nur wenig größer, macht sich aber zu nutze, dass das Silpoly, als Meterware, mit 1,5m gut 10 cm breiter als DCF ist. Die meisten Abmessungen wurden deshalb ebenfalls ca. 10 cm größer. So habe auch ich als Großgewachsener die Chance Unterschlupf zu finden. Die Höhe liegt bei etwa 110 cm bei bodennahem Aufbau. Auch das ist wahrscheinlich etwas mehr als beim Original, aber genau weis ich das nicht. Im Internet gibt es zur Höhe unterschiedliche Angaben.

    Ich habe für das Türpanel zwei verschiedene Zuschnittsvarianten angegeben. Die Linke minimiert die Anzahl der Nähte, hat aber entsprechend viel Verschnitt, die rechte Variante kommt mit nur einem Laufmeter Stoff für die Tür aus, hat aber eine Mittelnaht. Das ist allerdings nicht so tragisch wenn diese für einen Mittelreißverschluss genutzt wird. Im Original sitzt der Reißverschluss auf der Ecke, was die Anzahl der Nähte minimiert, das wiederum hat allerdings den Nachteil dass dieser zum Bedienen nicht sooo gut zu erreichen ist.

    Draufsicht

    Dachpanel

    Türpanel mit zwei Zuschnittsvarianten (siehe oben im Text)


    Ein Prototyp existiert bisher nur als Papiermodell. Wer näht das erste Bunni aus Silpoly?

    LG, Christian

    Nur der Vollständigkeit halber hier noch zwei Poncho- bzw. Tarpaufstellvarianten die, ganz im Sinne dieses Threads einen Rundumschutz bieten. Wenn auch mit knapp 60 cm Höhe nur mit minimalen Komfort.

    In einem Nachbarthread bin ich über das Alphatent gestolpert. Das ist ein winziges Kuppelzelt aus einem Poncho. Das ganze geht wohl auf diesen Burschen hier zurück. Auf Youtube gibt es diverse Videos zum Thema.

    Ein recht ähnliches Konzept wird mit dem "Mushroom Tent" verfolgt. Das ist eine Aufbauvariante eines 3m x 1,5m Tarps. Dabei werden die vier Ecken am Boden mit Heringen fixiert und die Mitte des Tarps nach oben ab- bzw. aufgespannt. So entsteht eine kleine Pyramide die ebenfalls rundum geschlossen ist.

    Ist zwar off topic aber ich benutze seit 30 Jahren einen BW Poncho (jaja 600g leicht 🙈) mit 4 Aluheringen und 2 angepassten Klappzeltstangen. Die Stangen kommen diagonal in den Poncho je Ende in die Ösen so ergibt sich eine Kuppel wo an der Kapuze innen ein Mesh befestigt werden kann.

    OT: Finde ich doll das das mal einer realisiert. Ein Video dazu habe ich hier gefunden:

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Die Ponchokuppeln sind üblicherweise ja sehr niedrig. Wie kommst du damit klar? Musst du da zum umziehen raus, oder erhöhst du üblicherweise eine Seite- im Lean- to style?

    Eine Abwandlung des gleichen Prinzips wäre ein Mushroom Tent Aufbau des Ponchos. Das ist, wie auch deine Kuppel, rundum geschlossen, aber eben in Pyramidenform.

    Zitat von wilbo

    Zitat

    Meine aktuellen Überlegungen in Richtung Bivy gehen eher hierhin:

    Bivy-Tarp mit Klappverdeck.
    Die vordere Kante wird durch ein A-frame gehalten. Bei nettem Wetter kann ich das nach hinten umklappen, aber auch schnell wieder aufstellen. (Firsthöhe vorne knapp 75 cm, entspricht ungefähr Tischhöhe)
    Eine Seite sollte zusätzlich aufstellbar sein, um einen großen Zugang zu schaffen. (Lösung unklar, wahrscheinlich Reißverschluss-Kante)

    Ich habe Mal einen zu kleinen Silnylonshelter als Längslieger gebaut. Etwas größer als das was du da gezeichnet hast. Das Teil habe ich nach der ersten Nacht nicht mehr benutzt. Da man mit dem Schlafsack zwangsläufig großflächig an die Zeltwände stößt (nicht nur ein bisschen an Kopf- und Fußende wie beim Querlieger), streift man praktisch das gesamte Kondens ab und in den Schlafsack hinein. Da hat man sich praktisch alle Nachteile eines Biwaksacks (Kondens im Schlafsack und null geschützten Raum zum Wohnen) mit dem Gewichtsnachteil eines Zeltes (Gestänge usw.) erkauft. Da war mein Original- Tarptent um einiges komfortabler. Das war mit 90 cm am Kopfende auch kein Palast, hatte aber ordentlich Breite, so konnte man problemlos drunter Kochen und war mit dem Schlafsack auch niemals in Gefahr das Dach zu berühren. Tarps rocken!!!

    Deine Version aus Baumwolle hat das Kondensproblem nicht so krass, ist schon klar,, just sayin'...

    Definiere »geschlossen«.
    Ich vermute, da haben wir unterschiedliche Vorstellungen.

    Nun, ein Meadowphysics Abode, ein Holden Tent oder Torwald sind eben nicht rundum geschlossen, ein Solomid oder ein Gatewood Cape schon.

    ... und ab hier bin ich ganz raus. Das musst Du mir mal für Dummis aufzeichnen.

    Bitteschön, Beaks in zwei Aufbauvarianten:

    Wirklich? Dein oben verlinktes Tarp-Schnittmuster erfüllt genau dieses Kriterium nicht, denn da fehlt der Boden.

    Das hatten wir doch hier schon mal am Anfang des Threads:

    Rundum geschlossen war eher so gemeint, dass es aus jeder Richtung draufregnen kann ohne das man nass wird. Einen Boden kann der geneigte Ultraleichttrekker ja wie so oft üblich aus einem Stück Plastikfolie improvisieren.

    Und mal ganz ehrlich: wie soll bei dieser willkürlichen Materialbegrenzung ein nutzbarer Shelter herauskommen?

    Och, ich fand den ersten Entwurf schon mal gar nicht so übel: Sitzhöhe, die Liegelänge für nicht- Hobbits wird in Version 2 gefixt, und sogar Platz für etwas Gepäck. Das ganze mit nur 5,4 qm Stoff und entsprechend wenig Gewicht.

    Grundsätzliches zur willkürlichen Materialbeschränkung:

    Ich finde diese Art des Konstruierens ungemein stimulierend. Da muss man wieder einmal seine grauen Zellen anstrengen um ein Ziel zu erreichen. Außerdem kommt man so wieder auf neue, ganz andere Ideen. So habe ich im Zuge des ganzen "Enclosed in Three"- Nachdenkens eine Idee für einen Bothybag für zwei Personen bekommen. Du scheinst intern einen anderen Konstruktionsprozess zu haben, und das ist auch OK so.

    Außerdem bedeutet weniger Fläche auch weniger Gewicht, warum also sich nicht beschränken. Auch wird bei so wenig Stoff zwangsläufig der Verschnitt minimiert sein müssen.

    Des Weiteren hindert einen ja niemand daran aus den Ideen die hier entstehen XXL- Versionen aus mehr Stoff zu bauen.

    Warum 3m? Nun, 4m hatte ich schon und 3,5m hatte ich auch schon. Beides IMHO sehr brauchbare Shelter.

    So, kommt dies Deinen Vorstellungen schon näher?

    Ja, das passt besser. Der Beak am Fußende ist bei dir jetzt flächenmäßig maximiert, hat aber einen nicht optimalen Fadenverlauf. Das muss bei dem kleinen Dreieck aber auch kein Weltuntergang sein. Mal sehen was es bei mir wird.

    Wie das, wenn die beaks fix sind?

    Nun, wenn du das Tarp höher abspannst, aber den Abstand der Seitenkanten zum Boden gleich lässt, dann wird die Liegefläche achmäler und die Beakspitzen wandern nach aussen und oben.

    Genau, und dafür ist das Tarp mit den beaks schon „ein bisschen“ gemogelt. ;)

    Hm, warum gemogelt? Zugegeben, eine Höhe von 50- 60 cm ist jetzt kein Palast, aber rundum geschlossen isses.:P

    In dieser Zeit habe ich es gelernt, mein MYOG-Tarp zu lieben.

    Hast wie groß ist das denn?

    Auch wenn ich das Tarp schon länger besitze, habe ich bisher meist ein kleines MYOG-Zelt verwendet, ziemlich ähnlich zum abode von Meadowphysics/John Zahorian. Dieses Zelt aus Silpoly wiegt nur 250g, ist mückendicht, hat schon viel Regen gesehen, und bietet genügend Platz um zu sitzen, liegen, und die Ausrüstung findet auch noch Platz. Bei Wunsch kann ich gerne mal ein Bild von diesem Zelt posten.

    Na ein Bild wird da nicht reichen:P. Bitte gerne eine Vorstellung deines Zeltes. 250 gr. und voller Mückenschutz ist ja eigentlich schon fast in DCF Regionen vorstoßend.:thumbup:

    Zu deiner eigentlichen Frage. Wahrscheinlich wirst du im deutschen Mittelgebirgswald schon ausreichend Prügel finden um dein Tarp aufgebaut zu bekommen. Je nach Gegend musst du dich halt auch Mal eine halbe Stunde vor dem Camp nach etwas geeignetem umsehen.

    Ich habe in den letzten Jahren aber eigentlich immer meine Stöcke mitgenommen. Aus 11mm Aluzeltstangenabschnitten (extremtextil) ist das schnell gebastelt dann hat man keinen Streß. Andererseits ist dann ja der Gewichtsvorteil vom Flattarp wieder etwas dahin....

    Ich habe mal versucht, Deinen Entwurf nachzuvollziehen.

    Danke für's mitdenken!

    Wie hast Du das Fußende gedacht, flach auslaufend oder gerade runter?
    Bei der geraden Variante wird die Liegelänge ganz schön knapp.

    Etwas schräg auslaufend wäre natürlich wünschenswert. Aber da muß ich noch einige Papiermodelle basteln bis das Design da final ist. Die Winkel sind da recht kritisch. Schon einige cm mehr oder weniger machen aus einem Beak da eine astreine Dachverlängerung.

    BTW, das Protrail hat auch nur 2,1m Liegelänge, und in den Kopfteilbeak kann man ja auch noch etwas reinkrabbeln.

    Am Fußende komme ich in der Breite nur auf knappe 130 cm

    Die 1,4 m kommen noch von einem früheren Entwurf. Da hatte ich bei 1,9m Lotrecht zur Kante abgeschnitten und kam dann auf 0,7m.

    Noch ein Paar cm kann man rauskitzeln wenn man einen leichten Catenary- Cut an der Firstnaht einplant. Allerdings kostet das dann auf Hüft-/ Kniehöhe wieder Tarpbreite. In diesem Bereich ist Breite aber denke ich sinnvoller angelegt. Macht sich in der Specsliste halt nicht so doll;).

    Zu deiner Zeichnung:

    Das Maß 1108 mm am Kopfbeak ist bei mir anders. Das hatte ich mit einem Meter angegeben. So kann es direkt an das Kopfende der Dachbahn angenäht werden. In der Mitte ist dort keine Überlappung.

    Die Dachpanele hätte ich auch anders zusammengenäht. Ich mache das immer (OK, bisher 2x) so, daß die schräge Kante die Firstnaht bildet. Dann bekommt man IMHO eine bessere Überdachung hin. Das Kopfende kragt dann natürlicherweise etwas aus und hat keine Einbuchtung an der Spitze. Der schrägen Fadenverlauf an der Kappnaht sieht dann immer etwas bescheiden aus, tut der Nutzbarkeit allerdings keinen Abbruch. Einmal habe ich wegen der Dehnbarkeit eine abgeschnittene Webkante mit in die Kappnaht eingearbeitet. Aber ob das jetzt soviel bringt sei dahingestellt. Eine Webkante ist nun mal kein Gurtband.

    Ich bin ja eher ein Freund des Einfachen.

    Das ist ja nun hinreichend bekannt ;). Aber die Herausforderung hier heißt ja enclosed. Obwohl ich mich ja schon beim Torwald am simplen 3x1,5m Tarp abgearbeitet habe, finde ich die einfachen Tarps ja auch wirklich prima. Aus einem 1,5- oder 1,6 m breiten Tarp einen Trapezschnitt zu basteln, ist, mit Verlaub, den Aufwand nicht wert. Dann hast du wieder eine Firstnaht die du Abdichten musst usw. Du hattest das glaube ich Mal etwas ähnliches bei einem Tyvekponcho probiert. Da war wenigstens noch der Mehrwert der Mittelnaht, daß man die Kapuze dort hineinnähen konnte. Bei den kleinen Tarps, die eh zu 95% als Holden aufgebaut werden ist das IMHO overkill.

    Würde man dieses Design mit dem XXL Stoff bauen dann würde ich wahrscheinlaich auch eher einen einfachen Trapezschnitt nehmen und da noch ein Paar kleine Beaks oben und unten anbauen. So wie das blaue Tarp hier.

    Also ich finde Christians Tarp „more sexy“!

    Danke für die Blumen!^^

    Unter ein 45cm hohes Tarp, kann ich mit meiner Plautze gar nicht drunter kriechen… erst ab 46cm…

    Wie schon gesagt. Das Teil ist in der Praxis ja höher aufgebaut. Selbst beim absoluten "Sturmmodus" mit allen 6 Abspannpunkten auf der gleichen Höhe wird man ja wegen der Linelocs einen Abstand zum Boden von so 5-10 cm nicht vermeiden können. Außerdem kannst du ja das Zelt schmäler machen und so entsprechend höher aufbauen. Wirklich reinkriechen muß ja, wegen dem Seiteneinstieg, auch niemand.

    Es ist erst dann gut, wenn man nichts mehr wegnehmen kann.

    Ah, Antoine de Saint Exupery- das ist eigentlich mein Leitspruch beim Basteln.

    Aber wie im Eingangspost schon gesagt: Das hier ist die Schrulle eines "in die Jahre gekommenen".

    Ok, gestern habe ich Mal daran gemacht das versprochene A- frame aufzuzeichnen:

    The Stratos (cirriforme Wolken sind recht hoch oben, Stratoswolken sind die niedrigsten;))

    Man bekommt so ein Tarp mit 2m Stoffbreite am Kopfende und ca. 1,4m am Fußende. Längsliegertypisch ist die komplette Länge nutzbar. Durch die geschlossenen Enden sollte man mit der recht kurzen Länge des Längspanels hinkommen.

    Die angegebenen Höhen wären bei sehr flachem, bodennahen Aufbau. Das ist in der Praxis natürlich je nach Wetter natürlich deutlich höher. Sitzhöhe werde ich mit meinen 1,87m Körpergröße aber nicht hinbekommen.

    Ich war erst ganz stolz auf meine Idee den Eingang seitlich am Kopfende mit einem RV zu realisieren. So muß man nicht sich nicht am Kopfende reinwurschteln. Dann habe ich aber rausgefunden das Yamamountaingear das bei seinem Cirriform schon seit Jahren macht:rolleyes:. Netter Nebeneffekt ist dass man ein Seitenteil mit einem Stöckchen aufspannen kann. Dann hat man bei gutem Wetter eine Art Lean-to mit prima Ausblick. Je nach Wetterlage kann das aber auch im Liegen von Innen zurückgebaut werden (Stöckchen weg, RV zu, fertig.)

    Über das Fußende bin ich mir noch nicht hundertprozentig im klaren. Da könnte man IMHO die Panele auch geteilt lassen wie beim Cirriform und dann nur bei Bedarf mit Heringen überlappend zusammenfügen. Gerne hätte ich den Grundriß trapezförmig hinbekommen. Dann hätte man das gesamte Tarp mit minimal 4 Heringen aufspannen können. so sind es jetzt aber mindestens 5-6. Je nachdem ob man Tarpent-typisches Gezunsel am Fußende Installieren möchte. Am Kopfende geht das IMHO wegen der auftretenden Kräfte nicht.

    Ist es das 20 D Silpoly XL von adventurexpert?

    Ja, ist es. Im Gegensatz zum 20d Silnylon von Extremtextil finde ich es bisher eigentlich ganz gut. Das 20d Silnylon empfand ich eher als Gummi als als Stoff. Ich habe da Mal versucht ein Torwald daraus zu schneidern. Das war übelst schwer zu verarbeiten (Das konkrete Zelt war dann aber wegen einer nicht doll funktionierenden Tür dann sowieso für die Tonne gebaut).

    Ich habe hier noch das "20D silpoly recycled B-grade" von Adventureexpert hier liegen. Das hat ein recht interessantes Microripstopmuster. Fühlt sich wertig an. Da bin ich Mal gespannt was das kann.

    Ich habe das 20d Silpoly hauptsächlich wegen der Überbreite gekauft. Da ist es glaube ich in Europa alleine auf dem Markt. Auch finde ich dass Silpoly wegen des fehlenden Durchhangs bei Nässe für diese kleineren Shelter mehr Sinn als Nylon macht. Die Reißfestigkeit ist dafür bei diesen kleinen Schönwetterzelten nicht unbedingt oberste Priorität. Du hattest glaube ich Mal geschrieben dass die Reißfestigkeit von dem Silpoly nicht sooo prall ist, oder?

    30d Silnylon finde ich persönlich einen guten Kompromiss aus Gewicht und Performance. Leider habe ich noch recht viel 40d Silnylon zu Hause was erstmal weg muß.

    In gut einem Monat sind wir wieder daheim, dann kann ich hoffentlich wieder etwas produktiver sein was MYOG angeht. Ultraleichte Stoffe auf dem Steg zuschneiden ist eine Herausforderung;),