Beiträge von Christian Wagner

    Mein Beitrag hier schweift vielleicht etwas ab, aber dennoch sind es nichts anderes als zwei oder drei Lagen Rettungsdecken.

    OT: Mitnichten, es handelt sich um "unique Reflexcell™ material". Nicht einfach aluminisiertes Mylar - no, no, no!!!!;)

    Ansonsten finde ich das Teil gar nicht mal so übel. Gerade Packmaß und Lagerfähigkeit sind interessant. Wärmen wird das Teil aber IMHO v.A. wegen der zwischen den Lagen entstehenden Luftkammern.

    Bei 385 Gramm fragt man sich ob ein leichter Quilt/ MUT + Bothybag nicht gescheiter ist. Die zweilagige Variante wiegt übrigens nur 280 gr.... :/

    Bei der Bergwacht Berchtesgaden habe ich das Dingen übrigens nicht gesehen (Stand von vor einigen Jahren). Die haben so selbstaufheizende Kissen dabei. Das schmeißen sie dem Patienten in die Regenjacke, nach einer halben Stunde "kocht" der dann.

    Jetzt vermischt du 2 Varianten von Wärmeverlustes bzw. Wärmeverlust mit Wärmetransport.

    Konvektion ist, wenn sich ein Medium an der einen Stelle erwärmt durch den Temperaturunterschied zur anderen Seite wandert, dort die Wärme wieder abgibt und dann zurück zur warmen Seite wandert dort wieder... usw...

    Das andere ist Wärmeverlust indem die stehende warme Luftschicht um den Körper durch Wind immer wieder weggetragen wird und der Körper permanent von kalter Umgebungsluft umströmt wird. Die Konvektion wird durch Rettungsdecken erst mal NICHT verhindert (bzw. erst mit der Rettungsdecke kann es zu Konvektion kommen, sonst liegt der 2. Fall vor). Und im Fall der Konvektion wird der Wärmeübergang auf die Außenseite der Folie (wo sie von der Umgebungsluft aufgenommen wird) durch die Mylar-Folie kaum behindert.

    Hm, bei deinem ersten Fall spricht man von natürlicher Konvektion. Dein zweiter Fall (Wind) ist erzwungene Konvektion. Beide Fälle sind aber Konvektion. Und natürlich wird auch der Wärmeverlust durch die natürliche Konvektion durch die Folie eingeschränkt. Die warme Luft wird eben auch bei Windstille nicht bis in die Stratosphäre aufsteigen, sondern wird durch die Folie näher am Körper gehalten.

    Konvektion – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Wärme Strahlung ist die Temperatur praktisch egal.

    Und auch irgend welche Kleidung.

    Warum ist es denn dann so krass wichtig zwischen welcher Schicht die Rettungsdecke jetzt zu liegen kommt. Da gibt es so manchen Top Tipp im Internet, auch in "unseren" Foren, natürlich immer ohne Quellenangabe.

    Deswegen habe ich keine Werte der Konvektion und der Verdunstung angegeben.

    Aber für die Wärmestrahlung.....?

    Wenn du bei einer Person 30% Wärmestrahlungsverlust bei Windstille misst, und dann nochmal bei 6 Windstärken, dann wird deine Wärmestrahlung unter ferner Liefen firmieren. Das gleiche in trockenem und nassen Zustand, oder einmal auf einem Laubhaufen liegend und einmal auf einer Eisplatte.

    Ich habe diesen Vergleich doch gar nicht gezogen. 🤔

    Stimmt hast du nicht, aber mit irgendetwas muss man solche Aussagen wie...

    Dies sollte bis zu 60% ( max 80% unter optimalen Bedingungen und hohen äußeren Luft Temperaturen) Wärmeverlust durch Konvektion verhindern.

    ... doch einordnen können. Heißt das jetzt, das das Teil so warm ist wie ein Drei- Jahreszeitenschlafsack, ein Wollpulli, oder ein Baumwoll- T- Shirt? Irgendeinen Vergleich muss es doch geben. Da findet sich dann immer nichts dazu.

    Einen Datenpunkt zum Thema Rettungsdecke habe ich aus meiner Anfangszeit. Als Isomatte sind die Teile völlig unbrauchbar. Sie wärmen eigentlich überhaupt nicht. Selbst mit 3 mm Schaumstoff (sog. Alu- Isomatte) sind diese, außer im italienischen Hochsommer überfordert.

    Ich habe kein Problem mit der Aussage dass eine Rettungsdecke Konvektion und Verdunstungskälte verhindert. Aber, dass diese in "normalen" Outdoorszenarien auch signifikant Wärme zurückhalten, weil sie Wärme reflektieren, halte ich für überzogen.

    Oder weil es kein Messverfahren dafür gibt, denn Wärmestrahlung erwärmt die Luft nur indirekt, weil es Objekte erwärmt, welche dann wiederum die Luft , zb über Konvektion, erwärmt.

    Der Ansatz von Werner Wanderfreund ist IMHO recht vielversprechend. Etwas Warmes umhüllen und schauen wie schnell die Wärme flöten geht. Unbedingt auch mit Funktionwäsche, Fleece, Puffy/ Schlafsack, Biwaksackmaterial/ Regenjacke und für Infrarotstrahlung durchsichtiger Plastikfolie testen. Dazu immer auch jeweils eine nicht umhüllte Kontrolle mit dabei haben.

    LG, Christian

    wovon rund ein Drittel über die Strahlung und der Rest durch Verdunstung (Schwitzen und Atmen) sowie Konvektion (Luftbewegung) an die Umgebung abgegeben wird.

    Ich tue mich mit so Pauschalaussagen immer sehr schwer. Bei welcher Temperatur? Mit welcher Bekleidung. Bei Wind isses dann wieder anders....

    Eine Rettungsfolie hält bis zu 90% der Wärmestrahlung zurück.

    Auch hier fehlt dem Werbeversprechen IMHO die Substanz. Bei welchen Temperaturen wurden die 90% gemessen? Ich weis z.B. das in Hochöfen gerne mit reflektierendem Material gearbeitet wird um bei geschmolzenem Metall die Wärme zurück zu werfen, da dort signifikant Wärme über Strahlung verloren geht. Gilt das aber auch für die fünf Grad Aussentemperatur deiner Regenjacke mit einigen Isolationsschichten drunter?

    Ein Folien bivy hält dann natürlich die Konvektion zurück. Der Luftaustausch wird minimiert und die Luftschicht dient als Isolation.

    Da bin ich ganz bei dir....

    Dies sollte bis zu 60% ( max 80% unter optimalen Bedingungen und hohen äußeren Luft Temperaturen) Wärmeverlust durch Konvektion verhindern.

    ... und da komme ich nicht mehr mit. Wo kommen denn deine 60- 80% her? Und wie viel Prozent Wärmeverlust wird denn durch einen Schlafsack verhindert? 99,999999%? Wie viel durch ein Stoff- Innenzelt? Da werden IMHO Äpfel mit Birnen verglichen. Es gibt für Rettungsdecken IMHO keine R- values zu finden weil sie entweder nicht existieren oder grottenschlecht sind. Wer es mit Notfallausrüstung in den Bergen ernst meint, kommt mMn nicht am Bothy- Bag vorbei. Ein Instantschutz der Wärmeströmung und Verdunstungskälte wirkungsvoll unterbindet. Vom Formfaktor her viel sinnvoller als eine Mini- Rettungsdecke aus null weiterreißfestem Material.

    Das Stringridge sieht irgendwie aus wie ein "The One" von Gossamer Gear.

    Das Wegfallen der zweiten Apsis finde ich für viele Anwender gar nicht so übel. Zweipersonenzelte brauchen IMHO überhaupt keine zweite Apsis und die meisten Zweierteams sind als Pärchen unterwegs, da ist ein "überdenanderenrüberklettern" jetzt auch kein Megading. Bei unserem Duplexclon haben wir den zweiten Eingang praktisch nie genutzt.

    Bohnenbub Danke, varsom.no hab ich schon von gelesen, das check ich auf jeden fall noch aus vorher und mach mich damit vertraut.

    wilbo hatte mehrfach von 1mm gelesen, daher hätte ich das genommen. und es sollte vorsllem auch gut Rollbar sein dann.

    PositivDenken wieso hast du deine innerhalb von 4 wochen geschrottet, was is passiert?

    Konradsky wäre auch meine erste "Pulkaerfahrung", aber find einfach dieses Hybride Modell echt super praktisch.

    Ich finde die Faltpuka jetzt gar nicht so übel. Im verlinkten Thread auf Outdoorseiten.net (s. o.) sind einige Beispiele für anschraubbare Kufen. Das ganze Ding ist zusammenrollbar im Rucki verstaubar. Die Anreise per Bahn mit meinem Möbel + Schisack war da um einiges unkomfortabler. Sollte das Plastikteil sich auf Tour komplett zerlegen dann müsste man eben den Rucksack schultern.

    LG, Christian

    Ich weis nicht ob es neu ist, vielleicht ist es ja auch ganz alt und wird nicht mehr hergestellt. Deshalb den Beitrag gerne verschieben falls doch hier OT. Für einen eigenen Thread ist es aber IMHO zu wenig:

    Eine winzige Pyramide von Locus Gear - "Cerro Sil 1P". Mit 2,65 x 1,6 x 1,1m eher was für Hobbitse. Jedenfalls ist das IMHO die einzige Seite wo sich überhaupt Infos zu dem Zelt finden lassen. Die Locusgear Webseite kennt das Zelt nicht (mehr?).

    Gut, qualitativ noch überhaupt nicht, aber so das die Nähte stabil sind und halten.

    Hm, bei mir ist Qualität wenn es hält, alles weiter ist nur Optik 8).

    Und dass man nähskilltechnisch gleich Mal vier Level aufsteigt wenn man Faden in Stofffarbe verwendet scheinst du ja schon begriffen zu haben. Ich habe da länger für gebraucht...;). Ansonsten sind Packsäcke, einfache Tarps und Kunstfaserquilts so die typischen Einsteigerprojekte.

    Viel Spaß am Gerät!!!!

    Das Pullpac ist ja ein tolles Teil. Sollte eigentlich nicht zu schwer sein so etwas, aus Plastikplattenmaterial, nachzubauen.

    Guck Mal im Netz nach Tobbogans. Das ist die traditionelle Version die hier etwas aufgehübscht aus Plastik nachgebaut wurde. Als Material dürfte sich HDPE anbieten, das ist auch das Material aus dem IMHO die Paris Pulka gemacht ist.

    Allen Tobbogans aus glattem Plattenmaterial gemein ist allerdings die fehlende Führung bei Hangquerungen.

    Ich stoße immer wieder Mal auf Reste von Stoff in meiner Grabbelkiste für die so ad hoc keine Verwendung habe. Dem ein oder anderen hier mag es ähnlich gehen. Ich dachte mir, vielleicht fällt ja einem Forumsuser ein sinnvoller Verwendungszweck ein.

    Ich mache Mal den Anfang:

    Micro- Ripstop Nylon oder Polyester in schwarz, unbeschichtet, sehr hautschmeichlerisch, wohl ganz gut winddicht, leider 68 gr/qm. Für die Wandersachen die ich tatsächlich mitnehme ist der Stoff mir zu schwer. Ich habe aber noch 16 m (!) davon zu Hause.

    Weniger Gewicht und noch windstabiler, dann würde ich zum Trailstar greifen!

    Habe mit beiden keine Erfahrung, aber finde die 5 Ecken am Trailstar eigentlich nicht sooo praktisch. Mein Lebensraum im Zelt zu zweit ist ja eher "quadratisch" bis "rechteckig", da will mir nicht in den Kopf wie das mit den fünf Ecken was bringen soll. Für die Menge an Stoff bietet es IMHO recht wenigen Personen Platz. Lt. diversen Berichten ist das Trailstar mit Zweien schon am Limit.

    OTOH, spart das Trailstar den Reissverschuß ein.

    Vielleicht sollte ich mal eine flache, rechteckige Pyramide bauen welche dann an einer Seite so trailstarmäßig hochgespannt wird. Der Grundriss würde dann trapezförmig werden, aber das ist heutzutage ja geradezu modern ;)... gibt es aber schon seit "Ewigkeiten" (runterscrollen zu Startent, zweites Foto).

    Eigene Erfahrungen habe ich damit nicht, sieht aber dem Tarpstar von alpkit ziemlich ähnlich....oder eher alpkit hat von MLD geklaut?

    Hm, geklaut ist ein zu großes Wort. Es sind halt beide viereckige Pyramiden, und diese haben nicht einmal die gleichen Abmessungen.

    Das Speedmid hat einen quadratischen Grundriss, was eben massig Platz bietet. Das ist z. B. für Wintertouren gar nicht so schlecht, andererseits aber benötigt es eben auch massig Platz und man ist mit der Platzwahl etwas eingeschränkter.

    Die verminderte Kopffreiheit empfinde ich nicht unbedingt als Nachteil. Das spart Gewicht und macht alles windschlüpfriger. Außerdem hat man das Gefummel mit den zwei Trekkingstöcken nicht.

    Locus Gear hatte Mal etwas ähnliches im Programm. Das Menkaura - 2,7m x 2,7m x 1,3m.

    Guten Tag an Alle!

    Vor einigen Jahren wurde das MLD Speedmid in USA, zu Beginn der Pyramidenzeltcrazyness sehr gehyped. Das ist eine sehr simple, quadratische Pyramide mit ungefähr folgenden Maßen: 2,65x2,65x1,25m (im Laufe der Jahre gab es etwas unterschiedliche Angaben. Es ist quasi ein Supermid mit Duomid Höhe. Gibt es hier im Forum User die mit dem Shelter Erfahrungen aus erster Hand haben und die etwas dazu sagen können?

    Ahoi. In letzter Zeit hat mich das Adobi von Ounce Design recht interessiert. Es ist eine rechteckige Pyramide mit einem kleinen Vordach-/ Schnürzugeingang. Nachdem ich das Türpanel mehrfach mit verschiedenen Abmessungen zu Fuß durchgerechnet hatte, habe ich nun ein Spreadsheet erstellt mit dem man das Ganze automatisieren kann. Man gibt einfach seine Zeltmaße: Länge, Breite, Zelthöhe und Vordachhöhe ein und es spuckt einem die Abmessungen des Türpanels aus. Bei Fragen bitte gerne melden.

    Adobicalc.zip

    Für japanaffine Forumsuser bestimmt ein alter Hut, aber es sind einige interessante Designs dabei (wie IMHO bei vielen japanischen Herstellern).

    Heritage Crossover 

    Irgendwie weisst du dass du an der richtigen Adresse bist, wenn der Hersteller folgendes unter der Hälfte seiner Zelte hinschreibt 8)8)8).

    Zitat

    The Crossover Dome is NOT a dome tent. This unique dome shelter prioritizes the lightest and most compact design for minimal protection against various weather conditions. Anyone looking to camp in comfort should consider a durable light-weight dome tent.

    Noplex Iteration 2:

    Der Versuch Nr. 1 krankte daran, dass ich die veränderte Länge der Diagonalen bei 1,8 m Stoffbreite nicht einberechnet hatte. Darum ist die Liegelänge des Zeltes etwas zu kurz geraten. Außerdem wurde das ganze Teil durch die Stoffdehnung zu mit über 1,30 m zu hoch für meinen Geschmack. Etwas mehr Platz seitlich wäre auch wünschenswert.

    Also auf zur zweiten Version:

    Freihandzeichnung, ein Papiermodell ergab eine Breite von gut 1,4m und eine Liegelänge von 2,6m. Die Höhe lag bei knapp 1,1m.

    Erstmal schnippelt man die Panele aus die später das Dach bilden. Am First ist das Zelt nun 10 cm breiter geworden. Das sollte für etwas mehr Raumgefühl im Sitzen sorgen. Durchgehend 70 cm ging leider nicht, da ich dann mit den kleinen gelben Verlängerungen nicht mehr hinkomme. Durch das asymmetrische Dachpanel ergeben sich minimal unterschiedlich tiefe Apsiden. An der geraden Seite des Dachpanels ist die Apside einen Tick tiefer - da würde ich den Reißverschluß einplanen.

    Die Türpanele waren bei der ersten Version in der Diagonalen, die am Dachpanel angenäht werden, zu lang. Durch den schrägen Schnitt in der Mitte werden die Diagonalen nun deutlich kürzer. Gleichzeitig bekommen die Apsiden mehr Tiefe und eine gewisse Asymmetrie mit einer flotten, leicht schräg verlaufenden Mittelnaht - schön hipstermäßig.

    Jetzt muß ich erstmal neuen extrabreiten Stoff kaufen...:P