Zu den „guten“ Jobs sei nochmal gesagt, das ich keine abgeschlossene Berufsausbildung habe, kein Studium o.ä. und habe mir trotzdem immer Urlaub, wo auch immer ich ihn wollte, leisten können.
Dafür aber halt ohne Soziale Hängematte.
Ich bin 56 Jahre alt, und werde im Alter von Grundsicherung leben müssen, da ich fast nix eingezahlt habe.
Aber dafür habe ich bis heute eigentlich nie etwas machen müssen, worauf ich keinen Bock hatte.
Taxi fahren war 8 Jahre meine Arbeit. Vorteil: Man geht auf Reisen und weiß mit absoluter Sicherheit, das man, wenn man nach hause kommt, sofort wieder Arbeit hat. Nachteil: Niedriger Stundenlohn!
Seit dem ich die Nachtarbeit an den Nagel gehängt habe, verkaufe ich, als Angestellter, Lebensmittel auf dem Wochenmarkt. Beide Vor- und Nachteile sind die Gleichen.
Mittlerweile bist du schon eine „Fachkraft“, wenn du 7,5 Tonnen Fahrzeuge und Hänger fahren darfst. Es geben teilweise Wochenmarktbeschicket auf, weil sie kein Personal finden. Weder als normaler Verkäufer und schon gar nicht als Fahrer und Verkäufer. Seltsam, aber wahr!
Ich brauche nicht viel zum Glücklich sein. Außer Freizeit, davon brauche ich schon immer viel.
Nun habe ich das Glück, das meine Frau mittlerweile so viel Kohle verdient, das ich ein DCF Zelt und diverse andere teure Outdoor Artikel mein Eigen nenne. Ich würde aber auch problemlos mit einem einzigen Shelter von Aliexpress und einem einzigen Rucksack (gebraucht kauf) auf Wanderurlaub gehen.
Will sagen:
Prioritäten setzen, ist das Stichwort.
Will man unbedingt 3 Monate, oder länger, im Jahr auf Reisen gehen, kann das so gut wie jeder, der keine Kinder hat, die noch zu hause wohnen und einen Partner, der dem ganzen positiv gegenüber eingestellt ist.
Man muss dann halt z.B. auf eine „hohe“ Rente verzichten. (hahahahaha, wer hat denn heutzutage überhaupt noch eine hohe Rente zu erwarten?)