Beiträge von WonderBär

    Die Smartwatch ist für mich einerseits ein Tool was deutlich weniger Strom verbraucht fürs Tracking als das Smartphone und die Backup Kartenlösung falls das Telefon mal nicht mehr will (und umgekehrt). Beides trage ich auch im Alltag. Ist quasi ein GPS am Handgelenk.

    Ich war neulich mit einem Kumpel unterwegs, der hatte den Trail auf der Uhr, das war schon super praktisch. Hab ich mir dann auch angesehen, an sich kaum Gewicht (50g?) und Strom sollte ewig halten. Auf der anderen Seite 50g dafür dass ich nicht in die Hosentasche greifen muss, um mein Handy raus zu ziehen, das war zumindest meine Überlegung. Mir ist allerdings Puls etc ziemlich Jacke

    Smartwatch muss man nicht haben aber es ist ohnehin "worn weight"

    Außerdem zähle ich das Handy zum Wornweight,

    Ich höre das öfter, verstehe den Sinn der Aussage allerdings nicht so ganz. Der Schwerkraft ist es ziemlich Jacke ob du Dein Gewicht im Rucksack oder im Schuh trägst. Wenn du bergauf läufst, musst du die Energie aufbringen um das Potential aufzubauen und beim bergabgehen schiebt das. Bei einem 5/6/7kg tuto Rucksack denke ich, ist es wurscht ob Du da noch 50g rein packst oder nicht, das merkst du sicher nicht

    Eigentlich geht's mir hier weniger ums Fingerpointing oder das allgegenwärtige "wir sind so abhängig von unserer Technik geworden" (ok, ja, schon auch, ich gebs zu 😇) sondern um den für mein Verständnis eigentlichen Kern des UL:

    Bequemlichkeiten & Gewohnheiten hinterfragen, Muster aufbrechen, Gewicht durch Fähigkeiten ersetzen

    Wofür brauche ich eigentlich mein Handy?

    PrioWarumSubstitution
    1Fotos / Kameraweglassen
    2NavigationinReach (100g) / Papierkarte
    3KommunikationinReach (100g) / weglassen 
    4Tickets & Buchungsdaten20g Papier, so what
    5e-book readerweglassen
    6Wörterbuch / ÜbersetzungshilfeHände & Füße
    7KompassinReach (100g) / Pysikalisch 30g 

    Es gibt zu dem Thema noch zwei Punkte die mir auffallen

    1. als ehemaliger Raucher - das Gefühl das man bekommt, wenn man beschließt das Handy zu hause zu lassen, entspricht dem, das man hat, wenn man mal 2h ohne Zigaretten los ziehen muss/will/soll. Das ist ein klares Abhängigkeitsverhältnis in meiner Wahrnehmung
    2. ich habe aus genau dem Grund das Ding meist im Flug- und minimal Strommodus und versuche so gut wie es geht alles ohne hin zu bekommen in der Hoffnung dass mir der Akku auch wirklich hält. Ich finde das hat etwas wahnsinnig befreiendes nach einiger Zeit und man kommt wieder dazu, sich auf das HIER zu konzentrieren und lebt nicht in irgendwelchen virtuellen/alternativen Welten

    Vor einer Tour die das InReach notwendig macht halte ich eine gewisse Vorbereitung für zwingend. Und da gehört natürlich das Testen der Rettungskette (soweit möglich) dazu. Alles Andere wäre grob fahrlässig.

    Das hört sich sehr sinnvoll an. Aber wie "testet" man eine Rettungskette? Ich kann testen ob das inReach sendet, ja, aber darüber hinaus?

    Ich kann mir auch vorstellen, dass die Atmungsaktivität im Winter bei großen Feuchtigkeitsdeltas innen/aussen weit besser funktioniert, analog zur Membranjacke

    Liebes Forum,

    ich bin auch noch kein alter Hase im UL, aber ich lese schon seit Jahren. Und klar auch viele Packlisten. Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, aber während ich auf der einen Seite die skurrilsten Ideen finde, um hier und dort nochmal 1 deka (10g) zu sparen, (die Big 4 dürfen NICHT über 3 kg wiegen!!!) scheint es nichts außergewöhnliches zu sein, im Elektronikbereich mal 1kg mit zu nehmen, Tendenz subjektiv war genommen steigend.

    Ich habe neulich mal einen Thread gelesen, indem der TO (mit einem für die Tour echt respektablen Baseweight um die 5kg) in die Runde frägt, ob man den Pullover in den Bergen nicht doch zu Hause lassen könnte oder ob man wirklich einen Topfdeckel um die 17g braucht -- aber die Smartwatch + Infrastruktur war nicht diskutabel.

    Ich möchte niemanden zu nahe treten, ich habe sicher auch meine Luxus Items und es steht MIR sicher NICHT zu irgendjemanden zu erzählen was nun UL ist oder nicht.

    Aber wie kam das? Früher hatte man ne Taschenlampe dabei. Ich hätte damals sicher keine Analogkammera mit geschleppt. Jetzt habe ich ein Handy dabei um Fotos zu machen die eh keiner sehen will (ok, von euch bekomme ich Herzchen 😘) Bei mir liegen aktuell grob 550g Elektronik im Rucksack (Handy, PB, Netzteil, Kabel, Hirnbirn, inReach) die ich essenziell bis auf die 26g Taschenlampe mit einer 40g Papierkarte ersetzten könnte. Wieso spare ich 70g an meiner Isomatte und schlafe Nacht um Nacht selbstverständlich auf 50 statt 60cm Breite, aber die 500g Elektronik scheinen alternativlos?

    Klar ist so ein Handy manigfaltig praktisch, nichtsdestotrotz - ich denke schon dass das sehr viel mit "wenn man kein Foto macht und es irgendwo hoch lädt, war man quasi eh nicht dort" zu tun..

    Oder wie seht ihr das?

    WonderBär

    Ich schätze das schnelle Laden (68W Motorola) mittlerweile sehr, durch den Hund fallen Stopps in Hütten oder Hotels eher flach und so hab ich mein Handy bei einem Kaffee-Stop mal schnell vollgeladen. Wäre halt schön, eine dazu passende PB zu haben.

    Aber mal ehrlich, fährst Du dann mit einem Solarpanel nicht besser? Kleine PB mir 5000mAh oder kleiner und Abends umstecken? Ich habe mir das ja eh auch an gesehen, von wegen "Pass-Through-Laden" mit fettem Netzteil und ner Powerbank die das ab kann, aber da biste halt in meiner Phantasie bei 300g mehr, es dauert trotzdem weit über 1h und eine Bäckerei muss man dann auch noch finden - da wäre das Solarpanel doch auch gewichtsmäsig drin bei "totaler Autarkie" (klar muss die Sonne auch mal scheinen)

    Finibo 150 W

    Leider ohne Gewichtsangabe...

    Die Amzon Gewichtsangaben sind meiner Erfahrung nach nicht immer korrekt, aber zumindestens als Anhaltspunkt zu gebrauchen:

    • Product Dimensions ‏ : ‎ 10.8 x 8 x 5 cm; 280 g


    Nur mal für den Kontext, mein Laptop Ladegerät hat 90W, ja?

    Nachdem wir ein UL Forum sind, ggf kann man hier FETT was durch weglassen sparen? Und ab dem Gewicht könnte man ggf wirklich Solarzellen ins Auge fassen 🫤Man kann die Netzteile auch kaum leichter bauen, weil da halt gut Leistung durch geht. Mehr als mein Laptop so braucht.

    Das ist halt schon so ein Thema, ja, off topic hier, und sorry, jedem seinen Trail, klar, aber da spart man sich 17g Topfdeckel und 2g Zahnbürstenstiel um im Anschluss 500g Elektronik drauf zu packen, weil, ja, warum denn?

    Mir fällt auf, dass immer weniger hinterfragt wird, welchen realen physischen Schutz ein Shelter tatsächlich bietet.

    Bei Zelten werden zwar etablierte Normdaten wie die Wassersäule vom Außenzelt und Boden abgefragt, doch bei der Analyse der Konstruktion hört es meist schon auf.

    Naja, wobei das nicht so das neue ist, oder? Früher als Kohle noch wichtiger war als Gewicht, kamen irgendwann die China-Aldi Zelte auf und man konnte ein Zelt für 50 Mark kaufen, da war zu Teilen nur der Boden regendicht, von Windstabilität ganz zu schweigen.

    Und besonders im UL Bereich (gibt es hier überhaupt "Sturmbunker"?) war es schon immer eine Gradwanderung wie viel Gewicht man sich spart auf Kosten des Komfort und besonders der Sicherheit. Ich sehe das Problem eher an zwei Stellen, nämlich

    • am zweifelhaften Marketing einzelner, die Gesundheit ihrer Konsumenten willentlich in kauf nehmend, und
    • den Ultralighties selbst, die halt gerne "das ALLER-Leichteste" und häufig erst zweitrangig "das geeignetste" kaufen, das muss noch nicht mal Stupid Light sein

    An sich wirst Du doch in der ganzen Blase die ganze Zeit nur verarscht --- oder man tuts ja auch gerne selber. Man kauft sich ein Zelt, möglichst das leichteste, nein, das nicht, das wiegt 70g mehr, nur um im Anschluss die Leinen zu verlängern und die Heringe gegen was anständiges zu tauschen. Das Notch haben sie mir mit 4 Heringen geliefert - bei 6 offiziellen Abspannpunkten, geil wieder ein Zelt um 20g leichter gekauft. 🤪<facepalm>

    Und mal ganz ehrlich, an welcher Kenngröße soll ich als Konsument die Schlechtwettertauglichkeit erkennen? Da bleibt halt nur das Youtube Video, oder? Nicht jeder ist halt Zeltstatiker...

    Wenn ich dann mal wieder an Strom komme, kann ich aber nur einen Smartphone Akku gleichzeitig Laden.

    Schau dir mal Pass Through Laden an. Manche Power Banks können das. Dann brauchst du aber ein knackigeres/schwereres Netzteil, und die Powerbanks werden auch schwerer, da die Elektronik auf höhere Ströme ausgelegt ist. Ist mehr was für den Usecase "ich sitze 1h beim Bäcker und lade mein Zeug".

    MSR Zelte hier (und auch im alten Forum) so wenig erwähnt werden?

    Was mich daran stört, ist dass wenn man bei Regen das Outer über das Inner zieht, das Inner bereits über das Mesh mit Wasser voll gelaufen ist. So mir mal passiert. Kann aber auch ein Anfängerfehler sein. Und ich vertrauen den Y Verbindungsstücken nicht so.

    Wobei ich die <800g tuto für einen Freisteher schon cool finde. Der Boden ist halt recht dünn mit 1200mm aber irgendwo muss man halt sparen

    Das Notch empfand ich als Seitenschläfer im Kopfbereich zu eng. Ich bin ständig irgendwo angestoßen, wo es sich kalt anfühlte. Das Notch war aber nicht meins, sondern nur ein Test.

    (...)

    Haben andere dieselbe Erfahrung gemacht?

    Ich fand das jetzt nicht so, bin aber viel vom Enan gewöhnt. Meine LuMa ist oben 60cm breit (Mumie) und nimmt sich den Platz den sie braucht und das Zelt hats ihr verziehen, ich war überrascht wie gut ich damit klar kam. Bin aber mit der Luma ganz nach unten gerutscht damit ich Kopfseitig mehr platz habe. Hatte da auch meine Vorurteile, die sich bisher nicht bestätigt haben. Aber die große Tour steht auch noch aus (freu)

    Kann mir jemand die Vorteile von einem mesh inner (vs solid inner) erklären?

    Meine zugegeben geringe Erfahrung: Solid inner gelten als wärmer. Bei starkem Wind und Kondens tropft dir das Wasser nicht auf den Kopf (Stichwort Spray) und es zieht weniger wenn der Wind durch pfeift. Solid Inner sind gern einen ticken leichter. Dafür sind sie angeblich deutlich wärmer im Sommer. Beim Notch hat mal wer berichtet, das sich das Solid "klaustrophobischer" anfühlt weil die Wand gleich vor der Nase hoch geht, allerdings finde ich die Mesh Fenster recht passend eingesetzt.

    WonderBär
    16. April 2025 um 05:44

    :saint:

    Bei mir isses das Notch (ohne Li) geworden, habs aber erst 2 Nächte ausprobiert, finde es aber cool

    • 812g als SilPoly (DCF = 639g)
    • Double Wall
    • Keine Stange vor der Tür
    • Man bekommt das Innenzelt seperat eingepackt oder aufgebaut, das stelle ich mir in Hütten aber nicht völlig trivial vor weil 4 Fixierpunkte nötig oder so
    • Ja, auch eher flach im Kopfbereich, aber da DW trocken und ich hatte kein Problem bisher
    • Man kann beim Frühstück machen schön raus schaun
    • Angeblich Schlechtwetterfest