Beiträge von Eichkatz

    Erfahrungen, Tipps & Tricks

    Es macht einen Unterschied, wie man die Aussentür aufwickelt: Die größte Öffnung erreicht man, wenn man genau lotrecht auf die Zeltkante mit dem Verschluss zu wickelt, nicht seitlich entlang der Kante wie es gerade aus dem liegen einfacher ist.

    Eine Kackschaufel ist nicht nur ein prima Werkzeug um Heringe in dichtere Böden zu drücken sondern auch als 6. Hering für die Tarpstange nutzbar (Bild im nächsten Beitrag).

    Mein Neoair-Hack zum bequemen lesen funktioniert auch im Lofoten:


    Der beste Ablauf für den Einstieg mit dreckigen und/oder nassen Klamotten, auf den ich bis jetzt gekommen bin: Regenjacke stehend ausziehen, auf den Footprint setzen, Hintern hoch, Regenhose runterziehen, Hintern ins Innenzelt, Schuhe ausziehen, Regenhose ausziehen.

    Das Lofoten ist schon ab Werk sehr durchdacht. Mit den im nächsten Beitrag beschriebenen Modifikationen entspricht es endgültig meinem Anspruch als Usability-Enthusiast.

    Lebensgefühl / Framing

    "The mind is its own place, and in itself can make a heaven of hell, a hell of heaven." - John Milton, Paradise Lost

    Wie man darüber denkt kann ein und die selbe Erfahrung positiv oder negativ werden lassen. Deswegen hier einige, nicht bierernst gemeinte, Ansätze um das Nordisk Lofoten gut zu finden:

    • Free Yoga Lessons. Man kann, auch mit über 1,90 m wie ich, bei Bedarf tatsächlich alles Wesentliche im Lofoten tun: Umziehen, aus-/einpacken, Isomatte aufpusten / entleeren, kochen, essen, entspannt lesen. Dabei fördert es die Gelenkigkeit.
    • No sliding. Ich nutze die Neoair Xlite in Größe L und sie passt perfekt von der Breite her, rutscht also nicht weg.
    • Free Hugs. Das Zelt schmiegt sich an dich an.
    • Reverse T.A.R.D.I.S., bigger on the outside.
    • Eat like an ancient roman. Seitlich liegend speist es sich luxuriös.
    • The most luxurious bivy. Seiteneinstieg, überdachte Apside zum kochen und geringe Kondensation machen das Lofoten zum komfortabelsten aller Biwaksäcke.

    Interessante Testberichte von anderen


    (ergänzt am 11.6.2025):

    (ergänzt am 18.6.2025)

    • Stefan Berger (Outdoor-Influencer, Overnighter, mochte es eigentlich, hat aber ein Montags-Exemplar bekommen, nur Video): Hier

    (ergänzt am 26.6.2025)

    • ultralightoutdoorgear (Händler aus UK, neben den Fakten immer auch eine Einschätzung unter "Our Verdict"): Hier

    (ergänzt am 10.11.2025)

    • Katiejaneendurance (der Text zum Video oben, hatte ich vergessen ...): Hier

    (ergänzt am 6.1.2026)

    • Graham´s Wild Camping (normaler User aus UK, erste Benutzung, inklusive Kriminalrätsel 😉, Video): Hier
    • UL-MUC (Zusammenfassung von 7 Jahren (!) Erfahrung): Hier im Thread

    Es gibt noch mehr Berichte (zB von “Robert Schulz” und “Marcus Radelt”, jeweils auf YouTube), die ich aber ehrlich gesagt wenig aussagekräftig bis Banane fand. Falls jemand noch weitere interessante Berichte findet schreibt es gerne.

    (ergänzt am 24.4.2026)

    (ergänzt am 23.6.2026)

    • Stephen J. Reid (Youtuber, kocht & isst im Zelt, Video, Video), Hier

    Mein Testbericht des Nordisk Lofoten (ongoing)

    Mit dem Tarptent Rainbow habe ich schon ein sehr gutes Zelt mit dem ich extrem zufrieden bin. Warum habe ich trotzdem das Nordisk Lofoten gekauft?

    Das hat zwei offensichtliche und vier weniger offensichtliche Gründe:

    • Packmaß. Beim Bikepacking ist es mir mindestens genau so wichtig wie das Gewicht.
    • Gewicht. Selbst in meiner Luxus-Version (s.u.)  liegt das Lofoten komplett gerade einmal bei 710 g.
    • Stealth-Faktor. Farbe & geringe Höhe sind fast perfekt um nicht aufzufallen.
    • Wärme. Doppelwandige Zelte sind wärmer, kleinere Zelte auch. Ein wärmeres Zelt erlaubt einen kühleren Schlafsack, der wiederum leichter ist und ein geringeres Packmaß hat. Die beiden Primär-Aspekte werden also noch verstärkt.
    • Minimalismus. Mit wie wenig (Platz) komme ich aus?
    • Usability. Hier hat mich insbesondere die geringe Aufbauzeit von 2 min gereizt. Andere Aspekte haben mich fasziniert, weil sie mit so wenig Material umgesetzt sind (Beispiele: überdacht kochen mit einer < 40 g Stange, Doppelnutzen der Innentasche)

    Dabei bleiben die Primär- und Sekundär-Funktionen eines Zeltes, (trocken, warm & geschützt schlafen & kochen) für mich tatsächlich ebenso erfüllt wie beim signifikant voluminöseren & schwereren Rainbow. Nur eben etwas unbequemer.

    Warum keine der Alternativen (Terra NovaLaser Pulse, Vango F10 Neon UL 1)?

    Bei beiden sind die Gestänge-Elemente länger und werden mittels frickeligem Klett befestigt, was den Aufbau signifikant kompliziert. Bei beiden hängt die geöffnete Innentür im Dreck wenn sie nicht befestigt wird, sie brauchen mehr Heringe etc.

    Schon ein oberflächlicher Vergleich liess beide für mich als deutlich unterlegen ausscheiden.

    Warum habe ich mich für die Variante 1 ULW entschieden?

    Der Innenraum ist durch den Überhang besser vor Regen geschützt. Der Footprint schafft einen Zwischenraum: Sauberer & trockener als draussen, aber man muss nicht so sehr darauf aufpassen wie aufs Innenzelt. Die Apside fürs kochen bei Regen ist bei dieser Variante auch größer. Schliesslich dachte ich, dass ich den Platz ausserhalb der Innentür im Zweifelsfall auch noch zur Bewegung beim packen / aufpusten etc nutzen könnte, er mir also nicht fehlen würde.

    (April 2025)


    Tests und erste Übernachtung im Garten mit meinem neuen Schlafsack. Ergebnis: Kuschelig. Alles was man „drinnen“ machen können muss geht.

    (Juni 2025)


    Bisher bin ich noch nicht ganz bei den 2 min Aufbauzeit, habe es aber beim ersten Overnighter nach einem ganzen Tag auf dem Rad auch müde, im Halbdunkel und unter stetigen Angriffen von aggressiven Mücken gut hinbekommen. Sicher auch dadurch, dass die Tür des Innenzelts bei geöffnetem Reissverschluss weitestgehend geschlossen ist, ist auch keine einzige Mücke ins Innenzelt gelangt.

    Platz ist tatsächlich genau genug. In Rückenlage würden die Füße von einer weniger dicken Matte als meiner 6.4 cm Neoair profitieren. Vielleicht schiesse ich ja mal eine defekte und bügle mir eine Wide-Semi-Short-Spezialversion …

    Da ich aber lieber auf der Seite schlafe war es kein Problem und meine in Größe L insgesamt wieder sehr angenehm.

    (November 2025)

    Ein Overnighter in der Nähe um mich weiter ans neue Zelt zu gewöhnen. Auspacken, Neoair Large aufblasen & unter mich schieben, komplett umziehen, kochen, Neoair falten, definiert einpacken. Das habe ich alles im Lofoten gemacht, war aber natürlich auf dem Rücken und im Seitstütz zeitaufwändiger & anstrengender als mit einem Zelt in dem man aufrecht sitzen kann.
    Meine selbst gebauten Teile (Footprint, Mesh-Organizer, Magnetverschluss für die Tür) haben alle prima funktioniert.

    Wichtiges Ergebnis für mich: Trotz feuchten 8 Grad und gelegentlichem Regen war es kuschelig. Auf einer längeren Tour kann ich mich also auch falls es mal 1-2 Tage weniger gute Bedingungen sind auf die Kombi (Lofoten & Alpkit Ultra 120) verlassen.

    Nach mehr als anderthalb Jahren Recherche habe ich mir dieses ziemlich spezielle Zelt gekauft. Der Thread hier soll als Hub für alle Informationen dazu dienen. Dadurch haben es Besitzer leichter, sich auszutauschen und Interessenten leichter mit der Kaufentscheidung.

    Diese Themen kommen in den folgenden Beiträgen:

    Mein Testbericht des Nordisk Lofoten (ongoing)

    Interessante Testberichte von anderen

    Lebensgefühl / Framing

    Erfahrungen, Tipps & Tricks

    Meine “Luxus-Version” des Nordisk Lofoten

    Gerne werde ich alle bei Bedarf ergänzen.

    WonderBär Cool, was du alles ausprobierst! Rum-Aroma zum backen, da muss man erstmal drauf kommen 😀

    Ich habe bei Cola spontan an die Konzentrate für Sodastream etc gedacht. Für Afri Cola gibts zB eins, das auf 1/20 konzentriert ist (500 ml Konzentrat ergeben 10 l Getränk).
    Mit nem Zitronenlimo-Konzentrat werde ich bei Gelegenheit nochmal den Vodka-Lemon testen.

    Der Rest von meinem Schlechtwetter-Konzept:

    - lange MTB-Regenhose von Vaude („Drop“ iirc) ohne RV (sub 200 g, ich finde sie mit Sneakern sehr gut anziehbar)

    - Helm-Überzug

    - Überschuhe

    - Überhandschuhe

    - (bei Kälte zusätzlich) Handschuhe & lange Socken von Showerspass (äquivalent zu Sealskin)

    Jetzt wo noch schwerere Jacken erwähnt wurden traue ich mich, meine Lieblingsjacke vorzuschlagen 😉:

    Decathlon, keine Membran, 360 g in Größe L, Schnitt eher schlank, absolut robust, die Ärmel & Schultern aus noch stärkerem Stoff als der Rest, Lüftungs-Öffnungen unter den Achseln, erhältlich in Dunkelblau oder Orangerot, 40 €, siehe hier

    Einziger Nachteil fürs Wandern in meinen Augen: Keine Kapuze (auf dem Rad brauche ich keine). Ich hatte aber versuchsweise mal eine genäht und am Kragen hinten mit einer Schlaufe befestigt, war nicht besonders schwer (weder vom Gewicht, noch zu nähen).

    Eichkatz

    Wäre schön, wenn du nach etwas Nutzung des Nordisk Lofoten, hier eine kleine Review darüber schreiben könntest!

    Finde seit Jahren, das das Packmaß und Gewicht einfach super geil sind.

    Nur die Anwenderberichte gehen halt sehr weit auseinander, man weiß nie, eer dafür bezahlt wurde und wer nicht!

    Ja, mache ich gerne.

    485$ ! (vermutlich vor Steuer & Versand)

    Da fallen mir spontan 2 Dinge zu ein:

    - Mein gerade gekauftes Nordisk Lofoten war ein Schnäppchen

    - Falls ich mal meine selbst designten Sachen verkaufe sind sie gerade teurer geworden

    😀

    Nasse & ölige Sachen werden doppelt verpackt & kommen in eine Aussentasche, egal wie vertrauenswürdig die Verpackung aussieht.

    Da rufe ich mir immer meine Säuberungs-Aktion letztes Jahr neben Stonehenge in Erinnerung: Olivenöl und Feta-Krümel aus den letzten Winkeln kratzen & wischen …

    Ich habe mittlerweile "Fingernägel schneiden" auf meiner Packliste stehen. Die leiden, besonders in Verbindung mit Granit, ziemlich, reißen ein bis zu "blutig" und die Nagelschere ist mir dann doch zu schwer

    Kein Ahnung, ob das mit 50-60 g zu schwer ist, aber ich finde Nägel schneiden & feilen geht ganz gut mit dem Leatherman Squirt PS4.

    Das Gerber Dime (in der selben Klasse & noch neu erhältlich) ist dahingehend leider nicht so gut, hat aber eine Pinzette.

    Mit Schweizer Messern kenne ich mich leider nicht aus, aber bestimmt kann schwyzi dazu was schreiben.

    Update:

    Mittlerweile bin ich mit etwas Übung & ein paar neuen bzw. weiteren Teilen bei etwas über 22 min komplett fürs Zerlegen, inklusive ein- & auspacken des Werkzeugs, siehe dieses Video. Da man das ein- und auspacken noch optimieren könnte und ich alleine über 40 s für meinen Abstandshalter brauche (10:33-11:16 im Video) halte ich auf Dauer & für Andere 20 min für realistisch, was extrem gut wäre, finde ich!

    Die Achse ist jetzt in der Mitte teilbar, also deutlich leichter unterzubringen. Bei einigen der anderen Teile haben sich die Materialien sowie die Herstellung geändert.

    Eine weitere Reise mit dem Rinko-Roller habe ich auch hinter mir. Wieder ist es unterm Strich sehr gut gelaufen. Wieder sind allerdings Teile beschädigt worden, wenn auch diesmal durch Fehlbenutzung und nicht einfach durch Verschleiss wie bei der ersten Reise. Trotzdem werde ich noch weiter feilen bevor ich den Rinko-Roller anderen anbiete.

    Bilder aus dem zweistöckigen TGV auf der Rückfahrt (die Gepäckregale hätten zwar wahrscheinlich gepasst, der Zug war allerdings extrem voll. Sonntag ist einfach kein guter Reisetag, vermeide ich normalerweise ...):

    Bei welcher Temperatur?

    Ich bin um 3 Uhr reingegangen, da war es zwar noch kuschelig warm aber ich nach dem austreten hellwach. Die im Zelt gemessene Temperatur war deutlich wärmer, das wird allerdings zum Teil daran liegen, dass es diesmal ein anderes Zelt war:

    Als Vergleich zum ersten Test taugt es also weniger. Für mich habe ich aber 2 Sachen rausgefunden: Mit Isojacke ists auch noch bequem (selbst mit 2 Kapuzen + Kissen) und für mein Anwendungsgebiet habe ich mit der Kombi reichlich Reserve was die Temperatur angeht.

    Und mit welcher ISO Jacke?

    Die günstige Decathlon KF. Die kann ich weiterhin nur empfehlen, auch im direkten Vergleich mit der bekannteren Daunenjacke (die habe ich vorher benutzt).

    Bei sehr starkem Regen spritzt das Kondenswasser im Rainbow auf der Innenseite auf den Bewohner statt sich zu Tropfen zu sammeln und abzulaufen. Die Menge an Wasser ist vernachlässigbar, aber das hat hat mich erst sehr irritiert. Hätte ich einen Daunenschlafsack würde ich es wohl zwischendurch abwischen.

    Auf der Habenseite ist da so viel Platz, dass man der nassen Zeltwand locker ausweichen kann. Ich habe schon nass eingepackt, ebenso nass wieder aufgebaut und hatte keinerlei Probleme.

    Welche Schlafkleidung hast du denn da getragen ? Wenn da noch eine dünnerer Isolationsjacke hinein passt, sollte das ja auch für den Beinbereich gelten oder? Ich liebäugel ja schon länger mit dem G90 von Carinthia der ähnliches leistet: https://www.carinthia.eu/de/g-90-p2696/

    Momentan (schleppe) ich ja noch den G180 im Sommer mit auf Seekajaktouren und bin sehr zufrieden mit dem Teil. Für geschützte Wanderungen könnte aber auch was leichteres taugen.....

    Meine Schlafkleidung besteht aus Kunstfaser-Sneakersocken, Merino-Unterhose, Kunstfaser-Kurzarmshirt und Merino-Rollkragenpullover. Für mich wäre im Beinbereich sogar noch mehr Platz als am Oberkörper gewesen. Allerdings habe ich meine Beine beim schlafen auch eher zusammen.

    Deine Überlegung kommt mir bekannt vor :) Irgendwann kennt man halt seine Parameter und kann optimieren falls man daran Spaß hat. Den G90 hatte ich mir auch angeschaut, fand den Alpkit aber noch interessanter.